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Kommentare zu:
Merkel: "Keine Pläne" für Gleichstellung bei Adoptionsrecht


#141 Adrian WaldenAnonym
  • 07.09.2013, 00:56h
  • Antwort auf #140 von TheDad
  • Natürlich können wir in einem freien Weltmarkt nicht verhindern, dass auch Länder wie China oder die USA, in einem Griechenland der "nach Euro-Zeit" investieren. Was soll diese Frage? Natürlich wird das Land dann auch für deutsche Investoren interessant. Das ist doch nichts Ehrenrühriges?

    Wenn innerhalb Europas, die bislang weder infrastrukturell, noch politisch stabilen Länder wieder auf die Beine kommen, weil sie durch "Abwertung" attraktiver werden, dann haben deutsche Unternehmen Vorteile. Dabei geht es sicher nicht um die Gewinnung "billiger" Rohstoffe, sondern um niedrigere Produktionskosten und niedrigerer Transportkosten, was auch ökologisch sinnvoll wäre. Cina und Indien sind weit weg .

    Stichwort: Aufwertung durch Einführung eines Nord- und Süd-Euros: Die zu erwartende Zinssteigerung kommt dem ganzen arbeitenden Volk und den Rentnern hierzulande zugute! Was hat das bitte mit den HartzIV Empfängern zu tun? Die haben eher selten Ersparnisse und wenn ja, dann unterstelle ich, dass vielfach Hartz IV Leistugen illegal bezogen werden. Und wenn das nicht der Fall ist (Existenzminimum), dann wäre es doppelt schäbig von der geenwärtigen Politik, wenn man diese Leute und ihre kleinen Sparkonten, auch noch dauerhaft der Inflation aussetzen würde.

    Die von Ihnen aufgestellte Behauptung,deutsche Unternehmer würden in Spanien und Griechenland vom Markt verdrängt, wenn diese Länder nicht mehr in der Euro-Zone wären ist lachhaft.

    1.) Exportiert Deutschland nur etwa 30 % in die derzeitige Euro-Zone.

    2.) Wenn diese Länder auf die Beine kommen sollen, brauchen sie Qualitätsprodukte. Und das Geld dafür werden sie haben, wenn sie Aufschwung durch Abwertung der eigenen Währung bekommen.

    Was die Kosten für einen Ausstieg aus dem Euro betrifft: Können Sie mir beziffern, was die gegenwärtige Rettungspolitik uns langfristig noch kosten wird? Ein Ende ist nämlich nicht abzusehen. Jetzt umkehren und eine SINNVOLLEN Neuanfang starten ist mit Sicherheit die preiswerteste Lösung.
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#142 TheDadProfil
  • 07.09.2013, 15:33hHannover
  • Antwort auf #141 von Adrian Walden
  • ""Die von Ihnen aufgestellte Behauptung,deutsche Unternehmer würden in Spanien und Griechenland vom Markt verdrängt, wenn diese Länder nicht mehr in der Euro-Zone wären ist lachhaft.""..

    Du verstehst schon Dein eigenes Geschwafel nicht mehr :

    ""Auch deutsche Unternehmer müssten zum Erhalt heimischer Arbeitsplätze, nicht mehr so viele Produkte aus weit entfernten Billiglohnländern importieren.""..

    Bedeutet :
    Deutsche Produzenten werden durch Billigimporte aus den südlichen Ländern Europa´s aus dem (eigenem) Markt verdrängt..

    ""Die zu erwartende Zinssteigerung kommt dem ganzen arbeitenden Volk und den Rentnern hierzulande zugute!""..

    Zinsen dienen IMMER NUR dem Kapital..

    ""Natürlich wird das Land dann auch für deutsche Investoren interessant. Das ist doch nichts Ehrenrühriges?""..

    Das war nicht die Frage..
    Die lautete : Wer soll in ein Land inverstieren das Pleite ist, eine neue Währung bekommt, aber die alten Schulden bezahlen muß, und zwar durch die Währungspekulation ausgelöst, zu höheren Zinsen ?

    Nehmen wir an die neue Drachme hätte einen Wechselkurs von 1 : 8..
    Binnen 2 Tagen würde der sich durch die Währungspekulation und durch die geforderte Abwertung auf 1 : 16 verändern..

    Damit hätten die Griechen in weniger als einer Woche die DOPPELTEN Schulden, und das ohne eigene Schuld !
    Denn die Schuldverschreibungen die Griechenland zu befriedigen hat sind in Euro gezeichnet !

    Was eure Wirtschaftsprofessoren verschweigen :

    Mann hilft damit nicht den Griechen..
    Mann schafft künstlich einen neuen Markt, mit einem noch steilerem Gefälle als es jetzt schon vorliegt, denn nach der gültigen Lehrmeinung funktioniert der Turbokapitalismus nur durch dieses Gefälle, das mit der Einführung der gemeinsamen Währung innerhalb der Währungsgemeinschaft und der EU, und innerhalb der EU-weit festgestzten Wechselkurse der Nationalwährungen in Bezug auf den Euro beseitigt werden sollte..

    Diese Beseitigung des Gefälles hat ja auch funktioniert, denn Länder wie Griechenland und Italien hatten durch die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar plötzlich die gleichen Marktchancen wie Deutschland und Frankreich..

    Und dies soll nun nach Willem der "führenden Wirtschaftswissenschaftler" wieder beseitigt werden zu Gunsten von WEM ?

    Zu Gunsten von UNS..
    Denn unsere Exporte gingen EU-weit dramatisch zurück und machen von ehemals fast 60 % nur noch die besagten 30 % der Exporte aus..

    Was eure Professoren auch verschweigen :
    Mann KANN eine bereits erfolgte Leistung nicht nachträglich abwerten, ohne das Mann der Bevölkerung in die Taschen greift..

    Alle Pläne die von der AFD propagiert werden sind nichts weiter als der geplante Griff in´s persönliche Portemaneaie der griechischen Oma..
    Ihr wollt den griechischen Oma´s die Handtasche klauen..

    ""Was die Kosten für einen Ausstieg aus dem Euro betrifft""..

    Diese Antwort kann Mann der Sendung "Maybritt Illner" entnehmen wo eurem Hrn.Lucke mehrfach erklärt wurde was es kostet, und wie unseriös seine Forderung nach dem Ausschluß Griechenlands oder dem Ausstieg der BRD aus dem Euro ist :

    Jetzt 1300 Mrd Euro..

    Setzt Mann die Pläne der AFD um wird es mindestens 17.000 Mrd Euro kosten !

    Und darauf hatte euer Spitzenkandidat KEINE entkräftigende Antwort parat..

    Warum wohl nicht ?
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#143 Sabine FlahnAnonym
  • 07.09.2013, 19:04h
  • Antwort auf #142 von TheDad
  • Der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone muss kommen. Die Griechen werden anders nicht wettbewerbsfähig, müssten Löhne und Gehälter um zirka 30 Prozent kürzen, was sozial unzumutbar wäre. deshalb bringt nur eine Abwertung der Drachme (nach ihrer Wiedereinführung), für Griechenland die Wende. Außerdem würden sich zum Beispiel touristische Dienstleistungen verbilligen. Es gibt zwei Hebel, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Der erste ist sparen, das ist bereits ausgereizt. Das zweite ist die Abwertung nach dem Euro-Austritt. Danach wird es dann einen Schuldenschnitt geben müssen. Natürlich wäre der griechische Euro-Austritt für Deutschland nicht ganz umsonst. Wie hoch diese Kosten sein werden, kommt auf die konkreten Verhandlungen an. Es wird aber ein hoher zweistelliger Milliardenbetrag sein. Griechenland bliebe auch nach seinem Austritt Mitglied der EU. Deshalb muss Griechenland nach dem Euro-Austritt auch weiter geholfen werden. Es gibt schon jetzt Transfers über die Strukturfonds. Man könnte griechische Schulkinder, die sich kein warmes Mittagessen leisten können, direkt unterstützen. Aber bitte: den Griechen soll geholfen werden, nicht den Gläubigern Griechenlands, wie es jetzt der Fall ist. Fast die Gesamtheit unserer Hilfsgelder fließen bislang an Banken, Versicherungen oder Hedgefonds in New York, London, Paris. Und die Troika stellt Griechenland mal eben unter eine undemokratische Zwangsverwaltung. Im Übrigen hat der Vertrag von Maastricht Deutschland zugesichert, dass in der EU kein Land für die Schulden eines anderen haften muss. Die derzeitige Politik ist rechtswidrig. Die AfD stehen zu einem Europa der Vaterländer, wo Staaten in guter Nachbarschaft nebeneinander leben und über den europäischen Binnenmarkt miteinander kooperieren. Man hätte die EU im Übrigen auch ohne den Euro weiter zusammenbringen können. Jetzt spaltet er eher.
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#144 TheDadProfil
  • 07.09.2013, 20:20hHannover
  • Antwort auf #143 von Sabine Flahn
  • ""Fast die Gesamtheit unserer Hilfsgelder fließen bislang an Banken, Versicherungen oder Hedgefonds in New York, London, Paris""..

    Es ist alles gesagt, Mann und Frau muß es nur einmal lesen :

    Nehmen wir an die neue Drachme hätte einen Wechselkurs von 1 : 8..
    Binnen 2 Tagen würde der sich durch die Währungspekulation und durch die geforderte Abwertung auf 1 : 16 verändern..

    Damit hätten die Griechen in weniger als einer Woche die DOPPELTEN Schulden, und das ohne eigene Schuld !
    Denn die Schuldverschreibungen die Griechenland zu befriedigen hat sind in Euro gezeichnet !

    An WEN gehen dann diese verdoppelten Schulden ?

    "" Und die Troika stellt Griechenland mal eben unter eine undemokratische Zwangsverwaltung. ""..

    Die Griechen mal einfach so aus dem Euro zu werfen bedeutet dann also weniger Zwang ?

    ""Man hätte die EU im Übrigen auch ohne den Euro weiter zusammenbringen können. Jetzt spaltet er eher.""..

    Die EU war ohne den Euro zusammen..
    Dann kam NOTWENDIGERWEISE der Euro..
    Beschloßen 1974 von Helmut Schmidt und Valéry Giscard d'Estaing..
    Seitdem opponieren die USA und allen voran Goldman-Sachs gegen eine gemeinsame Europäische Währung..
    Zwischenzeitlich sind die Hälfte der verantwortlichen Banker in der EZB ehemalige Angestellte von Goldman-Sachs..

    Es gibt keine USA OHNE den Dollar, und es KANN keine gleichberechtigte, wirtschaftlich weltweit erfolgreiche EU OHNE den Euro geben !

    Wer gegen den Euro ist spielt Goldman-Sachs in die Hände, bedient US-amerikanische Interessen am Erhalt des Dollar als Weltleitwährung, die schon vor über einem Jahrzehnt als solche hätte abgewählt und durch den Euro ersetzt werden müssen, und zerstört die Chancen der EU für die Zukunft, und die Lebensarbeitsleistung ganzer Generationen..

    Die Kosten für den Ausstieg der Griechen aus dem Euro, den freiwilligem Ausstieg der BRD, die Aufteilung in einen Nord-Süd-Euro und dem anschließend zu befürchtendem völligem Zerfall der gemeinsamen Währung werden vorsichtig geschätzt 17.000 Mrd Euro kosten, und damit mehr als alle Lebensarbeitsleistungen aller EU-Bürger seit Bestehen der Gemeinschaft 1952..

    Die Kosten für die Rettung Griechenlands und anderer schwächelnder Länder OHNE den Rauswurf aus dem Euro belaufen sich auf 1.300 Mrd Euro, und damit auf weniger als 10 % der Kosten die die AFD den EU-Bürgern durch ihr Pläne aufhalsen will !

    Das ist schon teuer genug, aber immer noch besser als alles andere..

    Und ich hoffe doch stark das jetzt mit Dir der letzte Wahlkämpfer der AFD hier das Wort ergriffen hat..
    Es ist ALLES zu euren Plänen gesagt !
    Ihr seid nicht wählbar !
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#145 David77Anonym
#146 David77Anonym
  • 07.09.2013, 21:36h
  • Antwort auf #143 von Sabine Flahn

  • Aber dennoch streben die neuen Staaten nach dem Euro. Aber ist das nicht Sinn einer Union? Mit der gleichen Begründung hätte man nach der Wiedervereinigung die Ost-Mark behalten können, den Soli gibt es nachwievor und während man dort noch auf blühende Landschaften wartet, geht der Abbau West voran.
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#147 Rüdiger v SteinAnonym
  • 07.09.2013, 21:53h
  • Antwort auf #144 von TheDad
  • Erst vor ein paar Wochen hat Kai A. Konrad, Chefberater des Finanzministers in der WELT zugegeben, er erwarte das Kollabieren der Euro-Zone. Kai A. Konrad ist einer der führenden Finanzwissenschaftler Deutschlands. Er ist Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen München und Chef des Wissenschaftlichen Beirats beim Finanzministerium. Er schlägt einen Ausstieg Deutschlands aus der Währungsunion vor Europa müsse gerettet werden, nicht der Euro.

    Zum Thema Risiken für die deutsche Exportwirtschaft sagt er der WELT:" ... Die deutsche Exportwirtschaft könnte sogar gestärkt daraus hervorgehen. Sie hat die regelmäßigen Aufwertungen der D-Mark in früheren Jahrzehnten immer wieder gemeistert und wurde so fit für den Wettbewerb.(...) Die Chancen überwiegen. Die Geldschöpfungsgewinne wären gewaltig. Die Währungsreserven könnte man unkonventionell investieren. Zum Beispiel wie ein staatlicher Investitionsfonds Unternehmen, Rohstofflager und Immobilien im Ausland kaufen. Außerdem: Die Kaufkraft der deutschen Bevölkerung würde steigen, Reisen, Benzin und viele andere Güter würden billiger..."

    Gibt es Alternativen zum Ausstieg?

    Konrad:" ... Deutschland kann die Euro-Zone nicht retten. Wer das glaubt, verweigert sich der Realität. Die EZB kann den augenblicklichen Zustand erhalten, und zwar mit weit geöffnetem Geldhahn und indem sie sich in die Fiskalpolitik einmischt. Aber was steht am Ende? Das Gefälle in der wirtschaftlichen Dynamik innerhalb Europas dürfte sich erheblich verstärken..."

    Das ist AfD-Politik pur. Offenbar hört Herr Schäuble lieber "weg", als sich mit den Ideen seiner Berater auseinanderzusetzen
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#148 Rüdiger v SteinAnonym
  • 07.09.2013, 22:04h
  • Antwort auf #146 von David77
  • Oft wird in diesem Zusammenhang behauptet, dass die bestehenden Altschulden der Griechen in Euro aufwerten und die Schuldner deshalb in Schwierigkeiten bringen.

    Zunächst einmal: Schulden, die nach inländischem Recht aufgenommen wurden, werden einfach auf die neue Währung oder Kombinationswährung umgestellt (ausgenommen davon sind nur die Bankguthaben, die ja Schulden der Banken sind). Es bleiben dann nur die nach ausländischem Recht begebenen Auslandsschulden, die nach wie vor in Euro gelten werden. Wegen dieser Auslandsschulden ist es wichtig, dass die nationale Zentralbank die Abwertung der Inlandswährung nur langsam durchführt, denn dann gibt es keinen großen Aufwertungseffekt der Altschulden. Eine gewisse Belastung der Schuldner ist unvermeidlich, aber das ist auch sonst bei Auslandsschulden so. Wann immer sich zwischen zwei Ländern der Wechselkurs ändert, verändert sich der geschuldete Betrag. Das ist etwas ganz Gewöhnliches.
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#149 TheDadProfil
  • 07.09.2013, 23:42hHannover
  • Antwort auf #145 von David77
  • ""In dem Fall wäre GR die Schulden dank Inflation schnell los, ist es aber nicht.""..

    Nicht so ganz..
    In dem Fall ergibt sich eine "Reziprok-Effekt"..
    Die Schulden steigen Dank der Abwertung der Drachme mindestens auf das Doppelte, denn die Schuldverschreibung lautet weiterhin auf Euro..

    Der Inflationäre Effekt der schnellen Schuldenregulierung würde sich nur ergeben wenn statt einer "neuen Drachme" die abgewertet werden kann, die "alten Drachme" wieder eingeführt wird, die in ihrem Wechselkurs weiterhin gegenüber dem Euro festgeschrieben bleibt..
    Dies "funktionierte" aber nur begrenzt innerhalb der Euro-Staaten, die Schulden an andere Staaten würden weiterhin inflationär ansteigen..

    Effekt :
    Der Euro ist gekoppelt an die Drachme und verliert den jewels analogen Wert gegenüber Dollar oder Yen..
    Ergebnis : Europaweite Inflation..

    So aber kommt es nur zu einer "lokalen" Inflation ausschließlich in Greichenland..
    Und in den anderen Staaten wie Italien oder Zypern, die als nächstes aus dem Euro gedrängt werden würden..
    Für den Nord-Süd-Euro gilt ähnliches, wobei sich als Ergebnis die Süd-Staaten "sanierten" und die Nord-Staaten unverändert vor der Staatspleite stünden weil die Märkte wegbrechen und die Wirtschaft mindestens stagnierte..
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#150 TheDadProfil
  • 08.09.2013, 16:35hHannover
  • Antwort auf #147 von Rüdiger v Stein
  • "" Die deutsche Exportwirtschaft könnte sogar gestärkt daraus hervorgehen. Sie hat die regelmäßigen Aufwertungen der D-Mark in früheren Jahrzehnten immer wieder gemeistert und wurde so fit für den Wettbewerb.(...) Die Chancen überwiegen. Die Geldschöpfungsgewinne wären gewaltig.""

    Wozu ?
    Warum muß NUR die deutsche Exportwirtschaft durch einen Ausstieg aus dem Euro von der Krise profitieren ?
    Wer sagt das die BRD von solchen ""Geldschöpfungsgewinnen"" GEGEN die EU-Partner profitieren muß ?

    Was ist mit den abgeschlossenen Verträgen die die EU bilden ?
    Sind die plötzlich nichtig bloß weil sich eine Chance des ungeheuren Profites gegenüber den anderen EU-Staaten ergäbe ?

    Kein EU-Staat soll für die Schulden der anderen Länder haften müssen..
    So steht es im Vertrag..

    Damit ist nicht automatisch auch ausgeschloßen das nicht alle Euro-Staaten gemeinsam für die Schulden eines Euro-Staates haften DÜRFEN, oder gar haften MÜSSEN..

    Denn die Verträge verpflichten alle Staaten gemeinsam zum gegenseitigem Eintreten füreinander, und zum gemeinsamen Handeln in der Geld- und Währungspolitik, aber auch in Fragen der Wirtschaftspolitik..

    Sich jetzt einseitig aus dem Verein Euro zu verabschieden, um einerseits von den Chancen eines Ausstieges zu profitieren, andererseits sich aus der gemeinsamen Haftung zu nehmen, ist das was ich weiter oben mit dem Wegstehlen aus der Verantwortung gemeint habe..

    Wenn die starken Länder sich bei der kleinsten Krise aus dem Verein davonstehlen und die schwachen Länder alleine lassen, ist der Verein das Papier nicht wert, auf dem seine Gründung dokumentiert ist..

    Noch einmal zur Erinnerung :

    Die wirtschaftliche Vergleichsgröße lautet EU/Euro-Raum = USA, und nicht BRD = USA..

    Niemand würde von Kalifornien verlangen aus dem Dollar auszuscheren um seine Schulden zu regulieren, und das obwohl Kalifornien innerhalb der USA höher verschuldet ist als Griechenland innerhalb der Euro-Zone..

    Es gibt ohne den Dollar keine USA..

    Und es wird in Zukunft keine EU ohne der Euro geben, denn der Weg in die EU bedeutet für alle Teilnehmerländer auch immer langfristig den Weg in den Euro..

    Mit den gleichen Begründungen die Mann für Griechenland vorschiebt hätte Mann in der Vergangenheit auch die verschuldeten Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin als Sonderwirtschaftszone aus der Währungsunion 1990 ausschließen können, als Mann die D-Mark in die Neuen Bundesländer transferiert hat..

    Bei der Währungsreform 1948 hätte Mann Bayern in Hessen aus der D-Mark ausschließen können..

    ""Die Währungsreserven könnte man unkonventionell investieren. Zum Beispiel wie ein staatlicher Investitionsfonds Unternehmen, Rohstofflager und Immobilien im Ausland kaufen.""..

    Mit Verlaub..
    Wer das vorschlägt redet der Inflation Tür und Tor offen, und fördert die Rohstoffspekulation an den Börsen, die es zu verbieten gilt, und das nicht nur im Bereich Lebensmittel und Energie..

    Kein Staat KANN seine Währungsreserven in ausländische Immobilien investieren..
    Würde Mann griechische Inseln kaufen nachdem Mann die Griechen aus dem Euro ausschließt, verlören die ebenso an Wert wie die "neue Drachme", und die so genannten Währungsreserven dienen unter anderem der Zahlungsfähigkeit des Staates, als Sicherheit für die Schuldenaufnahme, und als stabilisierendes Fakt der Preisstabilität innerhalb der Binnenwirtschaft..

    ""Gibt es Alternativen zum Ausstieg?""..

    Falsche Frage..
    Die Frage lautet : Ist der Ausstieg der BRD aus dem Euro, oder der Ausschluß Griechenland und in Zukunft von Italien oder Zypern, denn ist einer raus fliegen die anderen ziemlich schnell hinterher, ÜBERHAUPT eine Alternative, und wenn, zu WAS GENAU ?

    Und da lautet die Antwort ganz klar NEIN !

    ""Deutschland kann die Euro-Zone nicht retten.""..

    Natürlich nicht..
    Es ist und bleibt eine gemeinsame Aufgabe aller Euro-Länder..

    ""Das Gefälle in der wirtschaftlichen Dynamik innerhalb Europas dürfte sich erheblich verstärken...""..

    Eben..
    Nach der Gründung der EWG 1958 sagte einer der maßgeblichen Architekten dieses Zusammenschlußes Walter Peter Hallstein, ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt, und der erste Vorsitzende der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft sinngemäß folgendes :

    Die Gründung der EWG wird binnen einer Frist von 10 - 15 Jahren dazu führen das alle Europäer die gleichen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in allen Mitgliedsländern vorfinden werden..

    Ein Ziel das bis Heute immer noch nicht erreicht ist, weil es immer noch Wirtschaftsprofessoren gibt die an einem wirtschaftlichem Gefälle im europäischem Wirtschaftsraum festhalten..

    Alle Forderungen der AFD sind dazu ausgelegt dieses Gefälle auszubauen und zu zementieren..

    Sie sind Anti-Euro UND Anti-EU, und damit für Nationalwährungen und Nationalstaatentum..

    Sie wollen zuerst den Euro zerstören, danach die EU, um am Ende die Wirtschaft wieder auf dem Niveau zu stabilisieren das dem der Fünfziger Jahre entspricht..
    Jeder wurschtelt in seiner eigenen Klause..

    Damit verfolgen sie die Interessen von Goldman-Sachs und der US-amerikanischen Wirtschaft, und torpedieren damit massiv die Chancen einer europaweiten freien Marktwirtschaft zugunsten der Kleinstaaterei und einem Manchester-Kapitalismus der die schwächeren Partner in der EU in die Pleite treibt, und in die Abhängigkeiten von Billiglohnländern..

    Das darf auf keinen Fall unterstützt werden..
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