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13 US-Staaten haben Homo-Paare gleichgestellt
Kalifornien: Einspruch gegen Ehe-Öffnung gescheitert
- 01. Juli 2013 2 Min.

Kristin Perry und Sandra Stier gaben sich im Rathaus von San Francisco als erstes Paar das Ja-Wort - und die US-Medien berichteten das gesamte Wochenende darüber
Jetzt ging alles ganz schnell: Im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat ist der voraussichtlich letzte Versuch von Homo-Gegnern gescheitert, die Ehe-Öffnung doch noch zu verhindern.
Der US-Supreme-Court hat am Sonntag einen Antrag von homofeindlichen Gruppen zurückgewiesen, die gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Kalifornien stoppen wollten. Der klagende Anwalt Theodor Boutrous erklärte am Sonntag in der "Los Angeles Times", dass Richter Anthony Kennedy den Einspruch kommentarlos abgewiesen hatte.
Vorausgegangen war die am Mittwoch veröffentlichte Entscheidung des Supreme Court. Die Höchstrichter hatten das Urteil eines regionalen Bundesgerichts aufrecht erhalten, das den Volksentscheid "Proposition 8", der Homosexuellen 2008 das Eherecht wieder entzogen hatte, gegen die US-Verfassung verstößt (queer.de berichtete).
Daraufhin hat das Bundesgericht überraschend schon am Freitag verkündet, dass ab sofort gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Kalifornien wieder legal sind. Als erstes Paar heirateten daraufhin zwei lesbische Klägerinnen in San Francisco. Die standesamtliche Hochzeit wurde von der kalifornischen Justizministerin Kamala Harris durchgeführt. Harris erklärte, dass ab Montag auch andere Bezirke gleichgeschlechtliche Ehen anbieten würden.
Homo-Gegner fühlen sich diskriminiert
Die Homo-Gegner führten formaljuristische Argumente gegen die schnelle Öffnung der Ehe an. So hätte das Gericht eine Wartezeit von 25 Tagen einhalten müssen, um die Ehe zu öffnen. Die Homo-Gegner nannten die Entscheidung die letzte aus einer "langen Reihe von juristischen Unregelmäßigkeiten".
Seit Tagen beklagen die Organisationen, die sich gegen eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben einsetzen, dass sie nun zu Opfern einer politisch korrekten Welt werden würden. So erklärte Brian Brown von der Gruppe "National Organization for Marriage" im TV-Sender ABC, die Entscheidung führe zu "Diskriminierung von denjenigen, die wissen, dass die Ehe zwischen Männern und Frauen, Müttern und Vätern, etwas Besonderes ist".
Homo-Aktivisten riefen dazu auf, den Status quo zu akzeptieren: "Es ist Zeit für Befürworter von Proposition 8, ihren Kampf gegen rechtmäßige Eheschließungen zu beenden und sich um etwas anderes zu kümmern", sagte Ted Boutrous, ein Anwalt für die Gruppe "American Foundation for Equal Rights".
Derzeit ist die Eheschließung in 13 der 50 US-Bundesstaaten möglich. Ein Drittel der US-Bevölkerung lebt damit in einer Region, in der Schwule und Lesben im Eherecht gleich behandelt werden. In mehreren Bundesstaaten wird zudem die Öffnung der Ehe debattiert.
Homo-Aktivisten wollen auch versuchen, juristisch gegen Diskriminierung im Eherecht vorzugehen: Es wird erwartet, dass demnächst ein verheiratetes gleichgeschlechtliches Paar aus einem der 37 Staaten, die nur die Ehe zwischen Mann und Frau anerkennen, gegen die Ungleichbehandlung klagen wird. Das Verfahren wird voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen. (dk)














