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Hasssänger
LSVD zeigt Bushido an
- 15. Juli 2013 2 Min.

Bushido (bürgerlich Anis Mohamed Youssef Ferchichi) hat schon wiederholt mit homophoben Äußerungen für Aufsehen gesorgt. Jetzt hat er aber offenbar den Bogen überspannt (Bild: Wiki Commons / Philipp von Ostau / CC-BY-SA-3.0)
Die Justiz wird sich mit Bushidos neuem Lied auseinandersetzen müssen: Homo-Aktivisten haben Bushido bereits angezeigt, außerdem prüft Klaus Wowereit weitere Schritte gegen den Rapper.
Der Lesben- und Schwulenverband hat am Montag Anzeige gegen Bushido erstattet. LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz argumentiert, dass der neue Song "Stress ohne Grund", den der 34-jährige Rapper gemeinsam mit Shindy veröffentlicht hat, zu Gewalt aufruft und volksverhetzend sei.
In dem Song heißt es unter anderem im Refrain: "Es ist ganz normal: Männer lutschen keine Schwänze". Außerdem fällt unter Verweis auf den FDP-Politiker Tören Serkan der Satz: "Du Schwuchtel wirst gefoltert" (queer.de berichtete).
Der LSVD erklärt in der an die Staatsanwaltschaft Berlin adressierten Anzeige: "Dieser Angriff gegen die Menschenwürde von Lesben und Schwulen trifft sie im Kern ihrer Persönlichkeit. Sie werden unter Missachtung des Gleichheitssatzes als minderwertig dargestellt, ihr Lebensrecht in der Gemeinschaft wird bestritten". Das sei ein Verstoß gegen Paragraf 130 des Strafgesetzbuches, in dem für Volksverhetzung eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren angedroht wird. Außerdem verstoße der Sänger mit Sätzen wie "Ich schieß auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz" gegen Paragraf 111, durch den Anstiftung zur Gewalt ebenfalls mit fünf Jahren Haft bestraft werden kann.
Wowereit ist sauer
Neben Roth und Serkan wird in dem Text auch Berlins Regierender Bürgermeister erwähnt ("Du wirst in Berlin in deinen Arsch gefickt wie Wowereit"). Der SPD-Politiker hat bereits am Sonntag erklärt, er werde prüfen, ob er Bushido auf eine finanzielle Entschädigung verklagen könne.
Auch andere Politiker zeigten sich entrüstet. So sagte der Grünen-Politiker Omid Nouripour gegenüber AFP: "Wer als Musiker so wenig Talent hat, muss zu solchen fragwürdigen Mitteln greifen". FDP-Fraktionsgeschäftsführer Jörg van Essen erklärte, dass er zwar für die freie Entfaltung von Kunst und Kultur eintrete, "aber hier ist jede Grenze überschritten".
Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck forderte den Burda-Verlag auf, Bushido den 2011 verliehenen Bambi wieder abzuerkennen. Der Rapper war damals wegen seines angeblichen Einsatzes für Integration ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Am Wochenende hat der Verlag jedoch jeglichen Kommentar zur Causa Bushido abgelehnt. (dk)















...und was wird das bringen? Gar nix! Bushido hat erreicht was er wollte, Aufmerksamkeit! Das wird nun durch den lsvd bestätigt, diese profiliererei ist nervig!