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Einzelkommentar zu:
Domian an Bisexuelle: Zeigt euch!


#32 vor allemAnonym
  • 24.09.2013, 13:45h
  • Antwort auf #26 von Mister_Jackpot
  • belegt es die gesellschaftliche prägung solcher menschen!

    und wie sperling schon sehr richtig angemerkt hat:

    ich verzichte als schwuler (aber das steht auch jedem hetero- oder bisexuellen oder menschen anderer sexueller identität zu!) ausdrücklich darauf, von "bisexuellen" oder sonst irgend jemandem in diesem thread in bürgerliche familienkonstrukte "eingebunden" oder "zurückgeholt" zu werden. solche ausführungen belegen leider nur, wie sehr die betreffenden selbst in "schubladendenken" und in der bürgerlichen (eben auch heteronormativen) ideologie gefangen sind. vielfalt und auch unterschiedlichkeit von menschen anzuerkennen und als solche zu benennen (wenn die betreffenden menschen dies für sich so wünschen) UND zugleich für die uneingeschränkte gleichbehandlung ALLER in dieser gesellschaft einzutreten, hat hingegen nichts mit "schubladendenken" zu tun. ich werde mir von solchen "bisexuellen" nicht (schon wieder) verbieten lassen, meine sexualität so zu leben, wie ich sie empfinde, und auch so zu benennen: SCHWUL!!

    interessant ist und bleibt auch die tatsache, dass solche leute (ich meine jetzt solche wie die, die sich hier auch wieder geäußert haben) immer in erster linie die bösen schwulen, die durchaus verständlicher- und berechtigterweise mit schwuler identitätsfindung und -bestimmung beschäftigt sind, attackieren und für ihre probleme verantwortlich machen, aber höchstselten brutalen heterosexismus und heteronormativität und vor allem deren basis - die bürgerliche klassengesellschaft, die und deren familienideologie sie ja im kern aggressiv verteidigen - ins visier nehmen. kein wunder also, dass solche leute diese ideologie dann schwulen z. b. in gestalt ihrer, von ihnen so genannten hetero-"bisexuellen" (es wurde in diesem thread ja schon geantwortet, dass dies keineswegs den vorstellungen aller bisexueller menschen entspricht), auf jeden fall weiterhin durchweg bürgerlichen, familienvorstellungen, wie sie sie hier äußern, wieder aufdrücken oder als vermeintlich heilsbringend verkaufen wollen. schwule als anhängsel zur triebbefriedigung unbefriedigender bürgerlicher familienkonstrukte. nein, danke!!

    ich möchte gern mit menschen aller sexuellen identitäten für eine gesellschaft kämpfen, in der reproduktion in ihrer ganzen breite, tiefe und vielfalt ebenso gemeinschaftlich organisiert wird - von gleichberechtigten unter gleichberechtigten und völlig unabhängig von der sexuellen identität (die deswegen aber dennoch sichtbar werden darf) - wie die gesellschaftliche produktion. nur so kann auch das problem der "vereinsamung" und "vereinzelung", das hier angesprochen wird, jemals überwunden werden. diese "vereinsamung" ist keine frage der sexuellen identität, sondern der herrschenden produktions- und reproduktionsverhältnisse (also gerade auch des bürgerlichen familienmodells) in einer gesellschaft, die auf ausbeutung, profit und konkurrenz beruht.
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