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- 01. August 2013 2 Min.

Robert Mugabe bestimmt die Politik Simbabwes seit der Unabhängigkeit im Jahr 1980 – seither verwandelte er die einstige "Kornkammer Afrikas" in ein homophobes Armenhaus (Bild: neal young. / flickr / by-nd 2.0)
Nach einem selbst für simbabwische Verhältnisse extrem homofeindlichen Wahlkampf lässt sich der seit 33 Jahren regierende Autokrat Robert Mugabe am Donnerstag zum Sieger erklären – die Opposition spricht von Wahlbetrug.
Zwar sind die Stimmen im Land noch nicht ausgezählt, allerdings behaupten Vertreter der Mugabe-Partei Zanu-PF gegenüber mehreren Nachrichtenagenturen bereits jetzt, dass sie die Wahlen für sich entschieden hätten. "Wir haben überzeugend gewonnen", sagte ein ranghohes Mitglied der Regierungspartei gegenüber AFP. Morgan Tsvangirai und dessen "Bewegung für Demokratischen Wandel" (MDC) seien geschlagen worden.
Die MDC befürchtet bereits einen "gigantischen Wahlbetrug". "Die Bürger Simbabwes sind von Mugabe und der Zanu-PF hinters Licht geführt worden", erklärte ein MDC-Mitglied gegenüber Reuters. Die ersten Auszählungen deuteten auf ein "verheerendes Ergebnis" für Tsvangirai hin. Am Donnerstag bezeichnete der MDC-Chef die Wahl als "große Farce".
Mugabe hatte mehrere Male auf Wahlkampfveranstaltungen Stimmung gegen Schwule und Lesben gemacht. So erklärte der 89-Jährige etwa, dass kinderlose Homosexuelle inhaftiert werden sollten (queer.de berichtete). Später drohte er sexuellen Minderheiten sogar mit der Enthauptung und nannte sie "schlimmer als Schweine, Ziegen und Vögel" (queer.de berichtete).
Bereits bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2008 wurden Mugabe Manipulationen vorgeworfen. Er hatte im ersten Wahlgang gegen Tsvangirai verloren, der Oppositionsführer musste aber seine Kandidatur nach gewalttätigen Angriffen von Mugabe-Anhängern zurückziehen. Schließlich einigten sich beide Politiker auf eine Machtteilung und Tsvangirai wurde Premierminister. In dieser Position setzte er sich auch für Homo-Rechte ein (queer.de berichtete). Allerdings verhinderte Mugabe jeglichen Versuch einer Liberalisierung. (dk)















Bestimmt hat er mit 110,9% gewonnen! Denn die an Unterernährung und Seuchen Gestorbenen haben natürlich auch gewählt.