https://queer.de/?20115
- 24. September 2013 1 Min.

Für Regenbogenfamilien ist jede Grenzüberschreitung eine Gefahr (Bild: mcmay / flickr / by 2.0)
Das Network of European LGBT Families fordert von der EU-Kommission die volle Bewegungsfreiheit für LGBT-Eltern und ihre Kinder innerhalb der 28 Mitgliedsstaaten.
Am Dienstag hat NELFA-Vizepräsident Juha Jämsä in Helsinki im Namen der 21 nationalen Partnerorganisationen eine dementsprechende Petition eingereicht. Zu den NELFA-Mitgliedern zählt auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD).
In der Petition bitten die Aktivisten EU-Justizkommissarin Viviane Reding, eine Gesetzesvorlage einzubringen, der den Kindern von LGBT-Eltern in der ganzen Europäischen Union Rechtsgleichheit garantiert. Diese werde erst ermöglicht, wenn in allen Mitgliedsstaaten Dokumente wie Geburtsregistrierungen, Adoptionsurteile oder Heiratsurkunden automatisch anerkannt werden.
Luis Amorim, ein schwuler Vater aus Portugal, der in Belgien lebt, beschreibt für NELFA die Probleme von Regenbogenfamilien bei jeder Grenzüberschreitung: "[Mit einem neuen Gesetz] würde es möglich für ein Kind, das in Belgien zwei rechtliche Väter hat, diese weiterhin zu haben, wenn die Familie nach Polen umzieht, oder für ein spanisches Kind mit zwei Müttern, diese Mütter auch während der Ferien in Italien weiterhin zu haben. Es ist ja einleuchtend, dass Kinder ungeachtet ihres Aufenthaltsorts Anrecht auf ihre Familie haben sollten." (pm/dk)
Links zum Thema:
» NELFA















Volle Zustimmung. Da aber die EU vorschnell erweitert wurde, bevor Homorechte verbindlich festgeschrieben wurden, dürfte das jetzt mit zahlreichen Homohassern in der EU schwer werden.