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- 16. Juli 2013 2 Min.

Im Interview gibt Bushido den Missverstandenen (Bild: N24.de Screenshot)
Der Rapper präsentiert sich in einem Interview als missverstandenes Opfer einer Diffamierungskampagne. Er habe nie zur Gewalt aufgerufen und die Beleidigung "Schwuchtel" sei genauso harmlos wie das Wort "Bauer".
In einem Interview mit dem Nachrichtensender N24 bezeichnete Bushido die Kritik an seinem Lied "Stress ohne Grund" als "unverständlich". Er habe niemanden persönlich angreifen wollen, sondern reagiere nur auf Kritik an seiner Person.
Der LSVD hatte den Rapper am Montag wegen Volksverhetzung und Aufruf zu Straftaten angezeigt (queer.de berichtete). In dem Song heißt es unter anderem im Refrain: "Es ist ganz normal: Männer lutschen keine Schwänze" oder "Du Schwuchtel wirst gefoltert" (queer.de berichtete).
Bushido erklärte, er meine mit dem Wort "Schwuchtel" nicht Homosexuelle. "Ich bin mir keiner Hetze gegen Schwule bewusst", sagte der 34-Jährige. Er habe auch Klaus Wowereit nicht mit der Liedzeile "Du wirst in Berlin in deinen Arsch gefickt wie Wowereit" beleidigt. Damit greife er nicht den Regierenden Bürgermeister an, sondern einen anderen Rapper: "Ich habe kein Urteil über [Wowereit] gefällt. Ich habe gesagt, dass mit jemandem etwas passiert, was für Wowereit alltäglich ist. Ich denke dass Analverkehr für zwei homosexuelle Menschen alltäglich ist". Für ihn sei das keine Beleidigung. "Ich habe diese Zeile genutzt, um einem vermeintlich heterosexuellen Rapper die schmerzhafte Erfahrung eines Analverkehrs anzudrohen", so Bushido weiter. Er habe aber nie zur Gewalt aufrufen wollen.
Bushido fühlt sich "diffamiert"
Bushido zeigte sich auch ungehalten über Kritiker, die ihn als homophob "diffamiert" hätten. Im selben Interview sprach er aber auch abwertend über "Menschen wie Klaus Wowereit, die immer nach Toleranz schreien und ihren Christopher Street Day überall praktizieren".
Immerhin erklärte Bushido, es sei nur "halbklug" gewesen, das Wort "Schwuchtel" zu verwenden. Er beharrte aber darauf, dass das Wort im Hip-Hop eine "alltägliche Betitelung" auch für Heterosexuelle sei: "Das ist genauso, wie wenn die 'Bild'-Zeitung schreibt: 'Bushido der Bauer'".
Wowereit erstattet Anzeige
Inzwischen hat auch Klaus Wowereit Anzeige wegen Beleidigung gegen Bushido erstattet, wie ein Sprecher am Montag bekannt gab. Zudem prüft die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, das Lied auf den Index zu setzen. Damit wäre der Zugang von Minderjährigen zu dem Song verboten.
Auch Bundesinnenminister Hans-Peter-Friedrich hat Bushido kritisiert: "Dieses Video überschreitet alle Grenzen. Das ist jetzt ein Fall für die Justiz", sagte der CSU-Politiker am Dienstag. "Auch die Kunstfreiheit hat ab einem bestimmten Punkt seine Grenzen." (dk)















Also.
Halt die Fresse Du Parasit.