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Einzelkommentar zu:
Domian an Bisexuelle: Zeigt euch!


#100 AranosAnonym
  • 29.09.2013, 00:42h
  • Antwort auf #21 von sperling
  • Zu Deinen Unterstellungen:
    1. Nein, ich habe nicht geschrieben, dass ALLE Bisexuelle einen Partner und eine Partnerin zugleich haben und auch nicht gesagt, dass sie es haben sollen/wollen. Aber ich kenne viele, die in diesem Fall sind und sehr unglücklich sind. Die habe ich damit gemeint.
    2. "Konsequent bisexuell" heißt halt "konsequent bisexuell", und das heißt nun mal mit beiden Geschlechtern, sorry. Wer bi ist und sein Leben lang in einer heterosexuellen Ehe lebt, ist sicherlich trotzdem bi, aber er lebt eben nicht konsequent bisexuell.
    Und dann: Warum sollte es "bi-feindlich" oder sonstwie "feindlich" bzw. negativ sein, davon auszugehen, dass jemand nicht monogam lebt? Mal ganz davon abgesehen, dass der Mensch sexuell und liebestechnisch gesehen definitiv nicht exklusiv veranlagt ist (egal, ob hetero, bi oder schwul): Ist Polygamie in Deinen Augen so negativ? Bist Du da nicht selber Opfer unserer aktuellen Moralvorstellungen? Du scheinst das ja für sehr Ehrenrührig zu halten, wenn jemand Dir polygamie unterstellt. Ungefähr so, wie ein konservativer Hetero beleidigt wäre, wenn man ihm unterstellen würde, schwul zu sein. Oder hast Du einfach Angst, dass die Heteros dann mit dem Finger auf Dich zeigen und sagen "pfui, wie unanständig"? Ist es nicht diese Angst, die viele von uns so unfrei werden läßt? Dieser Wunsch, doch als "anständig" zu gelten und so von den anderen "anständigen" Menschen akzeptiert zu werden?
    3) Ich sage nicht, dass Familie die einzige richtige Lebensweise ist, aber der Mensch ist ein soziales Tier und leidet, wenn er isoliert wird. Aktuell ist es so, dass das monogame Familienmodell viele Menschen ausschließt und isoliert. Warum also nicht für eine Öffnung plädieren??? Wenn die Bisexuellen und die Homosexuellen endlich frei sind, wird es sicherlich allerlei Konstellationen geben, auch außerhalb von Familien (und Familien wird es in allen Variationen geben).
    4) "Biologistische" Argumente sind wertvoll, wenn sie wahr sind, denn sie kommen uns sexuellen Minderheiten immer entgegen. Man hat Jahrhundertelang mit (falschen) "biologistischen" Argumenten auf uns sexuelle Minderheiten geschossen, und wir können nun mit Deckung der neusten Forschung und RICHTIGEN Argumenten zurückschießen. Dein Argument, dass man mit Verweis auf die Tierwelt JEDES soziale oder asoziale Verhalten begründen kann, stimmt, ist aber nicht stichhaltig. Es ist nämlich äußerst wichtig zu verstehen, woher unsere Veranlagungen (ob sozial oder asozial) kommen, weil man dann nämlich nicht mehr den falschen biologistischen Lügen der "Unterdrücker" aufsitzt. Erst wenn wir den Sinn und den Ursprung unserer Veranlagungen verstehen, können wir sie nach menschlichen Maßstäben bewerten und sagen, ob es für uns Menschen positiv oder negativ war, uns von ihnen zu entfernen (gilt nicht nur in Sexuellen Dingen, wenn man in den Schulen zum Beispiel über den evolutionären Ursprung von Mobbing sprechen würde, um den Kleinen verständlich zu machen, was für eine starke Veranlagung es ist und woher sie kommt, und dass sie in jedem von uns schwillt, dann gäbe es weniger Unglück - ist übrigens nur ein Beispiel unter vielen). Die Augen vor der Forschung zu verschließen, aus Angst, es könne dabei etwas negatives für uns herauskommen, hat sich stets als unbegründet erwiesen und führt schnurstracks in einen neuen Obskurantismus.
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