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  • 29. August 2013 6 2 Min.

Der isländische Film "Eleven Men Out" thematisiert Homosexualität im Profifußball

Schweizer Fußballspieler würden mehrheitlich zwar homosexuelle Mitspieler akzeptieren, für sie ist das Wort "schwul" aber nach wie vor negativ besetzt.

In einer anonymen Umfrage des schwulen "Mannschaft Magazin" unter 31 eidgenössischen Fußballprofis zeigte sich die Mehrheit offen gegenüber Homosexuellen. Bis auf zwei Spieler glaubten alle, dass der Zusammenhalt und die Leistung der Mannschaft durch Schwule nicht gefährdet wäre. 87 Prozent würden den Mitspieler akzeptieren, 84 Prozent erklärten, es wäre kein Problem, einen schwulen Mannschaftskameraden zu umarmen. Aber nur zwei Drittel wollen neben mit diesem Mitspieler in der Umkleidekabine die Kleider wechseln.

Trotz des generell positiven Feedbacks gaben mehr als zwei Drittel der Befragten an, "schwul" als Schimpfwort zu gebrauchen. "Dieser Widerspruch finde ich bemerkenswert. Sie haben zwar nichts gegen schwule Männer, verwenden den Begriff gleichzeitig aber als Schimpfwort", kommentierte Greg Zwygart, Chefredakteur des Magazins, die Ergebnisse.

Coming-out als Gefahr für Karriere angesehen

Drei Viertel der Befragten glaubten, dass das Coming-out die Karriere eines schwulen Spielers gefährden könnten. Derzeit gibt es in keiner europäischen Profiliga einen offen schwulen Spieler. Das bislang einzige Coming-out eines Erstligaspielers fand 1990 in England statt, als sich Justin Fashanu zu seiner Homosexualität bekannte. Die Karriere des ehemaligen Hoffnungsträgers war danach allerdings praktisch beendet. Fashanu verübte acht Jahre später Selbstmord.

An der Umfrage haben sich Spieler der Erstligavereine FC Basel, FC Luzern, FC Lausanne-Sport und des FC St. Gallen beteiligt. Mehrere andere Clubs, wie Grashoppers Zürich oder Young Boys Bern, wollten trotz mehrmaliger Anfrage nicht an der Umfrage teilnehmen. Der FC Aarau beteiligte sich zwar, allerdings beantwortete kein einziger Spieler den Fragebogen.

In Deutschland wurde im Kampf gegen Homophobie erst im vergangenen Monat die "Berliner Erklärung" vorgestellt (queer.de berichtete). Darin wird ein "aktives Vorgehen gegen Homophobie auf allen Ebenen des Sports" gefordert. Zu den Erstunterzeichnern gehörten neben Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) auch DFB-Chef Wolfgang Niersbach sowie die Präsidenten von FC Bayern und Werder Bremen, Uli Hoeneß und Klaus-Dieter Fischer. (dk)

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 luxi81
  • 29.08.2013, 16:32hHamburg
  • "Aber nur zwei Drittel wollen neben mit diesem Mitspieler in der Umkleidekabine die Kleider wechseln"

    diese aussage ist echt jedesmal die ... . da bekomm ich ne krawatte sonders gleichen.

    wat denken manche manns-heten eigentlich wat wir schwule sind? chronisch-kranke sexualgetriebene die nur darauf gieren, dass der nächst dahergelaufene mann auch ja brav seinen dödel präsentiert, damit wir auch gleich sofort wie abgerichtete hunde darauf losgehen???

    haben die auch nur ansatzweise ne vorstellung darüber, dass schwule durchaus auch in der lage sind geschmack zu besitzen und diesen anzuwenden? schwule durchaus auch mal keinen bock auf sex haben? schwule vielleicht einfach nur freude am fußball spielen haben und sich lediglich nach nem verschwitzten spiel die kruste mit wasser und duschgel abpellen wollen? und überhaupt, die meisten fußballer haben eh nur n trauerspiel in der hose. da tret ich lieber gegen nen ball
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#3 MarekAnonym
  • 29.08.2013, 18:18h
  • Es wird höchste Zeit, homophobe Sprüche ebenso zu ächten und auch zu sanktionieren wie rassistische Sprüche...
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