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  • 14. Juni 2013 8 2 Min.

Alle Preisträger des Medienpreises 2011/2012 (Bild: Deutsche Aids-Stiftung)

Der 24-jährige Jungpositive und Blogger Marcel Dams und ein Wissenschaftsjournalist des "Tagesspiegels" haben die Medienpreise der Deutschen Aids-Stiftung erhalten.

Auf dem Deutsch-Österreichischen Aids-Kongress in Innsbruck hat die Deutsche Aids-Stiftung am Mittwoch ihren Medienpreis 2011/2012 sowie den Schülersonderpreis verliehen. Der Journalist Kai Kupferschmidt wurde für seinen Tagesspiegel-Beitrag Positiv und Negativ – die Angst vor HIV" sowie seine langjährige Arbeit zum Thema HIV/Aids ausgezeichnet.

Der junge Kölner Marcel Dams erhielt den Medienpreis für seinen Youtube-Kanal "TeilzeitVlogger", in dem er sich mit HIV und Aids auseinandersetzt und für die HIV-Prävention engagiert.

"Gebt Aids ein Gesicht"

Als filmische Beiträge wurden die Dokumentationen "Der Berliner Patient – Geheilt von Aids" von Mira Thiel und Benjamin Cantu sowie "Der Aidskrieg" von Jobst Knigge geehrt. "Der Aidskrieg" hat bereits im vergangenen Jahr den schwul-lesbischen Felix-Rexhausen-Preis erhalten (queer.de berichtete). Das Preisgeld von 15.000 Euro, das von Boehringer Ingelheim Pharma gesponsert wurde, wird auf die Preisträger aufgeteilt.

Mit dem Schülerpreis "HIV/Aids – Weißt du Bescheid?" wurden zwei Beiträge ausgezeichnet. Im Projekt "Was wäre, wenn ich nicht in Deutschland geboren wäre, sondern in Ruanda?" setzen sich die Schüler der Klasse 7b der Realschule am Kreuzberg in Netphen mit der Situation Gleichaltriger in Afrika auseinander und versuchen, sich in sie hineinzuversetzen. Ebenfalls ausgezeichnet wurden zwei 15-jährige Schüler: Im Video "Gebt Aids ein Gesicht" interviewen Tim Rößling und Niklas Schlicht einen HIV-infizierten Mann, werben für Empathie und setzen sich für Solidarität mit Betroffenen ein.

Der Jury für Medienpreis und Schülersonderpreis gehörten Vertreter aus Medizin und Journalismus sowie Experten zum Thema HIV/Aids an. (cw)

-w-

#1 KlärchenAnonym
#2 RobinAnonym
  • 14.06.2013, 11:57h
  • Finde ich sehr gut, wer da ausgezeichnet wird.

    Journalisten sind wichtige Multiplikatoren. Und was Marcel Dams betrifft: der zeigt, dass es auch junge Menschen treffen kann und gibt der Krankheit ein Gesicht. Das ist sehr wichtig, dass gerade Jugendliche nicht nur abstrakt was davon hören, sondern wirklich auch solche Leute kennenlernen.

    Und nicht zuletzt ist er natürlich auch für andere HIV-positive Menschen ein Vorbild, sich nicht zu verstecken.

    Ich denke, er hätte gerne auf diese Auszeichnung verzichtet, wenn er dafür nicht HIV-positiv wäre. Deswegen fände ich auch ein "Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung" was ich zuerst schreiben wollte, unpassend. Aber da er nun mal leider infiziert ist, finde ich gut, dass er sich so engagiert.

    Wir müssen weiterhin an der Erforschung dieser schlimmen Krankheit arbeiten, damit sie irgendwann nicht nur mit Medikamenten in Schach gehalten wird, sondern irgendwann ganz heilbar ist.
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#3 Martin28a
  • 14.06.2013, 13:11h

  • Jungpositive klingt irgendwie gut
    Hört sich an wie Jungdrache Poldi oder so
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