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Einzelkommentar zu:
Olympia 2014: Boykott, Verlegung oder Protest?


#9 userer
  • 11.08.2013, 15:50h
  • Antwort auf #1 von reiserobby
  • reiserobby: "Ja, auch Hitlers Olympiade 36 brachte so etwas wie eine Pause vom Grauen ein für die von Nazis verfolgten Menschen."

    Das ist m. E. falsch. Die Spiele von 1936 brachten Hitlerdeutschland enorme Öffentlichkeit und waren das, was man heute als PR-Kampagne bezeichnen würde. Nach den Spielen nahm die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie an ungeahnter Fahrt auf - ganz so, also ob die 1936er-Spiele die internationale Ruhepause geschaffen hatten, die die Nazis brauchten, um dann mit vermehrter Kraft zuzuschlagen.

    1937 wird der Schweiz Neutralität zugesichert, kommt Mussolini zu Besuch, die Kriegsabsichten der Nazis werden offenbart, und die Wanderausstellung "Der ewige Jude" startet.

    1938 wird die Verfolgung jüdischer Deutscher vorangetrieben: Berufsverbote, erzwungene Namensänderungen, Einmarsch in Österreich, Reichspogromnacht, Enteignungen jüdischer Betriebe, Einführung des Mutterkreuzes.

    Die Spiele von 1936 sind wohl also nur in den Augen des Naiven eine Pause für die Verfolgten. Vielmehr dienten sie den Verfolgern selbst als Pause, um die Welt abzulenken und sie dann ungleich vehementer als vor den Spielen mit Hass, Gewalt, Verfolgung und Krieg zu überziehen.
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