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Kommentare zu:
Domian an Bisexuelle: Zeigt euch!


#1 tobiasProfil
  • 23.09.2013, 16:53hbremerhaven
  • ...bisher hab´ ich mich wenig mit dem thema bisexualität beschäftigt.

    in meinem kopf gabs das nicht!!!

    ich war 20 jahre hetero verheiratet, bevor ich offen und ehrlich zu mir und meinem umfeld war.

    für mich war bisexualität immer nur "versteckte" homosexualität!!!

    alles ein echt schwieriges thema!!!!
    in meiner heten-ehe (aus der zwei söhne hervorgegangen sind) hatte ich auch sex mit männern!! ....verzeih mir bitte alexa!!!!
    doch als bi hab´ ich mich nie empfunden!!

    ich stelle fest: ich denke nicht besser als all die homophoben arschlöcher!!!!!

    dieses schubladendenken!!!!!

    respekt an domian!!!!! ...du schaffst es immer wieder, mir die augen zu öffnen, gibst mir denkanstösse!!

    es gibt nicht nur schwarz und weiss!!!! ...war mir eig. immer klar, doch nicht wirklich bewusst!!!

    ^^viele worte, wenig sinn!!!^^
    ...ich plädiere für den weltfrieden ;)
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#2 MetrosexuellerAnonym
  • 23.09.2013, 17:52h
  • Wann hört ihr endlich auf, die gesamte Breite der Erotik in Schubladen zu stecken und für jeden Bereich eine eigene Fahne, einen eigenen Feiertag, eine eigene Demo usw einzuführen?
    Bald wird es noch eigene Flaggen für lesbische Transfrauen und für heterosexuelle Asexuelle geben! Das alles ist doch ein Kopzept aus den Anfängen der Schwulenbewegung. Es passt nicht mehr in das Jahr 2013.
    Nennt euch meinetwegen "Pansexuelle" oder "Metrosexuelle" und habt Sex, mit wem ihr wollt.
    Aber steckt nicht alles in Schubladen, sonst brauchen wir noch mehr immer speziellere Beratungsstellen, wo unnütze SozialarbeiterInnen Steuergelder verplempern.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.09.2013, 18:40h
  • Dann wiederum gibt es bisexuelle Männer, die niemals mit einem Mann zusammenleben können, manche gar, die nie einen Mann küssen könnten".

    Das ist merkwürdig: bisexuelle Männer, die nicht mit einem Mann zusammenleben können und auch keinen küssen würden, läßt mich zu dem Schluß kommen, daß die Männer entweder nicht zu ihrer Bisexualität stehen oder Schrankheten sind!
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#4 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 23.09.2013, 19:16h

  • Ich war schon immer bisexuell und bin seit fast 4 Jahren mit einem Mann in einer Beziehung. Bisexualität gehört zu meinem Leben und ich musste mich deswegen auch noch nie rechtfertigen. Es sollte doch wirklich egal sein wen und wie man liebt.
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#5 GeorggAnonym
  • 23.09.2013, 19:20h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Halt doch einfach deinen Mund, wenn du keine Ahnung hast!
    Natürlich gibt es Männer, die -oft verheiratet- keinen Mann küssen würden und auch nicht mit einem Mann zusammen leben könnten. Sie haben eine vollständige heterosexuelle Identität und leben ihre (Bi-)Sexualität auf die Schnelle in Pornokinos, Klappen und Parks aus.
    Natürlich sind solche Männer bi-sexuell - was sonst?
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#6 HugoAnonym
  • 23.09.2013, 19:41h
  • Die Menschheit hätte mehr Zeit für sinvoleres, wenn sie nicht alles in Schubladen packen müßte.
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#7 Ich an SchwuleAnonym
#8 gay prideAnonym
#9 AntiHeterosexismAnonym
  • 23.09.2013, 21:30h
  • Antwort auf #5 von Georgg
  • "Sie haben eine vollständige heterosexuelle Identität und leben ihre (Bi-)Sexualität auf die Schnelle in Pornokinos, Klappen und Parks aus."

    Soso. Und das hat mit gesellschaftlicher Prägung, von Kindesbeinen an, natürlich rein gar nichts zu tun?!
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#10 suspektAnonym
  • 23.09.2013, 22:26h
  • Antwort auf #8 von gay pride

  • Es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie man für sich Toleranz einfordern kann von denjenigen, die nicht nachvollziehen können (wie auch, warum auch?) warum schwule Männer Männer lieben, gleichzeitig diese schwulen Männer aber Bisexuellen Männern das gleiche durch Intoleranz antun.
    Und das aus der gleichen dummen anmaßenden Haltung heraus.
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#11 DarionxxAnonym
  • 23.09.2013, 23:38h
  • Eigentlich traurig das Bisexuelle so oft runtergemacht werden innerhalb der schwulen Szene.
    Auch bei Queer.de gab es schon oft abwertende Kommentare.
    Akzeptanz wird halt oft doch nur den eigenen Lebensweisen gegenüber eingefordert.
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#12 AranosAnonym
  • 23.09.2013, 23:41h
  • Neben der fehlenden Akzeptanz bei Hetero- und Homosexuellen ist wohl auch das rein monogame Beziehungskonzept unserer westlichen Gesellschaft ein Problem für so manchen Bisexuellen. Da bei uns den allermeisten Menschen ein Exklusivitätsanspruch an ihren Partner/ihre Partnerin anerzogen wurde, fürchten viele Bisexuelle, sie könnten ihren bisherigen Partner/Partnerin bei einer konsequent bisexuellen Lebensweise verlieren. Dies ist mit ein Grund dafür, dass viele bisexuelle ungeoutet in heterosexuellen Familien leben. Würden die Bisexuellen auch bisexuell leben, wäre nicht nur den Bisexuellen gedient: Es würden auch viel mehr Homosexuelle in Beziehungen und sogar in Familien eingebunden und weniger der Vereinsamung ausgesetzt werden. Das ist ja auch mit der evolutionäre Sinn der ganzen Chose: Wie auch bei vielen anderen sozialen Tierarten würden sich Familien bilden, die nicht bloß aus zwei Elternteilen bestünden - was letztendlich dem Nachwuchs zugute kommen würde. Stattdessen halten wir an unserem überkommenen, heteronormativen und künstlich monogamen Modell fest, und beklagen, dass es überforderte Eltern auf der einen Seite und einsame Homosexuelle auf der anderen produziert. Wir Homosexuelle müssen begreifen, dass wir nicht das Recht haben, einerseits von den Heterosexuellen mehr Akzeptanz zu fordern und andererseits den Bisexuellen die Existenzberechtigung abzusprechen. Und wir müssen endlich kapieren, dass die wirkliche Befreiung und Integration der Homosexuellen erst über die Befreiung der Bisexuellen möglich werden wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 KathiGr
  • 23.09.2013, 23:42h
  • "In der Öffentlichkeit, auch unter vielen Schwulen und Lesben, wird Bisexualität meist als Zwischenstopp zum Coming-out als homosexuell angesehen. "
    -> An dem schlechten Ruf von Bisexualität sind die Schwulen Schuld, die sich nicht trauen, sich gleich als schwul zu outen. Es gibt echte Bisexuelle und dann gibt es Schwule, die nur behaupten, bisexuell zu sein, bevor sie sich dann endlich trauen, ihre wahre sexuelle Orientierung preiszugeben.
    Man könnte auch behaupten, dass Heterosexualität nur ein Zwischenstopp zum Coming-out als homosexuell ist, denn die meisten Schwulen geben vor, heterosexuell zu sein, bevor sie sich als schwul outen. Wenn es also keine Bisexualität gibt, dann gibt es auch keine Heterosexualität.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 KathiGr
  • 23.09.2013, 23:48h
  • Antwort auf #1 von tobias
  • "doch als bi hab´ ich mich nie empfunden"

    -> Hast du denn deine Frau geliebt und/oder sexuell anziehend gefunden? Wenn ja, dann bist du bisexuell. Wenn nicht, dann bist du homosexuell und warst bloß in einer Alibi-Ehe. Letzteres hat rein gar nichts mit Bisexualität zu tun.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#15 DavidJacobEhemaliges Profil
#16 SchubladenAnonym
#17 keyjahn
  • 24.09.2013, 02:17h
  • Was das Wort Bisexuell bedeutet wissen die meisten zumindest, auch wenn sie es sich nicht unbedingt vorstellen können.

    Aber erzähl du bist Pansexuell und Leute starren dich fragend an.

    Menschen können unglaublich interessant sein...Ob nun männlich oder weiblich oder beides.

    Lasst die Schranken fallen
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#18 tobiasProfil
#19 DavidJacobEhemaliges Profil
#20 KathiGr
  • 24.09.2013, 11:51h
  • "In der Öffentlichkeit, auch unter vielen Schwulen und Lesben, wird Bisexualität meist als Zwischenstopp zum Coming-out als homosexuell angesehen."

    -> Anderes Beispiel: Es gibt viele Transsexuelle, die erst behaupten, homosexuell zu sein, bevor sie sich dann schließlich als transsexuell outen. Ich denke da z.B. an Chaz Bono, Lorielle London, Chelsea Manning. Wie würden sich Homosexuelle fühlen, wenn ich aus dieser Tatsache schließen würde, dass Homosexualität gar nicht exisitiert, sondern lediglich ein Zwischenstopp zum Coming-out als transsexuell ist?
    Nur weil es ein paar Leute gibt, die sich fälschlicherweise für einen kurzen Zeitraum als bi- oder homosexuell bezeichnen, heißt das nicht, dass es keine echten Bisexuellen und Homosexuellen gibt.
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#21 sperlingAnonym
  • 24.09.2013, 11:53h
  • Antwort auf #12 von Aranos
  • ich finde mehrere aussagen in deinem beitrag problematisch.

    du scheinst davon auszugehen, ALLE bisexuellen hätten das bedürfnis, immer gleichzeitig einen partner und eine partnerIN zu haben. was du hier als "konsequent bisexuelle lebensweise" formulierst, ist m.e. aber nur ein klischee, noch dazu ein bi-feindliches. du unterstellst bisexuellen damit nämlich eine pauschale unfähigkeit zur (seriellen) monogamie.

    ist das durch irgendwelche fakten belegt?

    müsste nicht mit der gleichen logik die theoretische fähigkeit einer heterosexuellen frau, schwarzhaarige und blonde männer zu begehren, automatisch dazu führen, dass sie "konsequenter weise" polygam leben sollte, nämlich mit einem blonden und einem dunkelhaarigen mann?

    das problem mit der monogamie-norm, das du an sich zu recht diagnostizierst, betrifft also erstens keineswegs speziell bisexuelle, und zweitens nicht aus dem grund, den du unterstellst.

    biologistische argumente unter heranziehung des tierreiches lehne ich grundsätzlich ab. damit kann man nämlich JEDES soziale oder asoziale verhalten "begründen".

    dass nur die einbindung in eine familie mit frau und kindern schwulen männern die möglichkeit böte, nicht zu vereinsamen oder dass sie gar als einzige lösung "die wirkliche Befreiung und Integration der Homosexuellen" ermöglichen könne, das ist, mit verlaub, haarsträubend. einen bisexuellen mit frau und kindern "heiraten" oder vereinsamen - das sind ja weißderhimmel nicht die einzigen alternativen, oder?

    und integration in die gesellschaft geschieht auch nicht nur durch familiengründung und kinderaufzucht. wer das wort "integration" an solche engen vorgaben knüpft, der macht sich nicht gerade zu einem vorkämpfer der lebensweisenakzeptanz...

    wir haben einen kleinen gemeinsamen nenner: ich finde es genau so schade wie du, dass sich menschen von monogamie-normen einschränken lassen, statt mit den jeweiligen partner_innen die konkreten bedürfnisse zu klären, zu experimentieren und dann eigene regeln aufzustellen. bisexualität als allheilmittel der schwulen emanzipation darzustellen, das geht aber schon wieder in richtung einer neuen norm, die mit sicherheit NICHT den bedürfnissen aller schwulen männer entspricht.
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#22 KathiGr
  • 24.09.2013, 12:03h
  • Antwort auf #12 von Aranos
  • "Da bei uns den allermeisten Menschen ein Exklusivitätsanspruch an ihren Partner/ihre Partnerin anerzogen wurde, fürchten viele Bisexuelle, sie könnten ihren bisherigen Partner/Partnerin bei einer konsequent bisexuellen Lebensweise verlieren."

    -> Konsequent bisexuelle Lebensweise? Was ist denn das für ein Blödsinn? So etwas gibt es nicht. Es gibt monogame und nicht-monogame Lebensweisen. Das ist völlig unabhängig von der sexuellen Orientierung. Ich bin bisexuell und monogam. Ich habe keinerlei Interesse daran, mehrgleisig zu fahren. Die Idee, dass Bisexuelle nur glücklich sein können, wenn sie zur gleichen Zeit etwas mit einem Mann und einer Frau haben, ist absolut falsch. Ein heterosexueller Mann, der sowohl auf Blondinen als auch auf Brünette steht, muss ja auch nicht unbedingt beides gleichzeitig haben, um glücklich zu sein. Wenn er seine Frau wirklich liebt, dann will er auch nur sie und keine andere.
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#23 KathiGr
#24 KathiGr
  • 24.09.2013, 12:17h
  • Antwort auf #17 von keyjahn
  • "Was das Wort Bisexuell bedeutet wissen die meisten zumindest"

    -> Das stimmt leider nicht. Viele verwechseln Bisexualität mit Polygamie oder Gruppensex (z.B. Dreier mit Mann und Frau). Auf einer Pornoseite habe ich mal die Kategorie "bisexuell" gesehen. Das hat mich echt wütend gemacht. Besexualität hat nichts mit Sexualpraktiken zu tun.

    "Ob nun männlich oder weiblich oder beides. Lasst die Schranken fallen"

    -> Das klingt ja so, als wären Monosexuelle irgendwie beschränkt oder würden etwas verpassen, wenn sie nicht alle Geschlechter ausprobiert haben. Das finde ich gar nicht nett. Es gibt nun einmal Leute, die bloß auf Menschen eines bestimmten Geschlechts stehen. Genauso gibt es Menschen, die nur auf Blonde oder nur auf Dunkelhäutige stehen. Ich stehe beispielsweise auf Männer und auf Frauen, aber bei beiden nur auf einen ganz bestimmten Typ.
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#25 stromboliProfil
#26 Mister_Jackpot
  • 24.09.2013, 12:36h
  • Also klar gibt es sicher Bisexuelle..aber Männer die zu ihrer Bisexualität stehen können auch andere Männer ohne Probleme küssen. Ich denke speziell das Kussproblem bei bisexuellen Männern lässt sich nur anders begründen, denn viele bisexuelle Männer denken wahrscheinlich sie wären weniger bi oder homosexuell wenn sie den männlichen Sexpartner nicht küssen. Das aber ist und bleibt ein Selbstbetrug. Ein Bisexueller steht ja auf beide geschlechter und MUSS demnach auch potentiell mit beiden Geschlechtern Liebesbeziehungen fürhren können...ansonsten haben diese Männer einfach ein Problem mit ihrer Sexualität ansich. Ich bezweifle also nicht die Existenz von Bisexualität, aber schon diese Behauptung, dass manche Männer zwar bisexuell wären, aber ganz natürlich nicht mit einem anderen Mann zusammenleben könnten. Das ist Blödsinn.
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#27 KathiGr
  • 24.09.2013, 13:09h
  • Antwort auf #25 von stromboli
  • "mal ernsthaft über den sinn dieser aussage nachgedacht?"

    -> Natürlich! Du scheinst leider einer der vielen Menschen zu sein, die nicht wissen, was Bisexualität bedeutet. Bloß weil ich mich sowohl in einen Mann als auch in eine Frau verlieben KANN, heißt das noch lange nicht, dass ich mich auch gleichzeitig in einen Mann und in eine Frau verlieben MUSS, um glücklich zu sein.
    Alles kann, nichts muss!

    Ein Schwuler, der - aus welchem Grund auch immer - noch nie etwas mit einem Mann hatte, ist doch trotzdem schwul.
    Ein Bisexueller, der in einer monogamen Beziehung lebt, ist doch trotzdem bisexuell.
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#28 sperlingAnonym
  • 24.09.2013, 13:12h
  • Antwort auf #23 von KathiGr
  • ja, lustig, dass wir fast auf den selben vergleich gekommen sind.

    aber:
    >"Wenn er seine Frau wirklich liebt, dann will er auch nur sie und keine andere."

    das ist mir zu pauschal. das mag ja für dich gelten, aber verallgemeinere nicht deine definition von 'liebe'. das ist indirekt verletzend für jede_n, der_die anders liebt und denen du damit "wirkliche liebe" absprichst. für mich (und viele andere) ist das so schräg, als wenn man sagen würde: "wer brokkoli wirklich gerne mag, der isst nichts anderes."
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#29 KathiGr
  • 24.09.2013, 13:23h
  • Antwort auf #26 von Mister_Jackpot
  • "Ein Bisexueller steht ja auf beide geschlechter und MUSS demnach auch potentiell mit beiden Geschlechtern Liebesbeziehungen führen können"

    Nein, das stimmt nicht. Bisexuelle stehen zwar auf beide Geschlechter. Das heißt aber nicht, dass sie in der gleichen Art und Weise auf beide Geschlechter stehen. Es gibt Bisexuelle, die wollen Männer nur fürs Bett und Liebesbeziehungen nur mit Frauen eingehen. Es gibt Bisexuelle, bei denen ist es genau anders herum. Dann gibt es Bisexuelle, die können sich eine Liebesbeziehung sowohl mit Männern als auch mit Frauen vorstellen. Außerdem gibt es Bisexuelle, die wollen überhaupt keine Liebesbeziehung, sondern bloß umhervögeln.
    Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich Frauenkörper sehr anziehend finde, auch wenn die jeweilige Frau ein totales Miststück ist. Männerkörper an sich finde ich jedoch nicht erregend. Damit ich einen Männerkörper anziehend finde, muss ich in den Mann verliebt sein. Ich stehe also auf Beides, aber in unterschiedlicher Form.
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#30 Mister_Jackpot
  • 24.09.2013, 13:33h
  • Antwort auf #29 von KathiGr
  • Für mich heisst bisexuell, dass ich auf beide Geschlechter stehe..selbst wenns mehr oder weniger ist muss es potentiell möglich sein auch mit beiden Geschlechtern Beziehungen führen zu können...sonst wäre man ja nicht bisexuell! Ich denke schon, dass es viele bisexuelle Männer gibt, die nicht zu ihrer Sexualität stehen und deswegen keinen Mann küssen wollen, weil sie dann als schwul gelten könnten, womit sie im grunde ein problem haben. Umgekehrt ist es ja bei den meisten Bisexuellen nie ein problem komischerweise. Das liegt daran weil die der allgemeine Heterosexismus so fest verankert ist in unserer Gesellschaft...will heissen. Ein bisexueller Mann mag ,eistens Liebesbeziehungen zu einer Frau und für dne schnellen Sex einen Mann...umgekehrt abe rnicht! Da liegt genau der Hase begraben. Das mag bei dir anders sein, aber meine Erfahrung grad mit bisexuellen Pornokinos ist, dass die meisten bisexuellen, die mal eben schnell wa smit typen haben nicht zu sich stehen können...und damit meine ich zum homosexuellen Anteil ihrer Bisexualität. Erzähl mir jetzt bitte nicht dass mich mein gefühl täuscht...ich bin zwar ausschliesslich schwul, aber hatte oft genug was mit bisexuellen Männern. Von daher hab ich in dem Bereich schon so einige längere Unterhaltungen geführt. Daraus hab ich meine klaren Schlüsse gezogen.
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#31 stromboliProfil
  • 24.09.2013, 13:36hberlin
  • Antwort auf #27 von KathiGr
  • dann lies doch noch mal dein eigenes geschriebenes...
    "Die Idee, dass Bisexuelle nur glücklich sein können, wenn sie zur gleichen Zeit etwas mit einem Mann und einer Frau haben, ist absolut falsch. "

    du verwechselst monogamie mit bisexueller ausprägung.. , was dass eine beinhalten kann, aber, um eben das bipolare auch auszuleben, eben doch zu einer höchstwahrscheinlichen poligam nebeneinander laufenden hetero - homobeziehung hinauslaufen dürfte.

    Setzt man nun deine vorstellung von monogamie wortwörtlich , kann es gar nicht zu bisexueller praktik kommen; dass ist ein widerspruch in sich.

    Lassen wir deshalb mal dein lebenskonstrukt vom monogamen aussen vor, beschäftigen uns lieber wirklich mit dem, was bisexualität aussagen kann!
    Unter anderem, dass in den jeweilig unterschiedlichen formen auch bedürfnisse abgedeckt werden, die sonst im hetero-homonormativen falle unerfüllt bleiben!
    Das wohl ist die treibfeder für bisexuelle wünsche!

    Es gibt eben nicht nur den "kleinen unterschied, es besteht auch ein "größerer, dem wir unsere aufmerksamkeit mal zuwenden sollten, wenn wir uns mit dem thema beschäftigen!
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#32 vor allemAnonym
  • 24.09.2013, 13:45h
  • Antwort auf #26 von Mister_Jackpot
  • belegt es die gesellschaftliche prägung solcher menschen!

    und wie sperling schon sehr richtig angemerkt hat:

    ich verzichte als schwuler (aber das steht auch jedem hetero- oder bisexuellen oder menschen anderer sexueller identität zu!) ausdrücklich darauf, von "bisexuellen" oder sonst irgend jemandem in diesem thread in bürgerliche familienkonstrukte "eingebunden" oder "zurückgeholt" zu werden. solche ausführungen belegen leider nur, wie sehr die betreffenden selbst in "schubladendenken" und in der bürgerlichen (eben auch heteronormativen) ideologie gefangen sind. vielfalt und auch unterschiedlichkeit von menschen anzuerkennen und als solche zu benennen (wenn die betreffenden menschen dies für sich so wünschen) UND zugleich für die uneingeschränkte gleichbehandlung ALLER in dieser gesellschaft einzutreten, hat hingegen nichts mit "schubladendenken" zu tun. ich werde mir von solchen "bisexuellen" nicht (schon wieder) verbieten lassen, meine sexualität so zu leben, wie ich sie empfinde, und auch so zu benennen: SCHWUL!!

    interessant ist und bleibt auch die tatsache, dass solche leute (ich meine jetzt solche wie die, die sich hier auch wieder geäußert haben) immer in erster linie die bösen schwulen, die durchaus verständlicher- und berechtigterweise mit schwuler identitätsfindung und -bestimmung beschäftigt sind, attackieren und für ihre probleme verantwortlich machen, aber höchstselten brutalen heterosexismus und heteronormativität und vor allem deren basis - die bürgerliche klassengesellschaft, die und deren familienideologie sie ja im kern aggressiv verteidigen - ins visier nehmen. kein wunder also, dass solche leute diese ideologie dann schwulen z. b. in gestalt ihrer, von ihnen so genannten hetero-"bisexuellen" (es wurde in diesem thread ja schon geantwortet, dass dies keineswegs den vorstellungen aller bisexueller menschen entspricht), auf jeden fall weiterhin durchweg bürgerlichen, familienvorstellungen, wie sie sie hier äußern, wieder aufdrücken oder als vermeintlich heilsbringend verkaufen wollen. schwule als anhängsel zur triebbefriedigung unbefriedigender bürgerlicher familienkonstrukte. nein, danke!!

    ich möchte gern mit menschen aller sexuellen identitäten für eine gesellschaft kämpfen, in der reproduktion in ihrer ganzen breite, tiefe und vielfalt ebenso gemeinschaftlich organisiert wird - von gleichberechtigten unter gleichberechtigten und völlig unabhängig von der sexuellen identität (die deswegen aber dennoch sichtbar werden darf) - wie die gesellschaftliche produktion. nur so kann auch das problem der "vereinsamung" und "vereinzelung", das hier angesprochen wird, jemals überwunden werden. diese "vereinsamung" ist keine frage der sexuellen identität, sondern der herrschenden produktions- und reproduktionsverhältnisse (also gerade auch des bürgerlichen familienmodells) in einer gesellschaft, die auf ausbeutung, profit und konkurrenz beruht.
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#33 Anti-GewaltAnonym
  • 24.09.2013, 13:52h
  • Antwort auf #17 von keyjahn
  • Du versuchst hier, unter dem Deckmantel einer vermeintlich überlegenen "Freiheit", die du für dich beanspruchst, andere Leute nach deinen Vorstellungen zu normieren, indem du ihre Einzigartigkeit (so wie sie sie empfinden und benennen - also hier vor allem "schwul" oder "lesbisch") als nur eine Frage des "Schranken fallen lassen"-Wollens oder -Könnens diffamierst.

    Und beweist damit gerade, dass du stärker gesellschaftlich normiert bist und dir die heterornormativen Muster angeeignet hast, als du uns (und möglicherweise dir selbst) weismachen willst. Ich lasse mir sowas jedenfalls in einem schwul-lesbischen Forum nicht gefallen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#34 suspektAnonym
#35 KathiGr
  • 24.09.2013, 15:21h
  • Antwort auf #28 von sperling
  • "das ist mir zu pauschal. das mag ja für dich gelten, aber verallgemeinere nicht deine definition von 'liebe'."

    -> Ja, da hast du völlig Recht. Ich hatte mir schon gedacht, dass ich von den Nicht-Monogamen dafür ausgeschimpft werde. Aber ich empfinde das für mich nun einmal so. Wenn ich jemanden liebe, dann will ich niemanden sonst. Ich weiß, dass andere Leute das anders empfinden. Und ich würde auch niemanden verurteilen, weil er in einer offenen Beziehung lebt. Entscheidend ist, dass eine Beziehung auf Ehrlichkeit und Freiwilligkeit beruht.

    "wer brokkoli wirklich gerne mag, der isst nichts anderes."

    -> Ein sehr komischer Vergleich. Gemüse und Menschen sind zwei völlig verschiedene Dinge. Zu Nahrungsmitteln habe ich eine völlig andere Art von Beziehung als zu Menschen.
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#36 KathiGr
  • 24.09.2013, 15:29h
  • Antwort auf #30 von Mister_Jackpot
  • "muss es potentiell möglich sein auch mit beiden Geschlechtern Beziehungen führen zu können"

    -> Können schon, aber nicht unbedingt wollen. Es gibt doch auch zahlreiche heterosexuelle Männer, die Frauen nur fürs Bett wollen und keinerlei feste Beziehung mit einer Frau eingehen wollen. Genauso kann es bisexuelle Männer geben, die Männer nur fürs Bett wollen und keinerlei feste Beziehung mit einem Mann eingehen wollen.

    "Ich denke schon, dass es viele bisexuelle Männer gibt, die nicht zu ihrer Sexualität stehen und deswegen keinen Mann küssen wollen, weil sie dann als schwul gelten könnten, womit sie im grunde ein problem haben."

    -> Das kann bei einigen Männern der Fall sein, aber sicherlich nicht bei allen.
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#37 KathiGr
  • 24.09.2013, 15:38h
  • Antwort auf #31 von stromboli
  • "du verwechselst monogamie mit bisexueller ausprägung"
    -> Blödsinn. Ich habe geschrieben, dass man es NICHT verwechseln darf.

    "Setzt man nun deine vorstellung von monogamie wortwörtlich, kann es gar nicht zu bisexueller praktik kommen; dass ist ein widerspruch in sich."
    -> Bisexuelle Praktik? So etwas gibt es nicht! Bisexualität ist KEINE Praktik. Außerdem scheinst du wohl noch nie etwas von serieller Monogamie gehört zu haben. Ein Bisexueller kann in einer monogamen Beziehung mit einer Frau sein. Sollte diese Beziehung irgendwann einmal zu Ende gehen, dann könnte er eine monogame Beziehung mit einem Mann anfangen. Man kann seine Bisexualität also nacheinander in monogamen Beziehungen ausleben.
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#38 sperlingAnonym
  • 24.09.2013, 15:53h
  • Antwort auf #35 von KathiGr
  • klar, der gemüsevergleich war etwas schräg. mir ging es um die - für mich - seltsame logik, dass ein positives gefühl (lieben/leckerfinden) nur dann "wirklich" sei, wenn man das gleiche gefühl nicht mehr für irgendwen/was anderes empfinden kann.

    dabei kann ich es vollkommen nachfühlen, dass in der phase des ersten heftigen verliebtseins meist gar kein gedanke an irgendwen anders als den geliebten aufkommt - ohne, dass man sich dabei irgendwelchen normen beugt oder sowas. das kann ja sogar beim unglücklichen verliebtsein so sein (-> "I'd Rather Be Blue Over You Than Happy With Somebody Else"). verliebtheit ist für mich in der regel auch exklusiv.

    aber wenn die verliebtheit abklingt und die liebe bleibt, dann kann durchaus eine weitere liebe hinzutreten, ohne dass dadurch die erste abgewertet werden muss.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#39 NajaAnonym
#40 KathiGr
  • 24.09.2013, 16:01h
  • Antwort auf #38 von sperling
  • "aber wenn die verliebtheit abklingt und die liebe bleibt, dann kann durchaus eine weitere liebe hinzutreten, ohne dass dadurch die erste abgewertet werden muss."

    -> Bei dir mag das so sein, bei mir aber nicht. Ich will nur einen einzigen Partner, ein einziges Kind, ein einziges Haustier. Dadurch vermeidet man Streit, Eifersucht und Konkurrenzdenken. Niemand muss Angst haben, dass er zu kurz kommt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#41 KathiGr
  • 24.09.2013, 16:15h
  • Antwort auf #39 von Naja
  • Aber ich glaube, dass viele von diesen Männern Küssen für überflüssig halten. Sie machen es nur, weil es für Frauen wichtig ist, um geil zu werden. Im Allgemeinen ist Frauen Küssen viel wichtiger als Männern. Ich habe mir gestern den neuesten Podcast von Dan Savage angehört. Da hat sich eine junge Frau beschwert, dass ihr männlicher Fuckbuddy sie niemals küsst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#42 sperlingAnonym
  • 24.09.2013, 16:20h
  • Antwort auf #40 von KathiGr
  • >"Dadurch vermeidet man Streit, Eifersucht und Konkurrenzdenken. Niemand muss Angst haben, dass er zu kurz kommt."

    weder in einer monogamen noch in einer polyamourösen beziehung kann man das alles völlig vermeiden. die frage ist, wie (und wie ehrlich) man damit umgeht, wenn solche gefühle auftauchen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#43 nix kommt nixAnonym
  • 24.09.2013, 16:25h
  • ich will jetzt keinen "missionieren", aber ich muss doch auch mal sagen Bisexualität ist nicht gleich Polygamie. Nur weil ich Beziehungen zu allen arten von Menschen haben kann, weil ich mich einfach in MENSCHEN verliebe, erst mal ungeachtet ihres Geschlechts/Anatomie, heißt das nicht das ich immer zwangsläufig Dreiecksbeziehungen oder so habe.

    Andererseits sage ich in solchen Gesprächen mit Bekannten auch immer, das für mich Liebe halt nix ist, was irgendwie "leer" wird. Es ist kein Topf den ich ausschöpfe und in dem dann nix mehr drin ist. Sie ist immer da, und ich kann soviel ich will davon an soviel Leute wie ich will "verschenken", egal ob nacheinander oder gleichzeitig.
    So lange jeder für das Modell das er grad leben will die entsprechenden Partner findet und alles auf gemeinsamem Konsens basiert - jeder so wie er will!!!

    Und wenn es einigen schwulen/lesbischen Leuten erst mal leichter fällt sich mit ihrer eigenen Orientierung zurecht zu finden indem sie bei Bi einen Zwischenstop einlegen, warum nicht. Ist halt für mache leichter so. Ist doch auch egal. Schade genug, das man überhaupt immer erklären muss, was man ist.

    Aber ich komme da wohl auch von nem ganz anderen Planeten. Diese ganze normative Lebensweise die in Punkto Geschlecht und Anzahl der Partner auf einem binären Modell begründet ist das ich für sehr unnatürlich (und schrecklich langweilig und einengend) halte ist einfach nix für mich. Weil es nicht selten auch mit diesem nervigen Besitzdenken einher geht.

    Aber Thema war ja auch eher Domians Meinung, nach der es zu wenig "sichtbare" Bisexuelle gibt. Und da stimme ich zu, je mehr Leute offen zeigen/sagen wie sie leben um so mehr Räume öffnen sich und um so mehr Akzeptanz wird entstehen können für ALLE von der Norm abweichenden Lebensweisen.
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#44 Mister_Jackpot
  • 24.09.2013, 16:33h
  • Antwort auf #41 von KathiGr
  • Welche komischen Männer meinst du? Also die meisten, die ich bei Sexdates kennengelernt habe, wollten immer küssen und für mich selbst als Mann ist Sex ohne Küssen sowieso ein NoGo! da werd ich nicht geil....und was Eifersucht betrifft ist das in monogamen Beziehungen meist sogar extremst schlimm. Es gibt so viele hypochondermäßig eifersüchtige Partner...und zwar vor allem grad die, die so auf Monogamie und "spießige" Werte pochen. Da werden Partner gut und gern mal alle halbe Stunde angerufen zur Kontrolle oder der Partner muss immer und ständig dabei sein. Einige meiner guten Freunde haben solche Partner ...und die nerven so dermaßen weil die wirklich überall dabei sein müssen. Das ist so extrem dass ich manchmal sogar froh bin Single zu sein....auf mich gibts nämlich keinen Exklusivanspruch...bin ja kein Gegenstand! das heisst nicht dass ich meinen Partner betrügen würde, aber ich will auch keinen haben, der mir schon ne Szene macht wenn ich mal nem kanckigen Männerarsch hinterherschau. Wer dem anderen seine Freiheiten ganz nimmt wird denjenigen verlieren...ist halt so! Egal ob Homo, Hetero oder Bi!
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#45 KathiGr
  • 24.09.2013, 16:37h
  • Antwort auf #42 von sperling
  • Vermeiden war das falsche Wort. Man kann diese Dinge aber minimieren.
    Ich bin nun einmal ein Mensch, der in einer nicht-monogamen Beziehung nicht glücklich sein könnte. Wenn es für mich in Ordnung wäre, dass mein Partner neben mir noch jemand anders hat, dann wäre das ein Zeichen, dass ich ihn nicht mehr liebe und er mir egal geworden ist. Würde mein Partner mir sagen, dass er mir erlaubt, mit Anderen zu schlafen, dann wäre ich zutiefst verletzt und würde wahrscheinlich die Beziehung beenden.
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#46 DavidJacobEhemaliges Profil
#47 Anti-VernebelungAnonym
  • 24.09.2013, 17:18h
  • Antwort auf #36 von KathiGr
  • " Es gibt doch auch zahlreiche heterosexuelle Männer, die Frauen nur.."

    Es gibt aber in dieser Gesellschaft KEINE gleichen Entwicklungs- und Lebensbedingungen für Homosexuelle(s) und Heterosexuelle(s). Damit werden sich auch manche Bisexuelle, die in Schwulen anscheinend ihr größtes Problem sehen, endlich mal auseinandersetzen müssen. Es ist immer HOMOsexualität, die in dieser Gesellschaft von kleinauf unterdrückt und diskriminiert wird, nicht Heterosexualität.
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#48 Foxie
  • 24.09.2013, 17:45h
  • Antwort auf #12 von Aranos

  • Das sind echt interessante Gedanken von dir.
    Warum hast du dafür nicht noch mehr grüne Punkte bekommen?
    Wohl wahr, erstens dieses Schubladendenken. Zweitens das übernommene (heteronorm?) Beziehungsmodell. Wieso müssen wir die Heterobeziehung eigentlich nachahmen?
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#49 suspektAnonym
#50 Foxie
#51 MeineFresseAnonym
  • 24.09.2013, 18:35h
  • Antwort auf #26 von Mister_Jackpot
  • "Ein Bisexueller steht ja auf beide geschlechter und MUSS demnach auch potentiell mit beiden Geschlechtern Liebesbeziehungen fürhren können."

    Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn die Kinsey-Skala stimmt, gibt es doch verschiedene Ausprägungen. Nicht alle sind 50/50, sondern es kann auch 90/10, 30/70 geben usw.

    Vielleicht gibt es Menschen die Lust an einem Geschlechthaben (können), aber emotional und romantisch haben sie keinen Bezug dazu.

    Ich habe auch schon von Männern gehört die sich als "total" hetero sehen, aber ab und zu total Lust auf Blasen haben, Penisse mögen, aber nur Penisse, den ganzen Rest nicht, den klammern sie aus.
    Da kann ich mri dann auch nicht so sehr einen Reim drauf machen.

    Cody Cummings macht übrigens gute Bi-und Gay-Sachen.
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#52 nix kommt nixAnonym
  • 24.09.2013, 19:12h
  • Antwort auf #49 von suspekt
  • danke für die Blumen sagt eines der "rumhurenden Ekel", das sich "Sonstwas" holt.
    Die Person die das sagte wurde von den selben Eltern sozialisiert wie ich übrigens, im selben Jahrhundert.

    Also, Aliens und Einhörner: es gibt euch, uns , dich und mich. Sichtbar sein, nicht aufdringlich aber gut sichtbar!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#53 NevereverAnonym
  • 24.09.2013, 19:49h
  • Antwort auf #51 von MeineFresse
  • Das nehme ich nur Heteromännern ab die auf Transen stehen.
    Ansonsten ist es einfach eine Ausrede um nicht als bisexuell oder gar schwul dastehen zu müssen. Bisexuelle die es freiwillig ( abgesehen von Prostitution, Knästen oder im umgekehrten Fall die gesellschaftlich erwartete Rolle an Schwule als heterosexueller Ehemann oder Freund) mit Männern machen, haben auch sexuelles Interesse an dem Männerkörper.

    Was es, neben der alleinigen Homo- und Heterosexualität, sehr wohl gibt sind unterschiedliche Ausprägungen von Bineigungen.
    Einer der mehr Homo- als Heteroanteile hat, findet nur wenige Frauen anziehend und viel mehr Männer. So auch umgekehrt.
    Dann gibt es noch welche bei denen es sich etwa die Waage hält.

    Ab wann die Bi- Anteile die die Mehrheit ( neben den 5- 10 Prozent "reinen" Homos und Heteros) der Menschen hat, ausreichen das man sich auch in das andere/ gleiche Geschlecht verliebt und inwieweit die gesellschaftlichen Erwartungen dort mit rein spielen ist eine andere Frage.
    Aber ein "wirklicher" Bisexueller kann mir nicht erzählen, das er sich nur in ein Geschlecht verlieben oder nur Frauen küssen kann. Wie soll man den denn ernst nehmen.
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#54 Mister_Jackpot
  • 24.09.2013, 20:03h
  • Antwort auf #51 von MeineFresse
  • Und genau das nehme ich diesen Männern nicht ab. Wenn sie auf Schwänze stehen, stehen sie zumindest teils auch auf Männer. Sonst bräuchten sie keinen Schwanz oder kein Männermaul was ihren Schwanz bläst. Die Männer sollten da doch endlich mal ehrlich mit sich selbst sein....mein Gott nochmal was verdammt ist so schlimm daran wenn man schwule Anteile in sich hat. Ich gehe da auch stark von mir aus....wenn ich einen sexuellen Partner habe, dann steh ich auf den ganzen Menschen und eben nicht nur auf den Schwanz und genauso ist es bei Bisexuellen..sie stehen genauso auf ganze Menschen...und da sie Bi sind sind das nunmal beide Geschlechter. Dieses nicht hingucken wollen wenn ihnen ein Typ einen bläst ist für mich nur eine Abwehrhaltung gegenüber den eigenen homosexuellen Anteilen. Davon bin ind bleibe ich zu 100 Prozent überzeugt AUCH aus direkter Erfahrung mit solchen Männern! ;)
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#55 AntiHeterosexismAnonym
  • 24.09.2013, 20:35h
  • Antwort auf #43 von nix kommt nix
  • Und wer sagt, dass Schwule einfach das "binäre monogame Modell" übernehmen und nicht ebenso eine Vielfalt an Beziehungen leben können wie Bisexuelle? Deswegen müssen sie sich noch lange nicht von heteronormierten Bisexuellen, wie sie hier im Thread auftreten und ganz im Sinne der heterosexistischen Gesellschaft "missionieren" wollen, deren Heterosexualität aufzwingen und Homosexualität als "Schubladendenken" diffamieren lassen.
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#56 nicht ablenkenAnonym
  • 24.09.2013, 20:42h
  • ich würde mir ja wünschen, dass so mancher bisexuelle schwulen-basher mal dieselbe hyperaktivität an den tag legen würde, wenn es ums anprangern der brutalen HETEROnormativen verhältnisse in dieser gesellschaft geht.

    es ist eine frechheit, dass diese leute meinen, immer wieder emanzipierte schwule, die auch explizit schwule räume für sich beanspruchen und dafür (weiterhin) hart kämpfen müssen, anzugreifen. wenn bisexuelle sichtbar werden wollen, werden sie wohl nicht umhinkommen, ihre HOMOsexualität sichtbar werden zu lassen. und dann entdecken sie vielleicht, dass es wichtigere und dringendere aufgaben gibt als entweder schwulen-bashing zu betreiben oder schwulen heterosexualität aufzuzwingen (siehe die aggressiven missionare in diesem thread, die dafür auch noch teilweise applaus bekommen).
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#57 MLamprechtAnonym
  • 24.09.2013, 21:35h
  • neee kinners, es gibt auch männer, die nur glory hole betreiben, also nur schwanz oder maul brauchen, egal, wer dahinter steckt. denen ist der männliche körper egal. mir völlig unverständlich, da ich über die körper erotik brauche, bei mann oder frau. ich bin auch jemand, der also regelmäßig auch brüste und nasse mu... will, also ganz klar bisexuell. mein liebllingsding ist MFM. leider drängt die gesellschaft immer nur auf homo oder hetero. dieses schwarzweiß denken macht menschen generell psychisch krank. es gibt immer auch die zwischentöne, wie bei der musik oder dem wetter oder whatever. klar wär ne MFM beziehung für mich geil, nur schwul langweilt mich schnell und ich finde die meisten unsexy. find aber mal leute, die das leben wollen. in bi swingerclubs treff ich ja immer wieder gute leute zum rumsexeln, aber ein bi-modell gibt es leider nicht, das auch im alltäglichen einen gut leben lässt.

    Ps. bei meinem ersten echten MFM konnte ich in die Grenzenlosigkeit des Universums blicken tolle erfahrung ;-)
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#58 Bi forever everAnonym
  • 24.09.2013, 21:56h
  • ja, die echten traumatisierten sind die stockheteros und stockschwulen. kein mensch würde freiwillig bi aufgeben, um nur auf einer seite zu sein. jedes lebewesen kann doch gleichgeschlechtliche besteigen ohne auf weibchen zu verzichten. stocksexualität ist komisch, und bei vielen merkt man das in anderen bereichen, dass sie bi verdrängen: rivalität und krieg zwischen heteros und zelebrierung von weiblichem bei homos, zum beispiel.
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#59 Mister_Jackpot
  • 24.09.2013, 22:14h
  • Antwort auf #58 von Bi forever ever
  • Also Schätzchen...ich respektier jeden, ob nun schwul, bi oder hetero (mir völlig egal udn vor ner nackten frau renn ich auch nicht weg)....aber ich bin halt stockschwul und stehe halt nicht auf Frauen! Da tut sich nichts bei mir und ja Frauen habens schon versucht bei mir! ;) Von daher muss mir da kein Bisexueller etwas einreden wollen! Ich kann meine Sexualität schon ganz gut selbst einschätzen! Also keine Sorge! :-))) Und ich kann auch männlich sein, obwohl ich schwul bin....dieses Vorurteil vom weiblichen Schwulen ist ja sowieso ein dümmliches Vorurteil geboren aus unserer heterosexistischen Prägung. Und wenn ich bisexuell wäre würd ichs auch leben...aber ich bins halt nicht!!!!! Und wer an ein Glory Hole geht und weiss dass dahinter ein Männermaul stecken kann, der hat schwule Anteile...Punkt! Da gibts doch wohl keine ernsthafte Diskussion drüber oder? Beim Glory Hole träumt man ja schliesslich von dem was dahinter steckt oder ersehnt es zumindest indirekt. Das ist der Sinn des Glory Holes...die fantasie zu beflügeln! Hier in Köln gibts so ein bisxuell geprägtes Pornokino..da stellen sich angebliche Heteros ans erhöhte Gliryhole, während direkt gegenüber SCHWULENPORNOS laufen und lassen sich von Typen auf der anderen niedrigeren Seite blasen....sind die also eurer Meinung nach auch nicht an Männern interessiert? Sorry aber an diesem Punkt wirds echt lächerlich! Steht doch einfach dazu und gut is. LOL
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#60 SmileyEhemaliges Profil
  • 24.09.2013, 22:19h
  • Wenn jemand jemanden findet und beide mögen sich und vielleicht noch jemand dazu und vielleicht noch jemand dazu und ... und sie haben allesamt gemeinsam erfüllt freudvoll Sex, Beziehung, für schnell mal eben oder für's Leben gerade so wie's ihnen gefällt, warum denn nicht?

    Die altertümlichen Rollenmodelle die ideologietriefend von Priester, Gendarm, Schulmeister und Gerichtsrat vorgeschrieben werden können wir doch ohnehin mittlerweile kaum mehr nachvollziehen. Warum sollen wir uns dann mit neuen blöden Festschreibungen abgeben? Bäh die doofen Schwulen, bäh die blöden Bisexuellen. Wem ist damit geholfen, wem geht's damit besser? Keinem, also:

    Sei' wer Du bist, lebe was Du bist und werde glücklich.
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#61 Q E DAnonym
  • 24.09.2013, 22:26h
  • Antwort auf #58 von Bi forever ever
  • Wow, jetzt hast du dich wahrscheinlich schon fast selbst überzeugt, oder doch nicht?!

    Danke auch, dass du eindrucksvoll alle zuvor von Schwulen in diesem Thread geäußerten Beobachtungen bestätigt hast.

    Wie kann man eigentlich in so wenigen Zeilen so massiv die gesellschaftlich gemachten Zwangsjacken offenlegen, in denen man offensichtlich drinsteckt? Von deinen vorgestrigen Vorstellungen über Männlich-/Weiblichkeit bis zu deinem "Alle können/müssen/sollen doch (zumindest auch!) hetero sein"-Gejaule!

    Wie auch immer, es ist dir gelungen!

    Zugleich ist es eine unfassbare Frechheit, wie hier zum wiederholten Male Schwule beleidigt, pathologisiert und stereotypisiert werden - auch das nach dem altbekannten, gesellschaftsindoktrinierten heterosexistischen Muster!
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#62 TheDadProfil
  • 24.09.2013, 22:38hHannover
  • Antwort auf #58 von Bi forever ever
  • ""jedes lebewesen kann doch gleichgeschlechtliche besteigen ohne auf weibchen zu verzichten.""..

    Ach soooo..

    Es geht also nur um´s "besteigen"..

    Der Schwule Arsch als Ersatz während die Freundin zum Schuhe-Shoppen geht ?

    Kein Wunder das sich bislang noch kein Bi-Mann in mein Bett verirrte -lol-

    Das ist mehr als zu einfach gedacht !
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#63 sperlingAnonym
  • 24.09.2013, 22:54h
  • Antwort auf #60 von Smiley
  • ja, man sollte denken, dass es eigentlich sehr einfach ist: jede_r macht ihr_sein ding mit denen, die das gleiche ding machen wollen, und alles is gut. eigentlich sollte es also zu obigem artikel nicht viel zu diskutieren geben.

    stattdessen... na, wir sehen ja, was wir hier schon wieder für eine schräge diskussion verzapfen.

    komisch, einige themen kommen hier aber auch jedesmal über hundert kommentare: fdp, israel, lesben und bi's. das geht fast immer, bis eine_r weint...

    kann mir mal eine_r erklären, warum es bei diesem thema jedesmal wieder so hakt?
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#64 Bi forever everAnonym
#65 nix kommt nixAnonym
  • 25.09.2013, 06:25h
  • Antwort auf #55 von AntiHeterosexism
  • hab ich doch versucht zu sagen...

    egal welcher Orientierung auch immer, ist so eine monogame Lebensweise nicht jedermanns Sache. Das eine findet ganz unabhängig vom anderen statt. Ich hab aber den Eindruck das es Bisexuelle heute öfter als Schwule mit solchen Vorurteilen zu kämpfen haben, weil die anderen Leute nicht informiert sind. Weil viele Leute Bi mit Poly gleichsezten. Und darum trauen sich viele Bisexuelle nicht, sich zu outen. Oder darum, weil manche sie zu "richtigen" Schwulen "missionieren" wollen.

    Letzten Endes geht's hier im speziellen aber mit dem Artikel im Blick ja auch nicht darum, wer hat mehr recht, schwule, oder doch bisexuelle, wer ist echt, wer nicht, wer nimmt wem was nicht ab....es geht doch drum das WENN (und keiner MUSS) einer sagt, "ich bin bi" das er das dann auch sagen kann ohne einmal von den meisten Heten für eklig gehalten zu werden und OHNE von vielen Schwulen (von denen einige nur zu genau wissen sollten wie es sich anfühlt wenn man ständig beschimpft wird) seiner "Existenz" beraubt zu werden mit "in Wahrheit bist du ein feiger Schwuler".

    Und je mehr Leute sich damit outen, um so informierter wird die Gesellschaft.
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#66 nix kommt nixAnonym
  • 25.09.2013, 06:44h
  • Antwort auf #63 von sperling
  • weil es so viele Wahrheiten gibt wie es Leute gibt!!!
    Jeder definiert es für sich anders.

    Und mal echt jetzt, Bi forever: besteig doch wen du willst, aber lass die Leute, die das vielleicht grade, vielleicht immer, vielleicht diesen Monat einfach NICHT wollen in ruhe. Keiner sollte auf irgendwas verzichten müssen, was er gerne leben will.
    Ich fände es ja auch relativ langweilig eine dieser durchnormierten meistens halt Heten-Beziehungen zu leben, was aber nicht heißt das ich keine Phasen habe in denen ich eine dieser kitschigen, romantischen, treuen, monogamen Partnerschaften brauche und lebe. (Nur halt nicht für die nächsten tausend Jahre). Sobald halt irgendwer ZU eifersüchtig wird, wird mir schlecht. Mit Sätzen wie "merkt man....das sie bi verdrängen" machst du genau das, was du von anderen nicht willst. Was wenn du dein eigenes Heterosein nur verdrängst???? Das ist das was blöde Heten ja auch oft Schwulen vorwerfen....das ist so ätzend....
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#67 stromboliProfil
#68 AntiFantiProfil
  • 25.09.2013, 09:15hBerlin
  • ...domian gehört abgesetzt, ich fand die sendung schon immer schrecklich, absolut widerlich diese pseudoverständnistuerei von dem typen, so verschwendet man u.a. unsere gebührengelder, wer schaut sich sowas überhaupt noch an?
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#69 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 25.09.2013, 09:34h
  • Antwort auf #65 von nix kommt nix

  • Um ehrlich zu sein, haben mich einige Kommentare hier wirklich verletzt und ich kam mir teilweise sehr vorgeführt und gestraft vor. Viele wissen anscheinend immer noch nicht, was man mit (in einigen Kommentaren sehr abwertenden) Worte anrichten kann.

    Deine Kommentare holen mich dann aber zurück und erinnern mich daran, dass ich ein Individuum bin und mich so entfalten kann, wie ich das möchte, solange ich niemandem dadurch Schaden zufüge.

    Vielen Dank Unbekannter
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#70 bi forever everAnonym
#71 SchockierendAnonym
  • 25.09.2013, 11:14h
  • Antwort auf #59 von Mister_Jackpot
  • Ich finde es erschreckend, dass du oder sonst irgend jemand sich mittlerweile sogar hier, auf einer schwul-lesbischen Seite, dafür rechtfertigen muss, in Übereinstimmung mit deinem Empfinden (schwul!) zu leben, ganz frei von der gesellschaftlich allen Menschen vom ersten Moment an verordneten und aufgezwungenen Heterosexualität! Dass hier Kommentare veröffentlicht werden, die in aggressiver Weise Schwulsein diffamieren, parthologisieren und in bester Umpoler-Manier als "überwindbar" hinstellen!
    Allein mit Blick auf schwule Jugendliche, denen immer und überall diese Hetero-Aggressionen entgegenschlagen, sollte dringend darauf verzichtet werden, solche gewalterfüllten Kommentare hier überhaupt zu veröffentlichen. Sonst braucht man anschließend nicht über die Folgen bis hin zum drastisch erhöhten Suizidrisiko Betroffenheit zu heucheln. Die betreffenden "Bisexuellen" in diesem Thread zeigen damit - übrigens keineswegs zum ersten Mal - wieder ihr wahres und durchweg heteronormiertes Gesicht.

    Für Schwule wird damit auch deutlich, dass die massenmedial immer aggressiver verbreiteten (Hetero-) Sexismen nicht ohne Wirkung bleiben. Die Angriffe auch auf die minimalen erkämpften, explizit schwulen (Frei-) Räume in dieser Gesellschaft dürften sich in absehbarer Zeit weiter brutalisieren.
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#72 gay machoAnonym
#73 GrenzenAnonym
#74 Bisexuelle FDPAnonym
  • 25.09.2013, 12:15h
  • Antwort auf #63 von sperling

  • Also bei Lesben nur wenn es um Vergleiche zu Schwulen geht, sonst haben Artikel über Lesben eher wenig Aufmerksamkeit hier.
    Hier scheint es mehr Schwule und Bi's als Lesben zu geben...kein Wunder, da es ein von Schwulen gegründetes Magazin ist.
    Ja, Bi's und Israel bringen viele Kommentare und die FDP.
    Du hast die Pädos noch vergessen.

    Vor allem die bisexuellen Israelis, die gleichzeitig FDP- und Pädoaktivisten sind haben es bei Queer.de nicht leicht :-)
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#75 Bisexuelle FDPAnonym
  • 25.09.2013, 12:43h

  • Achso, noch was.
    Was ernsthaft von beiden Seiten der Diskutanten kommt, erkennt man immer sofort.

    Also gebt euch mehr Mühe wenn ihr ernst genommen werden wollt und versucht nicht durch Anstachelungen die anderen zu provozieren (und gelegentlich durch Fakes sogar Meinungen schlecht aussehen zulassen...man merkt es eh!)

    Eine gute Diskussion wird hier regelmäßig irgendwann durch übertriebene Kommentare von beiden Seiten gespamt, das ist schade!
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#76 MeineFresseAnonym
#77 bi forever everAnonym
  • 25.09.2013, 14:50h
  • Antwort auf #76 von MeineFresse
  • jeder stocksexuelle verdrängt gewissermaßen die andere sexualität, da von geburt an alle auf beide anspringen können, aber eine seite wegen versch. gründe verdrängt wird. wie soll der sexuelle trieb auf ein objekt gerichtet sein von geburt an?? wo und wie soll diese information vorhanden sein. nein, die triebrichtung ensteht im laufe der ersten jahre. meist wird die schwule verdrängt und es wird heterosexuell gelebt, weil die gesellschaft heterolenkt. das heißt nicht, dass jeder hetero verkappter schwuler oder jeder schwule verkappter hetero ist, aber stocksexuell sein ist in beiden Fällen ein extremer fall, entwicklungstechnisch betrachtet. als hetero kann man halt besser in der gesellschaft "funktionieren", weil es dort die entsprechenden rollenmodelle gibt. und auch bei in sich ruhenden heteros finden sich die urfantasien zum gleichen geschlecht. ein bekannter erzählte mir mal, dass er einige male in träumen schwulen sex hatte, aber in der realität ist er wirklich stockhetero. aber das kennt doch jeder von uns. stockschwule leben ja auch die fantasien zu frauen auf andere weise aus. schau doch mal, die ganze modebranche besteht aus schwulen männern, die frauen chic anziehen wollen und sie damit zu objekten machen..usw..
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#78 Mister_Jackpot
  • 25.09.2013, 15:14h
  • Antwort auf #77 von bi forever ever
  • Ich hätte gern die wissenschaftlichen und ernsthaft fundierten Belege zu diesen Thesen (bitte keine Pseudowissenschaften!)! Ich hatte jedenfalls noch nie Fantasien mit einer Frau, seitdem ich sexuelle Fantasien habe....höchstens von dem Typen der jeweiligen Frau, der mich dann genauso durchnimmt wie er vorher die Frau durchgenommen hat! LOL Ich bin im Gegensatz zu dir davon überzeugt, dass es alle drei Arten von Sexualität gibt und dass es keine entwickelte Sexualität ist, sondern eine in die Wiege gegebene. Jemand Bisexuelles (und ich meine wirklich bisexuell und nicht nur als Alibi nicht schwul sein zu müssen!) wirds immer sein. Deine These würde beinhalten, dass man sich angeblich umorientieren kann und eben das geht ja nicht, wie man an den Umpolungsversuchen von Schwulen schön belegen kann, die noch nie funktioniert haben. Ich bin nicht schwul geworden, sondern immer schon schwul gewesen! Am Ende kann man das sowieso nur für sich selbst beantworten, denn ein anderer kann nicht in einen hineinsehen. Respektier das einfach, dass nicht jeder die These man sei grundsätzlich bi geboren, glaubt. Mehr als Glaube ist es nämlich nicht, denn bewiesen ist hier überhaupt nichts.
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#79 sperlingAnonym
  • 25.09.2013, 15:36h
  • Antwort auf #77 von bi forever ever
  • >"jeder stocksexuelle verdrängt gewissermaßen die andere sexualität, da von geburt an alle auf beide anspringen können, aber eine seite wegen versch. gründe verdrängt wird."

    hübsche theorie, sie hat nur einen haken: sie ist reine spekulation. eine umfassende, faktenbasierte theorie für die entstehung sexueller orientierungen und interessen gibt es bis heute nicht.
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#80 TheDadProfil
  • 25.09.2013, 15:42hHannover
  • Antwort auf #77 von bi forever ever
  • ""da von geburt an alle auf beide anspringen können, aber eine seite wegen versch. gründe verdrängt wird.""..

    Kannst Du diese Gründe irgenwie belegen ?
    Vielleicht mit einer Glaskugel ?

    ""wie soll der sexuelle trieb auf ein objekt gerichtet sein von geburt an?? wo und wie soll diese information vorhanden sein. nein, die triebrichtung ensteht im laufe der ersten jahre.""..

    Das impliziert die Notwendigkeit das sich eine sexuelle Identität in der nachgeburtlichen Zeit des Kleinkindes entwickeln würde..

    Das kann dadurch ausgeschloßen werden das Kinder die bei Schwulen und Lesben aufwachsen nicht automatisch auch Schwul oder Lesbisch werden !

    Und stützt sich durch die Tatsache das heterosexuelle Eltern homosexulle Kinder bekommen !

    Das einzige was in der Frühkindlichen Phase übernommen werden kann, sind Rollenmodelle die mehr oder weniger starken Einfluß haben können..

    Was garantiert nicht vorkommt :
    Homosexualität wird nicht erlernt !

    Analoges gilt selbstverständlich für Heterosexualität und Bisexualität..

    Eine schwachsinnigere Erklärung für die Verführungstheorie habe ich schon lange nicht mehr gelesen !
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#81 bi forever everAnonym
  • 25.09.2013, 16:20h
  • Antwort auf #80 von TheDad
  • dass kinder von homosexuellen nicht unbedingt homosexuell werden, stützt übrigens die these, dass sexualität nicht angeboren ist. selbst eineiige zwillinge können sich in unterschiedlichen verhältnissen gegensätzlich entwickeln.

    whatever, entwicklung im kindesalter ist das bessere argument, alles andere ist biologistischer sarrazin-humbug.. steht zu eurer entwicklung mit dem selbstbewusstsein nicht krank zu sein, sondern eine bestimmte entwicklung gemacht zu haben. davor will die gay-community nämlich mit bornthatway schützen, irgendwie krank zu sein. verständlich, wenn man die geschichte sieht, aber wir sollten dennoch weiter sein..

    PRO sexuelle identität als entwcklung GEGEN schwule und lesbische gene, lol, ..denn, wenn man eins belegen könnte, dann wären das diese gene.
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#82 nix kommt nixAnonym
  • 25.09.2013, 16:55h
  • Antwort auf #80 von TheDad
  • In der Entwicklungspsychologie ist oft die Rede davon, das Kleinstkinder meistens erst so um das zweite Lebensjahr ein Bewusstsein für ihr eigenes Geschlecht und für das anderer entwickeln.
    Heißt also, bis dahin nehmen Babys die Männer und Frauen um sich schlicht als "Gattung Mensch" wahr, mit denen sie sich identifizieren. Insofern kann es schon stimmen, das Babys eben nicht mit einer spezifischen Orientierung geboren werden. Ich denke da spielen viele Faktoren eine Rolle, der vorgeburtliche Hormonhaushalt sowie die Sozialisation der neugeborenen. Ist ja auch alles noch nicht so extrem gut erforscht worden....

    Domian (wer guckt das eigentlich, mal ehrlich...) beschwert sich das zu wenige Bisexuelle sich outen. Oder er jammert weil er sich nicht ernstgenommen fühlt...oder ihm gehen einfach die rührseligen Anrufer aus...Jedenfalls geht es für mich hier um jedes Mal wenn ich mir aufgrund meiner Geschlechtsidentifikation(en), meiner sexuellen Orientierung(en) und meiner Art das gesamte Paket auszuleben saublöde Sprüche anhören darf. Und darum, das man sich dann zwei mal überlegt ob und wie und bei wem man sich outet oder eben lieber nicht. Nur weil irgendwelche Leute keinen Bock haben selber zu denken und Vorurteile vor sich her tragen...
    Und das ist jetzt ganz egal um welche (Rand)-Gruppe es geht. Man sollte Menschen die ein bestimmtes Lebensmodell für sich für gut halten einfach kennen lernen und bedenken das nicht alles eklig/unecht/vorgeschoben ist nur weil`s fremd ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #80 springen »
#83 sperlingAnonym
  • 25.09.2013, 18:44h
  • Antwort auf #81 von bi forever ever
  • >"selbst eineiige zwillinge können sich in unterschiedlichen verhältnissen gegensätzlich entwickeln."

    dass männliche eineiige zwillinge aber mit wesentlich höherer wahrscheinlichkeit die gleiche sexuelle orientierung haben als genetisch unterschiedliche geschwister, ist ein deutlicher beleg dafür, dass die gene irgendeine - wenn auch nicht alles entscheidende - rolle spielen müssen.

    ich glaube, es wäre ein fehler, eine so komplexe sache wie individuelle sexuelle vorlieben auf wenige simple ursachen zurückführen zu wollen. tun wir doch nicht so, als ginge es hier um einen einfachen schalter, der hier auf "mann" und da auf "frau" geschaltet wird. jede_r begehrt ja wiederum ganz bestimmte reize an ganz bestimmten männern oder frauen. vermutlich führen bei jedem menschen unterschiedliche faktoren in unterschiedlicher weise zu den jeweiligen konkreten vorlieben. das ist vielleicht für bestimmte politische forderungen nicht besonders hilfreich, und natürlich muss wissenschaft zunächst vereinfachte fragestellungen versuchen - aber m.e. erwartet uns in den nächsten jahren keine einfache antwort der sexualwissenschaft, sondern im gegenteil eine verkomplizierung der fragen.

    mir geht es hier übrigens nicht darum, zu irgendwas "zu stehen". ich brauche keine distanzierung von bisexualität, um selbstbewusst schwul sein zu können. mir geht es um die anerkennung des wissenschaftlichen status quo, und der belegt nun einmal die angebliche bisexualität aller menschen nicht.
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#84 MeineFresseAnonym
  • 25.09.2013, 18:45h
  • Antwort auf #77 von bi forever ever
  • " wie soll der sexuelle trieb auf ein objekt gerichtet sein von geburt an?? "

    Hormone, gene, Epigenetische Faktoren, Gehirn keine Ahnung.

    "wo und wie soll diese information vorhanden sein. nein, die triebrichtung ensteht im laufe der ersten jahre."

    Das mag sein, aber die Frage ist, ob das änderbar ist und ob da wirklich etwas verdrängt wird.
    Ich z.B stehe eigentlich garnicht auf blonde , rothaarige Männer und auch nicht auf unbehaarte.
    Und auch nicht auf Frauen, obwohl ich überhaupt kein Problem mit dem Gedanken habe, auf Frauen zu stehen oder Sex zu haben. Es rührt sich nur nichts.
    Verdränge ich da auch etwas?

    "ein bekannter erzählte mir mal, dass er einige male in träumen schwulen sex hatte, aber in der realität ist er wirklich stockhetero"

    Ich habe auch mal geträumt, dass ich jemanden umbringe und selbstständig ein Flugzeug steuere. In der Realität bin ich aber wirklich weder Mörderin, noch Pilotin.
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#85 MeineFresseAnonym
#86 MoneyAnonym
  • 25.09.2013, 19:42h
  • Antwort auf #77 von bi forever ever

  • Wie naiv bist du eigentlich?

    Die schwulen Männer in der Modeindustrie leben von dem Geld, welches mit weiblichen Models mehr einbringt.
    Aber als Muse nehmen die dann die männlichen Models.

    Viele Modeschöpfer geben ja genau das selbst zu und sagen offen das die lieber mit männlichen Models Geld verdienen würden, sie aber profitorientiert die weiblichen nehmen.
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#87 ManuelAnonym
  • 25.09.2013, 20:35h
  • Antwort auf #77 von bi forever ever
  • Du hast mit einer Sache recht, vorpubertäre Sexualität ist nicht zielgerichtet!
    Man kann als Kind Menschen unterschiedlich anziehend finden, aber nicht sexuell- objektfixiert.

    Kinder haben natürlich ein angeborenes sexuelles Potenzial und zeigen ähnliche sexuelle Reaktionen wie Erwachsene (z.B. können kleine Jungs auf taktile Reize eine Erektion bekommen), doch schreiben sie diesen Erlebnissen eine ganz andere Bedeutung zu als Erwachsene: sie empfinden z.B. das Genitalspiel einfach nur als angenehm und schön, aber ohne jemanden "geil" zu finden!
    Für viele Erwachsene erscheinen manche Verhaltensweisen der Kinder deswegen sexuell. Im Unterschied zu den Erwachsenen fehlt den Kindern aber die sexuelle Zielgerichtetheit auf einen anderen Menschen und das Gefühl des Begehrens.

    (Das ist übrigens der Fehler den die gutgläubigen Grünen damals gemacht haben, sie haben kindliche Sexualität mit erwachsener gleichgesetzt und nicht verstanden das Kinder andere sexuelle "Bedürfnisse" haben als Erwachsene.
    Natürlich sollen sich Kinder ausprobieren dürfen, denn Sexualität macht Spass....aber untereinander, Erwachsene haben dabei nichts zu suchen!)
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#88 TheDadProfil
  • 26.09.2013, 02:10hHannover
  • Antwort auf #81 von bi forever ever
  • ""dass kinder von homosexuellen nicht unbedingt homosexuell werden, stützt übrigens die these, dass sexualität nicht angeboren ist.""..

    Tut sie das ?

    Nöö..

    Genetische "Mutationssprünge" bewegen sich nicht zielgerichtet linear, sie überspringen mal eine, mal mehrere Generationen..
    Die wenigsten Erbkrankheiten bewegen sich generalisiert durch alle Generatonen..

    Was jetzt nicht damit heißen soll Homosexualität sei eine Erbkrankheit..

    Aber die Wahrscheinlichkeit einer genetischen Abweichung, einer Mutation eines oder mehrerer Gen-Sequenzen ist garantiert die wahrscheinlichste Theorie..

    Und eines ist sicher :
    Hätte ich einen Zwillingsbruder, dann hätte ich ihn mit Sicherheit bereits im Mutterleib befummelt, denn ich habe noch nie "hetreosexuell gedacht"..

    Im Übrigem :
    ""sexuelle identität als entwcklung"" birgt in sich mehrere "Probleme" :

    Die Existenz von Intersexuellen und Transidentischen Menschen läßt sich mit Deiner "Theorie" so nicht erklären..

    Die Theorie der Frühkindlichen Entwicklung durch äußere Einflüße birgt in sich die Möglichkeit der Einflußnahme auf diese Einflüße und damit die GEFAHR der "Heilung" UND der Abschaffung dieser Abweichungen !

    Und wenn etwas wie Du es bezeichnest ""biologistischer sarrazin-humbug"" ist, dann die Homo-Heilung !
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#89 TheDadProfil
  • 26.09.2013, 02:27hHannover
  • Antwort auf #82 von nix kommt nix
  • ""Ich denke da spielen viele Faktoren eine Rolle, der vorgeburtliche Hormonhaushalt sowie die Sozialisation der neugeborenen.""..

    Nun ja..
    Der Hormonhaushalt ist so eine Sache..

    Theoretisch ergibt sich aus der Möglichkeit das der Hormonhaushalt des Fötus Prenatal oder des Säuglinges oder Kleinkindes Postnatal Einfluß auf die sexuelle Identität nimmt auch die Möglichkeit das "Doping-Opfer" ihre sexuelle Identität wechseln könnten, weil der Hormonhaushalt völlig durcheinander gerät..
    Oder sogar das jeder zweite Mensch der im Laufe des Lebens eine Diabetis entwickelt seine sexuelle Identität von Hetero zu Schwul wechselt, oder anders herum..

    Meiner Meinung nach trägt daher die "Hormonhaushalts-Theorie" als auslösender Faktor nicht, und birgt ebenso wie die Theorie der Sozialisation der ja auch ""bi forever ever"" nachhängt die Gefahr der Veränderung durch Einfluß, also "heilen und abschaffen" in sich..

    Außerdem erklärt auch die Hormon-Theorie nicht die Existenz von Transidentität..

    Sie hat allerdings entscheidenden Einfluß auf Intersexualität, denn neben genetischen Faktoren nehmen vor allem Hormone Einfluß auf die Ausbildung von Trisomien als Auslöser verschiedenster Formen von intersexuellen Abweichungen..
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#90 sperlingAnonym
  • 26.09.2013, 09:36h
  • Antwort auf #89 von TheDad
  • wenn in bestimmten lebensphasen der hormonhaushalt bestimmte psychosexuelle entwicklungen beeinflussen sollte, dann heißt das noch nicht automatisch, dass diese auch durch hormonumstellung in späteren lebensphasen wieder umkehrbar sein müssen. vielleicht gibt es biografische zeitfenster, in denen eine unumkehrbare prägung stattfindet.
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#91 TheDadProfil
  • 26.09.2013, 15:14hHannover
  • Antwort auf #90 von sperling
  • Interessanter Gedanke..

    Beseitigt bei mir allerdings nicht den Gedanken das hormonelle Einflüße den "Schalter" möglich machten, auf dessen Suche so viele sind um uns abzuschaffen..

    Gift ist nur eine Frage der Dosis..

    Alles andere als die genetische Entstehung verströmt für mich entweder den Gestank der Verführungstheorie, oder den üblen Geruch der Umkehrbarkeit..

    Vor dem ersten Versuch der In-Vitro-Fertilisation haben auch alle geglaubt das zur Zeugung ein "fleischliches Millieu" notwendig wäre..
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#92 AgnostikerbaerAnonym
  • 26.09.2013, 19:52h
  • Bisexualität - hm ...

    Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man Homo- wie Heterosexualität und alles dazwischen als gleichwertige Varianten menschlichen Sozial- und Sexualverhaltens begreift. Dann erübrigt sich auch die Frage der "Ätiologie". Wie entsteht Homosexualität? Keine Ahnung. Ist das wichtig? Wie entsteht denn Heterosexualität? Ach, es geht um Bisexualität? Egal ... Wir sind halt alle Menschen und die meisten von uns irgendwie "sexuell" ...

    Das letztlich eher defensive Beharren auf die "Born-this-way"-Hypothese anstatt die gesamte Fragestellung zurückzuweisen, lässt sich m. E. auf die massiven Angriffe, "Therapie"-, "Umpolungs"- und neuerdings auch "Abstinenz"-Angebote gegenüber "der Homosexualität" vor allem auch aus der religiösen Ecke zurückführen.

    Zwar glaube ich nicht, dass alle Menschen eigentlich bisexuell sind. Aber die Zahlen des Kinsey-Reports oder einen rezenten Schweizer Studie (Schiftan, Dania: Sexualverhalten in der deutschsprachigen Schweiz, Bern 2007), nach der ca. 29 % der erwachsenen Männer über gleichgeschlechtliche Erfahrungen "bis zum Orgasmus" verfügen, legen es doch nahe, dass es jenseits der Binaritäten von Homosexualität hier und Heterosexualität dort noch etwas anderes geben muss. Für mich als primär schwul empfindenden Mann ist da vieles nicht nachvollziehbar - etwa die Vorliebe für Männer in Damenwäsche. Aber es braucht ja auch gar nicht mein Ding zu sein. Hauptsache es gefällt anderen und die haben ihren Spaß daran!

    Seltsam ist allerdings etwa die Auffassung mancher Bi-Männer, dass sie nie einen anderen Mann küssen könnten. Kann ja sein, dass sie emotional davor wirklich zurückschrecken. Aber wenn man auf frühere Zeiten (etwa die des "Freundschaftskults" vom 17. bis zum 19. Jahrhundert) zurückblickt, in denen ein wesentlich körperbetonterer und auch "zärtlicherer" Umgang zwischen Männern (allen Männern) als heutzutage üblich war, dann wird schon deutlich, dass hier soziale Tabus usw. mit hineinspielen.

    Ein solches Thema wie "Bisexualität" legt nahe, sich auch persönlich dazu zu äußern. Na denn. Ich bin Jahrgang 1956. In der Pubertät gab es in meinem gleichaltrigen sozialen Umfeld jede Menge harmlose Spielereien (gegenseitiges Wichsen, Knutschen, Rangeln), an denen sich die meisten Jungs (oft auch zu mehreren) beteiligten. Und es hat allen unheimlich Spaß gemacht! Obwohl ich auch damals schon ganz eindeutig in Richtung "männliches Geschlecht" tendierte, machten mich aber auch Mädchen / Frauen (hier vor allem die Brüste) in gewisser Weise spitz. Das war bei mir aber immer nur eine "Nebenströmung". Als wir älter wurden, erzählten die anderen Jungs immer mehr von Mädchen und ihren sexuellen Vorzügen. Da habe ich gemerkt, dass ich da halt nicht so drauf abfahre und ganz deutlich das eigene Geschlecht bevorzuge. Ich hatte dann einige kurze sexuelle Erfahrungen mit Frauen. War eher nix für mich. Für mich begann nun die Zeit der ersten gleichgeschlechtlichen Beziehungen: Zweisamkeit, Küsse und Gefühle ... Ich verstand mich als "schwul" und habe damit auch nicht hinter'm Berg gehalten. Ich steh halt auf (bärige) Männer!

    Später dann war ich "fest befreundet". Mein letzter Freund, mit dem ich 24 Jahre zusammengelebt hatte, starb 2007 am Herzinfarkt.

    Gegen Frauen und auch ihre körperlichen Berührungen habe ich nie etwas gehabt. Claro könnte ich auch eine Frau küssen - so etwas mit einem Mann zu tun, den ich begehre, hat für mich aber eine ganz andere Erlebnisqualität. In all dieser Zeit ist es alle paar Jahre mal vorgekommen, dass ich auch für eine Frau sexuell sporadisch mal etwas (wenig) empfunden habe. Das war in der Pubertät noch stärker ...

    Na ja, so sieht's halt bei mir aus ...
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#93 sperlingAnonym
  • 26.09.2013, 20:19h
  • Antwort auf #91 von TheDad
  • ja, das verstehe ich.

    das grundproblem ist, dass die forschung in diesem bereich (wie in den meisten anderen auch) nie frei ist von ihrem politischen rahmen und der frage nach der "nutzanwendung" ihrer ergebnisse. nach einer schier endlos langen geschichte, in der "wissenschaft" sich der auslöschung von homosexualität verschrieben hatte, ist sicher große skepsis berechtigt, ob es nicht doch weitere versuche in dieser richtung geben wird.

    ich glaube zwar nicht, dass man im "westen" heute noch ohne weiteres ganz offen nach auslöschungsmethoden forschen kann; aber ein restzweifel bleibt, ob sich die stimmung auch mal wieder ändern könnte. wenn man sich anschaut, was in der schwangerschaftsdiagnostik gerade passiert, ist ja generell ein beunruhigender trend in richtung "normkind" nur allzu absehbar.

    fairerweise muss man zugeben, dass auch forschungen, die eine genetische veranlagung zur homosexualität belegen sollten, nicht frei von politischen ambitionen waren.

    ich selber finde es strategisch eher unklug, sich überhaupt auf eine solche biologische rechtfertigungsebene zu begeben. das ist mir zu defensiv. ich muss nicht nachweisen, dass ich armer schwuler ja "nicht anders kann", um einzufordern, dass man mein verhalten anerkennt. ich fordere akzeptanz, weil jeder mensch offenen herzens erkennen kann, dass mein verhalten mir und anderen gut tut. selbst wenn ich mich vollkommen freiwillig zur homosexualität entschieden hätte, hätte niemand einen rationalen grund, das abzulehnen.
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#94 TheDadProfil
  • 27.09.2013, 01:22hHannover
  • Antwort auf #93 von sperling
  • ""ja, das verstehe ich""..

    Das beruhigt..

    ""ich glaube zwar nicht, dass man im "westen" heute noch ohne weiteres ganz offen nach auslöschungsmethoden forschen kann; aber ein restzweifel bleibt, ob sich die stimmung auch mal wieder ändern könnte.""..

    Das beunruhigt..

    Erinnerst Du dich an meinen Kommentar zur Diskussion auf Phönix im Zusammenhang mit der Weigerung einer Kölner Klink einer vergewaltigten Frau die Pille danach zu verschreiben, in dem ich dargelegt habe das die Pränatal-Diagnostik zwischenzeitlich dazu geführt hat das die Sichtbarkeit von Kindern mit Down-Syndrom gen Null tendiert, und selbst die katholische Kirche absolut nichts dagegen einzuwenden hatte das mit den "Trisomie-21-verdächtigen" Föten jährlch mindestens 1.000 gesunde Baby´s abgetrieben werden um die Mütter vor dem "schwerem Schicksal" ein behindertes Kind aufziehen zu müßen zu bewahren ?

    Wenn ich ihn finde setze ich nochmal den Link dazu, denn es macht meines Erachtens klar deutlich das auch Heute noch ohne weiteres ganz offen nach Auslöschungsmethoden geforscht wird !
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#95 nix kommt nixAnonym
  • 27.09.2013, 10:09h
  • Antwort auf #91 von TheDad
  • Ich fand`s ja erst kleinlich, das du mich so widerlegt hast, und wollt schon schreiben das ich niiiie gesagt hab das Hormone ALLEIN verantwortlich für all das sind usw usw.

    (Ich finde aber Sozialisation findet statt. Der Mensch entwickelt sich IMMER in Korrespondenz zu seinem Umfeld. Ob du willst oder nicht. Kann man gar nicht bewusst steuern oder abschalten.)

    Aber ich kann jetzt nachvollziehen, was du meinst und was deine Befürchtung ist, wenn man sagt das Hormone eben einen großen Einfluss haben. Ich stelle mir das mal ganz bildlich vor. Hormone sind also (ganz platt gesagt) verantwortlich dafür das einer schwul ist/wird. Irgendein Spinner entwickelt also einen Hormonersatzstoff, der genau darauf abzielt, das zu unterdrücken...und peng, wir haben ein "Medikament" gegen die "Krankheit" die Schwul heißt. Oder so ähnlich. Das finde ich auch sehr bedrückend und manchmal weiß ich nicht wie weit wir davon noch entfernt sind...

    Aber: wir sind alle Herr über unseren eigenen Willen.(ok, auch da gibt es jetzt Erkrankungen die das widerlegen werden ich weiß...aber dann braucht man auch über gar nix mehr diskutieren, weil es dann keinen Spaß mehr macht.)

    Es ist nicht nur die Genetik, die Hormone, die Sozialisation die uns zu dem Menschen machen der wir sind. Wir haben alle auch einen gewissen, unerforschten, abstrakten Teil namens Geist/Seele in uns, ein Bewusstsein für uns selbst, für unsere Situation, die Fähigkeit zu reflektieren, zu analysieren...Menschen sind nicht so leicht einzutüten, wie viele denken. Wir sind komplexe große bunte wibbelige Wesen...wir können das was wir nicht wollen ablehnen, dagegen kämpfen und nachdem wir von der Welt so geprägt sind wie wir sind unsere Entscheidungen auf dieser Basis treffen zu unserem Besten und zum Besten der Leute die wir lieben.

    und zu # 90: ich finde die "biografischen Zeitfenster" eine schöne Formulierung und möchte sagen das ich das für definitiv möglich halte, weil ich das schon so erlebt habe. Sozialisierung ist nicht immer nur der böse Feind, der einem was aufdrückt was man nicht will. Man kann auch an Situationen, an Ereignissen die in der eigenen Biografie auftauchen wachsen, sich besser kennen lernen.
    Ich sage immer der Mensch ist ein "work in progress".
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#96 TheDadProfil
  • 27.09.2013, 12:43hHannover
  • Antwort auf #95 von nix kommt nix
  • Wir alle sind auch immer ein Produkt unserer Umgebung durch Sozialisation..
    Das schließe ich gar nicht aus..
    Aber kein Mensch KANN durch Erziehung LGBT werden, wenn nicht die genetische Grundlage dazu vorhanden ist..

    ""Irgendein Spinner entwickelt also einen Hormonersatzstoff, der genau darauf abzielt, das zu unterdrücken...und peng, wir haben ein "Medikament" gegen die "Krankheit" die Schwul heißt.""..

    Das ist einer der Knackpunkte..
    Und Nein, die Frage ist nicht nur, könnte es in der Zukunft ein Medikament geben um "schwul" zu heilen" ?

    Die Frage ist auch, geht die Entwicklung in der Pränatal-Diagnostik nicht inzwischen genau in diese Richtung, in der es MÖGLICH wird/ist LGBT´s per "Früh-Diagnose" abzuschaffen ?

    ""Das finde ich auch sehr bedrückend und manchmal weiß ich nicht wie weit wir davon noch entfernt sind...""..

    Das weiß ich auch nicht..
    Aber durch die Entwicklungen die diese Diagnostik inzwischen genommen hat die Menschen mit Trisomie-21/Down-Syndrom zwischenzeitlich fast vollständig verhindert, weil diese Diagnostik, die früher nur bei älteren Frauen durchgeführt wurde (mittels Nackenfaltenmessungen per Ultraschall und Fruchtwasseranalysen) inzwischen durch einen Bluttest ersetzt wurde, der seit Anfang des Jahres auch massiv auf jüngere Schwangere ausgedehnt wird, ist davon auszugehen das in Zukunft fast gar keine Kinder mit Down-Syndrom mehr geboren werden..

    Mann hat sie abgeschafft !

    Und ich bin mir sicher das es irgendwo auf der Welt Mediziner und Biologen gibt die an genau den Methoden arbeiten die Trans-/Inter-/Homosexualität irgendwann verhindern können..
    Vielleicht nicht bewußt mit genau diesem Ziel..

    Aber die Atomforschung war zunächst auch nicht auf die Erfindung der Bombe aus..
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#97 sperlingAnonym
#98 David77Anonym
  • 27.09.2013, 13:27h
  • Antwort auf #96 von TheDad

  • Ich finde es auch erschreckend.
    Da wird menschen aufgrund eines merkmals das recht zu leben abgesprochen, auch wenn sie glücklich leben könnten, aber die gesellschaft sie aus bequemlichkeit nicht haben will.
    deine vermutung teile ich auch.
    der schuß könnte aber auch nach hinten los gehen.
    darauf, dass es einfach DIESELBEN gene sind, die unabhängig vom eigenen geschlecht eine anziehung auf das eine und-oder das andere geschlecht bewirken, was per se nichts unnatürlich sein kann, darauf kommt man nicht. Ich halte dies für sehr naheliegend.
    man versucht homosexualität zu ergründen, nicht aber heterosexualität. Man stelle sich vor, man glaubt ein gay gen gefunden zu haben, will es unterdrücken, und zugleich verlieren frauen das interesse an männern, weil es dasselbe gen ist. Tolles eigentor!
    wenn man mit erziehung argumentiert: diese hat - wenn - dann auswirkung WIE man sich akzeptiert.
    kann ja jeder bestätigen, der streng religiös erzogen wurde und nie etwas von homosexualität erfahren hat, und wenn, dann nur als etwas schlimmes.
    verhindert das etwa die gefühle?
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#99 TheDadProfil
  • 27.09.2013, 14:06hHannover
  • Antwort auf #98 von David77
  • ""der schuß könnte aber auch nach hinten los gehen.
    darauf, dass es einfach DIESELBEN gene sind,[..] darauf kommt man nicht. Ich halte dies für sehr naheliegend.""..

    Das weiß Mann nicht..
    Die Chance könnte bei 50/50 liegen, vielleicht geringer..

    Ich will das aber gar nicht wissen, bzw. ich will eigentlich gar nicht das Mann mit Hilfe der Gen-Technik/Diagnostik/Gen-Therapie alles mögliche Möglich macht, denn die "Therapie" einiger Möglichkeiten bedeuten auch immer den Verlust eines Teiles unserer Vielfalt, bei der sich die Natur vielleicht etwas gedacht hat..

    Vielleicht hat sie sich auch nur geirrt, dann ist die Natur sicher schon in der Phase der Korrektur und Anpassung durch "survivel of the fittest" wie Darwien es beschrieben hat..

    Nach über Hunderttausend Jahren war der Neandertaler dann plötzlich weg..
    Wahrscheinlich aus Langeweile über die Ödnis der Düsseldorfer Tiefebene um Mettmann herum..

    Die schöne neue Welt der Gen-Technik könnte dazu führen das durch uns die Natur daran gehindert würde, die Krone der Schöpfung zu entwickeln, die in 10.000 AC erst die Bühne betreten sollte..

    Ich bin ganz gewiss kein Mensch der das alles komplett verhindern oder verbieten wollte, weil ich die Chance sehe durch Gen-Technik Krankheiten wie Mukoviszidose, Krebs, AIDS und HEP zu besiegen..

    Aber meine Grenze der Gen-Technik ziehe ich ganz sicher dort wo sie Leben von vorneherein als "lebensunwert" aussortiert, und diese Grenze wurde nach der Nazi-Ideologie von damals, mit der Pränataldiagnostik bezüglich der Down-Syndrom-Kinder in Deutschland ein weiteres mal überschritten..
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#100 AranosAnonym
  • 29.09.2013, 00:42h
  • Antwort auf #21 von sperling
  • Zu Deinen Unterstellungen:
    1. Nein, ich habe nicht geschrieben, dass ALLE Bisexuelle einen Partner und eine Partnerin zugleich haben und auch nicht gesagt, dass sie es haben sollen/wollen. Aber ich kenne viele, die in diesem Fall sind und sehr unglücklich sind. Die habe ich damit gemeint.
    2. "Konsequent bisexuell" heißt halt "konsequent bisexuell", und das heißt nun mal mit beiden Geschlechtern, sorry. Wer bi ist und sein Leben lang in einer heterosexuellen Ehe lebt, ist sicherlich trotzdem bi, aber er lebt eben nicht konsequent bisexuell.
    Und dann: Warum sollte es "bi-feindlich" oder sonstwie "feindlich" bzw. negativ sein, davon auszugehen, dass jemand nicht monogam lebt? Mal ganz davon abgesehen, dass der Mensch sexuell und liebestechnisch gesehen definitiv nicht exklusiv veranlagt ist (egal, ob hetero, bi oder schwul): Ist Polygamie in Deinen Augen so negativ? Bist Du da nicht selber Opfer unserer aktuellen Moralvorstellungen? Du scheinst das ja für sehr Ehrenrührig zu halten, wenn jemand Dir polygamie unterstellt. Ungefähr so, wie ein konservativer Hetero beleidigt wäre, wenn man ihm unterstellen würde, schwul zu sein. Oder hast Du einfach Angst, dass die Heteros dann mit dem Finger auf Dich zeigen und sagen "pfui, wie unanständig"? Ist es nicht diese Angst, die viele von uns so unfrei werden läßt? Dieser Wunsch, doch als "anständig" zu gelten und so von den anderen "anständigen" Menschen akzeptiert zu werden?
    3) Ich sage nicht, dass Familie die einzige richtige Lebensweise ist, aber der Mensch ist ein soziales Tier und leidet, wenn er isoliert wird. Aktuell ist es so, dass das monogame Familienmodell viele Menschen ausschließt und isoliert. Warum also nicht für eine Öffnung plädieren??? Wenn die Bisexuellen und die Homosexuellen endlich frei sind, wird es sicherlich allerlei Konstellationen geben, auch außerhalb von Familien (und Familien wird es in allen Variationen geben).
    4) "Biologistische" Argumente sind wertvoll, wenn sie wahr sind, denn sie kommen uns sexuellen Minderheiten immer entgegen. Man hat Jahrhundertelang mit (falschen) "biologistischen" Argumenten auf uns sexuelle Minderheiten geschossen, und wir können nun mit Deckung der neusten Forschung und RICHTIGEN Argumenten zurückschießen. Dein Argument, dass man mit Verweis auf die Tierwelt JEDES soziale oder asoziale Verhalten begründen kann, stimmt, ist aber nicht stichhaltig. Es ist nämlich äußerst wichtig zu verstehen, woher unsere Veranlagungen (ob sozial oder asozial) kommen, weil man dann nämlich nicht mehr den falschen biologistischen Lügen der "Unterdrücker" aufsitzt. Erst wenn wir den Sinn und den Ursprung unserer Veranlagungen verstehen, können wir sie nach menschlichen Maßstäben bewerten und sagen, ob es für uns Menschen positiv oder negativ war, uns von ihnen zu entfernen (gilt nicht nur in Sexuellen Dingen, wenn man in den Schulen zum Beispiel über den evolutionären Ursprung von Mobbing sprechen würde, um den Kleinen verständlich zu machen, was für eine starke Veranlagung es ist und woher sie kommt, und dass sie in jedem von uns schwillt, dann gäbe es weniger Unglück - ist übrigens nur ein Beispiel unter vielen). Die Augen vor der Forschung zu verschließen, aus Angst, es könne dabei etwas negatives für uns herauskommen, hat sich stets als unbegründet erwiesen und führt schnurstracks in einen neuen Obskurantismus.
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#101 sperlingAnonym
  • 29.09.2013, 14:06h
  • Antwort auf #100 von Aranos
  • vielleicht habe ich einige deiner aussagen falsch interpretiert. möglicherweise hat der letze satz aus deinem beitrag #12 dazu beigetragen:

    >"wir müssen endlich kapieren, dass die wirkliche Befreiung und Integration der Homosexuellen erst über die Befreiung der Bisexuellen möglich werden wird."

    das klang nicht danach, als ob du nur ein paar anmerkungen zu einer kleinen gruppe der bisexuellen machen möchtest, sondern, als ob du das modell "homosexuelle werden über bisexuelle in familien eingebunden" als eine art allheilmittel der homo-"integration" propagieren möchtest. wenn das nicht der fall war, dann ist es ja gut.

    >"Wer bi ist und sein Leben lang in einer heterosexuellen Ehe lebt, ist sicherlich trotzdem bi, aber er lebt eben nicht konsequent bisexuell."

    kann sein, aber da ist ja auch noch die möglichkeit der seriellen monogamie. die muss man nicht ideal finden und erst recht nicht für alle propagieren, aber sie ist eben auch eine möglichkeit bisexuellen lebens, der ich nicht absprechen würde, "konsequent" zu sein.

    >"Warum sollte es "bi-feindlich" oder sonstwie "feindlich" bzw. negativ sein, davon auszugehen, dass jemand nicht monogam lebt?"

    hier hast du mich komplett missverstanden. ich halte es nicht für negativ, nicht monogam zu leben. ich halte es aber für ein bi-feindliches vorurteil, bisexuellen pauschal zu unterstellen, sie seien UNFÄHIG, monogam zu leben. das schließt an deine formulierung der angeblich einzig "konsequenten bisexuellen lebensweise" an.

    was die biologistische argumentation angeht, so glaube ich nicht, dass die einzige möglichkeit, die biologismen unserer gegner_innen zu entkräften, darin besteht, ihnen andere, angeblich "wahre" biologismen entgegenzusetzen. ich kenne kaum irgendeine biologistische argumentation, gerade im geschlechterbereich, die nicht auf reinen spekulationen beruht. ich halte es für strategisch klüger und redlicher, zu sagen: wir wissen nicht viel über das soziale leben unserer frühmenschlichen vorfahren und sollten daher nicht spekulieren, was angeblich "natürlich" an unserem sozialverhalten ist und was nicht, sondern sollten überlegen, welche art von sozialverhalten wir uns wünschen. im großteil der fälle stellt sich bei genauerer betrachtung ohnehin heraus, dass am anfang der biologistischen argumentation der wunsch stand, eine vorgegebene ethische aussage zu "begründen" ("männer sind soundso, weil...", "homosexuelle sind soundso, weil..."). die angeblichen "fakten" werden dann einfach spekulativ diesem wunsch angepasst.

    >" Die Augen vor der Forschung zu verschließen, aus Angst, es könne dabei etwas negatives für uns herauskommen, hat sich stets als unbegründet erwiesen"

    ich schätze, dass du mit der geschichte der homosexualitätsforschung nicht unvertraut bist. schau dir einmal die "wissenschaftlichen" ätiologien der homosexualität und ihre sozialen folgen an. diese forschung hat negative klischees zementiert, und die aus ihr abgeleiteten "heilungs"-versuche haben sogar viele menschenleben gekostet.

    ich sehe forschung auch in diesem bereich nicht von vornherein als negativ an. aber die behauptung, da sei nie "etwas ngeatives herausgekommen", die ist leider sehr relaitätsfern.
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#102 Mateus
#103 RobbyEhemaliges Profil
#104 Mateus
#105 KritzlyAnonym

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