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Kommentare zu:
Boykottaufrufe gegen Barilla


#51 TheDadProfil
  • 28.09.2013, 13:21hHannover
  • Antwort auf #18 von Harry1972
  • Abwarten..

    Auch wenn Wasa zum Konzern gehört..

    Ich bezweifle das sich die Schweden dieses homophobe Gequatsche des Konzern-Herren noch lange still mit ansehen..

    Die Schweden sind schließlich auch so eine Art Vorreiter in der Gewährung der Gleichstellung..
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#53 RobbyEhemaliges Profil
  • 28.09.2013, 15:31h
  • Ich werde ebenfalls in Zukunft keine Produkte von Barilla oder Wasa mehr kaufen. - Wenn die einen Schwulen wie mich nicht wollen - bitte schön. - Es gibt schließlich auch Firmen, die uns nicht diskriminieren. - Auf einen fröhlichen weltweiten Umsatzeinbruch, Herr Barilla!
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#55 stromboliProfil
  • 29.09.2013, 11:40hberlin
  • ja diese mea culpas... ohne wirkliche einsicht, ohne wissen um die angegriffenen und ohne wissen um die eigene angreifbarkeit.
    Da wird deutlich , wie dumm die leute eigentlich sind , die uns "führen...

    Der mann scheint ja nichts über seine mitarbeiter zu wissen, wobei die blindheit wohl aus seiner sicht derer von oben entsteht; jener institutionellen vorstellung von einer elitefunktion , die die ital. gesellschaft gleich der der franz. gesellschaft durchzieht.

    Das macht ihn blind für die veränderungen, aber sie verdecken auch das unvermögen seiner "classe", sich in die veränderten realitäten hinein zu denken, die eben auch italien aus machen!
    ...ganz zu schweigen von jenen mitarbeitern, die selbst schwul-lesbisch, oder jene, die eben nicht den regeln des signor barilla entsprechend, ihre form von partnertschaft/en leben..


    Bei all der moral die wir hier zu recht angreifen, sollte aber auch unsere eigene moral sich dieser kritik unterziehen.
    Unsere empörung über jene form der intoleranz uns gegenüber, so sie sich auf die auslegung ehe-partnerschaft diskussion bezieht, ist die einer beleidigten leberwurst!

    Immer noch dem gedanken der "gleichheit nachhängend, definieren wir unseren "gleichheitsanspruch lediglich über die partnerschaftsansprüche von homosexuellen, statt uns der grundsätzlichen fragen von gleichheit zu zu wenden.

    Hätten wir z.b. so empathisch - kollektiv reagiert, wenn der herr b. nur die "illegitimen hetero-lebensbeziehungen angesprochen hätte.. jene auch in italien wachsende zahl derer die sich diesen traditionen verweigern, neue bezugswege im miteinander leben suchen und finden , jenseits der moralischen legitimation durch die staatstragende religion, wären wir wahrscheinlich in stilles hinnehmen verfallen!
    Ach, das geht uns doch nichts an und die verknüpfungspunkte sehen wir ohnehin nicht mehr.

    Ich meine, hinter dem familienbild dass uns hier so beschäftigt, und dass der süßholzraspler der schönen barilla-familienwelt uns zu vermitteln sucht, steht ja noch mehr: Steht z.b. die frage von eigenverantwortung über den eigenen körper - sprich "abtreibung als eine zentrale frage mit denen sich frauen beschäftigen müssen.... passen die nun ins bild der mama-lucia-großfamilien-iydlle..
    Wo in italien wohnen noch so viele menschen verschiedenster generationen auf einem fleck ,ausser in den filmen der seeligen 50ziger jahre ,wo das chaos auch nur als komödie ertragbar war, als drama aber genau diese idylle zur oft tödlichen umklammerung werden lies.

    Hier sprechen heute dann die barilla oder sonstwer- werbebilder für sich:

    ...familienzusammentreffen mit dem südlichen flair.. Großer obstgarten mit gedeckter tafel , die männer im gespräch, die kinder wusseln herum und die frauen ,unserer aller mama voran mit glücklichem lächeln im gesicht, sorgt fürs leibliche wohlbefinden...
    erinnert natürlich auch an die familie corleone, und um beim film zu bleiben, werden die abgründe dieser menschenansammlungen , hier nie ausgelotet.
    Als ob es nie einen film aus dem dogma universum nordischer skeptis gegenüber südlicher familien überschwenglichkeit gegeben habe.

    Aber trotz dieser ausblendungen, gibt es auch in der italienischen kultur bezüge auf diese "brüche und widersprüche...
    Ist so seit jahrzehnten ein zentrales problem der ital. gesellschaft mit andauernder diskussion.
    Da ist weiterhin das scheidungsrecht, ein hinter europäischem recht hinterher hinkendes recht.
    Nicht das einzigste, das hinter europäischen menschenrechtsidealen hinter her humpelt.

    Da gibts zudem in der italienischen gesellschaft eine sehr wohl mit allen mitteln geführte debatte, die hinter der comedia del arte und der bunga bunga groteske um berlusconi völlig verschwindet. Die familien lösen sich auch im erzkthatolischen italien auf, die ökonomischen anfordewrungen wie z.b. bereitschaft zu wohnwechsel etc nimmt immer stärker in den ballungsräumen zu. Industrieansiedlung verringert sich und konzentriert sich nur noch auf zwei zonen der republik. Was bleibt ist saisontätigkeit im dienstleistungsgewerbe sprich turismus.. die einzigst noch bedingt wachsende wirtschaftskraft.
    Wir , die wir der politischen "normalität frönen, schauen ja auf diese bunga-bunga- mentalität mittlerweile nur mit ironie und selbstbestätigung herab... Zu recht?
    Wer sucht , der findet, dessen bin ich mir sicher.

    Und wie mit umgehen..?
    Ausblenden, dass eben ist die botschaft eines barillas: "werte, die sich scheints auf tradition beruft, ist aber auch gleichzeitig das rückrufsignal für eine reaktionäre idylle, dem sich die leute werbewirksam zuwenden. Zurück in eine zeit die bei Garibaldi stehen geblieben sein könnte ,mit bildern konzepiert aus Viscontifilmen .. italien als fresco.

    Das aber hinter der einfachen idylle ,die fratze der ausbeutung und der armut steht, die "solidarität der armen nun zum ideal der besitzenden -reichen umidealisiert wird, ist dabei nur noch werbefilmhistorisch von bedeutung. Auch weil die botschaft ja nicht in dieser weise zur erkenntnis beiträgt...
    berlusconi barilla , benedetto oder wie die mogule alle heißen die italien gekauft haben und wieder verkaufen, werden im bedarfsfalle zu zielscheibe des spottes, aber es führt nicht zu deren fall.

    Ansonsten konsumieren wir weiter deren belanglosigkeiten !
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#57 Uwe HofmannAnonym
  • 29.09.2013, 16:55h
  • Marktkauf bietet 30.09.-05.10.2013 barilla zu 1.49 /kg an.
    Schreibt doch einmal an Marktkauf, daß Ihr aufgrund der Äußerungen der Firmenvertretung es zwar begrüßt, ein solches Angebot zu finden, Ihr es aber ablehnt und boykottiert.

    Durch Feedback an die Wiederverkäufer kann auch Druck auf den Hersteller ausgeübt werden!
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#58 antosProfil
  • 30.09.2013, 20:01hBonn
  • Antwort auf #44 von stromboli
  • "Jeder privathaushalt der noch den eigenen teig herstellt, hat mindest ein gehütetes rezept der teigherstellung, die dann tatsächlich geniesbare unterschiede im teig feststellen lassen."

    Btw, lesenswertes Blog von 'Herrn Uffelmann', köstliche Nudeln:

    nutriculinary.com/2012/07/16/pasta-aus-feuergerostetem-weize
    n-neuentdeckung-alter-tradition/


    Wegen denen gehe ich ja sogar in einen der Bonner Öko-Supermärkte mit dämlichem Kinderbuchnamen, räume dort die Packungen aufs Kassenband, lege - warm übergossen von literweise Fremdscham und mit vibrierender kritischer Energie, ach was, mit massig kritischen Energien im Sonnengeflecht - ein knorriges, ultranatürliches 'Trennholz' hinter die fabrikgefertigten Papppackungen mit ihrem ebenfalls fabrikeingeschweißten Inhalt und zähle die Minuten, bis ich mit Zahlen dran bin, denn der Kassierer, mit seinem ausgewaschenen Karohemd wie immer in so einer typischen städtischen Bauernkleidungs-Adaption, übt sich ebenfalls wie immer in Entschleunigung und den Kassenautomaten lernt er offensichtlich auch täglich neu kennen, tipp, tipp, huch! Genug Zeit für mich, die Barbara-Rütting-artige Frau vor mir von hinten zu studieren samt ihren streng glutenfreien Einkäufen, die bleibt nämlich, wie solche Leute immer [IMMER], seelenruhig direkt vorm Kassierer stehen, um ihren Kram einzuräumen, als gäbe es keine anderen Menschen auf der Welt, speziell nicht hinter ihr, wo sie ja auch garantiert immer nach vorne schaut, diese unsoziale Scheißbratze. - Die Nudeln sind aber super!
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#59 sperlingAnonym
  • 30.09.2013, 23:17h
  • Antwort auf #58 von antos
  • >"als gäbe es keine anderen Menschen auf der Welt"

    das entspricht exakt meiner beobachtung. einer der gewichtigsten gründe, weshalb ich ungern im bio-supermarkt einkaufen gehe, sind die kund_innen dort, die nicht das geringste problem darin erkennen können, einen kinderwagen quer in den engen gang zu stellen, vor dem bezahlen an der kasse erst mal in zeitlupe 74 artikel in ihre designerjutetasche zu tetrissen oder gemeinsam mit der kassiererin alle inhaltsstoffe jedes artikels einzeln in bezug auf allergene unbedenklichkeit und politische korrektheit zu diskutieren, bevor sie sich endlich zum kauf entschließen.

    es gibt übrigens mindestens eine studie, die zeigt, dass bio-käufer_innen schlechteres sozialverhalten zeigen, d.h. im alltag unsolidarischer und rücksichtsloser sind als andere.
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#60 timpa354Ehemaliges Profil

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