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#rbgf-Aktion von Stonewall
Enttäuschende Beteiligung bei Schnürsenkel-Kampagne
- 23. September 2013 2 Min.

Reading-Kapitän Sean Morrison war einer der wenigen Spieler, der die Schnürsenkel trug. (Bild: Reading FC / Twitter)
Nur wenige Fußballer setzten in Großbritannien ein Zeichen für ihre schwulen Kollegen.
Die Kampagne "Right behind gay footballers" der britischen LGBT-Organisation Stonewall, die zunächst Erfolg zu versprechen schien, ist am Wochenende weitestgehend verpufft.
In Zusammenarbeit mit dem Wettbüro Paddy Power waren alle Profi-Fußballclubs in England, Schottland und Wales mit Schnürsenkeln in Regenbogenfarben ausgestattet worden (queer.de berichtete). Diese sollten die Spieler bei den Begegnungen am Wochenende tragen, um Teamkollegen und Fans zu zeigen, dass sie keine Probleme mit schwulen Kollegen haben.
Das hatte zunächst zu vielen positiven Medienberichten und unzähligen Diskussionen in sozialen Netzwerken geführt; als es ernst wurde, beteiligten sich allerdings nur wenige Spieler an der Aktion. Einige Clubs hatten vorab eine Beteiligung abgesagt, da sie nicht vorab informiert gewesen seien und die Aktion gleichzeitig zur Werbung für Paddy Power genutzt werde, was den eigenen Sponsoren aus dem Wettbereich schaden würde (queer.de berichtete).

Immerhin Newcastle-Trainer Alan Pardew trug die Regenbogen-Schnürsenkel und ließ das seinen Club via Twitter verbreiten
Aber auch bei Everton, einem Erstligisten aus Liverpool, der von Paddy Power gesponstert wird und vorab eine Teilnahme versichert hatte, liefen nur einige Spieler mit den Schnürsenkeln auf (darunter immerhin Leighton Baines, dem mit dem verwandelten Schuhwerk zwei Freistoß-Tore gelangen).
In der BBC-Sportschau "Match of the Day" trug der ehemalige Nationalspieler und Moderator Gary Linecker zwar wie versprochen die Schnürsenkel, sie wurden aber nicht inhaltlich aufgegriffen. Auch waren sie bei den Fußballern in den Spielberichten auch in HD kaum von den regulären Schnürsenkeln zu unterscheiden, zumal die Spieler auf individuelle, verschiedenfarbige Schuhe setzen.
Auch deutsche Profis beteiligten sich offenbar nicht an der Aktion. So hatte etwa der Londoner Club Arsenal seinen Spielern das Tragen der Schnürsenkel freigestellt, bis auf den Franzosen Olivier Giroud soll aber keiner das Angebot genutzt haben. Für den Erstligisten standen am Samstag auch die deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Mesut Özil auf dem Platz. (nb)
Links zum Thema:
» Mehr Bilder im Blog von Paddy Power












