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Kommentare zu:
14-jähriger Schwuler begeht Selbstmord nach Mobbing


#1 KMBonnProfil
  • 12.08.2013, 16:58hBonn
  • Tja, da geht jetzt wahrscheinlich bei den Mitschülern und Lehrern wieder das große Heulen und Zähneklappern los. Alle sind betroffen, aber niemand wills gewesen sein, das war ja nur Spaß und wenn der Loser sich das so zu Herzen genommen hat, selber schuld.
    Es wird noch so manche Meldung dieser Art geben, weil der Haß gegen schwule Jungs aus vielen Ecken geschürt wird.
    Ob es die konservativen und ewig rechten Spinner oder sonstige Klerikalfaschisten sind, das Lager derer, die gegen Schwule hetzen, ist immer noch groß.
    Es sind Meldungen wie diese, die mich ohnmächtig vor Wut die Faust in der Tasche ballen lassen, die mich dazu bringen, den Wunsch zu spüren, dem nächsten homophoben Hetzer mal so richtig eins auf die Fresse zu geben.
    Angefangen bei den vom ach so bescheidenen Franziskus angeführten "gnädigen" Katholen, die jetzt auf einmal Brüder in uns sehen, die zwar ein Lebensrecht haben, aber kein Recht auf eine glückliche Partnerschaft.
    Scheißt dieses gottverdammte Pack zu, bis es sich nicht mehr rührt.
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#2 Kein ZufallAnonym
  • 12.08.2013, 17:34h
  • Was viele Menschen - darunter auch Schwule und Lesben - verdrängen ist, dass eine heterosexistische Gesellschaft eben nicht nur Stoff für abgehobene akademische Diskussionen über eine rechtliche Gleichberechtigung ist, sondern dass ein solches System ganz konkret Menschenleben kostet. Tätliche Angriffe auf Homo- und Transsexuelle, Mobbing in Schule und Beruf, rechtliche Benachteiligung, Selbstmorde - nicht nur von Jugendlichen. Jeder klar denkende Mensch kann erkennen, dass Homo- und Transphobie systemimmanente Aspekte unserer Gesellschaft sind. Leider wird man belächelt, wenn man darauf hinweist. Es heißt dann, man solle sich das alles doch nicht so zu Herzen nehmen. Verharmlosung aufgrund von Unwissenheit und Ohnmachtsgefühl sind noch viel zu oft anzutreffen. Queere Jugendliche, die durch ihren Selbstmord auf die haarsträubende Lebenssituation hinweisen, gelten dann eben einfach als 'hypersensibel', 'labil' etc. Vielleicht sollten wir uns einmal ernsthafte Gedanken darüber machen, ob wir nicht wirklich in einem totalitären heterosexistischen Geschlechtersystem leben, das sich queerer Menschen - wenn es sie schon nicht direkt eliminieren kann - zumindest durch inoffizielle 'Säuberungsmechanismen' wie die oben genannten zu entledigen versucht. Länder, die noch nicht einmal den gesetzlichen Schutz sexueller Minderheiten für notwendig halten - und hier schließe ich Deutschland natürlich nicht aus -, zeigen damit ihre menschenverachtende Einstellung. Morde und Selbstmorde werden hier ganz bewusst in Kauf genommen. Den Krokodilstränen sollte man daher nicht allzu viel Glauben schenken...
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.08.2013, 17:38h
  • Wieder mal wurde durch Mobbing ein sehr junges Leben sinnlos beendet! Da das Berlustconiregime bisher sämtliche Antihomophobiegesetze leider verhindert hat, klebt Blut an deren Händen! Und die Mobber sollen ab sofort kein glückliches Leben mehr haben!!!
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#4 Aus Bad HomburgAnonym
  • 12.08.2013, 17:39h
  • Und das - nur ein paar Wochen nach der Erklärung des Heiligen Vaters, daß er gar nichts gegen die Homosexuelle hat ... Wirklich schade, daß Italien ganz offensichtlich so unchristlich (bzw. unkatholisch) geworden ist.
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#5 SmileyEhemaliges Profil
  • 12.08.2013, 17:40h
  • Es macht mich fassungslos. Wieviel Angst und Schmerz der Junge erleben mußte um sich in den Tod zu flüchten. Wie einsam. Warum hat sich niemand zu ihm gesellt und ihm gezeigt daß er nicht allein ist. Irgendwer. Einer wenigstens. Ihn bei der Hand genommen und ihn vertrauen lassen darauf daß nicht alle Menschen solches minderwertige Geschmeiß sind.

    Das ist das wahre Urteil über seine Peiniger: der Tod in all' seinem Terror und in aller Hoffnungslosigkeit ist weniger unerträglich als ihr, ihr selbstgerechten Mörder.

    Über eine Welt die seine hätte sein sollen. Die Welt sollte für einen Vierzehnjährigen nicht kalt, abweisend und hart und schäbig sein, sondern sich von ihm erobern lassen, schön und bunt und glitzernd. Dafür war sie mal gemacht.

    Sie haben die Welt für ihn zu einem bitteren und trostlosen Ort gemacht.

    Verdammt.
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#6 SmileyEhemaliges Profil
#7 SebiAnonym
  • 12.08.2013, 17:55h
  • Wieviele Menschen müssen noch sterben, ehe die Politik mal aufwacht?!

    Politik und Kirche haben so viel Blut an ihren Händen - das werden die NIE mehr abbekommen...
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#9 Tim_ChrisProfil
#10 David77Anonym
  • 12.08.2013, 18:16h
  • Antwort auf #4 von Aus Bad Homburg

  • Wie berechnend du bist.
    Du würdest doch garantiert bei Günther Jauch bei der ersten Frage durchfallen, wenn die lautete, welcher Staat in Italien liegt + politischen Einfluss auf eine schwulenfeindliche Gesetzgebung nimmt. Das ist doch wohl nur Zufall, das das rückständigste Land in Westeuropa in LGTB Rechten am nächsten am Vatikan liegt, oder?
    Komisch, das die Briten da weiter sind, wo doch noch unkatholischer als Italien sind, gell?
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#11 BloedsinnAnonym
  • 12.08.2013, 18:17h
  • Antwort auf #4 von Aus Bad Homburg
  • Nur weil der sogenannte Heilige Stuhl (Stuhl kann man auch Schei... nennen) in Rom ist, hat Italien so verquere Gesetze. Politiker können mit Minderjährigen vögeln, da hat kein Papst etwas dagegen. Und der Franz ist keinen Deut besser. Reden kann er viel! Folgte da auch schon eine Tat? Nein!
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#12 QuatschAnonym
#13 ja bitteAnonym
#14 was redest duAnonym
#15 seb1983
  • 12.08.2013, 18:37h
  • Antwort auf #8 von komplizen
  • Dass diese Jugendlichen besonders gläubig sind halte ich für unwahrscheinlich.

    Gewalt und Mobbing gegen Schwächere ist inzwischen einfach cool, wer zu dick ist, Brille trägt, oder sonst eine Schwäche zeigt kann das Opfer werden. Das ist leider immer schlimmer geworden.
    Es gilt ein umfassend gewaltfreies Klima für ALLE Jugendlichen zu schaffen.
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#16 timpa354Ehemaliges Profil
#17 antosProfil
  • 12.08.2013, 19:55hBonn
  • Antwort auf #6 von Smiley
  • 100 Euren? Vergiss es. Der braucht kein Geld, der braucht ein Überlegenheitsgefühl. Das Problem bei solchen Forenwichsern ist immer dasselbe: sie fühlen sich durch Kritik immer darin bestätigt, es den anderen mit nur wenigen Wörtern mal wieder so richtig gezeigt zu haben. Man erkennt diese Typen leicht daran, dass sie nie einen Irrtum oder eine Geschmacklosigkeit eingestehen - auf Fragen oder Kritik antworten sie grundsätzlich nicht, das Ziel ist immer dasselbe: provozieren und Überlegenheit demonstrieren.

    Die Kommentare von 'Aus Bad Homburg' sind kunstlos [ sicher sieht er das anders] und durchschaubar auf Provokation angelegt: Stinkbomben, manchmal verziert mit funkelnden Wörtern aus dem letzten Jahrhundert - Scheiße mit Goldrand. In jeder Diskussionsrunde würde man so einem schnell nahelegen, die Veranstaltung zu verlassen. In einer Disskussionsrunde zum Thema dieses Threads würde der ein oder andere Hitzkopf ihm wahrscheinlich zusätzlich Schläge androhen. Nicht 100, selbstverständlich.
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#18 alexander
#19 dankoelnAnonym
  • 12.08.2013, 20:28h
  • der heilige vater hat leider noch ganz unheilig hinzugefügt, dass gelebte homosexualität "selbstverständlich" weiterhin sünde ist und bleibt. insofern ist italien zwar durchaus unchristlich, mit ihm der gesamte kirchenapparat inklusive papst, allerdings auch leider komplett auf katholischer linie. daran wird der tragische tod eines jugendlichen auch diesmal nichts ändern, schließlich hat der religöse schwachsinn über die jahrhunderte zahllose männer und frauen folgenlos in den suizid getrieben.
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#20 HugoAnonym
#21 germancanadian
  • 12.08.2013, 20:50h
  • Traurig, dass Politiker und Kirche immer wieder betont wird das Homosexualität nicht "normal" sei, aber wenn Mobbing oder Gewalt zum Tod eines homosexuellen Jugendlichen führt werden neue Antidiskriminierungs- o. "Hate-crime" Gesetze gefordert. Aber was bewirken neue Gesetze oder höhere Strafen! Wenn Kinder von Kindern wegen homosexualität etc. gemobbt werden, dann ist die in der Öffentlichkeit vorherrschende Meinung schuld daran. Neue Gesetze ändern nichts daran, dass Eltern, Politiker, sowie die Gesellschaft als ganzes versagt hat. Ich kenn ja von meiner Schulzeit in Deutschland wie Lehrer und Management mit solchen Fällen umgehn. Der Lehrer hält eine 2 minuten Rede, dass Mobbing oder Diskreminierung nicht toleriert werden und macht dann Witze, dass er lieber mit dem Rücken zur Wand an die Tafel schreiben will.
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#22 Grün-RotAnonym
  • 12.08.2013, 21:16h
  • Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) sprach sich allerdings gegen eine institutionalisierte Ächtung von homophober Sprache und Mobbings an den Schulen aus. Man könne Kindern und Jugendlichen keine "political correctness" verordnen. "Ich bin generell skeptisch, den Schulbetrieb immer mehr zu verrechtlichen." (queer.de, 12.07.2012)
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#23 suicidal germanyAnonym
  • 12.08.2013, 21:25h
  • Antwort auf #22 von Grün-Rot
  • "90 Prozent der Fachkräfte glauben, dass an Schulen ein unfreundliches soziales Klima für schwule und lesbische Jugendliche herrscht; Sozialarbeiter an Schulen sind sogar zu 97 Prozent der Meinung. 82 Prozent der Fachkräfte glauben, dass es an jugendtypischen Treffpunkten wie Schulen aber auch Jugendfreizeitstätten zu homophoben Ereignissen kommt. Und nur 20 Prozent glauben, dass LGBT-Kids problemlos von ihren Eltern akzeptiert werden."

    www.queer.de/detail.php?article_id=14947
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#24 FragenAnonym
  • 12.08.2013, 21:33h
  • Antwort auf #21 von germancanadian
  • Gibt es in Italien, in der BRD, in der EU ein Gesetz, das Kindern und Jugendlichen ein einklagbares Recht auf Schutz vor allen Formen der homophoben Gewalt sichert? Sind LehrerInnen dazu verpflichtet, jeden Fall von Homophobie, angefangen bei der homophoben Alltagssprache, und ihre Bearbeitung desselben zu dokumentieren? Stehen den LehrerInnen die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung?
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#25 WolfgangProfil
  • 12.08.2013, 21:54hBielefeld
  • Herr Homburg,

    es wird Zeit Ihnen den Kopf zurecht zu rücken - obwohl es wahrscheinlich keinen Zweck hat. Sie sind ja auch nichts weiter als ein agent provocateur der Catholica.
    Lassen Sie sich sagen - es gibt keine "Heiligen Väter"; diese lächerliche Anrede entbehrt jeder vernünftigen Grundlage - wie auch Ihre dauernden menschenverachtenden Einlassungen!
    Ihr "Heiliger Vater" hat nichts gegen Homosexuelle? Ja, wenn sie enthaltsam leben und sich darein fügen, krank, unnormal, unmoralisch und unsittlich zu sein!
    Es hat sich nichts verändert mit den im Flugzeug dahergeplapperten Sätzen des Papstes - es gilt immer noch: Schwule sind krank und bedauernswerrt, haben eine als todsündig bezeichnete "Neigung", bedrohen die Menschheit, die Fortpflanzung und das katholische Naturrecht, die Familie und vor allem die Geistlichkeit selbst (huch -Homoseilschaften im Vatikan); ihre "Neigung" ist des Teufels sie sind Menschen zweiter Klasse, mit denen man Mitleid haben muß wie einst mit Sklaven oder Schwarzen, die aber bloß nicht ihre von Gott zugewiesene Lebensstellung ändern durften, das würde die Schöpfungsordnung auflösen.
    Wenn man Ihre Posts laut liest, Allerwertester, dann beginnt man aus dem Munde zu stinken. Es ist opportunistisches, mitleidloses und selbstgerechtes Geschwätz. Sagen Sie das einmal Jugendlichen, die unter Ihrem Verhalten, das allerdings kriecherisch den Forderungen der Catholica entspricht, leiden, dann sollten Sie sich nicht wundern, daß es weitere Selbstmorde gibt - viel besser aber wäre es, wenn ein solch leidender Jugendlicher Ihnen einmal zeigt, wo der Zimmermann (nicht die Märchengestalt aus Bethlehem) das Loch gelassen hat!
    Sie kriegen es wohl nicht in Ihr weihrauchvernebeltes Hirn, daß 2000 Jahre katholischer Sexualwahn das Miteinander der Menschen bis heute vergiftet hat.
    Dazu kommt, daß dieser Sexualwahn nicht allein die Sexualität und die Gefühle der Menschen verunglimpft, nein, mithilfe dieses Instrumentes konnte die Kirche unerträgliche Macht über die Menschen erlangen. DAS ist das wirkliche Ziel, Menschen zu brechen, anzupassen, zu unterdrücken, damit Klerus und die weltlichen Herrscher (allerdings von Gnaden des Klerus) die Menschen immer weiter in der Hand behalten - nicht bloß im Leben, bei der Catholica auch noch im Tode.
    Das ist die wahre Todeskultur! Und Sie sind ein Befürworter derselben.
    Der Mann im weißen Kittel in Rom ist nur die Spitze einer seit 2000 Jahren die Köpfe und Herzen der Menschen vergiftenden Institution.
    Im Übrigen ist der Islam nicht besser - denn er ist ja zu großen Teilen aus dem Katholizismus abgekupfert (ansonsten sind darin noch barbarische ältere Religionen des Nahen Ostens verwoben). Sämtliche protestantischen Kirchen, Sekten, Gemeinschaften, sind illegitme Ableger der Catholica.
    Das Christentum hat die Entwicklung der Menschheit lange genug aufgehalten und Sie und Ihresgleichen arbeiten daran, die Entwicklung weiter zu bremsen.
    Ich wünschte mir, daß es tatsächlich eine von der Catholica herbeigefaselte Homolobby gäbe, damit Sie und Konsorten endlich einmal merken, daß Sie Ihr menschenverachtendes Vernichtungswerk nicht weiter treiben können.
    So - und jetzt regen Sie sich auf! Mit Menschen wie Ihnen kann man nicht mehr freundlich schwätzen, es muß endlich Tacheles geredet werden.
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#26 alexander
  • 12.08.2013, 22:31h
  • Antwort auf #25 von Wolfgang
  • danke für deinen tollen, sehr treffenden kommentar!
    aber ich muss leider für dich noch eine fiese info loslassen. als dieser graf humbug vor ca, 2 jahren hier "einzug hielt", versuchte er erst einmal durch provokationen einzelner user, auch meiner person, hier aufmerksamkeit zu erregen.
    mir unterstellte er z.b.. , ich hätte ihm, vor jahren, einen liebhaber ausgespannt und wäre eine fiese möb!
    (ich führe das nur an um aufzuzeigen, wie "irre", dieser typ ist!)
    danach fabulierte er sich als "sexmonster". er und sein "angeblicher griechischer freund paul", der ihn ja wortwörtlich 24 stunden durchfickte und ihn heiraten wollte??? lach! er aber seinen arbeitskollegen den kathohetero "geben musste", insofern eine öffentliche verbindung nicht gegeben war, nicht einmal bei einem theaterbesuch??? denn Ffm ist ja so klein! und man bewegt sich ja prinzipiell nur in "gehobenen kreisen, wo jeder jeden kennt"!
    also das dürfte erstmal reichen, schade ich finde diese alten kommentare von ihm nicht mehr, hier im archiv!
    damals dachte ich der mensch wäre völlig schizophren, da er dazwischen auch ähnliche kommentare wie die jetzigen postete, ohne seine "sexuellen eskapaden", auch nur am rande zu erwähnen!
    ich drücke es einmal sehr salopp aus, "er hat nicht alle latten am zaun!" dazu noch seinen adelsdünkel oder besser tick!
    es lohnt sich absolut nicht, sich mit diesem kretin einzulassen! ich möchte ihn z.b. nicht als nachbar haben, ich hätte angst, was der sich alles einfallen lässt, egal warum und wozu! unberechenbar und nicht dumm genug um nicht gefährlichzu werden! diese psyche ist mehr mehr als unheimlich!
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#27 daVinci6667
  • 12.08.2013, 22:36h

  • 14!!!' Ich habe beim lesen Tränen bekommen. Genau mit 14 habe ich mich auch geoutet und musste extrem leiden. Deshalb geht mir das auch immer wieder so nahe.

    Glaubt mir, homophobe pubertäre Mitschüler können richtige Teufel sein und einem das "Leben" zur unvorstellbaren Hölle machen. Ich weiss wie sich das anfühlt und wie es ist, sich zu wünschen man wäre tot nur um diesen Schmerz nicht mehr fühlen zu müssen.

    Wenn man tot ist können sie einem nicht mehr bespucken, die Kleider zerreissen, in die Eier treten, den Kopf in die Kloschüssel drücken oder die aufwendigen Hausaufgaben vor der Abgabe zerreissen. Dann bekommt man vom Lehrer auch noch eine Strafe wegen unerledigten Arbeiten und zu Hause das Taschengeld gestrichen.

    Nach dem tausendten ähnlichen Fall kann die junge Seele dann nicht mehr... Ich hatte Glück und überlebt. Damals war ich nicht glücklich darüber denn ich musste wieder an diese verdammte Schule!

    Trotzdem wünschte ich diesem armen Jungen so sehr, er hätte doch überlebt um später auch erleben zu dürfen wie glücklich und erfüllend ein schwules Leben sein kann -wenn die Ungebung einen nur lässt.

    Dass sich schwule und lesbische Jugendliche so früh umbringen ist für eine Gesellschaft, für eine Schule und auch für die Eltern unverzeihbar. Sie alle tragen einen Teil der Schuld. Da gibt es nichts zu entschuldigen. Sie alle haben Blut an den Händen!

    Die Hauptschuldigen sind allerdings erwachsene Hetzer, hauptsächlich solche die von Kanzeln "predigen" und konservative Politiker die nichts gegen diese tödliche Homophobie unternehmen und damit die "kleinen" weiter zum mobben anstacheln.
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#28 kuesschen11Profil
#29 sperlingAnonym
  • 12.08.2013, 23:02h
  • danke an "kein zufall", smiley und davinci für die klugen, treffenden und bewegenden beiträge. könnten wir diese kombination aus politischer analyse, mitgefühl und persönlicher betroffenheit genügend menschen vermitteln, dann wäre die welt für solche jugendlichen schon wesentlich heller.

    es ist erschütternd, von solchen suiziden zu lesen und gleichzeitig zu wissen, wie wenig erschütterung sie in der gesellschaft doch erzeugen. und, nebenbei bemerkt, durchaus auch zu wenig in der queeren bewegung.
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#30 MK1990Profil
  • 12.08.2013, 23:52hEssen
  • Tja

    Jetzt sind sie das alle schockiert. Morgen werden sie es wieder vergessen haben und alles geht seinen gewohnten Gang...bis sich wieder einer umbringt.

    Die Frage ist, wie oft muss sowas noch passieren, bis sich endlich was ändert?

    Von den Tätern wird man nur wieder die selben Ausreden hören: Sie hätten es ja nicht gewollt und sie hätten ja nicht ahnen können, dass so etwas passiert.

    Ich kann es nicht mehr hören.
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#31 alexander
  • 12.08.2013, 23:59h
  • es ist entsetzlich, dass solche "MORDE" heute im jahr 2013 überhaupt noch möglich sind???
    denn für mich ist das MORD!!!
    wenn man sich jetzt noch vor augen führt, wieviel jugendliche sich aus denselben gründen schon das leben genommen haben, als sie, aus scham noch nicht einmal die möglichkeit hatten einen abschiedsbrief zu hinterlassen, ich meine die jahrzehnte davor, kann man nur noch schreien, ob der infamie unserer gesellschaft!!!
    und immer wieder sind es gesellschaftsformen, in denen sich die herrscherschicht, die freiheit jedweder sexuellen spielarten für sich selbst herausnimmt, aber sie öffentlich verdammt und verteufelt , inkl. der kirchen! pfui deibel!!!
    aber danach noch der aufschrei, der ja immer beim pöbel gut ankommt, die armen kinderchen, die sie gerade vorher gefickt haben !!!
    schlimmer ist auch leider HEUTE noch, dass die gesellschaft schuldige sucht! und wenn es die angeblich pädophilen sind, die kinderschänder, denen hängt man das rumgevögel, z.b. der priester an und verdammt sie??? wieviel heten träumen von jungen dingern, auch frauen von frischfleisch zum verführen, träumen ist ja noch erlaubt? was solls, solange es keiner praktiziert! aber wo ist heute noch der unterschied von 16 bis 20? früher wurden kinder verheiratet mit 9 jahren!
    aber in diesem falle geht es mal wieder um den katholiban, der verlogen wie er immer war, durch seine hetze, bevölkerungsschichten animiert und zum exzess auffordert und die lieben kleinen nutzen, natürlich "im glauben" etwas gutes zu tun, diese möglichkeit für ihre machtspielchen!!!
    aber die "allerweltseeligmachende hat ja nichts gegen schwule"??? DIESE MÖRDERBANDE!!!
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#32 SmileyEhemaliges Profil
  • 13.08.2013, 00:10h
  • Antwort auf #27 von daVinci6667
  • Ich war nie so mutig. Ich habe mich in der Angst eingerichtet. Ich war immer feige. Ich habe krampfhaft versucht mich selbst auf Frauen umzupolen obwohl jede Faser in mir nach Männern schrie. Ich war so lange ein Feigling bis es keinen Mut mehr erforderte aus dem Schrank zu kommen.

    Deshalb bedrückt mich so etwas - ein Mensch der durch seinen Mut sich zu outen meinen tiefen Respekt und meine Bewunderung verdient hat, ach, erbärmlich, eines Waschlappens Respekt und eines Feiglings Bewunderung. Der nur weil er aufrecht und wahrhaftig war zu Tode gehetzt wurde.

    Ich komme mir klein vor und schäbig, neben diesem Jungen.

    Ein Junge der besser war als ich.
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#33 Harry1972Profil
  • 13.08.2013, 01:05hBad Oeynhausen
  • Unfassbar. Wie schnell schreibt sich dieses Wort und gerade jetzt hat es besonders seine Gültigkeit.
    Ich kann es wirklich nicht erfassen, was in dem Jungen vorgegangen sein muss.
    Da renne ich innerlich gegen eine Wand und habe einen Klumpen in der Magengrube liegen.

    Gerade, weil ich sowas als Kind nicht erlebt habe, auch wenn ich immer ein Sonderling war.
    Ich versuche mir Momente in Erinnerung zu rufen, wo ich mich ausgegrenzt und gemobbt gefühlt habe und wie meilenweit ich von Suizidgedanken entfernt war, denn ich hatte das Glück, daß sich mir die Welt bunt und spannend gezeigt hat. Diese aufregende Spannung, als ob man ein Geschenk auspackt. Das hat dieser Jugendliche nicht gekannt.
    Wie trostlos war sein Leben, wie unendlich einsam hat sich dieser Junge gefühlt, wenn er so gar keinen Ausweg gesehen hat.
    Und ja...es ist erschütternd, daß da nicht ein einziger Mensch weit und breit war, der ihm diesen einen winzigen Funken Hoffnung hätte geben können, der ihn davon abgehalten hätte, sich in den Tod zu stürzen.
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#34 KMBonnProfil
  • 13.08.2013, 06:39hBonn
  • Antwort auf #22 von Grün-Rot
  • Es ist richtig, daß man Toleranz nicht par ordre de Mufti verordnen kann. Sowas verlange ich auch nicht.
    Aber deutliche Konsequenzen für Mobbing müsssen sein und da reicht es nicht, sich auf "Du, ich finde nicht gut, was du da machst. Das ist jetzt aber extrem unfair, weißt Du! Da müssen wir mal drüber reden. Ich mach uns jetzt mal eine Tasse Tee und dann menstruieren wir zusammen für den Weltfrieden" zu beschränken.
    Da müssen Jugendlichen im Notfall harte Grenzen aufgezeigt werden bis hin zum Schulverweis und juristischen Schritten.
    Meine schwule Schulzeit war bis auf ein paar kleine Zwischenfälle, mit denen ich selber zurechtkam, weitestgehend ok. Aber anderen geht es eben nicht so und die darf man nicht ins offene Messer laufen lassen.
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#35 Miguel53deProfil
#36 sanscapote
#37 GayreporterAnonym
#38 FoXXXynessEhemaliges Profil
#40 timpa354Ehemaliges Profil
#41 sperlingAnonym
  • 13.08.2013, 13:50h
  • Antwort auf #32 von Smiley
  • ich kann deine situation natürlich nicht besser beurteilen als du selbst, aber ich finde, du solltest dir nicht zu viel asche auf die stirn reiben.

    wir haben angst, damit wir uns nicht in gefahr begeben. manchmal ist unsere angst übertrieben und blockiert uns unnötig, und manchmal ist es richtig, wenn wir unsere angst nicht ignorieren, weil sie berechtigt ist. oft ist es eine mischung aus beidem.

    bist du denn sicher, dass du ein früheres coming-out verkraftet hättest? hättest du die unterstützung bekommen, die du gebraucht hättest? oder war es vielleicht richtig, abzuwarten, bis du dich sicher genug für diesen schritt gefühlt hast?

    wie gesagt, ich kenne dich ja nicht, aber ich bin zumindest in einem sicher: dass du nicht selber schuld bist an dem, wovor du solche angst hattest, und dass die gefahr nicht nur eine fiktion war, sondern real.

    ich sage das als jemand, der selber ein spätes und recht krampfiges coming-out hatte.

    -

    es ist ein balance-akt: einerseits sollten wir der nächsten generation keine unnötige angst machen, sondern sie ermutigen, ihren weg zu gehen. andererseits ist es aber auch wichtig, dass wir uns und ihnen eingestehen, dass manche ängste leider immer noch berechtigt sind.

    viele menschen denken doch, es sei heute alles gar kein problem, oder schlimmer noch: "gar kein thema" mehr. das stimmt aber nicht. diese irrige annahme führt dazu, dass das problem von der gesellschaft zu den betroffenen verschoben wird, die angeblich nur nicht genug mut hätten und doch einfach ganz normal ihr leben leben sollten.

    den betroffenen mut zu machen nützt aber nur dann etwas, wenn sie für ihren mut nicht doch eins in die fresse bekommen.
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#42 Harry1972Profil
  • 13.08.2013, 14:12hBad Oeynhausen
  • Gibt es eigentlich sowas wie ein Krisencenter für LGBT-Jugendliche? So, wie es auch Frauenhäuser gibt?
    Ich meine, es gibt soviele wohlhabende Schwule. Können die nicht mal zusammenlegen und sowas auf die Beine stellen? Inklusive Infomaterial zum Coming Out?
    Damit junge Menschen diese lähmende Angst überwinden können und selbstbewusst Respekt einfordern, statt kleinlaut "Mama, Papa...ich bin schwul..." zu murmeln und auf Gnade zu hoffen?

    Das wäre ein Traum.
  • Antworten » | Direktlink »
#43 AlexandreAnonym
  • 13.08.2013, 14:35h
  • Antwort auf #4 von Aus Bad Homburg
  • Ja, vom Christentum haben sich da einige sehr entfernt. Wobei natürlich die Erklärung des Papstes, dass gleichgeschlechtliche Liebe machen dennoch verwerflich sei, auch blöd war. Aber, ganz ehrlich, in der italienischen Politik ist doch einfach nur von vorn bis hinten der Wurm drin.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#45 Kein ZufallAnonym
  • 13.08.2013, 16:33h
  • Antwort auf #42 von Harry1972
  • Staat und Gesellschaft haben - so weltverschwörerisch sich das auch anhören mag - keinerlei Interesse daran, eine queere Identitätsfindung zu erleichtern. Ziel der schulischen Erziehung ist Anpassung (u.a. eben auch an heteronormative Lebensmodelle) und Gleichmacherei. Die Herausbildung einer stabilen schwulen oder lesbischen Identität ist alles andere als erwünscht und wird später bestenfalls zähneknirschend geduldet. Wenn Staat und Gesellschaft tatsächlich ein Interesse daran hätten, Mobbing, Gewalt und Diskriminierung gegen queere Menschen zu verhindern, dann gäbe es längst mehr als Lippenbekenntnisse - nicht nur im schulischen Bereich. Ich vermute daher, dass entweder der ernst der Lage noch nicht erkannt wurde oder er bewusst in Kauf genommen wird. Könnte es sogar sein, dass z.B. christlichen Fundamentalisten unter anderem deshalb freie Hand gelassen wird, weil sie die Drecksarbeit erledigen, deren Indeologie aus Gründen der politischen Korrektheit heute nicht mehr von offizieller Seite vertreten werden darf?
    Zum Thema Krisencenter: Ich weiß nicht wie es in anderen Teilen Deutschlands aussieht, aber in Berlin-Brandenburg gibt es z.B. das Jugendnetzwerk Lambda, das nun auch die Trägerschaft für ein queeres Jugendzentrum übernimmt. Ich würde mir wünschen, dass es etwas ähnliches auch in anderen Teilen Deutschlands gäbe. Telefonische Beratung und Online-Beratung sind sicherlich ebenfalls hilfreich, nur fürchte ich, dass sie eine Mensch-zu-Mensch-Beratung nicht wirklich ersetzen können. Zwar mag eine kurzzeitige Beratung bestenfalls das Schlimmste (sprich Suizid) verhindern, doch eine bestärkende, in ihrem 'Sosein' unterstützende Entwicklung während der Jugend kann dadurch leider nicht erreicht werden. Solange queere Jugendliche mit aller Gewalt in ein heterosexistisches System gezwungen werden, dass auf ihre Eliminierung bzw. ihre Unsichtbarkeit abzielt, kann sich - zumindest in Jugendjahren - verständlicherweise keine stabile Persönlichkeit entwickeln und sich folglich auch keine starke queere Bewegung daraus entwickeln.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#46 Kein ZufallAnonym
#47 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 13.08.2013, 16:48h
  • furchtbar, was der arme Junge vor seinem Tod an Gemeinheit und Verrat erleben musste - und das in Rom, wie muss es erst in der kath. italienischen Provinz als junger LGBT*-Mensch sein. Die vergiftete Athmosphäre haben der emeritierte bzw. der aktuelle Papst und die Berlusconi-Partei mit zu verantworten. Aber leider werden die (Mit-) Verursacher solcher Selbsttötungen nicht zur Rechenschaft gezogen.
  • Antworten » | Direktlink »
#48 antosProfil
  • 13.08.2013, 21:08hBonn
  • "Außenministerin Emma Bonino von der linksliberalen Partei Radicali Italiani sagte: "Es ist möglich, dass dieses Land mehr Aufmerksamkeit auf die Rechte derer richtet, die anders sind als wir."

    Ein sicher wohlmeinender Kommentar - und gleichzeitig einer, aus dem einem die heterozentrische Weltsicht entgegnen schreit: die, die "anders sind als wir" [wir, wir, wir!], sind die Abweichung von der Norm.
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#49 Harry1972Profil
#50 eurozentrikerAnonym
#51 sperlingAnonym
  • 13.08.2013, 22:34h
  • Antwort auf #48 von antos
  • richtig, ich war beim lesen auch an diesem seltsamen satz hängengeblieben. die perspektive der dame besteht in der annahme, dass sie und ihre gesamte zuhörerInnenschaft, ach was, eigentlich das ganze "land", ganz selbstverständlich nicht "so anders" sind.

    die heterosexuelle monokultur richtet ihre gnädige aufmerksamkeit auf die offenbar irgendwo im kulturellen außerhalb vermuteten "andersartigen".

    das ist siebzigerjahrekirchentagsmitleid. wirklich inkludierendes denken hört sich in der tat anders an.
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#52 Ingolf ZschörnigAnonym
  • 14.08.2013, 01:13h
  • Allles sehr kluge oder bittere Kommentare!
    Wir sollten dafür sorgen, daß sich sowas nicht
    nochmal und nochmal wiederholt!!
    Nirgendwo!!!
    Nie!!!!!
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#53 Foxie
  • 14.08.2013, 05:11h

  • Wieviel solche traurigen Meldungen muss es noch geben, bevor sich was ändert!?
    Würde aus Bad Homburg seine unerträglichen Texte auch abdondern, befänden wir uns im gleichen Raum? Glaube, eher nicht.
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