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- 10. Juli 2013 2 Min.

Alois Glück will das ZdK auf strammen Anti-Homo-Kurs trimmen
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken glaubt, dass Homo-Paare nicht gleich behandelt werden sollten, weil Schwule und Lesben "ungleich" seien.
In einem auf der Website des kirchlichen Senders "Domradio" veröffentlichten Beitrag hat ZdK-Präsident Alois Glück die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern beim Adoptionsrecht abgelehnt. Der CSU-Politiker schrieb, dass "Unterschiedliches" nicht gleich behandelt werden dürfe. Am wichtigsten sei das "Kindeswohl". Das sei aber unter anderem bei lesbischen Paaren gefährdet, weil für die Kinder "das männliche Element des Zusammenlebens der Menschen zu wenig erfahrbar" werde.
Der ehemalige bayerische Landtagspräsident kritisierte Debatten, in denen homosexuelle Paare zu positiv dargestellt werden würden: "Argumentationsmuster, die die Realität mangelnder Zuwendung zu Kindern in Familien mit Vater und Mutter einer fürsorglichen Zuwendung in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften gegenüberstellen, sind in der Sache falsch und intellektuell unredlich", erklärte der 73-Jährige.
Warnung vor Dominoeffekt
Gleichzeitig behauptet Glück, es sei keine Diskriminierung, Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Ausrichtung in der Frage des Adoptionsrechts zu benachteiligen. Er warnte davor, dass es sich hierbei im Gegensatz zur Frage der Gleichstellung im Steuerrecht um eine "neue Dimension von grundsätzlicher Bedeutung" handle. Er warnte insbesondere vor einem Dominoeffekt: So könnten homosexuelle Paare in Kürze auch in Deutschland Zugang zur Reproduktionsmedizin und zur Leihmutterschaft erhalten, wenn das Adoptionsrecht fällt.
Entgegen Glücks Aussagen über das Kindeswohl haben Studien immer wieder bestätigt, dass Homo-Paare keine schlechteren Eltern sind als Heterosexuelle. Das stellte auch eine Untersuchung des Bundesjustizministeriums im Jahre 2008 fest (queer.de berichtete). Auch Studien aus anderen Ländern, insbesondere den USA, kommen zu den gleichen Ergebnissen.
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist der Zusammenschluss von Vertretern der katholischen Verbänden und Laien. Ihm gehören auch Poltiker von Parteien an, die die Beibehaltung der Ungleichbehandlung ablehnen, darunter Philipp Rösler (FDP), Wolfgang Thierse (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne). (dk)















So wie es jetzt ist, bleibt aber das Gerede von "Homosexuelle nicht diskriminieren" nur Wischie-Waschie.
(Achtung: Diesen Kommentar schreibe ich für schwule Katholiken, nicht für die Atheisten in diesem Forum, die sowieso alle Religionen abschaffen wollen.)