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- 08. Juli 2013 2 Min.

Präsident Robert Mugabe hetzt bereits seit Jahrzehnten gegen sexuelle Minderheiten (Bild: PD)
Der ewige Diktator aus Simbabwe hat vor seinen Anhängern erklärt, dass Homosexuelle hinter Gittern gebracht werden sollten, weil sie keine Kinder zeugen bzw. gebären würden.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Hauptstadt Harare sagte der simbabwische Präsident Robert Mugabe am Freitag, dass er Schwule und Lesben ins Gefängnis bringen wollte, weil sie keine Kinder bekommen könnten. Laut "New Zimbabwe" sagte der 89-Jährige: "Ich möchte sie [Schwule und Lesben] gerne in einen Raum sperren und sehen, ob jemand schwanger wird. Wenn nicht, dann sollten sie ins Gefängnis kommen." Mugabe nannte die Vorstellung, dass Homosexuelle Kinder großziehen könnten, "Quatsch".
Mugabe zeigte sich besonders irritiert über Lesben: "Ihr wollt wirklich andere Frauen zu eurem Ehemann machen? Das ist verrückt. Wir können das nicht akzeptieren." Gleichgeschlechtlichen Sex unter Frauen bezeichnete er als "widerwärtiges Tun".
Laut dem Bericht brach Mugabe während seiner Hassrede immer wieder in Gelächter aus. Während der Ansprache vor jubelnden Anhängern attackierte er den US-Präsidenten Barack Obama und die anglikanische Kirche, weil sie Homosexuelle akzeptieren würden. In der Vergangenheit hatte der Präsident dagegen die katholische Kirche gelobt, weil der Vatikan eine "starke Widerstandskraft gegen Homosexualität" besitze (queer.de berichtete).
Kritik an Obama und Anglikanern
In der Rede beschimpfte Mugabe auch seinen politischen Rivalen Morgan Tsvangirai, den er nach einer Wahlniederlage 2008 als Premierminister akzeptieren musste. Tsvangirai hat sich für den Schutz von Homosexuellen engagiert (queer.de berichtete). Laut Mugabe ist Tsvangirai seiner Frau untreu und sei deshalb für moralisch denkende Menschen unwählbar.
Robert Mugabe kontrolliert Simbabwe seit den 1980er Jahren mit diktatorischen Vollmachten. Er ist durch seine homophobe Rhetorik berüchtigt. So bezeichnete er Schwule und Lesben etwa als "schlimmer als Hunde und Schweine". 1996 ließ er seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, wegen angeblicher Homosexualität verhaften und verurteilen. Im vergangenen Jahr wurde das Büro der einzigen Homogruppe im Land, der Gays and Lesbians of Zimbabwe (GALZ), geschlossen (queer.de berichtete).
Simbabwe gehört zu den weltweit ärmsten Ländern und kämpft seit Jahren gegen Misswirtschaft und Hungersnöte. Außerdem ist rund ein Sechstel der Bevölkerung HIV-positiv – und es gibt im Land keine Sexualaufklärung für Männer, die Sex mit Männern haben. (dk)















Soll sich lieber darum kümmern dass seine Bevölkerung ein lebenswertes Leben führen kann!