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Eingetragene Partnerschaften
Malta will Homo-Paare anerkennen
- 19. Juni 2013 1 Min.

Der neue Premierminister Joseph Muscat geht erstmals auf Schwule und Lesben zu (Bild: Partit Laburista)
Das EU-Mitglied Malta will bis Ende des Jahres eingetragene Partnerschaften einführen, die sowohl Hetero- als auch Homosexuellen offen stehen sollen.
Premierminister Joseph Muscat erklärte am Dienstag auf einem Treffen mit LGBT-Aktivisten in seinem Amtssitz in Valetta, dass seine Regierung in Kürze einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen werde. Das berichtet die Zeitung "Malta Independent". Anlass für das Treffen war die CSD-Woche auf der 450.000 Einwohner zählenden Insel. Muscat, ein 39-jähriger Sozialdemokrat, löste erst im März seinen konservativen Vorgänger Lawrence Gonzi ab.
Der neue Regierungschef hatte während des Wahlkampfes die Anerkennung von Homo-Paaren versprochen. Muscat gilt als Hoffnungsträger für schwul-lesbische Aktivisten, weil er sich erstmals Homo-Rechte auf die Fahnen schrieb. Noch ist allerdings unklar, wie viele Rechte die "Civil Unions" enthalten sollen.
Malta hatte Homosexualität 1973 legalisiert. Das sowohl nach Einwohnern als auch nach Fläche kleinste Mitgliedsland der Europäischen Union gilt wegen des großen Einflusses der katholischen Kirche als äußerst konservativ. So sind etwa Abtreibungen nach wie vor illegal, ebenso wie Pornografie. Auf Druck der EU führte Malta 2004 einen Antidiskriminierungsschutz für sexuelle Minderheiten ein, allerdings nur beim Arbeitsrecht. (dk)














