https://queer.de/?19792
- 07. August 2013 2 Min.

Mateja Kežman hält Schwule und Lesben wegen seines christlichen Glaubens für krank (Bild: Wiki Commons / psgmag.net / CC-BY-2.0)
Ein 49-facher serbischer Nationalspieler kritisiert den Trainer der niederländischen Nationalmannschaft, weil dieser am Amsterdamer CSD teilgenommen hat.
Der 34-Jährige Mateja Kežman hat gegenüber Journalisten seine Abneigung gegenüber Homosexuellen erklärt. Er verurteilte nach Angaben des serbischen Magazins "Blic Sport" den niederländischen Coach Louis van Gaal, weil dieser am vergangenen Samstag auf einem Boot des nationalen Fußballverandes am Canal Pride in Amsterdam teilgenommen hatte (queer.de berichtete).
"Natürlich ist es nicht an mir, [van Gaal] zu sagen, dass er einen Fehler gemacht hat, aber wenn Sie mich nach Homosexualität fragen, kann ich sagen, dass ich ein Problem damit habe", sagte Kežman. "Meiner Meinung nach ist das eine Krankheit, die nicht beworben werden sollte. Mir würde nicht gefallen, wenn der serbische Fußballverband eines Tages entscheiden würde, dass er die Homo-Parade unterstützt."
Grund für seine Abneigung gegenüber Homosexuellen sei sein christlicher Glaube, so Kežman weiter: "Die Niederländer wollen Jesus Christus verbannen und bewegen sich in Richtung der spirituellen Leere."
Mateja Kežman war bis 2011 aktiver Profifußballer und war unter anderem vier Jahre lang in den Niederlanden beim PSV Eindhoven unter Vertrag. Der Stürmer spielte außerdem bei Chelsea, Atlético Madrid, Fenerbahçe Istanbul, Paris Saint-Germain und Zenit St. Petersburg. In 49 Spielen für die Nationalmannschaft von Serbien-Montenegro erzielte er 17 Tore.
Serbischer Fußballverband: Kein Interesse am Thema
Für den Chef des serbischen Fußballverbandes, Tomislav Karadžić, ist Homosexualität im serbischen Profisport kein Thema. Daher könne er keine Meinung äußern, sagte Karadžić. Der Verband werde sich daher an der serbischen Politik orientieren.
Serbien gilt als äußerst homofeindlich. So wurde im vergangenen Jahr der CSD in Belgrad verboten, angeblich aus Sicherheitsbedenken (queer.de berichtete). Daraufhin musste die Veranstaltung in einem Konferenzzentrum stattfinden. Der EU-Beitrittskandidat ist daraufhin scharf von anderen europäischen Ländern kritisiert worden. Deutschland bestellte den serbischen Botschafter ein (queer.de berichtete). (dk)













