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Unterstützung schwuler Fußballer

Mit Regenbogen-Schnürsenkeln gegen Homophobie

  • 16. September 2013 13 2 Min.

Mit Spannung wird nun erwartet, ob sich die Spieler der Profiligen an der Aktion beteiligen (Bild: Stonewall)

In Großbritannien sollen Fußballspieler am nächsten Wochenende ein sichtbares Zeichen für ihre schwulen Kollegen setzen.

Die britische Homo-Organisation Stonewall hat Fußballspieler in England, Schottland und Wales dazu aufgefordert, bei den Spielen am nächsten Wochenende Schnürsenkel in Regenbogenfarben zu tragen.

In Zusammenarbeit mit dem Wettanbieter Paddy Power wurden alle 134 Sportvereine aus den Profiligen mit den Schnürsenkeln ausgestattet. Mit ihnen sollen die Spieler ein Zeichen gegen Homophobie setzen – und vor allem zeigen, dass man bereit wäre für offen schwule Profispieler.

Die Kampagne mit dem eher unglücklichen Titel "Right behind gay footballers" rechnet in einer Pressemitteilung vor, dass bei einem angenommenen 6-Prozent-Anteil von Homosexuellen in der Bevölkerung die Wahrscheinlichkeit, dass unter den rund 5.000 professionellen Spielern auf der Insel keiner schwul ist, bei 1 zu 2.29 x 10^134 liege. Das ist eine Zahl mit 134 Stellen, ausgeschrieben hieße das rund 2,3 Quadragintillionen.


Joey Barton zeigte sich als erster solidarisch

Die Kampagne setzt auf soziale Medien ebenso wie auf Anzeigen und begleitende Artikel in Zeitungen und Magazinen. Paddy Power hat auch entsprechende Plakate auf Anzeigentafeln gebucht.

Zudem setzt man auf professionelle Unterstützer. So zeigte sich der Profi-Fußballer Joey Barton mit einem entsprechenden Schnürsenkel um den Kopf. Der heterosexuelle (und wegen einigen Gewaltausbrüchen umstrittene) Spieler, der derzeit nach Marseille ausgeliehen ist, setzt sich schon seit Jahren für das Thema ein – in Interviews begründete er dies mit einem schwulen Onkel (queer.de berichtete).

Im Februar hatte sich auf der ersten Insel der erste Profispieler seit Justin Fashanu öffentlich geoutet. Robbie Rogers beendete allerdings zugleich seine Karriere (queer.de berichtete). Mittlerweile spielt er aber wieder bei Los Angeles Galaxy. (nb)

Wöchentliche Umfrage

» Wird sich in den nächsten fünf Jahren in Deutschland ein schwuler Profi-Fußballer outen?
    Ergebnis der Umfrage vom 16.9.2013 bis 23.9.2013

#1 PelayoAnonym
  • 16.09.2013, 15:18h
  • Die heterosexuellen Kollegen der schwulen Fußballer haben heutzutage in der Regel nichts mehr gegen Schwule. Das Problem sind die schwulen Fußballspieler selbst: Sie wollen sich nicht outen, weil sie ein paar Jahre lang richtig dick Geld machen und danach in den Ruhestand gehen wollen. Deshalb outen sie sich nicht. Erst, wenn sie so alt sind, dass sie nicht mehr spielen können, werden sie etwas zu ihrem Privatleben sagen. Regenbogen-Schnürsenkel werden daran nichts ändern.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.09.2013, 16:38h
  • Auch in anderen Staaten zur Nachahmung ganz gut empfohlen!
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#3 SmileyEhemaliges Profil
  • 16.09.2013, 19:16h
  • Antwort auf #1 von Pelayo
  • >wollen sich nicht outen, weil sie ein paar Jahre lang richtig dick Geld machen<

    Das dicke Geld wird kaum dünner werden nur weil jemand aus dem Schrank kommt. Der Spieler wird seines Outings wegen ja nicht zum fußballerischen Totalausfall. Da bräuchte es Mengen an Ohropax die dem Gehörgang nicht zugemutet werden können.

    Du kannst davon ausgehen daß das wahre Problem die Fans der Gegnermannschaft sind, die einen offen schwulen Profi begeistert mit allen denkbaren Artigkeiten und Ehrbezeugungen in der Hälfte ihrer Elf begrüßen werden.

    Insofern ist ein Akt "vorauseilender Solidarität", mag er auch klein sein, ein gutes Zeichen. Wenn die Mannschaften geschlossen zeigen daß sie Seite an Seite mit ihren schwulen Mitspielern stehen wird das eine Wirkung auf die Fans haben.
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