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Kommentare zu:
Und noch ein Käfig voller Narren


#1 userer
  • 01.07.2013, 15:40h
  • Schrecklich, diese blecherne Singstimme von "Zaza".

    Außerdem ist Zaza im Stück wohl als Grande Dame angelegt und nicht als Kölner Trümmertunte aus einem Ralf-König-Comic.

    Unterirdisch.
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#2 Tobi CologneAnonym
  • 01.07.2013, 16:26h
  • La Cage aux folles ist ein ganz großes Musical, das schillernde Revue, überbordenden Humor und echte Tragik vereint.

    Gerade kleine Theater verheben sich oft daran und meinen, mit ein paar Federboas und Pailletten könnte man da eine lustige kleine Travestie-Show mit ein paar plumpen Gags machen.

    Ich habe das Stück letzten Winter in Aachen gesehen und dort war es trotz kleiner Besetzung grandios. Ich werde mir auf jeden Fall auch mal die Kölner Version ansehen und hoffe, die wird dem Stück gerecht.
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#3 SebiAnonym
  • 01.07.2013, 16:37h
  • Leider verrät das Theater auf seiner Homepage nicht, wie Ortsunkundige mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Hbf da hin kommen.

    Und wie groß ist das Theater? Muss man da vorher reservieren oder bekommt man auch an der Abendkasse noch gut Karten?
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.07.2013, 17:30h
  • Die Filmreihe "La cage aux folles" ist Kult und das Musical kann dem nicht das Wasser reichen!
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#5 La Cage in KölnAnonym
  • 01.07.2013, 18:16h
  • Antwort auf #3 von Sebi
  • Hallo Sebi,
    danke für den Hinweis, die Anfahrtsbeschreibung ist nun direkt eingefügt worden (siehe www.la-cage.de unter Tickets / Termine).

    Das Theater hat 160 Plätze, eine Reservierung ist sinnvoll, vor allem für die Vorstellungen Freitags und Samstags, diese sind bereits sehr gut ausgebucht.

    Freuen uns über einen Besuch!
    Herzliche Grüße
    Das La-Cage-aux-Folles-in-Köln Team
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#6 Karls RuheAnonym
  • 01.07.2013, 22:03h
  • Die Zeit, in der stockhomosexuelle Männer sich wie Frauen benehmen sollte vorbei sein, oder?!
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#7 vonTulucProfil
  • 02.07.2013, 08:44hKöln
  • Ich war am Freitag in der Premiere und es war grandios!
    Was dieses kleine Theater dort geboten hat, muss sich vor keiner der großen deutschen Bühnen verstecken.
    Und ich war in JEDER der La Cage-Inszenierungen der letzten Jahre, die in Deutschland liefen.

    Hier ist eine Spielfreude auf der Bühne, das ist unglaublich schön zu sehen. Kostüme sind toll, Bühnenbild klasse und vor allem funktional. Showtreppe inklusive.
    Ja klar, ist das Theater klein, aber was die dort auf die Bühne gebracht haben, ist grandios!
    Musikalisch auf höchstem Niveau (die kleine Band von 4 Leuten war spritzig und auf den Punkt).

    Habe hinterher noch lange mit denen gesprochen, die fahren mit dem Stück auch auf Tournee auf große Bühnen und da wird ein großen 35-köpfiges ORchester dabei sein => das schaue ich mir definitiv nochmal an!!
    Kostüme waren der Wahnsinn, alleine das schwarze Kleid von Zaza am Ende des ersten Aktes (I am, what I am) ist atemberaubend.

    Premierenpublikum hat getobt, standing ovations, die absolut gerechtfertigt sind.

    Meine Empfehlung: Unbedingt hingehen!!!!!
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#8 vonTulucProfil
#9 vonTulucProfil
  • 02.07.2013, 08:48hKöln
  • Antwort auf #1 von userer
  • Moin,
    hast Du denn die Vorstellung gesehen?
    Ich fand den Hauptdarsteller grandios.
    Gefühlsecht und nicht so ein anfgesetzter Mist wie an manch einem der deutschen Stadttheater.
    Ich habe ihm jede Sekunde seine Rolle abgenommen. Sowohl darstellerisch, wie auch gesanglich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#10 vonTulucProfil
  • 02.07.2013, 08:52hKöln
  • Antwort auf #2 von Tobi Cologne
  • Hi Tobi,
    nach der Vorstellung bin ich überzeugt, dass die genau wissen, was sie auf die Bühne bringen und dem Stück bestens gerecht werden.
    Ich fands in Aachen nicht so prickelnd. Da kam keine Showatmosphäre auf und die "Tänzer" waren unterirdisch. (Besonders die nicht gekonnten Step-Einlagen......)
    Hier gab es einfach eine richtige Showtreppe, ein excellentes Enemble, das aus tatsächlichen Musicalprofis besteht und einfach sowohl singen als auch tanzen kann.
    Ein Abend, der nicht nur mich, sondern alle rundum begeistert hat!
    Da sind nicht nur ein paar Federboas auf der Bühne.
    Die Kostümbildnerin hat frühe für Marry&Gordy gearbeitet, die versteht ihr Handwerk. Schau Dir mal die Bilder an.....
    Bin gespannt, wie es DIr gefallen hat.
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#11 Tobi CologneAnonym
  • 02.07.2013, 11:39h
  • Antwort auf #10 von vonTuluc
  • Ich wollte auch keineswegs unterstellen, dass die sich daran verhoben haben. Sondern nur deutlich machen, dass das ein anspruchsvolles Stück ist und keine kleine Klamotte, wie es leider all zu oft inszeniert wird.

    Zu Aachen:
    es gab da sicher auch ein paar kleine Schwächen (z.B. hat mir überhaupt nicht gefallen, dass man "Best of times" in Aachen einfach mal auf orientalisch gemacht hat). Aber ich fand gerade die Hauptdarsteller extrem gut. Samuel Schürmann als Albin/Zaza und Gido Schimanski als Georges waren ganz großes Theater.

    Ich freue mich schon auf die Kölner Version. Hoffentlich wird dort auch bekannt gegeben, wo sie dann mit großem Orchester auf Tour gehen, denn wenn mir die "kleine" Version gefallen hat, werde ich mir die große auch noch mal ansehen.

    Da dieser Artikel hier bis zu meinem Besuch wohl in den Tiefen des Archivs verschwunden sein wird, wird es wohl wenig Sinn machen, meine Meinung nach dem Besuch hier kundzutun, denn ich schaffe es leider frühestens nächste Woche. Aber letztlich muss und sollte sich ja eh jeder sein eigenes Urteil bilden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 vonTulucProfil
  • 02.07.2013, 11:48hKöln
  • Antwort auf #11 von Tobi Cologne
  • Hi Tobi, ja da gebe ich Dir recht!
    "Best of Times" in Aachen war grausam.
    Guido Kleineidam als Zaza ist großartig und Wolf Latzel als Georges ebenfalls.
    Bezgl. der Vorstellungen mit großem Orchester:
    Schau mal auf der Seite www.kammeroper-koeln.de
    Da hab ich schon welche gefunden, hörte aber, dass die damit auch über SIlvester in Winterthur (CH) sind. Vielleicht wird das ja dann dort auch noch veröffentlicht. Sieht so aus, als wenn die Termine im Moment nur bis Ende 2013 gehen.
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#13 Tobi CologneAnonym
  • 02.07.2013, 11:48h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Dann kannst Du nur schlechte Inszenierungen gesehen haben.

    Wie gesagt meinen manche vielleicht, das sei eine sichere Bank und überheben sich dann mit dem Stück. Aber wenn man mal eine gute Inszenierung gesehen hat, weiß man, wie toll die Bühnenversion sein kann.

    Ich will hier gar nicht Film und Musical gegeneinander ausspielen, weil beide Versionen ihren Reiz haben, aber für mich ist das Musical (wenn es gut inszeniert ist) mindestens gleichwertig.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#14 Tobi CologneAnonym
  • 02.07.2013, 11:55h
  • Antwort auf #6 von Karls Ruhe
  • "Die Zeit, in der stockhomosexuelle Männer sich wie Frauen benehmen sollte vorbei sein, oder?!"

    Liebelein, das wird niemals vorbei sein!!

    Nicht jeder Schwule steht drauf im Fummel aufzutreten. Ich auch nicht. Aber manche finden das halt toll und sind auch richtig gut darin.

    Klar gibt es so manche schlechte Travestie-Show, aber es gibt auch sehr gute Travestie-Shows, die ich sehr gerne sehe, auch wenn ich selbst nicht im Fummel rumlaufe.

    Und das Musical ist eh nochmal eine ganz andere Hausnummer als eine Travestie-Show.

    Dieses Genre hat sich seit der Antike bewährt und das wird auch von Deiner Ablehnung nicht totzukriegen sein.

    Auch interessant finde ich 2 Dinge:

    1. Wer sagt Dir denn, dass die dort auftretenden Darsteller alle schwul sind? Ein guter Schauspieler hat kein Problem für eine Rolle in den Fummel zu schlüpfen, auch wenn er hetero ist - siehe Dustin Hoffman in Tootsie, Robin Williams in Mrs. Doubtfire, Uwe Ochsenknecht und Tetje Mierendorf in Hairspray, etc. etc.

    2. Und selbst wenn die schwul sind: ich finde es ätzend, wenn manche Schwule immer in gute und schlechte Schwule unterscheiden. Wie sollen die Heteros uns akzeptieren, wenn wir uns selbst gegenseitig diskriminieren?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#15 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.07.2013, 20:31h
  • Antwort auf #13 von Tobi Cologne
  • Für mich ist "La Cage aux Folles" als Musical schwer vorstellbar, weil es ja auch die Filmreihe gibt.

    Wenn ich mir die Musicallandschaft so anschaue, so gibts zwei, die total überflüssig sind: "Rocky" und "Dirty Dancing". Umgekehrt hätte man das Musical "Mamma Mia" nicht verfilmen sollen. Auch das sind Beispiele, die man sich in anderen Genres schwer bis gar nicht vorstellen kann.
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#16 Tobi CologneAnonym
  • 05.07.2013, 09:28h
  • Antwort auf #15 von FoXXXyness
  • "Für mich ist "La Cage aux Folles" als Musical schwer vorstellbar, weil es ja auch die Filmreihe gibt."

    Das klingt jetzt für mich so, als hättest Du es noch nie auf der Bühne gesehen und könntest es Dir nur nicht vorstellen...

    Und wieso soll man nicht auch eine Musical-Version eines Films machen? Wenn das gut gemacht ist kann das super sein.

    Ich stimme zu, dass Verfilmungen von Musicals oft schief gehen, aber das liegt dann z.B. daran, dass man nicht die künstlerisch beste Besetzung nimmt, sondern die prominenteste um mit großen Namen zu werben. Und so kommt es dann, dass z.B. in der Verfilmung von Mamma Mia Pierce Brosnan absolut peinlich ist, weil er eben nicht singen kann und nur wegen des Namens mitspielt.
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#17 Tobi CologneAnonym
  • 05.07.2013, 10:08h
  • So, ich war jetzt auch in der Kölner Kammeroper.

    Also ich kann nicht sagen, dass das besser als die Aachener Inszenierung ist - im Gegenteil.

    Es war jetzt nicht schlecht, aber an Aachen kommt es nicht ran. Klar hatte auch Aachen seine Schwächen, aber die habe ich in Köln noch viel stärker wahrgenommen. Da kann auch die Showtreppe nicht über die Schwächen hinwegtrösten.

    Was ich am ätzendsten fand, war das Theater selbst:

    - die Toilettensituation ist eine absolute Zumutung: eine kleine Abstellkammer mit einer Toilette für Männer und zwei für Frauen.

    - es gibt keine Garderobe, nur ein paar unbewachte Kleiderhaken am Eingang.

    - das Ambiente hat eher was von einem Laienprojekt

    - mangels Gastronomie gibt es im Hof ein Zelt, was durchaus nett eingerichtet ist, aber dennoch kein Ersatz für ein richtiges Foyer ist

    - die Luft da drin wird mit der Zeit nicht nur extrem warm, sondern auch stickig. Ich frage mich, wie es da drin ist, wenn es richtiger Hochsommer ist und nicht so durchwachsen wie im Moment.

    Es gibt doch sicher irgendwo noch ein leerstehendes altes Kino oder Theater mit ausreichend Backstage, wo es auch vernünftige Toiletten gibt und ein Foyer mit Platz für Garderobe, richtige Kasse und Gastro.

    Zur Inszenierung:
    warum hetzen die denn so durch manche Musiknummern? Die Tempi stimmen teilweise überhaupt nicht.

    Orchester:
    naja, man merkt halt, dass es nur 4 sind. In Aachen waren es zumindest 6 und das war schon klein.

    Fazit:
    Unterm Strich habe ich die gleiche Kritik wie an so manche La-Cage-aux-folles-Inszenierungen: man macht daraus eine leicht provinzielle, teilweise alberne Travestie-Nummer. Dass ein kleines Theater daraus keine Revue wie damals die Inszenierung im Berliner Theater des Westens machen kann, ist klar. Aber in Aachen war es doch nochmal eine ganze Ecke besser als in der Kammeroper Köln.

    PS:
    Es gab durchaus auch einige Highlights, aber das negative hat für mich überwogen.
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#18 FelixAnonym
  • 06.07.2013, 19:35h
  • Ich war auch da.

    Es gab für mich im Stück Höhen und Tiefen. Stärken und Schwächen.

    Und das Theater selbst hat als Gebäude wirklich einige Schwächen.

    Was ich aber auf jeden Fall besonders lobend erwähnen möchte, ist das Schauspiel von Guido Kleineidam.

    Am Ende des ersten Akts (I Am What I Am), wo er erfährt, dass er das Haus bei der Ankunft der konservativen Schwiegereltern des Sohnes verlassen soll, bietet er ganz großes Schauspiel. Wie er zuerst versucht, sich nichts anmerken zu lassen und die Show durchzuziehen. Und dann bricht die Trauer, Enttäuschung und Verzweiflung immer mehr aus ihm aus, bis er schließlich unterbricht und mit "I Am What I Am" anfängt. Da läuft es einem echt eiskalt den Rücken runter.

    Noch so ein Gänsemoment war im zweiten Akt, wo der Sohn sich im ersten Ärger über seine Kindheit berschwert und Georges beginnt mit "Sieh mal dort her" um Albin in Schutz zu nehmen. Und Albin (Guido Kleineidam) sitzt im Hintergrund und guckt so dermaßen verletzlich und enttäuscht. Zeigt aber auch in seinem Ausdruck soviel Mitleid mit Jean Philippe der offenbar auch mal gehänselt wurde.

    Und dann natürlich das Finale, wenn er im lässigen Anzug als Mann die Showtreppe runterkommt und mit Georges die Reprise von "Song in the sand" singt und die beiden sich schließlich küssen.

    Wie gesagt:
    es gab Stärken und Schwächen. Und die größte Schwäche ist auf jeden Fall das Theatergebäude. Aber ein absolutes Highlight war für mich wirklich Guido Kleineidam als Albin / Zaza.

    Wenn ich es schaffe, werde ich mir das Stück sogar noch ein zweites mal ansehen, um Guido Kleineidam nochmal in dieser Rolle zu sehen...
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#19 Jean-MichelAnonym
  • 09.07.2017, 18:32h
  • Entweder ist der Autor Anfang 20 oder er hat sehr schlecht recherchiert. La Cage aus Folles wurde schon 1995 in Köln gespielt. Und zwar in der Kleinen Komödie Köln, direkt am Hauptbahnhof. Das Theater existiert in dieser Form zwar nicht mehr. aber Regie führte damals Kay Kovac. Es war meine erste Rolle nach meiner Ausbildung zum Musicaldarsteller. Ich habe Jean Michel gespielt. Und deshalb ärgert es mich wirklich sehr, solchen Unsinn zu lesen.
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