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- 01. August 2013 2 Min.

Witali Mutko will Homosexuelle bei der Olympiade verhaften lassen, falls sie ihre Sexualität in der Öffentlichkeit nicht verbergen
Der russische Sport- und Jugendminister stellt klar: Offen homosexuellen Sportlern oder Besuchern droht bei der Olympiade in Sotschi die Verhaftung.
Witali Mutko, der Minister für Sport, Tourismus und Jugendpolitik, hat am Donnerstag Spekulationen eine Absage erteilt, dass das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" während der Olympischen Sommerspiele 2014 in Sotschi ausgesetzt wird. "Niemand verbietet Athleten mit nicht traditioneller sexueller Orientierung, nach Sotschi zu kommen, aber wenn sie diese auf der Straße propagieren, werden sie dafür zur Verantwortung gezogen", sagte er der staatlichen Agentur R-Sport.
Sportler sollten "die Gesetze des Landes" respektieren, forderte Mutko weiter. "Kommen Sie nach Sotschi, aber bringen Sie keine jungen Leute ins Spiel und machen Sie keine Propaganda. Darum geht es".
Damit widerspricht der Politiker dem Internationalen Olympischen Komitee, das vergangene Woche erklärt hatte, dass die russische Regierung die Aussetzung des homofeindlichen Gesetzes während des zweiwöchigen Sportereignisses garantiert habe (queer.de berichtete). Das wurde nach dpa-Angaben erst am Dienstag von einem Sprecher des Vize-Ministerpräsidenten Dmitri Kosak bestätigt. Allerdings hat bereits ein Politiker, der ein entsprechendes Gesetz in St. Petersburg initiert hatte, erklärt, dass eine derartige Aussetzung nur vom Parlament beschlossen werden könne und es dafür keinen Anlass gebe (queer.de berichtete).
Das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" ist in Russland Ende Juni mit der Unterzeichnung durch Präsident Wladimir Putin in Kraft getreten (queer.de berichtete). Damit kann jeder Mensch bestraft werden, der "Werbung" für "nicht traditionelle sexuelle Verhältnisse" unter Minderjährigen verbreitet. Das Gesetz hat zur Folge, dass praktisch jegliche öffentliche Diskussion über Homosexualität untersagt wird.
Homo-Aktivisten appellieren an IOC
Unterdessen hat eine Koalition von schwul-lesbischen Sportverbänden am Mittwoch das IOC aufgefordert, ein "Pride House" zu organisieren. Das war zuvor vom russischen Aktivisten Nikolai Aleksejew beantragt worden. Ein Gericht hat die Einrichtung mit Verweis auf das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" aber verboten. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Federation of Gay Games (FGG). Bei den letzten Winterspielen im kanadischen Vancouver war das "Pride House" ein Anlaufpunkt für lesbische und schwule Sportler und Fans. (dk)














