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Einzelkommentar zu:
Bayerischer Landesbischof stellt sich hinter Homo-Paare


#35 non-vernebelndAnonym
  • 23.07.2013, 13:37h
  • Antwort auf #22 von goddamn liberal
  • Wer hat denn behauptet, dass die bürgerliche Familie nicht immer mehr von der kapitalistischen Entwicklung, die sie einst hervorgebracht hat, selbst gesprengt wird?

    Dennoch braucht die herrschenden Klasse gerade in der immer tieferen Systemkrise die hier postulierte "lebenslange Verbindlichkeit" - also die lebenslange Abwälzung von Reproduktions- und Versorgungsarbeit ("Überlebenssicherung") auf das Konstrukt der bürgerlichen Familie - und die damit einhergehende Ideologie so sehr wie nie, um die Untertanen unter Kontrolle zu halten.

    Eben diese immer weiter fortschreitende Verschärfung der inneren Widersprüche ist Wesensmerkmal des Kapitalismus in seinem aktuellen Stadium. Der Begriff Dialektik ist dir hoffentlich auch nicht unbekannt?

    Ein Grund, bürgerlich-heteronormative Verhältnisse und ihre Ideologie (einschl. religiösen Überbaus, wie auch immer verpackt) als irgendwie "antikapitalistisch" zu verklären und ihnen hinterherzurennen, ist das also gewiss nicht. Gerade für Schwule und Lesben nicht.

    Keine Revolution ohne sexuelle Befreiung, keine sexuelle Befreiung ohne (soziale) Revolution!

    Ehe-Öffnung als (eine) Forderung unter den aktuellen Verhältnissen: ja, klar! Aber in Verbindung mit einer politischen Perspektive, die über das Bestehende hinausweist!
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