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Die Vereinten Nationen in New York (Bild: muhammad / by 2.0)

Bei der traditionellen UN-Resolution gab es Streit um einen Diskriminierungsschutz für Lesben und Schwule.

Auch Zeichen des guten Willens können zu einem diplomatischen Kleinkampf führen. Wie die "New York Times" berichtet, gab es bei den Vereinten Nationen seit Wochen Streit um den "Olympischen Frieden". Die ursprünglich griechische Tradition, während der Spiele keine Kriege zu führen und Kampfhandlungen auszusetzen, war 1998 von den Vereinten Nationen als alle zwei Jahre zu verabschiedende Resolution wiederbelebt worden.

In der jeweils vom Gastgeberland aufgesetzten Resolution werden etwa alle Länder aufgefordert, während der Spiele den Olympischen Frieden einzuhalten und darauf hinzuarbeiten, Konflikte friedlich durch Diplomatie zu lösen. Zu den Olympischen Sommerspielen in London wurde die Resolution erstmals von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet.

In den letzten Wochen folgte allerdings ein diplomatisches Gerangel um den von Russland vorgelegten Resolutionsentwurf zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi: In ihm stand das Versprechen, "Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, physischer Möglichkeiten, Religion, Rasse und sozialen Status" in die Spiele einzubeziehen.

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Diplomaten, die auch im Schlaf alle wesentlichen Diskriminierungsmerkmale aufzählen können, bemerkten schnell, dass Schwule und Lesben sowie Transgender nicht erwähnt wurden. Gerade nach der internationalen Kritik am Gesetz gegen Homo-"Propaganda" wollte man Russland das nicht durchgehen lassen.

Nach langen Verhandlungen hat Russland nun die Passage geändert, in den Entwurf ist nun einfach davon die Rede, dass die Spiele "soziale Beteiligung" fördern sollen, "ohne Diskriminierung jeglicher Art". Diplomaten werten das als Erfolg. Die Resolution soll nun mit diesem Wortlaut in den nächsten Wochen verabschiedet werden.

Ohnehin zählt der Olympischen Frieden nicht allzuviel: Zeitgleich zur Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Peking 2008 ließ Russland seine Armee im seit Tage schwelenden Konflikt mit Georgien in das Land einmarschieren. (nb)

-w-

#1 reiserobbyEhemaliges Profil
#2 michaelcgnAnonym
  • 16.09.2013, 11:43h
  • Der letzte Absatz finde ich fragwürdig?
    Was soll damit ausgesagt werden, dass Russland gänz Böse ist?

    Russland ist nicht das einzige Land, dass diese Aufforderung nach olymipischen Frieden nicht einhält - sicher nicht die USA, noch nicht einmal Deutschland tut dies (siehe unseren Kriegseinsatz in diversen Ländern).

    Es ist nicht wegen "Homophobie" nach Georgien einmarschiert (es marschierte ein, nachdem die Zentralregierung in nach Unäbhängigkeit strebende Regionen einmarschiert war).

    Die Spiele in Peking sind in sich selbst schon fragwürdig - immerhin das Land das einfach Demonstranten auf dem Tien an men von Panzern niederwalzen lies und sicher kein Hort der Freiheit ist - außer wenn es um Wirtschaft geht.

    Russland war und ist auch nicht das einzige Land, dass immer wieder in der UN gegen den Einschluß von sexueller Orientierung in die Grundrechte stimmt.

    So schlimm die Situation ist, solche Verquickungen sind nicht hilfreich im Kampf für Freiheitsrechte.
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 16.09.2013, 12:08h
  • Antwort auf #2 von michaelcgn
  • Da kannst du gegen Wände reden, auch der neo-konservativen Schönerberger Schwulenszene geht es schließelich nicht um die Verbesserung der Verhältnisse, sondern lediglich um die Anpassung an den reaktionären Mustern ihrer eigentlichen Unterdrücker: "Es ist nicht legitim, anhand von fingierten Schreckensmeldungen der Verdrehung von Tatsachen und plumper Stimmungsmache, Politik zu machen. Die Stimmung mit antirussischen Ressentiments aufzuheizen, erzeugt bloß lauwarme Luft." - See more at:
    reiserobby.de/global-kiss-in-kuscheln-gegen-homophobie/#stha
    sh.mpCrzwnI.dpuf
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