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Homo-Aktivisten fordern Gleichstellung
Taiwan: Mehrheit für Ehe-Öffnung
- 22. August 2013 2 Min.

Teilnehmer des CSD in der Hauptstad Taipeh (2012) (Bild: Luke Ma / flickr / by 2.0)
Laut einer neuen repräsentativen Meinungsumfrage spricht sich eine Mehrheit der Taiwaner für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus.
53 Prozent der Bevölkerung unterstützen demnach die Ehe-Öffnung, 37 Prozent lehnen sie ab, berichtet "Taiwan News". Damit hat sich die Zahl der Befürworter der Gleichstellung binnen zehn Jahren verdoppelt: Bei einer Umfrage 2003 hatten sich nur 25 Prozent für die Ehe-Öffnung ausgesprochen.
Besonders hoch ist die Zustimmungsrate unter jungen Taiwanern: Bei den unter 30-Jährigen unterstützen 76 Prozent das Recht von Schwulen und Lesben zu heiraten.
Die Einstellung gegenüber Homo-Rechten hängt auch von der Religionszugehörigkeit ab. Während Konfessionslose, Buddhisten und Taoisten die Ehe-Öffnung mehrheitlich befürworteten, lehnten drei Viertel der taiwanischen Katholiken und 60 Prozent der Protestanten die Gleichstellung ab. Sie machen aber weniger als ein Zehntel der Bevölkerung aus.
Die Umfrage wurde von der Nationalen Akademie der Wissenschaften unter 630 Taiwanern durchgeführt und hat eine Fehlertoleranz von vier Prozentpunkten. Sie wurde von der Homo-Gruppe "Taiwan's Alliance to Promote Civil Partnership Rights" (TAPCPR) in Auftrag gegeben.
Homo-Aktivisten werben bereits seit Jahren für die Ehe-Öffnung in Taiwan. Anfang des Jahres zog ein Homo-Paar jedoch eine Klage auf Gleichstellung zurück, weil es bedroht worden war (queer.de berichtete). Die TAPCPR hat die Regierung jetzt mit Verweis auf das Umfrageergebnis aufgefordert, ihre konservative Haltung beim Thema Homo-Rechte zu überdenken, weil diese nicht mehr die Bevölkerungsmehrheit repräsentiere. (dk)














