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  • 30. Juni 2013 16 2 Min.

James "Wally" Brewster soll nach dem Willen von US-Präsident Barack Obama Botschafter in der Dominikanischen Republik werden. Der Senat muss der Entscheidung noch zustimmen (Bild: U.S. Department of State)

Kirchenführer in der Dominikanischen Republik wollen die Berufung eines schwulen US-Botschafters verhindern.

Die Regierung von Präsident Danilo Medina solle James "Wally" Brewster als amerikanischen Vertreter im Karibikstaat ablehnen, forderte unter anderem der Erzbischof von Santo Domingo, Kardinal Nicolas de Jesus Lopez. Der Vorsitzende der Dominikanischen Evangelikalen Bruderschaft, Cristobal Cardozo, nannte die Nominierung des schwulen Diplomaten durch US-Präsident Barack Obama eine "Beleidigung der guten dominikanischen Sitten". Brewster wurde außerdem öffentlich im Fernsehen als Maricón (Schwuchtel) betitelt.

"Er kommt als Botschafter, nicht als ein Aktivist der Gay Community", konterte ein Sprecher der US-Botschaft in der Hauptstadt Santo Domingo. Brewster sei wegen seiner Fähigkeiten als internationaler Geschäftsmann und seiner Vorstellungen zu Demokratie und Menschenrechten nominiert worden. Die Vereinigten Staaten waren in dem konservativen Karibikstaat zuletzt nur mit einem Geschäftsträger vertreten, was sich mit Brewster ändern sollte.

Es wäre "unfein, wenn der Dominikanische Staat James 'Wally' Brewster nicht als neuen Botschafter der Vereinigten Staaten akzeptieren würde", meinte auch ein Sprecher von Präsident Cesar Pina. Man würde daher seine Ernennung sehr wohl anerkennen, seine sexuelle Orientierung stelle keine Einschränkung für die Ausübung seiner Funktion im Land dar.

Stimmt der US-Senat der Berufung zu, wäre Brewster der siebte Botschafter der USA, der offen mit seiner Homosexualität umgeht.

In Der Dominikanischen Republik ist Homosexualität legal, es gibt auch eine schwul-lesbische Community, die sich vorwiegend in der Hauptstadt Santo Domingo befindet. Bislang erkennt der Staat allerdings weder die gleich­geschlechtliche Ehe an noch gibt es eingetragene Lebenspartnerschaften für Schwule und Lesben. (cw)

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#1 KlärchenAnonym
  • 30.06.2013, 17:04h
  • Auch die Niederlande und Skandinavien, die damit anfingen, offen schwule Botschafter in andere Länder zu entsenden, haben bei diesen Ländern immer eine Auswahl getroffen. Mann kann auch heute noch nicht einen offen schwulen Botschafter in NIgeria oder in Saudi Arabien arbeiten lassen. Das ist leider die Realität.
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#2 usererEhemaliges Profil
#3 Timm JohannesAnonym
  • 30.06.2013, 17:32h
  • Tja wer Mitglied in der Katholischen Kirche ist, ist selbst Schuld. Es gibt bessere andere christliche Kirchen und auch ganze Religionen, wo es keine Angriffe auf homosexuelle Paare gibt.

    Neben bestimmten liberaleren christlichen Kirchen (Lutheraner, Reformierte, Unierte, Quäker, Metropolitan Community Church, Presbyterianer, Anglikaner) sind hier zu nennen der Buddhismus sowie Teile des Judentums, das sogenannte Reformjudentum.

    Was auch viele nicht wissen, in den Regligionen aus China gibt es im Unterschied zu den abrahamitischen Religionen keine religiöse Verurteilung von Homosexualität. Dort galten und gelten homosexuelle Paare als Privatsache. Nur sie standen nicht im Vordergrund, da war in China die Familie mit Kindern religiöses Idealbild. Die fehlende Verurteilung in den Religionen/Weltanschauungen Chinas (Konfuzianismus/Taoismus) erlaubten beispielsweise die homosexuelle Beziehung von einigen chinesischen Kaisern.

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    Fazit: Raus aus der Katholischen Kirche und Wechsel zu einer besseren liberaleren christlichen Kirche oder zu einer liberaleren Religion/Weltanschauung Buddhismus/Reformjudentum/Taoismus/Konfuzianismus.

    Empfehlenswert sind so beispielsweise in Deutschland die lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen der EKD.
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