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Der rechtsextreme Politiker Oleh Tyahnybok und seine Partei machen in der Ukraine Stimmung gegen Homo­sexuelle

Der Anführer einer rechtsradikalen Partei hat Guido Westerwelle wegen seiner Homosexualität kritisiert – die ukrainische Regierung reagierte empört.

Am Freitag hat sich Oleh Tyahnybok, der Vorsitzende der ultra-nationalistischen Partei Swoboda, abwertend über die sexuelle Orientierung von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) geäußert. Westerwelle hatte Kiew besucht, um die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU zu besprechen.

Swoboda-Chef Tyahnybok war von einem Reporter gefragt worden, warum er nicht zu einem Treffen mit Westerwelle eingeladen worden war. Er antwortete daraufhin nach Angaben des "Ukraine Monitor": "Ich würde ja hingehen, aber ich war nicht eingeladen. Der Minister ist ja bekanntermaßen eine Person mit einer, sagen wir einmal, nicht gerade traditionellen sexuellen Orientierung", so Tyahnybok abschätzig.

Ein Regierungssprecher kritisierte daraufhin Tyahnybok, weil er die Homosexualität Westerwelles zum Thema gemacht und das diplomatische Protokoll nicht beachtet habe: "Westerwelle war hier in Kiew Gast und Vertreter seines Landes Deutschland", sagte der Sprecher. "Seine sexuelle Orientierung ist nicht relevant. So reden wir nicht über Politiker auf einem Staatsbesuch".

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Treffen mit Klitschko


Bundesaußenminister Guido Westerwelle (Bild: Dirk Vorderstrasse / flickr / by 2.0)

Westerwelle traf sich in Kiew mit Präsident Viktor Janukowitsch sowie den Oppositionspolitikern Arseniy Yatsenyuk und dem ehemaligen Boxer und Gründer der homofreundlichen UDAR-Partei, Vitali Klitschko.

Die Partei Swoboda, die bei den letzten Wahlen über zehn Prozent der Stimmen erhalten hatte, gilt als äußerst homophob. So hat sie in den letzten Jahren zur Gewalt gegen CSD-Teilnehmer aufgerufen. Ein Parteisprecher erklärte vor dem diesjährigen CSD, man müsse sich gegen den "liberalen Faschismus" wehren. Wegen der Gewaltdrohungen wurde der CSD schließlich von der Stadtverwaltung verboten (queer.de berichtete).

Swoboda hat außerdem im Mai – gemeinsam mit den Kommunisten – die Verabschiedung eines Gleich­behandlungs­gesetzes verhindert, das die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten am Arbeitsplatz verboten hätte (queer.de berichtete). Das Gesetz war eine der Bedingungen der Europäischen Union für eine spätere Mitgliedschaft des Landes. (dk)

-w-

#1 KlärchenAnonym
  • 25.06.2013, 12:30h
  • Ein schwuler Außenminister ist auch im Jahre 2013 immer noch eine Belastung für das eigene Land, denn leider sind die meisten Ländern noch nicht so weit wie die Staaten Mitteleuropas.
    Ein heterosexueller Minister könnte härter und entschiedener auftreten. Westerwelle ist ein Softie und die Angst und die Unsicherheit stehen ihm oft in den Augen. Da nützt auch nicht das eintrainierte "männliche" Auftreten.
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#2 Timm JohannesAnonym
  • 25.06.2013, 12:47h
  • @Klärchen
    "Ein heterosexueller Minister könnte härter und entschiedener auftreten. Westerwelle ist ein Softie und die Angst und die Unsicherheit stehen ihm oft in den Augen. Da nützt auch nicht das eintrainierte "männliche" Auftreten."

    Na du homophober Troll hier im Forum. Die Spielwiese "kreuz.net" scheint dir sehr zu fehlen.

    Was für ein Quatsch, den Du dort schreibst. Schwule Männer können genauso hart auftreten, wenn nicht sogar noch härter, weil sie im Laufe des Lebens bereits in jungen Jahren gelernt haben, sich zu behaupten und sich insbesondere mit Worten zu verteidigen.

    Gerade auf dem diplomatischen Pakett geht es um Rhetorik und Worte und da kenne ich kaum einen Politiker, der das Wort "härter" aber auch sehr pointiert und geschliffen setzen kann, als dies bei Westerwelle der Fall ist. Einige seiner Reden im Bundestag waren regelrechte Glanzlichter, das so manchem gegnerischen Politiker "vor Wut die Hutschnur geplatzt" ist.

    Und unabhängig von Westerwelle gilt natürlich, KEINE MACHT DEN RECHTSRADIKALEN und das gilt weltweit.
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#3 EU LänderAnonym
  • 25.06.2013, 13:03h

  • Es soll zu keinem EU Beitritt eines Landes kommen, das Probleme mit Toleranz macht. Wenn es so ein Misch Masch bleibt,d.h. von toleranten Dänen bis feindlich eingestellten Russen dann wird die EU zerbrechen. Umstände wie vor franz.Revolution des z.B. 18 Jhs. Schon jetzt ist es mit Europa mega kompliziert.
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