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Meinungswandel
Republikanische Senatorin: Schwule, rettet die Ehe!
- 20. Juni 2013 2 Min.

Lisa Murkowski wollte 2004 in den dunkelsten Bush-Jahren noch das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der US-Verfassung verankern.
Aus Sarah Palins Heimat kommen manchmal vernünftige Dinge: Die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska hat als drittes Mitglied der republikanischen Fraktion im Senat die Ehe-Öffnung unterstützt. Die Politikerin, die seit 2002 ihren Bundesstaat in der Länderkammer in Washington D.C. vertritt, erklärt ihren Meinungswandel auf ihrer Homepage. Wie ihr Parteifreund Rob Portman, der wegen seines schwulen Sohnes zum Unterstützer wurde oder Mark Krik, dem nach einem Schlaganfall die Erleuchtung kam, haben auch sie persönliche Erfahrungen zum Umdenken gebracht. Sie erzählt, sie habe eine Regenbogenfamilie kennengelernt und festgestellt, dass sich diese Eltern genauso liebevoll um ihr Kind kümmerten, aber nicht die gleichen Rechte haben. "Diese Familie erster Klasse lebt immer noch zweiter Klasse", stellt Murkowski fest.
Außerdem, so die Republikanerin, könnten Schwule und Lesben das zerfallende Land wieder zusammenbringen, indem sie den untreuen Heten richtig zeigen, wie man richtig verheiratet ist:
Die Ehe als exklusive, emotionale Verbindung "bis dass der Tod uns scheidet" wird mehr und mehr zur Ausnahme. Es gibt mehr unverheiratete Paare und eine hohe Scheidungsrate. Warum soll dann die Bundesregierung Erwachsenen, die sich lieben, erzählen, dass sie nicht heiraten dürfen, einfach nur weil sie eben schwul oder lesbisch sind? Ich glaube, wenn es so viele Kräfte gibt, die unsere Gesellschaft auseinanderreißen, brauchen wir mehr Engagement für die Ehe, nicht weniger.
Wie fast alle Republikaner nutzt sie als Totschlagargument Ronald Reagan, der für viele in der Partei schon ein Heiliger ist. Reagan, erklärt die 56-Jährige, hasste ja bekanntlich den Staat und würde deshalb, wenn er noch lebte, gegen das staatliche Verbot von Homo-Ehen eintreten. Dieses Argument hat zwar nichts mit dem historischen Reagan zu tun, der Aids als Strafe für sündige Schwule ansah und deshalb die HIV-Epidemie während seiner Amtszeit einfach ignorierte, aber immerhin kommt Senatorin Murkowski am Ende zur richtigen Schlussfolgerung. (dk)















Recht hat die Gute.
Dumm nur, dass Obama Homorechte in D anmahnt, in seinem Land aber noch nichts umgesetzt ist.