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Kommentare zu:
Lesbischer Kuss bei Leichtathletik-WM in Moskau


#69 Herpes simplexAnonym
#68 FoXXXynessEhemaliges Profil
#67 NesoAnonym
  • 20.08.2013, 00:10h
  • Zitat vergessen:

    "SPIEGEL ONLINE: Die Beleidigungen kamen von den Sitzplätzen auf der Gegentribüne, wo man eigentlich gemäßigtes Publikum erwartet.

    Ralph Gunesch: Richtig. Das waren keine stiernackigen Glatzen, die mit erhobenem rechten Arm durch das Stadion marschieren. Sondern ganz normale Zuschauer, die sich möglicherweise nichts bei ihren Rufen gedacht haben. Sie waren wohl der Meinung, dass solche Beschimpfungen im Rahmen der sportlichen Rivalität in Ordnung seien. Aber das sind sie nicht! Rassismus ist in keinem Zusammenhang zu tolerieren - und diese Beschimpfungen waren rassistisch. Und darauf wollte ich mit meinem Posting hinweisen.
    ...
    SPIEGEL ONLINE: Mit Ihrer Stellungnahme auf eigene Faust sind Sie eine Ausnahme im Profifußball. Auch bei Themen wie Homophobie im Stadion haben Sie sich schon klar geäußert."
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#66 NesoAnonym
#65 bärbel das schafAnonym
#64 HandlingAnonym
#63 TheDadProfil
#62 sperlingAnonym
#61 ErklärungsversuchAnonym
  • 19.08.2013, 15:32h
  • Antwort auf #57 von chilland

  • Ich kann den Usern, die die Kleidervorgaben kritisieren nur beipflichten.

    Nun, die Freiheit möglichst viel Haut zu zeigen, ist in unser angeblich so gleichberechtigten Gesellschaft praktisch nur bei Frauen akzeptiert.
    Letzte Woche wurde mein Nachbar ( schlanker, trainierter Körper) seines Fitnesstudios verwiesen, weil er ein Muskelshirt anhatte...diese Regelung gilt dort aber nur für Männer, seine Freundin durfte im engen, ärmelfreien Top dort bleiben.
    Daraufhin sind beide gegangen und haben das Probetraining und dadurch auch einen evtl folgenden Vertrag sein gelassen, weil sie es ungerecht und unlogisch fanden, das alle Frauen dort pauschal anziehen dürfen was sie wollen, alle Männer pauschal nicht.

    Oder schaue dir das Arbeitsleben in vielen Unternehmen an, die Frau hat Auswahl zwischen Köstüm, Damenanzug, kurzer Hose und Rock. Beim Mann ist alleinig der hochgeschlossene Anzug akzeptiert.
    Bei uns im Büro darf jede Frau egal wie sie aussieht ein ärmelfreies Top anziehen, die Männer müssen egal wie sie aussehen auch im Hochsommer ein keusches Hemd tragen.. warum dürfen z.B. junge, sportliche Männer kein schönes Tanktop o.ä. anziehen?
    Die jungen Frauen, egal wie sie aussehen ob dünn oder mollig, machen das bei uns im Büro im Hochsommer alle.
    Aber kein Mann darf das.
    Das in vielen Firmen heterosexistische Argument " Männern steht es nicht" zieht dabei nicht. Denn erstens ist das subjektiv und jeder sollte geschlechtsunsbhängig selber entscheiden dürfen wie ärmelfrei er im Hochsommer sein will , außerdem ist es wie gesagt bei uns in der Firma allen Frauen erlaubt EGAL wie sie aussehen, Männern ist es nicht erlaubt EGAL wie sie aussehen.

    Und von wegen, es ist eine freie Wahl. Guck dir Beachvolleyball an. Die Sportlerinnen ziehen sich nicht alle so knapp an weil sie es wollen, sondern weil es vorgegeben ist. Die Hose der Frauen darf nur höchstens wenige Zentimeter haben damit der Blick auf den Arsch freigegeben ist, ob sie wollen oder nicht.
    Das ist in den Richtlinien so festgelegt.
    Bei den Männern gibt es entgegengesetzte Richtlinien, z.B. müssen Oberteil und Hose Mindestlängen haben.

    Und auf der Strasse? Die Modeindustrie gibt vor was wer zu tragen hat. Dies divergiert nach Geschlecht immer weiter auseinander und betrifft auch Kinder.
    Die Unterschiede in den Kaufhäusern sind nicht mehr nur farblich oder das klassische" ein Junge muss Hose tragen, Mädchen einen Rock", es geht so weit das Jungs zwar weiterhin wie Kinder angezogen werden, viele vorpubertäre Mädchen aber wie kleine Lolitas.

    Jetzt beschweren sich alle über die "70er und deren Auswirkungen" (als übrigend Jungs UND Mädchen knappe Sachen trugen, nicht nur die Mädchen)
    über Sexualisierung der Kindheit und das zu offen über Pädophilie diskutiert wurde, was zurecht jetzt kritisiert wird. Aber was hat sich denn geändert?
    Die Schwulenbewegung wird wegen der "Pädovergangenheit" gerügt, weil diese wohl mit vorwiegend knabenorientierten Pädophilen Politik machen wollten oder sich dafür haben instrumentalisieren lassen.
    Aber was ist mit den Hetetos der Gegenwart, die kleine Mädchen immer früher in die Rolle der "zeigefreudigen Frau" drängen?
    Warum werden wir Schwulen für etwas verantwortlich gemacht, was die Heteros nicht mal jetzt besser machen?
    Während es bei Jungs mittlerweile weitgehend Konsens ist, dass diese ein Recht auf Kindheit haben, wird Mädchen das u.a. durch die vorgegebene viel gewagtere Kleidung nicht oder viel weniger zugestanden. Sie werden durch die einseitigen Vorgaben dem Gefühl ausgesetzt, ein Anschauungsobjekt sein zu sollen.

    Jungs haben in unserer Gesellschaft hingegen asexuell und Männer haben Subjekt zu sein was durch die prüdere, männliche Kleidung unterstrichen werden soll. Männer sollen begehren, aber nicht in dem Sinne begehrt werden dürfen.
    ( Wo passen aber z.B. Schwule oder auch Hetenmänner- und Frauen die den Klischeevorstellungen nicht entsprechen, in dieses Schema?)

    Meiner Überzeugung nach führen diese strikten Vorgaben, neben vielen anderen Faktoren, bei beiden Geschlechter zu einer Unfreiheit, die letztendlich in Heterosexismus führt, die Basis zur Diskriminierung von sexueller Vielfalt!
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#60 FoXXXynessEhemaliges Profil
#58 BrillenputztuchAnonym
  • 19.08.2013, 13:08h
  • Antwort auf #57 von chilland
  • Geh' mal ganz schnell zum Augenarzt, wenn du nicht wahrnimmst, wie extrem und absurd ungleich und gezielt (hetero-) sexistisch Männer und Frauen bekleidet (oder nicht bekleidet) und abgelichtet werden, bis hin zu den Kamera-Zooms.

    Über das einander-berühren-Dürfen/-Sollen (und wie) usw. reden wir hier noch gar nicht.

    So wird die vermeintlich naturgegebene, hetero-sexistische Geschlechterordnung optisch hergestellt, und das immer aggressiver.

    Stellst du dich auch im Alltag blind und taub? [Keine Antwort nötig, da rhetorische Frage.]

    www.queer.de/detail.php?article_id=19829&antwort_zeigen=
    ja#c50
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#57 chillandAnonym
#56 übrigensAnonym
#55 anderswoAnonym
#54 capitalist lawAnonym
#53 hand outAnonym
#52 bengtAnonym
#50 Tot schweigenAnonym
  • 19.08.2013, 10:29h
  • Antwort auf #38 von ungeschrieben
  • Totales Schweigen in den "Leitmedien" der BRD zu den ausgesprochen mutigen Auftritten von Kseniya Ryzhova und Tatyana Firova und Paavo Arhinmäki - den bisher einzigen ernstzunehmenden Protesten im Stadion!

    Soviel auch zum Thema "Gleichstellung" in diesem Lande und zum totalen Scheitern der verbürgerlichten Standesamt-Anbiederung der letzten 20-25 Jahre.

    Wir sind offensichtlich Lichtjahre davon entfernt, dass Faschismus, der sich gegen Schwule und Lesben richtet, auch als das bezeichnet und behandelt wird, was er ist! Die zahllosen Hass-Beiträge in diversen Kommentarspalten zu überwiegend wachsweichen Artikeln von Tageszeitungen und Wochenmagazinen sprechen Bände.
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#48 ****Anonym
  • 19.08.2013, 08:57h
  • "Bach kandidiert als IOC-Präsident: Reaktionen

    Hans-Peter Friedrich (Bundesinnenminister): "Ich begrüße die Kandidatur von Thomas Bach ausdrücklich. Sie ist die logische Konsequenz seines jahrzehntelangen intensiven Engagements für die Olympische Bewegung. Kaum jemand vereint so viel Erfahrung als Sportler wie als Sportfunktionär auf sich. Die Entscheidung liegt nun in den Händen der IOC-Mitglieder. Ich wünsche Thomas Bach für die Wahl im September viel Erfolg.""
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#47 paren57Ehemaliges Profil
  • 19.08.2013, 07:56h
  • Antwort auf #42 von Harry1972
  • Das mit den unsachlichen Beiträgen ist in jedem Forum so. Dennoch sind ja auch hier ein paar Vernünftige unterwegs. Außerdem gibt es Verbände und Interessenvertretungen. Nebenbei ist Wahlkampf. Da stehen Kandidaten auch an jeder Straßenecke herum. Und im Zweifelsfall der Staatsanwalt. Wenn das Nationale Olympische Komitee deutschen Sportlern unter Androhung von Strafe verbietet, sich frei zu äußern, stellt das meines Erachtens einen Verstoß gegen das Grundgesetz dar. Ich bin kein Jurist. Aber vielleicht ist ja einer hier unterwegs, der sich da besser auskennt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#46 chillandAnonym
#45 m123Anonym
  • 19.08.2013, 01:23h
  • WENN die Athleten die Sportveranstaltungen in Russland nicht zu einem Protest benutzen, der sich gewaschen hat, dann sollte man die Sportveranstaltungen in andere Länder verlegen oder boykottieren.

    Das Schlimmste wäre wenn alles so oder annähernd so reibungs- und protestlos ablaufen würde wie Putin es sich wünscht um gegenüber der Welt ein Friede-Freude-Eierkuchen-Bild von Russland zu zeichnen, was in völligem Gegensatz zu den tatsächlichen, verheerenden Menschenrechtszuständen in Russland steht.
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#44 SmileyEhemaliges Profil
  • 18.08.2013, 23:35h
  • Ich freue mich über jeden Sportler der ein noch so kleines Zeichen setzt. Ich lasse mir meine schlechte Meinung über den Spitzensport gern widerlegen.

    Die Frage ist, wen erreichen diese Gesten? Es käme besonders darauf an dem russischen Durchschnittsbürger zu zeigen daß es erstens auch andere Meinungen gibt als die staatstreue Propaganda und zweitens daß sehr viele Menschen aus aller Welt, die durchaus für weite Teile der Öffentlichkeit "Vorbilder" sind, gar kein Problem mit Homosexualität haben.

    Das passiert aber nicht, weil die russischen Medien quasi gleichgeschaltet sind und es für Iwan Iwanowitsch weder lackierte Fingernägel, noch potenziell lesbische Küsse und auch keine finnischen Minister gibt.

    Statt dessen bekommt der russische Zuseher eine regimezentrierte Friedefreudeeierkuchenshow geboten wo alles schön, glitzernd und "anständig" zugeht.

    Das ist für mich ein guter Grund auf meiner Meinung zu beharren daß nur ein Boykott solcher Verstanstaltungen eine echte Wirkung hat. Wenn ein russischer Funktionär erklären muß warum die halbe Welt nicht zur WM anreist, wird es für das Putinregime zumindest keine reine Werbeshow geben.

    Boykott, Boykott, Boykott.

    Auch das ganze Geweicheiere des DOSB und des DLV bräuchte unsereins dann nicht zu ertragen.
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#43 dem jungen vaterAnonym
  • 18.08.2013, 23:15h
  • Sehr sympathisch. Die finnischen Medien berichten, dass der Minister, um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, die Regenbogenfahne am heftigsten einsetzte, als die Sportlerin antrat, durch deren Nagellack sich der körperprotzende Zar Putin und die konservative Bücklinge des IOCs bedroht fühlten.

    de.wikipedia.org/wiki/Paavo_Arhinm%C3%A4ki
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#42 Harry1972Profil
  • 18.08.2013, 22:49hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #35 von paren57
  • Sehr richtig...doch wie stellt man es an, die Diskussion auf die politische Ebene zu verlagern und das auch noch öffentlichkeitswirksam.

    Guck Dich hier doch mal um. Von den Nutzern, die sich hier rumdrücken, sind doch nur wenige für eine echte Diskussion zu gebrauchen.
    Entweder wird nur getratscht oder sich mit irgendwelchen Arschlöchern rumgeprügelt, die hier mit voller Absicht rechtskonservativ-radikales Gedankengut zur Diskussion stellen.
    Von den Klemmschwestern mit religiöser Vollklatsche ganz zu Schweigen.
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#41 m123Anonym
  • 18.08.2013, 22:33h
  • Antwort auf #36 von chilland
  • Es gibt viele Frauen, die sich ihre Mähne mal ganz oder teilweise pink gefärbt haben. Schonmal daran gedacht, dass Frauen pink als Farbe einfach nur toll finden ohne dass sie dabei den Gedanken hatten dass das eine politische Aussage machen soll?

    Auszuschließen ist es aber natürlich nicht, dass die pinke Mähne wirklich auch Protest sein sollte. Das könnte sogar sein, weil sie ja nachweislich auf die Nachfrage zu ihrer pinken Mähne gesagt haben soll: "Pink is the new black"

    Quelle:
    twitter.com/realshellyannfp

    Naja, aber auch das muss nicht unbedingt politisch gemeint gewesen sein. Jedenfalls wäre es, wenn es stimmen würde, ein sehr verhaltener Protest gewesen, da pink also monofarbe nunmal weniger eindeutig für LGBT steht als Regenbogenfarben für LGBT stehen. Und das ist ja auch der Grund warum die Medien das nicht als Protest interpretiert haben.

    Mir gefällt die Interpretation, dass es ein Protest gewesen sein soll, aber trotzdem. An der Aussage "Pink is the new Black" ist ja auch was wahres dran. Damals wurden Schwarze diskriminiert und haben dann nach und nach gleiche Rechte erhalten, und heute sind LGBT-Rechte das beherrschende Grund- und Menschenrechtsthema unserer Zeit. Wir erleben ja gerade in vielen westlichen Ländern einen Wandel hin zu gleichen Rechten für LGBT.
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#40 americablogAnonym
  • 18.08.2013, 22:23h
  • Also no word on what the Olympics plan to do about Finnish Sport and Culture Minister Paavo Arhinmäki, who not only gave Russian Sports Minister Vitaly Mutko Mutko recently threatened to arrest gay and gay-friendly Olympians a spanking in Moscow last week, but then Minister Arhinmäki proceeded to wave a rainbow flag while watching the same tournament that now got Swedens Green Tregaro in trouble.
    Maybe the Russians will try to arrest the Finnish Minister. Itd be interesting to see them try. Russia may have gotten away with man-handling Finland in the past, but it seems its the dawn of a new day for all of us.

    americablog.com/2013/08/olympic-trial-tourny-forces-swedish-
    athletes-to-paint-over-rainbow-nails.html
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#39 Zweierlei MaßAnonym
  • 18.08.2013, 22:14h
  • Wenn es um Schwule und Lesben geht, wird Faschismus weiterhin nicht Faschismus genannt!

    Auf sich anbiedernde Online-Petitionen, die "Toleranz" gegenüber Faschismus fordern, können wir nicht nur verzichten, sie sind tödlich! Der Protest muss endlich dorhin, wo er hingehört: in die Wettkämpfe und ins Stadion!

    IOC, IAAF, ALLE nationalen Verbände und natürlich die Profiteure des ganzen Spektakels sind aktive Gehilfen des Faschismus des Putin-Regimes - und das muss auch endlich so deutlich gesagt werden!
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#38 ungeschriebenAnonym
#37 Alles klarAnonym
  • 18.08.2013, 22:04h
  • Für IOC und IAAF ist Rassismus "freie Meinungsäußerung" und gelebte Homosexualität ist ein Verbrechen.
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#36 chillandAnonym
  • 18.08.2013, 21:55h
  • Alle diskutieren über lesbische Küsse oder farbige Fingernägel. Schon mal aufgefallen, daß da ein Sprinterin, ausgerechnet aus Jamaika, nämlich die 3fach Siegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce, mit rosa Extansions, ja fast einer Perücke, herumgelaufen ist ? Aber ich nehme mal an, Jamaika, eines der homophobsten Länder der Welt, da nimmt man das, von vornherein nicht an. Da werden höchstens Schwule totgeschlagen. Makaber , oder ? Natürlich war es nur ein Mode-Gag. Aber warum hat niemand darüber nicht mal spekuliert. Es hätte sich sicher gelohnt und damit, zumindest, Aufmerksamkeit erzeugt. Übrigens gibt es "Rosa" was "Homosexuell" kennzeichnet, schon viel länger als die Regenbogen-Farben. In München gibts sogar ne "Rosa-Liste", Rosa Seiten usw....

    news.bbcimg.co.uk/media/images/69330000/jpg/_69330673_693306
    72.jpg
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#35 paren57Ehemaliges Profil
  • 18.08.2013, 21:50h
  • "Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Ende vergangener Woche bereits damit gedroht, Sportler von den Spielen auszuschließen, die sich öffentlich für LGBT-Rechte aussprechen."

    Damit ist eine Grenze überschritten, die nicht mehr hinnehmbar ist. Es kann jetzt nicht mehr darum gehen, dass gegen die Verletzung von Minderheitenrechten protestiert werden soll. Das IOC stellt das Einhalten von Menschenrechten unter Strafe. Wenn diese Haltung vom nationalen deutschen olympischen Komitee mitgetragen wird, stellt sich die Frage, inwieweit das nach deutschem Recht eine strafbare Handlung ist. Außerdem kassieren diese Herrschaften nicht wenig an Steuergeld. Somit muss die Diskussion auf die politische Ebene verlagert werden. Wer die Freiheit des Wortes unter Strafe stellt, hat in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung nichts verloren. Und subventioniert werden darf eine solche Feudalmentalität unter gar keinen Umständen. Das muss eine ganz konkrete innerdeutsche Debatte werden.
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#34 sperlingAnonym
  • 18.08.2013, 21:27h
  • Antwort auf #23 von buntspecht
  • ja, ich freue mich über die aktion des finnischen ministers.

    das thema wird in finnland gesamtgesellschaftlich ganz anders diskutiert und auch in den medien gibt es eine andere aufmerksamkeit für die probleme und ein tieferes verständnis dafür, warum homo- und trans*-rechte nicht nur für die betroffenen wichtig sind.

    gerade deswegen frustriert mich die deutsche lahmarschigkeit, horizont-enge und ignoranz. es ginge weißderhimmel auch anders.
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#33 m123Anonym
  • 18.08.2013, 19:57h
  • Merkwürdigerweise findet dieser Kuss weniger mediale Beachtung als lackierte Fingernägel. Dabei

    1. waren es russische Athletinnen
    2. die Gold gewonnen haben und auf dem Siegerpodium standen
    3. haben sie sich geküsst

    Im Vergleich zu den schwedischen Athletinnen, die keine Medaille gewonnen haben, nicht auf dem Siegerpodest standen und sich nur die Fingernägel lackiert hat, ist das mediale Echo schon enttäuschend.

    Am allerschlimmsten sind die IAAF und das IOC. Die verbieten ihren Athleten sich gleichgeschlechtlich zu küssen oder sich die Fingernägel in Regenbogenfarben zu lackieren. Wenn Athleten nicht gleichgeschlechtlich küssen dürfen, dann dürfen auch Athleten wie etwa die deutsche Obergföll, die nach ihrem Gold im Speerwurf zu ihrem Mann gelaufen und ihn vor Fernsehkameras auf den Mund geküsst hat, nicht verschiedengeschlechtlich küssen nach IAAF und IOC.

    Die Tatsache, dass IAAF und IOC in ihren Regeln stehen haben, dass Athleten nicht aufgrund ihrer sexuellen Identität diskriminiert werden dürfen, macht die Tatsache, dass IAAF und IOC Athleten gleichgeschlechtliche Aktionen verbieten wollen noch pikanter und unverständlicher. Denn das ist dann nämlich Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität. Und wenn in den Regeln von IAAF und IOC drinsteht, dass die Athleten nicht politisch demonstrieren dürfen, dann frage ich mich, was denn Regenbogenstolz bzw. Küssen zwangsläufig mit Demonstration zu tun hat? Es kann doch auch wirklich keine politische Intention dahinterstecken. Viele Athleten rennen nach einem Sieg zu ihrem Lebenspartner und küssen ihn oder sie. Z. B. hat bei Olympia 2008 in Peking der schwule Australier Matthew Mitcham nach seinem Sieg im Turmspringen seinen Freund geküsst, weil er sich so gefreut hat und weil sein Freund ihn so unterstützt hat. Laut IOC wäre Vergleichbares in Russland plötzlich ein politischer Protest und plötzlich nach IOC-Regeln illegal. Das ist doch hinten und vorne nicht stimmig und nicht konsistent wie das IOC seine Regeln auslegt.

    Das was IAAF und IOC machen, ist ganz klar Beihilfe zur Diskriminierung sexueller Minderheiten. Und eine Diskriminierung vor allem der nichtheterosexuellen Athleten. Dass sich IAAF und IOC auf die Seite der russischen Menschenrechtsverletzungen stellen, das ist eigentlich ein großer Skandal.

    Wenn in einem Land Freiheitsrechte und somit Menschenrechte eingeschränkt sind, dann können IAAF und IOC doch nicht allen Ernstes von den Athleten unter Strafandrohung bei Nichtgehorchen verlangen, dass die Athleten ihre Freiheiten einschränken und sich den Menschenrechtsverletzungen beugen. Unglaublich! Aber genau das machen IAAF und IOC zur Zeit.

    Stellt euch vor Russland hätte verboten in der Öffentlichkeit zu lachen "weil es nicht zur russischen Kultur passt". Und die IAAF und das IOC würden dann Athleten, die im Stadion lachen, disqualifizieren. Das ist genauso absurd.

    Lachen, sich küssen, so sein und sich verhalten wie man einfach ist. Das darf niemals unter Strafe stehen.

    Dass IOC und IAAF gemeinsame Sache machen mit Russland und Putin ist einfach nur übelst und bösartigst.

    Meine Meinung nach sollten alle Athleten bei den olympischen Spielen einfach das was IOC und IAAF zu homosexuellen Aktionen gesagt haben, ignorieren. Menschenrechte stehen nämlich über den IOC- und den IAAF-Regeln. Und wenn IAAF oder IOC Athleten deswegen tatsächlich bestrafen, d. h. nicht nur Russland, sondern auch IAAF oder IOC tatsächlich bestrafen, dann sollten eigentlich Athleten ihre Koffer packen und ihre Teilnahme an den olympischen Spielen abbrechen.

    Ich ahne nur wieder, dass das auch in Sochi nicht so sein wird, und die Athleten sich größtenteils brav allem unterwerfen, was Russland, Putin, IAAF und IOC verlangen, auch wenn das menschenrechtswidrig ist. Und diese Befürchtung konnte man schon in Peking 2008 als durchaus realistisch erleben. Und ich wette genauso wird es in Sochi kommen.

    Meine Meinung ist, entweder olympische Spiele in Sochi und DANN sollten wirklich alle oder nahezu alle Athleten protestieren. Oder olympische Spiele verlegen in ein menschenrechtsfreundlicheres Land. Da letzteres aber wohl nicht vom IOC gewollt wird und die Athleten für ersteres wahrscheinlich fast alle zu feige sind, wird Putins Olympia 2014 für Putin ein Erfolg werden. Und die Homosexuellen in Russland werden weiter leiden. Und Putin wird neue Ideen für neue noch schärfere Gesetze gegen Homosexuelle haben und in Russland einführen. Denn er hat ja dann erfolgreich getestet, dass die Welt und auch die Athleten sich einen Dreck um die Menschenrechte in Russland scheren. Und genau so wird es sehr wahrscheinlich kommen. Mit Ansage.
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#32 User21Anonym
  • 18.08.2013, 19:42h
  • Was macht es für einen Unterschied ob es ein lesbischer oder ein schwuler Kuss ist? Beide Gruppen sind von Diskriminierung betroffen!
    Und ob die beiden nun wirklich lesbisch sind oder nicht spielt erst einmal keine Rolle. Es ist ein sehr couragiertes Zeichen, das wir hier nicht abwerten sollten!
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#31 Peter EnisAnonym
  • 18.08.2013, 18:34h
  • Ein Kuss auf den Mund hat Tradition in Russland und ist ganz normal (auch unter Männern, obwohl da viel weniger verbreitet), das hat vermutlich wenig mit irgendwelchen Gesetzen zu tun.
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#29 HugoAnonym
  • 18.08.2013, 18:17h
  • In dem Unmenschlichen Kommitee sind nur verbrecher, die nur an sich und an ihre Geldbörse denken.
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#28 HugoAnonym
#27 bilderAnonym
#26 Gerhard SchröderAnonym
#25 antifaschismusAnonym
#24 MarktwertAnonym
#23 buntspechtAnonym
#22 timpa354Ehemaliges Profil
#21 wortradikalenAnonym
#20 martin stuchAnonym
  • 18.08.2013, 15:33h
  • Diese Fingernägel haben heute schon ...
    eine große sportliche kunsthistorische Bedeutung.
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#19 SilverclawEhemaliges Profil
  • 18.08.2013, 15:27h
  • Na klar wirkt sich das nur auf die männliche Fraktion der Gleichgeschlechtlichen Liebe aus. Wir wissen doch alle wie sehr Hetenkerle auf sich gegenseitig leckende Weibchen stehen. Dieses heuchlerische Mistpack......
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#18 Harry1972Profil
  • 18.08.2013, 15:26hBad Oeynhausen
  • Und täglich grüßt das Murmeltier...

    Bis zu den olympischen Spielen kommt jetzt jeden Tag ne Meldung dazu rein. Die Kommentare dazu könnte man allerdings einfach von älteren Meldungen kopieren.
    Man empört sich, zeigt sich schockiert und macht die Schranktür gar nicht erst auf. Anonyme Wuthomos oder wie soll ich sowas nennen?

    Alle regen sich über Russland auf aber sieht man auf deutschen Straßen vielleicht sich küssende Männer? Fehlanzeige!
    Wir brauchen gar kein Gesetz zur Homopropaganda, wie in Russland. Hier duckt sich der gewöhnliche Schwule von ganz alleine weg, feige, bigott und unsichtbar.

    Herzlichen Dank auch!
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#17 es gehtAnonym
#16 proudproudAnonym
  • 18.08.2013, 15:12h
  • super mutig von den beiden frauen, schade das sich die männer das mit großer warscheinlichkeit nicht trauen werden.
    ist irgendwie immer das gleiche.
    auf der einen seite fehlt die sichtbarkeit von schwulen männern auf der anderen seite liegts auch einfach ziemlich daran dass wenige herren den mumm haben mal nen anfang zu machen.
    dann kann sich natürlich auch nichts ändern.
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#15 sperlingAnonym
  • 18.08.2013, 14:45h
  • Antwort auf #11 von dem mindesten
  • resiginierte gegenfrage: wie vielen deutschen bundestagsabgeordneten und minister_innen würden wir das denn realistischerweise zutrauen? wie hoch müssen wir realistischerweise die bereitschaft der wähler_innen und der medien einschätzen, einen solchen einsatz auch entsprechend zu würdigen?

    ich mache leider immer noch den fehler, artikel und leserbriefe in verschiedenen medien zu lesen und bin ziemlich erschüttert darüber, wie ungenau einerseits über das gesetz berichtet wird (das ginge nämlich auch, ohne das perfide wort "propaganda" - womöglich noch ohne anführungszeichen! - zu wiederholen, das die gesamte wahrnehmung sofort homophob einfärbt) und wie viele deutsche doch anscheinend sofort bereit wären, ein solches gesetz in deutschland einzuführen.

    es mag ja politiker_innen geben, die tatsächlich noch ideale haben und sich danach verhalten. je höher die aber auf der leiter klettern, desto selbstverständlicher passen sie ihr verhalten demoskopischen statt ethischen werten an.

    die frage, die die sich stellen ist: lohnt es sich für mich, in russland eine regenbogenfahne zu schwenken?

    und was glaubst du: lohnt es sich für sie?
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#14 m123Anonym
  • 18.08.2013, 14:39h
  • Konnte leider kein Video von dem lesbischen Kuss finden. Je intensiver der Kuss, desto deutlicher würde der Protest zum Ausdruck gebracht worden sein. Daher würde ich gerne wissen wie intensiv die beiden sich geküsst haben oder ob es nur ein flüchtiger Kuss war.
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#13 userer
  • 18.08.2013, 14:38h
  • Antwort auf #11 von dem mindesten
  • Um Putins Russland nicht aufzuwerten.

    Wenn deutsche Politerinnen selbst die Regenbogenflagge schwenken, dann meiner Meinung nach natürlich sehr gern auch in russischen Stadien, aber das kann ich mir bei Merkel, Westerwelle und Consorten nicht vorstellen. Die lächeln und scherzen nur mit Putin, liefern Bilder für die russische Prpagandamaschine und lassen protestierenden Sportlern eher noch die Förderung streichen, wie sich ja bereits jetzt abzeichnet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#12 FoXXXynessEhemaliges Profil
#11 dem mindestenAnonym
#10 m123Anonym
#9 m123Anonym
  • 18.08.2013, 14:11h
  • DAS ist mal endlich ein sichtbarer Hammer für Putin. Das wird jetzt sicher in den Medien sein.

    Hätte nicht gedacht, dass es russische Athleten machen, aber dass es nun russische Athleten gemacht haben ist umso besser.

    Wow. Die beiden Frauen haben meinen tiefsten Respekt.

    Und ich dachte Putins Propaganda-WM geht fast ohne größeren Protest durch. Jetzt kriegt Putin aber mächtig Gegenwind!!!

    Denn: Ein Kuss ist ein Kuss. Und kein politischer Protest! Deswegen kann die IAAF das nicht als politischen Protest werten, weil ja auch Küsse zwischen einem männlichen Athleten und einem weiblichen Athleten kein politischer protest ist! Deswegen liegt es nun allein an Putin was mit den beiden Athletinnen passiert. Wenn er das Gesetz nicht anwendet, ist das das Go für Protest bei allen anderen Veranstaltungen. Wenn er es anwendet wird er den Zorn der internationalen Weltöffentlichkeit zu spüren kriegen.

    Ich hatte zumindest schon geahnt, dass AthletINNEN mutiger sein werden als Athleten! Frauenpower!

    Yeah!
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#8 userer
#7 stephan
  • 18.08.2013, 14:02h
  • Nägel umlackieren! Das ist wirklich unglaublich! Und diese unsägliche Putinspeichelleckerin Issinbajewa darf expressis verbis Homo-Hass verbreiten!

    Das IAAF sollte sich schämen! Es ist eine Schande für die gesamte Sportwelt!

    Ob der Kuss von Kseniya Ryzhova und Tatyana Firova nun ein Symbol war, wird sich noch zeigen, aber vielmehr dieser Zeichen müssen folgen, damit die ganze Absurdität und Unmenschlichkeit der russischen Gesetzgebung deutlich wird!
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#6 reiserobbyEhemaliges Profil
#5 Timm JohannesAnonym
  • 18.08.2013, 13:35h
  • Ich finde es unglaublich, dass ein schwedische Sportlerin dazu angehalten wird, ihre Fingernägel nicht mit Regenbogenfarben gestalten zu dürfen.

    Der IAAF sollte sich schämen, dass er derart die Meinungsäußerungsfreiheit von Sportlerinnen beschränken will.

    Jeder Sportler sollte, wenn er sich als Demokrat versteht, bei den Olympischen Spielen in Sotschi seinen Protest gegen Putin und dessen diktatorischen Kurs ausdrücken. Die Stadien in Sotschi sollten mit Regenbogenflaggen voll sein und jeder Sportler dort sollte, klar gegen Putins antidemokratischen Kurs Stellung beziehen.
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#4 StretchingmasterProfil
  • 18.08.2013, 13:22hEssen / Holsterhausen
  • Was ist denn das für eine Sauerei vom IOC? Drohen Sportler mit Disqualifizierung wenn sie sich für LGBT-Rechte einsetzen?

    Die haben sie doch wohl nicht mehr alle.
    Aber da sieht man es wieder: es geht bei den Olympischen Spielen in erster Linie nicht um den Sport sondern um das viel Geld.
    Warum sollten sich denn jedesmal zig Städte und Länder um diese bemühen. Doch auch nur weil sie sich einen Reihbach ausmahlen.

    Spiele in Sotschi ja! Und dort müssen alle Sportler, egal welchen Landes, ein Zeichen gegen die russischer Gesetze setzen. Auch auf die Gefahr des Ausschlusses. Ich glaube nicht das der IOC hunderte von Sportler disqualifiziert. Einzelne Sportler werden bestraft werden, aber wenn sich alle geschlossen zum Protest vereinigen, dann kann der IOC gar nicht anders als dies zuzulassen.

    Schönen Tag noch
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#3 userer
  • 18.08.2013, 13:15h
  • Können wiruns eigentlich vorstellen, welchen Mut diese beiden Sprinterinnen beweisen? Abgesehen von rechtlichen Folgen wie Geldstrafen riskieren die beiden ihre Karriere.

    Ich finde, kein deutscher Politiker darf auf dieser WM oder bei den Olympischen Spielen in Sotschi auftreten. Keine internationlae Bühne für Putin den Religionsfaschisten.
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#2 FOX-NewsAnonym
  • 18.08.2013, 13:07h

  • Problem: Sich küssende Frauen könnten auch nur Freundinnen sein. Es müssen Männer folgen! Ich danke dennoch den mutigen Mädels und finde es beschämende, dass sich die Schwedin die Nägel umlackieren musste wegen einer Disqualifikation; Homohass aber von Sportlern ohne Konsequenzen bleibt. Das ist so lächerlich und traurig zugleich.
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#1 NickAnonym
  • 18.08.2013, 12:53h

  • Gut!
    Jetzt müssen nur noch die Männer folgen.
    Um was wetten wir, dass die sich das nicht trauen?
    Naja, die Folgen des Paragraphen der "Homopropaganda" wirken sich bisher vor allem auf Schwule negativ aus.
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