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Neue RTL-Realityserie
Wild Girls: Zicken im heißen Wüstensand
- 10. Juli 2013 3 Min.

Moderator Andreas Jancke (Mi.) mit allen Kandidatinnen: (v.l.) Fiona Erdmann, Conchita Wurst, Jordan Carver, Kader Loth, Sophia Wollersheim, Sarah Knappik, Barbara Engel, Miriam Balzcerek, Senna Gammour, Jinjin Harder, Sara Kulka und Ingrid Pavic (Bild: RTL)
Wüste statt Dschungel: RTL schickt "zwölf luxusverwöhnte Promi-Ladys" nach Afrika, um gegen die Wildnis und die Mitkandidatinnen zu kämpfen – auch eine bärtige Drag Queen ist dabei.
Von Dennis Klein
In der Dschungelshow sorgte Olivia Jones als investigative Camp-Mami für Gesprächsstoff und Quoten, bei "Wild Girls – Auf High Heels durch Afrika" übernimmt diese Rolle Conchita Wurst. Die Kunstfigur wird vom 24-jährigen österreichischen Sänger Tom Neuwirth dargestellt. Im Fernsehen unseres Nachbarlandes gehört Fräulein Wurst bereits zum Inventar, nun will sie offenbar auch Deutschland erobern.
Die siebenteilige Realityserie soll offenbar in diesem Jahr das Warten auf "Ich bin ein Star" verkürzen. Dabei verwurstet der Kölner Sender altbekannte Gesichter: Die meisten Teilnehmerinnen können ihren Promi-Status von Realityshows ableiten. So gibt es ein Wiedersehen mit Sarah Knappik und Fiona Erdmann, die sich beide durch "Germany's Next Top Model" und das "Dschungelcamp" zickten. Auch manche "Stars", die selbst gut informierte Reality-Konsumenten vergessen haben, kommen wieder. Ein Beispiel ist Kader Loth, die 2004 und 2005 bei "Big Brother", "Frauentausch", "Die Alm" und "Die Burg" ihre Körbchen verdiente.
Auch Conchita Wurst kommt aus dieser "Tradition". Als Mann nahm Tom Neuwirth bereits 2006 bei der österreichischen Castingshow "Starmania" teil. Dann erblickte Conchita Wurst einige Jahre später das Licht der Öffentlichkeit: 2011 machte die Drag Queen bei der ORF-Talentshow "Die große Chance" mit, ein Jahr später belegte sie im österreichischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest den zweiten Platz. Dieses Jahr hat Conchita bereits in der Realityshow "Die härtesten Jobs Österreichs" Fisch verarbeitet. In einem Interview hat sie auch erklärt, warum sie einen so ausgeprägten Damenbart trägt: So wolle sie für Toleranz für alle möglichen sexuellen Ausrichtungen ebenso wie für Frauen mit Bart werben.
"Giftige Schlangen und gefährliche Skorpione"
Das Konzept von "Wild Girls" ist ein ganz altes, auch wenn als Set dieses Mal die Wüste Namibias in Südwestafrika gewählt wird: Die Mädels sollen alberne Dinge in der fremden Umgebung tun, wie der RTL-Pressetext verspricht: "Wie kommen sie mit der fremden Kultur und den Sitten und Gebräuchen der Einheimischen zurecht? Und wie werden sie wohl reagieren, wenn sie auf wilde Tiere, giftige Schlangen und gefährliche Skorpione treffen?". Mit Kandidatinnen wie Sarah Knappik ist auch sichergestellt, dass sich die Mädels ständig untereinander anzicken. Und Moderator Andreas Jancke (bekannt aus der Sat.1-Soap "Hand aufs Herz") wird sicherlich die Atmosphäre anheizen.
In sieben Folgen sollen die Kandidatinnen "hunderte Kilometer" durch verschiedene Landesteile Namibias zurücklegen und dabei "knallharte Wettkämpfe" meistern. Danach gibt es Nominierungsrunden, die entscheiden, wer unter Tränen rausfliegt. Die Siegerin erhält mit dem "Goldenen High Heel" eine Trophäe. Außerdem darf sie sich im RTL-Mikrokosmos mit dem Titel "Wüstenkönigin" schmücken.
Für begeisterte RTL-Zuschauer sind damit die nächsten Mittwochabende gerettet: Vor den "Wild Girls" wird um 20:15 Uhr die Realityshow "Mama Mia – Wer heiratet meinen Sohn" ausgestrahlt. In der Sendung, die letzte Woche Premiere feierte, sucht unter anderem der schwule Lukas mit Hilfe seiner Mami nach dem Mann des Lebens (queer.de berichtete).
Die Reality-Manie ist übrigens nicht auf RTL beschränkt: Im nächsten Monat startet Pro Sieben mit "Reality-Queens am Kilimandscharo" ein ähnliches Format wie "Wild Girls". Hier allerdings ohne Drag Queen, aber die anderen Kandidatinnen sind Medienberichten zufolge vom gleichen Kaliber wie bei RTL: So treten dort Micaela Schäfer ("Topmodel", "Ich bin ein Star", "Frauentausch") oder Janina Youssefian an, deren größte Leistung es ist, die Ex von Dieter Bohlen zu sein.
Links zum Thema:
» "Wild Girls"-Homepage (RTL)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
So, 20:15h, Arte:
Albert Nobbs
Der Butler Albert Nobbs wird von den Kollegen geschätzt, bei den Gästen ist er gern gesehen ist. doch keiner ahnt, dass Albert in Wahrheit eine Frau ist.
Spielfilm, GB/IRL 2011- 5 weitere TV-Tipps für Sonntag »
















Unglaublich für was für einen Schrott hier Werbung gemacht wird.
Mit schwul oder Homoerotik hat das zudem auch nichts zutun.
Wen interessieren schon halbnackte Weiber, außer Frauen mit Hang zur Magersucht und Hetenmänner die in den Sendungen was zum gucken haben.
Auch sehr auffällig, dass Männer in solchen Sendungen immer extrem unterrepräsentiert sind...noch ein Grund warum das Format für die allermeisten Schwulen uninteressant ist.