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  • 02. September 2013 63 3 Min.

Gabriele Kuby, die neben Homosexualität auch Harry Potter für eine ernste Gefahr für Gläubige hält, hat auf dem katholischen Kongress eine homophobe Resolution durchgesetzt

Die Gleichbehandlung von Homosexuellen ist der katholischen Kirche ein Dorn im Auge. Auf einem Kirchen-Kongress werden Homosexuelle mit Kriminellen gleichgesetzt.

Auf dem Augsburger Kongress "Freude am Glauben" den Forums Deutscher Katholiken haben Gläubige am Wochenende in Augsburg bekräftigt, dass die fortschreitende Gleichstellung von sexuellen Minderheiten sowie Frauen die christliche Lehre bedrohe. Insbesondere machten die Teilnehmer Stimmung gegen das sogenannte "Gender-Mainstreaming". Der Begriff wurde von der UN-Weltfrauenkonferenz und der Europäischen Union zum politischen Ziel ausgerufen und besagt, dass Frauen und Männer in der Gesellschaft gleichbehandelt werden sollen.

Am Samstag verabschiedete der Kongress eine Resolution gegen "Gender-Mainstreaming". Autorin der Resolution war die katholische Aktivistin Gabriele Kuby, die sich insbesondere gegen die Gleichbehandlung von Homosexuellen einsetzt. So hatte sie erst Anfang Juni erklärt, dass Schwule Kinder generell zu ihrem "Objekt der Begierde" machten (queer.de berichtete).

In der nun verabschiedeten Resolution beklagen die katholischen Christen "die Eliminierung des Leitbildes von Ehe und Familie und die aktive Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen durch die obligatorische Sexualpädagogik". Dadurch werde die "Erziehung zu einer christlichen Lebensführung überaus erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht". In dem Text drohen Kuby und Co. auch mit Widerstand gegen eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht: So wird gefordert, dass sich "insbesondere die Kirchen der Auflösung von Ehe und Familie mit allen Mitteln widersetzen" sollten. Auch wird beklagt, dass dies angeblich durch "neu erfundene strafrechtliche Tatbestände wie 'Homophobie' und 'Hassrede' juristisch geahndet" werde.

Am Sonntag nickte der Kongress eine weitere Resolution ab, in dem kritisiert wird, dass sich der Mensch "zum Schöpfer erheben" wolle. Dies sei insbesondere deutlich am Abtreibungsrecht und der kleiner werdenden Bedeutung von Ehe und Familie, also der Homo-Ehe. Der Text wurde vom katholischen CDU-Politiker Werner Münch verfasst, der von 1991 bis 1993 als Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt fungierte.

Kelle: Nicht an "Rechtsbrechern" orientieren


Birgit Kelle verbreitet ihre Ansichten gerne in ARD-Talkshows wie hier im "Presseclub"

Bei der Veranstaltung war auch Birgit Kelle als Referentin eingeladen, zum Thema "Ehe und Familie – der Schlüssel für eine bessere Zukunft" zu sprechen. Kelle hatte bereits in öffentlich-rechtlichen Talkshows wie "Hart aber fair" und "Presseclub" Homosexualität als gesellschaftlichen Feind ausgemacht.

Sie beklagte laut kath.net, dass die Ehe zwischen Mann und Frau (das "erfolgreichste Familienmodell, das die Menschheit kennt") in Deutschland praktisch nicht mehr in den Medien vorkomme: "Wir sind die Mehrheit in diesem Land, und nur weil die Berichterstattung anders ist, heißt das nicht, dass wir nicht mehr existieren!" Sie erklärte weiter, es sei keine Diskriminierung zu sagen, dass nur Heterosexuelle mit Kindern eine Familie sein können, "weil es nun einmal die Auffassung der Mehrheit ist". Homo­sexuelle setzte sie mit Straftätern gleich: Wir schaffen ja auch nicht unser Rechtssystem ab, nur weil es Rechtsbrecher gibt, die daran scheitern, wir halten ja trotzdem an unseren Idealen fest!".

Auch kritisierte Kelle moderne Familienpolitik laut kath.net mit einem bemerkenswerten Vergleich: "Bei den Grünen sei 'Familie dort, wo Kinder sind'. Dazu wäre zu sagen, dass auch in den Slums von Indien Kinder lebten, auch wenn dort beklagenswert wenig von Familie zu spüren sei."

Homo-"Heiler" vom Weißen Kreuz dabei

Die Konferenz "Freude am Glauben" wird jedes Jahr von mehreren tausend Menschen besucht. Es handelt sich um ein Treffen für Laien, zum Kuratorin des Veranstalters "Forum Deutscher Katholiken" gehören jedoch auch hochrangige Kirchenfürsten wie Joachim Kardinal Meisner aus Köln und Bischof Heinz Josef Algermissen aus Fulda.

Algermissen hatte bereits 2008 den Kongress dazu genutzt, einen "Kulturkampf" gegen die "Irrtümer der Zeit" auszurufen (queer.de berichtete). Bereits damals wurde eine Erklärung verabschiedet, in der vor der "Propagierung von Homosexualität" gewarnt wurde.

Messen im Dom und der Besuch einiger Bischöfe rundeten das Angebot in diesem Jahr ab. Es war teilweise auch überkonfessionell: Zu den Sprechern gehörte etwa Rolf Trauernicht vom evangelischen "Weißen Kreuz", der von einem "tatsächlichen Potential einer Veränderung" der sexuellen Orientierung ausgeht (queer.de berichtete). (dk/nb)

-w-

#1 doktor
  • 02.09.2013, 14:02h Kulmbach
  • "Die Teilnehmer des Kongresses Freude am Glauben sehen in der Politik des Gender Mainstreaming eine Bedrohung für Familie, Gesellschaft und Kultur, welche mit der Verpflichtung des Staates zur Förderung des Gemeinwohls nicht vereinbar ist. Die Familie wird dadurch weiter geschwächt, die demographische Krise verstärkt und die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen untergraben."

    Zar Putin pur.

    Ihm ist Putin zu lasch:

    Once again, thank you, President Putin, for standing firm in defense of the natural family, which is the essential foundation of all human civilization.

    www.scottlively.net/2013/08/30/an-open-letter-to-president-v
    ladimir-putin/
  • Direktlink »
#2 Jadughar
  • 02.09.2013, 14:09hHamburg
  • Nicht die Homosexuellen sind kriminell, sondern die katholische Kirche.

    Die Homosexuellen bedrohen die christliche Lehre nicht, da die Verfolgung von Homosexuellen unchristlich ist, nämlich mosaisch! Dagegen bedroht die katholische Kirche die christliche Lehre, da sie aus Machtgeilheit lügt, betrügt, verleumdet und hetzt, Kinder mißhandelt und sogar in den Tod treibt, weil man ihnen einredet, daß im Laufe des Lebens sich die Herzen vor lauter Sünde verdunkeln, wo ein Kind logischerweise sich ausrechnet, daß man nicht alt werden darf um nicht in die ewige Verdammnis zu kommen!

    Und obendrein erschafft nicht Gott die Menschen, sondern wir selber. Ohne den Menschen gibt es keine Menschen! Ohne Gott jedoch gibt es sie auch!

    Vor 2000 Jahren hat die katholische Kirche den Menschen viele Freiheiten genommen, die Freiheit zu denken, zu fühlen, sich frei zu bewegen etc. 2000 Jahre brauchte man, um nur eine Freiheit wieder zurück zu erlangen. Alle anderen Freiheiten werden immer noch bekämpft. So darf ich mich nicht frei und nackt auf der Straße bewegen, ohne eine Ordnungsstrafe zu bekommen. Frei fühlen dürfen wir ebenso nicht. Die kirchlichen Lehren sind ein jahrtausendalter Irrtum, gegen die man vehement und mit aller Intensität bekämpfen muß!
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#3 Daniel CoolAnonym