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- 17. Juli 2013 3 Min.

Carlos Vigil aus Los Lunas (New Mexico) wurde nur 17 Jahre alt
In den USA hat sich wieder ein Schüler aus der Provinz wegen homofeindlichen Mobbings das Leben genommen. Zuvor hatte er über Twitter einen Abschiedsbrief verbreitet.
Am Samstag hat der 17-jährige Carlos Vigil aus dem US-Bundesstaat New Mexico einen Selbstmordversuch unternommen, am Dienstag verstarb er im Krankenhaus. Der Schüler der Los Lunas High School hatte vor der Tat eine Nachricht auf Twitter gepostet, in der er erklärte, dass sein Leben nichts wert sei, da er "ein Loser, ein Freak und eine Schwuchtel" sei.
Er veröffentlichte folgenden Text: "Ich entschuldige mich bei allen, die ich in den letzten Jahren verletzt habe. Ich kann sehen, dass ich als Mensch Scheiße bin. Ich bin jemand, den die Welt nicht braucht und es ist Zeit für mich zu gehen. Die Kids an der Schule sind okay, aber ich bin ein Loser, ein Freak und eine Schwuchtel. Es ist nicht akzeptabel, dass ich unter Leuten bin. Es tut mir Leid, dass ich nicht jemand bin, der andere stolz machen kann."
Nach Angaben des Lokalsender KRQE sah sein Vater die Nachricht kurz nach der Veröffentlichung und eilte sofort nach Hause. Er brachte seinen leblosen Sohn noch ins Krankenhaus, aber die Hilfe kam für Carlos zu spät.
Vater kämpfte gegen homofeindliches Mobbing
Erst wenige Wochen zuvor hatte der Vater vor dem Parlament von North Carolina dafür geworben, härter gegen Mobbing vorzugehen. Er erklärte nach dem Selbstmord, dass sein Sohn in der Schule seit drei Jahren wegen seiner sexuellen Orientierung gehänselt worden sei, aber auch weil er Akne hatte und eine Brille trug.
Am Montag demonstrierten Dutzende von Carlos' Klassenkameraden vor dem Krankenhaus gegen Mobbing an Schulen. Seine Eltern warnten in Interviews mit Lokalsendern davor, dass auch anderen Schülern das selbe Schicksal drohe. Sie veröffentlichten auf Twitter eine Mitteilung, in dem sie für die "Unterstützung und die Gebete" dankten. Die Nachricht endete mit der Aufforderung "Hört auf zu mobben".
In den USA werden immer wieder Selbstmorde von jungen Schwulen publik, bei denen homophobes Mobbing eine Rolle gespielt hat. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weit höher. Aktivisten machen für die Verzweiflung der Schüler eine homophobe Atmosphäre an den Schulen verantwortlich, die durch homosexuellenfeindliche Äußerungen von Politikern oder Musikern angeheizt wird.
Für Jugendliche, die in Deutschland Unterstützung beim Umgang mit ihrer sexuellen Orientierung oder einfach Freunde suchen, gibt es zahlreiche LGBT-Jugendgruppen und -zentren (eine nicht mehr ganz aktuelle Liste gibt es hier). Auch mehrere Webseiten, etwa dbna (Du bist nicht allein) oder die des bundesweiten Jugendnetzwerks Lambda, richten sich gezielt an junge Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender. Aufklärungsprojekte wie SchLAU gehen gezielt in Schulen und suchen immer wieder Mitstreiter. (dk)















Sie haben's Dir eingetrichtert, Deine Mitmenschen, weil sie's nicht ertragen wollten daß mit Dir die Welt ein kleines bißchen weniger dunkel und kalt ist. Nur weil diese Mitmenschen Spaß daran haben andere zu quälen. Du warst kein Loser, kleiner Mann, Loser sind die die Dich nicht sein ließen was Du hättest sein können.
So etwas macht mich fertig.