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Aufruf zur Bundestagswahl
LSVD: Geht wählen, aber nicht die Union
- 21. September 2013 2 Min.

Protest gegen die Politik der Regierungspartei: Unbekannte haben einem Wahlplakat der CDU einen neuen Spruch verpasst
Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland hat anlässlich der Bundestagswahl am Sonntag dazu aufgerufen, mit beiden Stimmen für gleiche Rechte zu stimmen.
"Diskriminierung abwählen!", fordert der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) einen Tag vor der Bundestagswahl. In einem am Samstag veröffentlichten Aufruf appelliert der Verband an alle Bürger, das aktive Wahlrecht zu nutzen.
"Stimmen Sie am Sonntag mit beiden Stimmen für die Gleichberechtigung", erklärte LSVD-Bundessprecher Manfred Bruns in dem Wahl-Appell. "Es ist mit einem knappen Ergebnis zu rechnen. Deshalb können Sie sicher sein, es geht um jede Stimme. Sie haben die Wahl."
"Es gibt klare Unterschiede zwischen den Parteien"

Ausschnitt aus den LSVD-Wahlprüfsteinen; Die Union fiel bei den meisten Punkten durch
Zwar werden im Aufruf keine Parteien namentlich genannt, dennoch wird deutlich, dass sich der Appell des sonst überparteilich agierenden LSVD eindeutig gegen CDU und CSU richtet. Wörtlich heißt es: "Wählen Sie Parteien, die sich für eine offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft engagieren. Geben Sie Ihre Stimme ab, für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Intersexuellen in Deutschland." CDU und CSU sind die einzigen im Bundestag vertretenen Parteien, die eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ablehnen. Auch beim Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartner blockt die Union.
Bereits im Juli hatte der LSVD eigene Wahlprüfsteine veröffentlicht. Darin schnitten SPD, Linke, Grüne und Piraten beim Thema Gleichstellung um Längen besser ab als die Regierungskoalition aus Union und FDP (queer.de berichtete). "Die Ergebnisse sind deutlich: Ob es um die Öffnung der Ehe geht, Aktionspläne gegen Homophobie oder das Engagement für Regenbogenfamilien: Es gibt klare Unterschiede zwischen den Parteien", so Manfred Bruns. Die homophobe "Alternative für Deutschland" war bei den Wahlprüfsteinen nicht berücksichtigt worden. (cw)
Links zum Thema:
» Wahlprüfsteine des LSVD














