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Kommentare zu:
Bundestagswahl: Kandidaten geben sich homofreundlich


#81 sperlingAnonym
  • 30.08.2013, 10:43h
  • Antwort auf #77 von Adrian Walden
  • womöglich glauben Sie noch, dass Ihre beiträge hier so eine art wahlwerbung für die afd sind? nahezu jeder satz Ihres letzten beitrages ist das genaue gegenteil.

    Sie erklären echte gleichstellung für gar nicht wünschenswert, da doch auch ein paar weitere rechts-krümelchen ausreichend sein sollen. Sie erklären die angebliche verfassungsinkompatibilität der eheöffnung zu einem fakt - das ist sie aber nicht. Sie reden von einer verfassungsrechtlich garantierten "sonderstellung der klassischen ehe" - alle neueren entscheidungen des BVerfG erklären diese deutung des art.6 gg ausdrücklich für unsinn. und Sie verlassen endlich die bisher zumindest noch einigermaßen sachliche ebene, wenn Sie sich über ein "schwules universum" und eine "selektiv-schrille minderheitenpolitik" echauffieren.

    ich lebe nicht in einem schwulen universum. aber ich will in einer gesellschaft leben, die mich als vollwertigen bürger ansieht und meine beziehung nicht für minderwertig erklärt. ich empfinde es als zumutung, dass Sie dieses bedürfnis zu einer politischen randnotiz machen wollen. es geht hier nicht um "minderheitenrechte", sondern um die frage, wie ernst die hier von Ihnen verteidigte partei unsere grundlegenden werte nimmt und sie auch öffentlich vertritt. und es geht um die frage, ob diese partei sich wie die union an der verbreitung von abwertungen, fehlinformationen und vorurteilen auch noch beteiligt und damit zu einem homophoben klima in unserem land aktiv beiträgt.

    >"Was nutzt uns die Gleichberechtigung, wenn wir letztlich alle im Strudel der Euro-Rettungspolitik in die Katastrophe schlittern ..."

    was nutzt mir eine partei, die eine panikstimmung schürt, um dabei die gleichheit vor dem gesetz und den schutz vor diskriminierung zu politischen nebensächlichkeiten zu erklären?
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#82 Adrian WaldenAnonym
  • 30.08.2013, 13:24h
  • Antwort auf #81 von sperling
  • Nein. Ich persönliche würde es mir wünschen, dass die komplette "Öffnung" der Ehe so wie Sie es fordern, auch Realität werden könnte. Aber wir sind ja nicht bei "Wünsch Dir Was". Bislang gibt es lediglich Signale seitens des BVerfG, eine rechtlichen Gleichstestellung von Ehe und homosexuellen Lebenspartnerschaften zu ermöglichen. Ja es stimmt, nicht nur im Steuerrechte, auch im Adoptionsrecht wird nicht nur empfohlen, sondern vielmehr gefordert etwas seitens der Politik gegen bestehende Benachteiligungen zu tun. Es geht um gleiche Wertigkeit! Jeder Mensch ist gleich viel wert, dennoch ist nicht jeder Mensch gleich. Deshalb sind die aktuellen Urteile nicht dahingehend zu werten, den klassischen heterosexuellen Ehebegriff neu zu erfinden, und in ihm gleichzeitig auch die Partnerschaft von zwei Männer, bzw. zwei Frauen zu sehen. Aber was ist daran eigentlich abwertend? Es ist doch Fak: Eine Lebenspartnerschaft zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Paaren ist eine positive Ergänzung zu der bestehenden, auf Lebenszeit ausgelegten heterosexuellen Ehen. Mit allen Rechten und Pflichten.
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#83 sperlingAnonym
  • 30.08.2013, 14:15h
  • Antwort auf #82 von Adrian Walden
  • >"Aber wir sind ja nicht bei "Wünsch Dir Was"."

    es ist die aufgabe der parteien, politische ziele zu formulieren und meine aufgabe als wähler, diesen mit meiner wahl zuzustimmen oder nicht. das "wünschdirwas", das Sie aus irgendeinem grund ins lächerliche ziehen, ist der kern unserer demokratie und der kern dieser diskussion hier.

    >"Mit allen Rechten und Pflichten."

    bisher haben Sie bezüglich der afd nur deren MÖGLICHE bereitschaft angedeutet, EINIGE rechte zu "gewähren". wenn Ihnen das ebenfalls nicht reicht, werden Sie verstehen, weshalb ich dieses diskriminierende wischiwaschi kritisiere.

    >"Aber was ist daran eigentlich abwertend?"

    nennen Sie mir eine begründung für die nichtöffnung der ehe, die NICHT auf religiösem mumbo-jumbo oder auf der abwertung schwuler und lesbischer beziehungen beruht.
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#84 David77Anonym
  • 30.08.2013, 14:19h
  • Antwort auf #82 von Adrian Walden

  • Aber es wäre bürokratisch ein Klacks die Ehe zu öffnen, anstatt JEDE Vorschrift nach und nach anzupassen, nachdem sie jedesmal neu verhandelt werden muß oder man vergisst zu erwähnen WAS für ein unnötiger Aufwand, nur weil man beides getrennt behandeln will, soll, muß. Gerade das sollte doch die Parteien interessieren, die die staatliche Bürokratie reduzieren wollen.
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#85 Adrian WaldenAnonym
  • 31.08.2013, 01:29h
  • Antwort auf #84 von David77
  • Bürokratisch ein Klacks vielleicht. Aber diese breite Mehrheit dafür im Bundestag zu bekommen, ist mehr als unwahrscheinlich. Das wissen auch die GRÜNEN, deshalb fordern sie es ja seit Jahren und das ist strategisch mehr als clever. Zum einen sind sie dann grundsätzlich die "Guten", zum anderen können Sie viele bürgerliche Schwule und Lesben an sich binden, denen ansonsten die Wirtschafts-, Währungs-, und Zuwanderungspolitik der GRÜNEN gar nicht so richtig passt. Auch hier gilt es langsam Alternativen zu entwickeln, denn nur mit emanzipatorischen Ideen "von links", meistern wir nicht die Zukunft Deutschlands und Europas. Heute hat sich der Spitzenkandidat der AfD in NRW, Prof. Dilger klar für die Ausweitung des Adoptionsrechts für Schwule und Lesben ausgesprochen (link)
    alexanderdilger.wordpress.com
    Somit steht er mutig und klar im Widerspruch zur Haltung des Bundesvorstands in dieser Sache. Ich denke es werden noch weitere Schritte folgen müssen!
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#86 David77Anonym
#87 Harry1972Profil
  • 31.08.2013, 13:14hBad Oeynhausen
  • Mir kann auch niemand erzählen, daß die AFD-Partei wirklich an dem interessiert ist, was sie da so nebenbei in den Wahlkampf einbringt.
    Auf der einen Seite wurde behauptet, man sei gegen Bürokratisierung und auf der anderen Seite wird für eine weitere Bürokratisierung der zivilrechtlichen Lebensgemeinschaften gefordert.

    Wer nicht fähig ist, seine eigenen Gedanken konsequent zuende zu denken und dann die logischen Schlüsse daraus zu ziehen, dem geht es nicht um die Sache sondern nur um ein Stück vom Kuchen.
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#88 TheDadProfil
  • 01.09.2013, 15:18hHannover
  • Antwort auf #82 von Adrian Walden
  • ""Ich persönliche würde es mir wünschen, dass die komplette "Öffnung" der Ehe so wie Sie es fordern, auch Realität werden könnte. Aber wir sind ja nicht bei "Wünsch Dir Was".""..

    Den nächsten Absatz zu zitieren erspare ich mir..

    Die Urteile und die entsprechenden Begründungen dazu hast Du offenbar gar nicht gelesen..

    Selbst Volker Kauder hat inzwischen begriffen das eine Ehe-Öffnung durch das BVG bestätigt würde, und der Kampf mit juristischen Mitteln längst verloren ist..

    Also blockiert Mann politisch wo Mann nur kann..

    Gleiches kommt aus der AFD..

    Wer als Partei nicht unabdingbar für Gleichberechtigung eintritt IST NICHT WÄHLBAR !

    Da kann Mann noch so sehr mit "wenn´s" und "aber´s" taktieren..

    Der "Vorwurf" Mann sei hier nicht bei "Wünsch dir was" impliziert die ständig falsch kommunizierte Auffassung das Menschen die in diesem Staat faktisch benachteiligt werden mit ihren Forderungen nach Gleichberechtigung über das Ziel hinaus schössen, und MEHR Rechte forderten, als ihnen zustünden, mehr Rechte als den anderen zustehen..

    Diese VORSÄTZLICH FALSCH verbreitete Auffassung IST bereits Teil der bestehenden Diskriminierung denen LGBT´s ausgesetzt sind..

    Und wir führen hier ganz sicher keine Nebenkriegsschauplatz-Diskussionen mit Partei-Gängern die ungefiltert die Meinungen der Spitzen-Kandidaten vertreten, und unverhohlen Werbung machen wollen..

    Komm wieder wenn Deine Partei für Gleiche Rechte eintritt, und wenn sie begriffen hat das diese Gleichen Rechte für Alle nichts weiter sind als die Umsetzung einer inzwischen über 60 Jahre alten Willenserklärung, dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland..

    Gleiche Rechte sind Bürgerrechte !
    Bürgerrechte sind Menschenrechte !
    Menschenrechte sind nicht teilbar !
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#89 Adrian WaldenAnonym
  • 02.09.2013, 18:53h
  • Antwort auf #88 von TheDad
  • Warum? Ich stehe doch voll und ganz zu den Forderungen des BVerfG ? An welcher Stelle habe ich dies "torpediert"? Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin lediglich offenen für politische Alternativen, wenn die dafür benötigte breite Mehrheit im Bundestag nicht zustande kommen sollte. Ich denke auch die AfD wird sich, so wie ihr Programm dies vorschreibt, in dieser Angelegenheit als Rechtsstaatspartei präsentieren und die Forderung nach der Gleichstellung von Ehe und Eingetragenen Partnerschaften, so wie von den Verfassungsrichtern vorgeschrieben, selbstverständlich mittragen. Dafür braucht es übrigens keinen gesonderten Beschluss. Unter "Wünsch Dir Was" verstehe ich eine ideologische Debatte, die Alternativen von vorne herein ausschließt. Die Bundeskanzlerin tönt ständig, ihre Politik sei alternativlos. Die Alternative für Deutschland hinterfragt diese Arroganz der Macht.
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#90 sperlingAnonym
  • 02.09.2013, 23:31h
  • Antwort auf #89 von Adrian Walden
  • meine güte, welch ein geschwurbel, um zu vernebeln, dass die afd hier schlichtweg NICHTS zu bieten hat. offiziell gibt es ja nicht einmal ein bekenntnis zu den minimalen zugeständnissen, die sie hier nennen, in irgendeiner stellungnahme, geschweige denn als beschluss.

    das umzusetzen, was das BVerfG vorschreibt, ist nichts, womit sich eine partei besonders schmücken könnte. wäre das gegenteilige verhalten denn für Sie auch eine option? sollen wir allen ernstes jubeln, wenn eine partei nicht ganz offen die verfassung bricht? noch WENIGER als das, was Sie hier zur angeblichen homofreundlichkeit hochjubeln, kann eine partei gar nicht beschließen.

    wenn eine partei keine eigenständigen gesellschaftlichen visionen entwickelt, sondern nur das umsetzt, wozu die gerichte sie zwingen, dann ist das nicht "rechtsstaatlichkeit", wie Sie es hier zum wiederholten male zu beschönigen versuchen, sondern die politische bankrotterklärung dieser partei.

    dass jeder Ihrer beiträge immer noch mit ein paar hübschen wahlkampfphrasen garniert wird, die mit dem thema hier nichts zu tun haben, macht offensichtlich, worum es Ihnen eigentlich geht: homorechte sind Ihnen im grunde doch wurscht. Sie haben ja schon ausreichend oft erklärt, das Sie die für nebensächlichkeiten halten.

    Sie wollen hier vor allem wahlkampf betreiben. der hat hier aber nichts zu suchen. ich kann zwar nicht verhindern, dass Sie dieses forum dafür missbrauchen, aber ärgerlich finde ich das doch.
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