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Volksverhetzung gegen Schwule

Anklage gegen Bushido


Zumindest bei einer Hausdurchsuchung hatte die Berliner Staatsanwaltschaft Bushido "Volks­verhetzung, Gewaltverherrlichung und Beleidigung" vorgeworfen.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat offenbar wegen des Songs "Stress ohne Grund" Anklage gegen den Rapper erhoben.

Der homophobe Skandalrapper Bushido wird sich wegen des Songs "Stress ohne Grund" vermutlich vor Gericht verantworten müssen. Wie die "Bild"-Zeitung am Dienstag meldet, habe die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 34-Jährigen erhoben, die nun vom Berliner Amtsgericht geprüft werde. Die Anklagepunkte wurden zunächst nicht bekannt.

Bushido hatte den Song gemeinsam mit seinem Zögling Shindy Mitte Juli als Audio-CD, mp3-Download und Musikvideo veröffentlicht. Das Lied stieß sofort wegen Mordfantasien und homophoben Aussagen auf heftige Kritik (queer.de berichtete). So rappt Bushido: "Du Schwuchtel wirst gefoltert", dazu heißt es im Refrain unter anderem "Es ist ganz normal: Männer lutschen keine Schwänze". Auch wurde zwei Politikern der Tod gewünscht: "Ich will, das Serkan Tören jetzt ins Gras beisst", rappte Bushido, und: "Ich schieß auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz."

Die öffentliche Empörung war nicht zum ersten Mal einkalkuliert, ein Strafverfahren allerdings nicht. Nach Anzeigen unter anderem von Tören und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit hatte die Staatsanwaltschaft Ende Juli bereits die Räume von Bushidos Plattenlabel durchsucht. In einer Presseerklärung hieß es dazu, dass den Beschuldigten Bushido und Shindy im Zusammenhang mit dem Song "Volksverhetzung, Gewaltverherrlichung und Beleidigung" vorgeworfen werde.

Herabwürdigung Homosexueller

"In dem Musikstück soll namentlich die Bevölkerungsgruppe der männlichen Homosexuellen dadurch herabgewürdigt werden, dass sie zum Objekt von Gewalttätigkeiten gemacht werden darf", so die Staatsanwaltschaft damals. "Zudem sollen einzelne Personen in Zusammenhang mit angeblicher oder tatsächlicher Homosexualität in ehrverletzender Weise abgewertet worden sein."

Der Song hatte zu erheblicher Empörung von Politikern und Medien geführt und wurde wenig später indiziert. Allerdings nutzte Bushido weiter Homophobie zur Ankurbelung der Geschäfte, etwa als die "Bild" in der letzten Woche aus einem neuen Buch des Rappers zitieren durfte, wonach ein schwuler Sohn einen "Absturz" für ihn darstellen würde (queer.de berichtete).

Skandalmusik und Babykleidung

Der Rapper war in der Vergangenheit mehrfach wegen Körperverletzungen und Beleidigungen verurteilt worden, nie jedoch wegen homophober Aussagen. 2010 wurde ein Strafverfahren gegen ihn wegen Hetze gegen mehrere Teilnehmer des Transgenialen CSDs zugunsten einer weiteren Strafe wegen Polizistenbeleidigung eingestellt (queer.de berichtete).

Während der Rapper auf Twitter weiter sein Rüpel-Image pflegt, dort machte er sich etwa zuletzt über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft lustig und rief zur Wahl der AfD auf, zeigte die "B.Z." ihn am Dienstag von einer anderer Seite: Dem Bericht zufolge ist Bushido Geschäftsführer eines Ladens für teure Babywaren auf dem Kudamm. Hat sich der tüchtige und gerissene Geschäftsmann nun verkalkuliert? Nach Angaben von "Bild" ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen "Steuerhinterziehung in Millionenhöhe". (nb)

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#1 Stretchingmaster
  • 17.09.2013, 15:57hEssen / Holsterhausen
  • Es wird Zeit das diesem Bushito das Handwerk gelegt wird.
    Traurig ist nur das er ein Kind aufziehen wird. Dieses müsste man ihm mit der Sicht auf das Kindeswohl entziehen.

    Schönen Tag noch
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#2 LucaAnonym
  • 17.09.2013, 16:44h
  • Längst überfällig!

    Man muss diesen Volksverhetzer da treffen, wo es ihm am meisten wehtut - beim Geld!
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#3 Harry1972
  • 17.09.2013, 16:50hBad Oeynhausen
  • Mein erster Kommentar wurde wohl nicht freigeschaltet...dann eben nochmal etwas freundlicher ausgedrückt:
    Ich wünsche dem Typ, daß er in den Knast geht und dort eine Karriere als Miss Gitterstab macht.

    Ist das der Redaktion von queer.de jetzt gegenüber dem Herrn Bushido respektvoll genug?

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