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Kommentare zu:
Biphobie bekämpfen!


#1 MeineFresseAnonym
#2 HannibalEhemaliges Profil
  • 28.09.2013, 12:21h
  • Meine Güte! Was es nicht gibt, kann man auch nicht sehen. Ebenso ist das mit der Bisexualität. Alle Bisexuellen SIND nun mal verkappte Homos, die nicht aus dem Schrank kommen wollen und sich hinter "Bi" verstecken.
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#3 DennisgAnonym
  • 28.09.2013, 12:22h

  • Die "bisexuelle Unsichtbarkeit" betrifft vor allem die geringe Sichtbarkeit der männlichen Homoerotik allgemein.

    Man schaue sich in der Gesellschaft um, für die Heteroseite der Bisexuellen wird an allen Ecken was getan. Bisexuelle haben durch ihre teilweise Heterovorliebe immer noch mehr Normalitätserfahrungen als Homosexuelle.

    Wir sind eine heterodominierte Gesellschaft, deshalb sollen sich die Bisexuellen bei den Heteros wegen mangelnder Sichtbarkeit und Akzeptanz beschweren, nicht bei den bisher auch wenig geouteten Schwulen und Lesben. ( wieviel sind denn offen schwul und lesbisch in Deutschland? Längst nicht alle)

    Wir können gerne gemeinsam kämpfen, aber nicht indem die Anzahl von Schwulen und Lesben ohne Bi- Neigung klein geredet wird!
    Die allermeisten Bisexuellen befinden sich immer noch ungeoutet bei den Heteros.
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#4 Jan94Anonym
  • 28.09.2013, 12:30h
  • Antwort auf #2 von Hannibal
  • Das ist typisch für die Schwulenszene. Selbst Toleranz einfordern, aber gegenüber anderen einfach nur zutiefst intolerant und ausgrenzend sein.

    Schwule wie du stehen auf einer Stufe mit Leuten wie Geis oder Steinbach, denn auch ihr diskriminiert Menschen aufgrund ihrer Sexualität, die sich NIEMAND selbst aussucht.
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#5 ClaireGrubeAnonym
  • 28.09.2013, 12:30h
  • Toll! Jetzt hat die Schwulenszene die Bisexuellen entdeckt: An der jeder Ecke trifft man ja auch die Biphoben! Die Regierung muss dringend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, damit diese Diskriminierung verschwindet. Wir brauchen Beratungszentren, Kommunikationszentren, Bisexuelle, die in den Schulen aufklären und bisexuelle Street Worker!
    Wir brauchen viele neue Stellen für bisexuelle Sozialarbeiter, bisexuelle Therapeuten usw.
    Die EKD muss sofort eine Orientierungshilfe zu diesem Thema veröffentlichen! Es gibt noch viel zu tun!
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#6 MeineFresseAnonym
  • 28.09.2013, 12:31h
  • bisexuelle sind natürlich unsichtbar, sofern sie nicht in einer Dreierkonstellation als Paar auftreten.
    Denn wenn sie ihre heteroseite leben, werden sie hetero gelesen udn wenn sie ihre Homoseite leben, werden sie homo gelesen, ganz logisch eigentlich.
    Wie will man Bisexualität sichtbar machen ausser dass man sagt dass man bi ist? ich kann mir da nichts vorstellen.
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#7 HannibalEhemaliges Profil
#8 Victor112Anonym
#9 sperlingAnonym
  • 28.09.2013, 12:58h
  • ich möchte erst mal ein kompliment an den* autoren* loswerden: das ist ein wirklich hervorragender artikel. fundiert, faktenreich, differenziert, gut recherchiert - eine gute grundlage für die diskussion.

    ich wünsche mir mehr solche analysen auf queer.de!
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#10 HannibalEhemaliges Profil
#11 LollipopAnonym
#12 HannibalEhemaliges Profil
#13 timpa354Ehemaliges Profil
#14 FoXXXynessEhemaliges Profil
#15 LollipopAnonym
  • 28.09.2013, 13:44h

  • Merkst du nicht, was du da gerade von dir gibst?
    Das Gleiche sagen Homo-Gegner über Homosexualität.

    Aber vlt. ist dir das auch klar und du versuchst nur die Leute hier zu trollen :)
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#16 m123Anonym
  • 28.09.2013, 13:45h
  • Es gibt nur vier verschiedene Arten von sexueller Identität unter Menschen:

    - Asexualität
    - Heterosexualität
    - Homosexualität
    - Bisexualität

    Entweder man steht auf kein Geschlecht, auf Männer, auf Frauen oder auf Männer und Frauen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Oftmals werden fälschlicherweise folgende Begriffe unter dem Oberbegriff sexuelle Identität geführt:

    - Intersexualität
    - Transsexualität
    - Pansexualität

    Intersexualität ist aber trotz des irreführenden Namens keine sexuelle Identität, sondern bezeichnet die Uneindeutigkeit des biologischen Geschlechts. Besser ist die Bezeichnung Intergeschlechtlichkeit. Auch Transsexualität ist trotz des Namens keine sexuelle Identität, sondern ein irreführender Begriff. Besser ist der Begriff Transidentität, d. h. die Nichtübereinstimmung von biologischem Geschlecht und Geschlechtsidentität, verwenden. Pansexualität ist keine sexuelle Identität, sondern eine Einstellung. Menschen, die sich als pansexuelle bezeichnen, möchten sich lediglich gemäß ihrer Einstellung nicht in eine der vier Kategorien asexuell, heterosexuell, homosexuell oder bisexuell einordnen lassen, sie lehnen diese Begrifflichkeiten ab. Dennoch haben sie aufgrund ihrer tatsächlichen Empfindungen aber entweder eine asexuelle, heterosexuelle, homosexuelle oder bisexuelle Identität.
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#17 CHEppingProfil
  • 28.09.2013, 13:49h Berlin

  • Kann queer.de solche Leute wie Hannibal hier endlich mal sperren? Nur weil man schwul ist kann man trotzdem ein sexistisches arschloch sein wie er hier eindrucksvoll beweist. Ist aber auch echt schwer die Welt bunt und nicht nur schwarz weiß zu sehen. Auch einige andere Kommentare hier zeigen warum wir in Deutschland noch keine Gleichstellung haben. Wegen Leuten wie euch!
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#18 vulkansturmAnonym
  • 28.09.2013, 13:52h
  • Im Grunde ist die sexuelle Orientierung ein Kontinuum zwischen 100 % homo und 100 % hetero. Da passt die Wirklichkeit nicht in die 2 Schubladen homo und hetero , auch nicht wenn man noch eine dritte Schublade bisexuell dazu nimmt. Es gibt mehr Vielfalt, mehr Abstufungen.
    Solange Homosexuelle in einer heterosexuell dominierten Kultur nur akzeptiert, werden, wenn sie sich als von der heterosexuellen Norm eindeutig etwas Anderes, eindeutig Abgrenzbares darstellen, solange bleibt die Toleranz der Mehrheitsgesellschaft sehr brüchig. Wir, die wir uns als homosexuell begreifen, sollten das intolerante Spiel nicht mitspielen, und tolerant gegenüber allen Varianten sein. Also nicht jeden überwiegend Heterosexuellen, der ab und zu mal schwulen Sex hat, dazu zwingen wollen, sich als schwul zu outen. Und Menschen, die sich als bisexuell begreifen, nicht einfach nur Feigheit unterstellen, nur weil sie nicht so sind, wie wir sie gerne hätten.
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#19 michelleAnonym
  • 28.09.2013, 13:59h
  • danke für diesen artikel.
    ich habe mich selbst nie als bisexuell bezeichnet, weil ich genau dieser arroganz und häme entgehen wollte. was nicht gelang. dafür versuchte ich den fragen nach meiner sexuellen identität, von "beiden " seiten, mit beharren auf sexueller biographie zu begegnen. und ja, der vorwurf hiv in die community (in meinem fall in die lesben-community) zu tragen, der sass trefflich, genauso wie der mir angedichtete verrat oder die dauerunterstellung promisk und möglichst unentschieden, sprich bequem leben zu wollen. irgendwann war ich der fragen müde, habe mich als femme definiert und mich nur selten gewehrt, wenn ich als lesbe oder als hetera ,je nach gebrauch und belieben, fremddefiniert wurde. ich weiss nicht ob ich mich mit dem begriff bisexualität irgendwann noch soweit befreunden kann, dass ich ihn stolz für mich selbst benutze.
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#20 HannibalEhemaliges Profil
#21 IcefoxxProfil
  • 28.09.2013, 14:12hBerlin
  • Danke für diesen Artikel! So macht sich queer.de endlich mal seinem Namen alle Ehre!

    Wir Bisexuellen müssen endlich mal deutlicher Auftreten! Wie wäre es mal mit eigenem Wagen auf dem CSD? Oder bringt mal mehr Bi-Pride-Flaggen mit! Und wir müssen stolz zu unserer Orientierung stehen, hört nicht auf Trolle wie Hannibal, die LGBTQIA Community kann nicht nur Schwulen und Lesben allein gehören!
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#22 Harry1972Profil
  • 28.09.2013, 14:23hBad Oeynhausen
  • Zunächst kam mir der Artikel reichlich kopflastig daher, was eher abschreckt als dazu animiert, sich mit dem Thema zu befassen.
    Ich habe mir aber schon vor einigen Jahren Gedanken dazu gemacht, als es plötzlich möglich schien, daß ich als schwuler Mann auch Kinder haben könnte. Das hat meinen Gedankenapparat etwas angekurbelt.

    Ich habe mich seit meinem Teenageralter als schwul definiert und deshalb auch keinen Gedanken an eigenen Nachwuchs und schon gar nicht an eventuelle bisexuelle Anteile in mir verschwendet.
    So, wie es bei der heterosexuellen Sozialisierung ein klar umrissenes Bild gibt, dem sich der heterosexuelle Jugendliche anpasst, gibt es das ja auch für homosexuelle Jugendliche. Diese soziologischen Rollenbilder verhindern letztenendes aber eine weitergehende Auseinandersetzung mit der eigenen sexuellen Identität.
    So bin ich dann eben vor ein paar Jahren, als ich über eigene Kinder nachdachte, plötzlich darauf gekommen, daß ich ja vielleicht doch auch bisexuelle Anteile in mir trage, die ich aber durch meine schwule Sozialisation erfolgreich unterdrückt habe.
    Ich habe noch nie mit einer Frau Sex gehabt, doch werde ich nicht pauschal ausschliessen, daß ich nicht doch irgendwann einmal Sex mit einer Frau haben werde, auch wenn ich inzwischen zu alt bin, um noch Vater zu werden.

    Ich bin der Meinung, bei dem Thema geht es vorallem darum, die eigenen Begrenzungen im Denken zu überwinden.
    Dann erst kann es gelingen, sowohl hetero- als auch homonormative Vorgaben zu überwinden und jeden Menschen so sein zu lassen, wie er nunmal ist.
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#23 AntiHeterosexismAnonym
  • 28.09.2013, 14:25h
  • Antwort auf #3 von Dennisg
  • Du bringst es zu 100% auf den Punkt. Es ist unfassbar, dass einige Bisexuelle bei jeder Gelegenheit Schwule und Lesben als die bösen Unterdrücker und Diskriminierer angreifen. Dabei ist es die bürgerlich-heteronormative Gesellschaft, die HOMOsexualität unterdrückt, von kleinauf und von Kindesbeinen an. Und da manche Bisexuelle diese aggressiv heteronormativen Muster anscheinend stark verinnerlicht haben, treten sie hier auch immer wieder genau im Sinne der Aggressoren auf. Es hat keine zwei Stunden gedauert, bis der neueste Artikel dieser Kampagne, von der mir bis jetzt nicht klar ist, wie sie Solidarität fördern soll (wenn Opfer und Täter der sexuellen Unterdrückung und die sexuellen Unterdrückungsverhältnisse als solche von Anfang an nicht zutreffend analysiert bzw. verdreht werden), wieder die Leute auf den Plan ruft, die Homosexualität als "Schublade" diffamieren, die ja so furchtbar einengt und blablabla.

    Wenn Schwule und Lesben in dieser Gesellschaft von irgend etwas eingeengt und terrorisiert werden, dann von eben diesem Heterosexismus, den auch so mancher Bisexueller qua gesellschaftlicher Prägung offensichtlich stolz vor sich herträgt. Es bleibt auch dabei: Wir brauchen in dieser Gesellschaft deutlich mehr - und nicht etwa noch weniger - Räume, in denen Mensch ausdrücklich NICHT hetero ist und sein muss und ihm auch nicht andauernd die allgegenwärtigen Heterosexismen aufgezwungen werden , weder zu 100% noch zu 50% noch zu 10% !!

    Es wird vermutlich nicht lange dauern, und einige Bisexuelle werden hier wieder von ihrem angeblich so unwiderstehlichen Hetero-Sex schwärmen. Mancher Schwuler mit Hetero-Erfahrungen wird müde lächeln und sich denken: Jungs, get over it!! Aber ganz so spaßig ist es dann doch nicht, denn letzten Endes sind das exakt die Verhaltensmuster des ohnehin in dieser Gesellschaft allgegenwärtigen, heteronormierenden (und selbst -normierten) Aggressors, der schon homosexuell empfindende Jugendliche in Depressionen und immer wieder in den Suizid treibt. Und Schwule und Lesben haben das Recht, zu solchen Verhaltensmustern klipp und klar "Shut up" und "F*ck off" zu sagen!
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#24 lurchixProfil
  • 28.09.2013, 14:28h Hamburg

  • Schöner Artikel. Schwule und Lesben können nur von einem Outing der Bisexuellen profitieren. Wenn mehr Leute zu ihrer sexuellen Neigung stehen, wird die Akzeptanz grösser und der Druck, sich in eine Schublade einzuordnen, kleiner.
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#25 SchubladeAnonym
#26 Foxie
#27 Nur mal soAnonym
  • 28.09.2013, 14:44h
  • Antwort auf #22 von Harry1972
  • "als ich über eigene Kinder nachdachte, plötzlich darauf gekommen, daß ich ja vielleicht doch auch bisexuelle Anteile in mir trage, "

    Schon mal darüber nachgedacht, dass das nichts mit der Frage Homo-/Hetero-/Bisexualität zu tun hat?

    Und dass dein Denken, Fühlen und Wünschen ebenso tiefgreifend gesellschaftlich geprägt ist wie das aller anderen Menschen auch?
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#28 vulkansturmAnonym
  • 28.09.2013, 14:46h
  • Antwort auf #23 von AntiHeterosexism
  • Der von Dir beklagte "Heterosexismus" ist ja gerade dadurch gekennzeichnet , dass Heterosexuelle und Homosexuelle als völlige Gegensätze angesehen werden, und man nicht tolerieren kann, dass es noch Abstufungen dazwischen gibt. Wirkliche Toleranz gegenüber Homosexuellen, werden wir nur erleben, wenn Heterosexuelle angstfrei dazu stehen können, wenn sie mehr oder weniger häufig oder selten homosexuelle Begegnungen haben oder hatten. Und Menschen sich auch als Bisexuell definieren können, ohne von beiden Seiten, sowohl von heterosexueller wie auch von homosexueller Seite eins auf den Deckel zu bekommen. Die Akzeptanz von Bisexuellen ist ganz entscheidend dafür, dass eine nachhaltige verlässliche Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft entstehen kann.
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#29 Kim SchicklangAnonym
  • 28.09.2013, 14:49h
  • Wer unzulässigerweise missachtet, dass Sichtbarkeit etwas mit Sichtbarkeit zu tun hat und Begriffe wie Trans* vereinnahmen sind, da SEX und GENDER ein Unterschied sind und es auch transsexuelle Menschen sowie transgender-Personen gibt, sollte einfach mal den Rand halten. Diese Heuchelei nervt dann nämlich nur.
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#30 Kim SchicklangAnonym
  • 28.09.2013, 14:52h
  • Antwort auf #16 von m123
  • Transsexualität hat mit Identität nichts zu tun. Wer transident ist, kann sich gerne so nennen, er soll aber bitte transsexuellen Menschen (Menschen, die mit entgegengeschlechtlichen körperlichen Merkmalen geboren werdsen) nicht sagen, sie seien Menschen, deren zentrales Lebensthema eine wie immer geartete Identitätssuche sei.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#31 Aus Bad HomburgAnonym
  • 28.09.2013, 14:57h
  • Über das Thema Bisexualität wird viel zu wenig geredet, auch und gerade in den "schwulen Medien". Dabei zeigt schon alleine die neueste Umfrage von 2011, und zwar daß es momentan in Deutschland nur etwa 34.000 eingetragene Lebenspartnerschaften gibt, daß ein übergroßer Teil der deutschen schwullesbischen Community sich eher bisexuell als ausschließlich homosexuell fühlt bzw. auch lebt.
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#32 AntiHeterosexismAnonym
  • 28.09.2013, 14:59h
  • Antwort auf #28 von vulkansturm
  • Warum verdrehst und verzerrst du die tatsächlichen Unterdrückungsverhältnisse und tust so, als ob Hetero- und Homosexualität in dieser Gesellschaft auch nur annähernd gleichbehandelt werden??

    Heterosexismus ist genau dadurch gekennzeichnet, dass JEDEM Menschen von kleinauf HETEROsexualität aufgezwungen wird. Und die sich auffällig häufenden, realitätsverdrehenden Bi-Kampagnen, die sich gerade nicht in erster Linie gegen die unterdrückerische Gesellschaft und ihre Unterdrückung von HOMOsexualität richten, tragen in dieser Form leider auch dazu bei, selbstbewusstes Schwul- und Lesbischsein einmal mehr zu stigmatisieren und zu unterdrücken und, wie man an immer wiederkehrenden Beiträgen mancher Bisexueller in diversen Threads sieht, nebenbei Schwule und Lesben über mindestens "bisexuelle Anteile" wieder zurück ins Hetero-Reich holen zu wollen. Dass auf eine solche falsche Analyse der gesellschaftlichen Unterdrückungsverhältnisse und letztlich Reproduktion heterosexistischer Verhaltensmuster gegenüber Schwuler und Lesben negative und Abwehrreaktionen folgen, ist nicht nur verständlich, sondern auch sachlich berechtigt.
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#33 thankyouAnonym
  • 28.09.2013, 14:59h
  • Ein sehr guter Artikel.
    Und wie wir sehen auch dringend nötig.
    Die ersten User-Kommentare die Bisexuelle mal wieder kräftig durch den Dreck ziehen oder ihnen Solidarität versagen sind ja schon da.

    Deshalb danke Freddy Schindler.
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#34 SilverclawEhemaliges Profil
  • 28.09.2013, 15:02h
  • Vor allem gibt es das Stereotyp das Bisexuelle IMMER beides brauchen. Tja ich hab genau diese Erfahrung gemacht. Darum kommt auch kein Bi mehr als Partner für mich in Betracht. Scheinbar scheint ja an Stereotypen was dran zu sein,mmhh?
    Jeder sorgt selbst durch sein Verhalten dafür das er/sie/es diskriminiert wird.
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#35 compatibilityAnonym
  • 28.09.2013, 15:11h
  • Antwort auf #34 von Silverclaw
  • viele menschen wünschen sich vermutlich, dass ihre sexuelle orientierung und präferenz in einer beziehung möglichst gut mit derjenigen ihres partners übereinstimmt. das ist ja auch nachvollziehbar und verständlich. wenn ich mir als schwuler vorstelle, mein freund würde frauen hinterherschauen oder sich in manchen situationen nicht anders als eine hete verhalten, dann weiß ich, dass ich sowas definitiv weder brauche noch will. eine möglichst gute und (selbst-) bewusste übereinstimmung der gefühle und bedürfnisse (und eine offene kommunikation darüber) sind hier in den meisten fällen wohl schon sehr hilfreich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#36 Harry1972Profil
  • 28.09.2013, 15:14hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #27 von Nur mal so
  • Da hast Du einen einzelnen Satz herausgepickt, obwohl der restliche Beitrag sich doch genau darum dreht, was Du mir nahelegst.

    Es geht um Denkmuster, die durchbrochen werden müssen und natürlich bin ich mir dessen bewusst, daß meine Sozialisation grundlegend durch die mich umgebende Gesellschaft geprägt ist.

    Also entweder hast Du meinen Beitrag nur überflogen oder bei dem zitierten Satz aufgehört.

    Das Thema der eigenen Kinder war bloß das Thema, welches eine zuvor bestehende gedankliche Grenze gesprengt hat und mich dazu brachte, mein Schwulsein infrage zu stellen. Da bin ich nunmal zu dem Schluss gekommen, daß ich mir das Label "Schwul" ganz selbstverständlich verpasst hatte und damit jeden weiteren Gedanken verdrängt habe. Ganz so, wie es bei Heteros eben auch ist. Man fügt sich ein und damit passt das "begrenzte" Weltbild.

    Das Thema ist sicherlich unbequem und fordert den Einzelnen dazu auf, sich mal den Kopf zu zerbrechen. Deshalb auch die teils extremen Kommentare hier. Der Mensch ansich mag es ja bequem und wer daran rüttelt, wird erstmal niedergebrüllt. Uralte Mechanismen eben...
    ...und da trennt sich auch die Spreu vom Weizen, was Diskussionspartner angeht, die sich lohnen. Hier mit Allgemeinplätzen um sich zu werfen, bringt leider gar nichts.
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#37 vulkansturmAnonym
  • 28.09.2013, 15:22h
  • Antwort auf #32 von AntiHeterosexism
  • Warum verdrehst Du meine Worte. Ich bestreite, weder, dass Homosexuelle von Heterosexuellen unterdrückt werden, noch dass von klein auf allen Heterosexualität aufgezwängt wird. Trotz aller Unterdrückung gibt es aber viele überwiegend heterosexuelle Menschen, die gelegentlich heimlich
    homosexuelle Begegnungen haben und trotz aller Unterdrückung gibt es Menschen, die sich als bisexuell begreifen, nicht nur aus Angst, davor als homosexuell abgestempelt zu werden, sondern weil beide Geschlechter für sie anziehend sind.
    Je mehr aber Heterosexuelle offen zu ihren gelegentlichen sexuellen Abenteuern mit dem gleichen Geschlecht, angstfrei stehen können, und je mehr Menschen sich als bisexuell outen können, um so weniger werden Homosexuelle unterdrückt werden. Solange eigene Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht von Heterosexuellen und Bisexuellen verschämt verschwiegen werden, solange existiert der von Dir beklagte Heterosexismus und die Zwangsheterosexualisierung weiter und es wird keine nachhaltige Akzeptanz von Homosexuellen durch die heterosexuelle Mehrheit geben,
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#38 proud and gayAnonym
  • 28.09.2013, 15:47h
  • Antwort auf #36 von Harry1972
  • da solltest du vielleicht nicht allzu schnell von dir auf andere schließen.

    ich für meinen teil habe mir nicht "das label 'schwul" ganz selbstverständlich verpasst" (wer bringt einem das denn auch in dieser gesellschaft bei? das genaue gegenteil ist der fall! schwulsein gilt es zu vermeiden, so sehr es nur geht! schwulsein gilt als sozialer tod, inzwischen schon unter pubertierenden jugendlichen!), sondern es lief so wie bei den meisten schwulen, die ich kenne:

    zuerst ging ich davon aus, dass ja alle menschen per naturgesetz auf jeden fall hetero sind. so habe ich mir, als sich meine homosexualität nicht mehr verdrängen ließ und ich sie allmählich entdeckt habe, dann auch erst einmal das label "bi" verpasst, obwohl ich eigentlich schon immer nur an jungs/männern interessiert war. "bi" hatte auf mich und anscheinend auch auf viele andere jungs/männer, die ich kannte/kenne, eine leicht "beruhigende" wirkung, da ich mich damit ja (zumindest noch) nicht völlig abseits der "normalen" gesellschaft bewegte. und auch ein "ungeoutetes" (häufigste buchstabenfolge bei gayromeo??) leben mit verstecktem schwulsein möglich erschien. "ein bisschen bi schadet nie" lautet ein bekannter spruch.

    erst allmählich habe ich dann, wie auch viele andere schwule, meine identität tatsächlich selbst reflektiert und erkannt, dass ich schon immer schwul gewesen bin. an dem versteck-label "bi" scheint also, zumindest in gar nicht so seltenen fällen, durchaus etwas dran zu sein.
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#39 ClaireGrubeAnonym
  • 28.09.2013, 15:51h
  • Warum lassen die Schwulen die Bisexuellen nicht einfach in Ruhe?
    Wenn Bisexuelle Sex mit Schwulen haben wollen, werden sie kein Problem haben, durch Gayromeo oder an Schwulentreffpunkten welche zu finden. Die meisten Bisexuellen wollen aber überhaupt keinen Sex mit Schwulen, weil die ihnen zu szenig, zu tuntig, zu schrill oder zu versifft sind. Nur ca. 0,1% aller Bisexuellen sind in sogenannten Bisexuellengruppen organisiert. Und dort sind meistens Schwule aktiv, die behaupten, bi zu sein. Diese Schwulen haben oft in der Schwulenszene alle durch und suchen in Bi-Gruppen natürlich gebliebene Männer, oft verheiratet und mit Kindern.
    Viele Bisexuelle WOLLEN überhaupt keine ganzheitliche Betrachtungsweise ihrer Bisexualität, weil sie sich in der Heterowelt mit Frau und Kindern eingerichtet haben und dies auch ganz bewusst nicht aufgeben wollen. Denn wer zuletzt lacht, lacht am besten. Später im Alter haben diese verheirateten Bisexuellen Familie, Kinder und Enkelkinder und ein pralles Leben um sich herum, während Schwule vereinsamt in ihrer Zweizimmerhochhauswohnung unter einer Regenbogenflagge sitzen und ihren "Gay Pride"feiern....
    Dass man jetzt plötzlich die "Biphobie" entdeckt, kann nur den Sinn haben, neue finanzielle Mittel von der Regierung locker zu machen.
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#40 Foxie
  • 28.09.2013, 15:58h

  • Sich nicht in Schubladen einordnen zu lassen, zu sein, wie man ist und das zu leben und zu zeigen ist SELBSTBEWUSSTSEIN und FREIHEIT.
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#41 AntiHeterosexismAnonym
  • 28.09.2013, 16:00h
  • Antwort auf #37 von vulkansturm
  • Dein Beitrag unterstreicht einmal mehr, dass du die sexuellen Unterdrückungsverhältnisse nicht so anerkennst, wie sie sind. Daraus, dass Bisexuellen, die ausdrücklich heterosexuelle Anteile haben, ihre homosexuellen Anteile von der Gesellschaft zugestanden und erlaubt werden, folgt noch lange keine Gleichberechtigung und Anerkennung der Perversen, die eben explizit zu NULL Prozent der heterosexuellen Norm entsprechen, die dankend oder nicht dankend auf jede "Integration" ins Reich der Heterosexualität verzichten, sondern eben ausdrücklich HOMO sind!

    Genau hier liegt auch der klare und deutliche Unterschied in der gesellschaftlichen Situation von Homosexuellen einer- und Bisexuellen andererseits.

    Eher ist es so, dass erst dann, wenn Homosexualität, Schwul- und Lesbischsein, gesellschaftlich vollständig gleichberechtigt sind, vom ersten Moment an, auch eine freie und selbstbestimmte Entwicklung von Bisexuellen möglich sein wird. Das Hindernis hierfür liegt gewiss nicht bei bösen emanzipierten Schwulen und Lesben - wenn irgend jemand Freiheiten auch für die HOMOsexualität von Bisexuellen erkämpft hat (und nur die wird gesellschaftlich diskriminiert), dann sind es eben diese Schwulen und Lesben! Sondern in der Basis und den daraus erwachsenen Grundstrukturen und der Ideologie der bürgerlichen Gesellschaft, die jedem Menschen im Sinne ihrer (Re-) Produktionsverhältnisse Heterosexualität aufzwingt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#42 stimme dir zuAnonym
#43 Schwul und ruhigAnonym
#44 HomophobieAnonym
  • 28.09.2013, 16:13h
  • Antwort auf #39 von ClaireGrube
  • bekämpfen!

    ClaireGrube schreibt am 28.09.2013, 15:51:59 Uhr:

    "Denn wer zuletzt lacht, lacht am besten. Später im Alter haben diese verheirateten Bisexuellen Familie, Kinder und Enkelkinder und ein pralles Leben um sich herum, während Schwule vereinsamt in ihrer Zweizimmerhochhauswohnung unter einer Regenbogenflagge sitzen und ihren "Gay Pride"feiern...."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#45 alle gespanntAnonym
#46 Harry1972Profil
  • 28.09.2013, 16:33hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #38 von proud and gay
  • Du sagst, ich solle nicht von mir auf andere schliessen, was ich ja auch nicht getan habe. Ich habe beschrieben, wie es bei mir gelaufen ist.

    Anschliessend tust Du genau das, was Du mir vorwirfst. Du entwirfst ein scheinbar allgemeingültiges Szenario von dem Jugendlichen, der Homosexualität komplett verdrängt und beschreibst dann den "klassischen" Weg der "Gaywerdung".
    Das es bei mir überhaupt niemals so gelaufen ist, wie Dein Musterbeispiel es fordert, willst Du nicht anerkennen.
    Ich habe meine Homosexualität niemals verdrängt, ich habe mich gegenüber anderen Teenagern einfach neutral verhalten, da ich mir durchaus bewusst war, als Schwuler ein Aussenseiter zu sein.
    Mir war aber zu jedem Zeitpunkt klar, daß ich anders bin und habe nicht etliche Jahre damit verschwendet, mich erst als bisexuell zu deklarieren.

    Hast Du etwa ein Problem damit, daß nicht jeder Schwule sich über den Umweg "bi" zu seinem Schwulsein bekennt?

    Auch Du willst nicht begreifen, daß es um Denkmuster geht, wenn Du Deine Bi-These mit imaginären Freunden untermauerst, denen es genauso erging wie Dir.
    Ich habe auch mit keinen Wort abgestritten, daß viele Schwule diesen Weg gehen doch muss es daneben auch tausend andere Wege geben, sich mit seiner Sexualität auseinander zu setzen.
    So, wie ich tatsächlich ganz "natürlich" das Label schwul für mich übernommen habe, habe ich mir selbst eine Grenze im Denken gesetzt und genau das machst Du noch immer.

    So, wie es Männer und Frauen gibt, die sich erst als hetero, dann als bi und schliesslich als schwul oder lesbisch begreifen, gibt es diese Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität auch in vielen anderen Facetten.
    Das kannst Du nicht einfach abstreiten.
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#47 Harry1972Profil
  • 28.09.2013, 16:43hBad Oeynhausen
  • Ganz klar geht es bei den meisten Kommentaren hier nur um Abgrenzung.
    Da wird kleinmütig das eigene Weltbild verteidigt, nicht bereit, auch nur einen Meter weiter zu denken.
    Schon geil, wie die zu recht gescholtene "Heteronormativität" hier lediglich einen anderen Anstrich verpasst bekommt, im Kern aber ganz genau kopiert wird.
    Das erinnert mich schwer an die Denkweise von Leuten, die als "gute Homos" ihre Reihenhausidylle pflegend, auf die "bösen Homos" herabblicken.

    Abgrenzung um jeden Preis. "Ich bin besser als Du" als Vehikel des zerbrechlichen Selbstbildes.

    ...und sowas nennt sich emanzipiert. Unfassbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#48 David77Anonym
#49 MeineFresseAnonym
  • 28.09.2013, 17:34h
  • Antwort auf #39 von ClaireGrube
  • woher weisst du denn was "die Bisexuellen" wollen? Vielleicht reicht es nicht jedem, ab und zu mal Sex mit irgendeinem männlichen Wesen zu haben, vielleicht wollen manche eine richtige Beziehung mit einem Mann und wenn sie alt sind mit dem zusammen auf dem Sofa sitzen.

    Und Fortpflanzug ist auch kein garant für "pralles Leben" im Alter. Frag doch die ins Altenheim abgeschobenen Senioren die keiner mehr besucht, geschweigedenn ihre Enkelkinder.

    Solch extreme Gegenüberstellungen entsprechen selten der Realität.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#50 David77Anonym
#51 sozialpsychologeAnonym
  • 28.09.2013, 18:14h
  • Antwort auf #47 von Harry1972
  • bezeichnend, dass die beleidigungen und stigmatisierungen von schwulen, auch in diesem thread, dich noch nie zu vergleichbarer hyperaktivität veranlasst haben. das feindbild scheint ausgemacht: der dumme und zugleich böse normierende homo, der doch völlig unreflektiert und gedankenlos das "label schwul" einfach übernommen hat.
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#52 SchockierendAnonym
  • 28.09.2013, 18:27h
  • Antwort auf #48 von David77
  • dass dir zu den unerträglichen, heterosexistischen Ausfällen von "ClaireGrube" gegen Schwule nichts anderes einfällt als Plattitüden über GayRomeo.

    Dennoch erlaube ich mir eine Antwort zu deinen GR-Ausführungen:

    Ich bevorzuge Sex mit Männern, die dieselbe sexuelle Orientierung haben wie ich, die also stolz und selbstbewusst schwul sind!
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#53 Harry1972Profil
#54 FAZITAnonym
  • 28.09.2013, 18:40h
  • Der Druck auf Schwule, doch noch irgendwie, irgendwo, irgendwann wenigstens zu ein paar Prozent hetero oder zumindest immer schön "offen" dafür zu sein, nimmt zu!

    Den Druck auf Heteros, doch noch irgendwie, irgendwo, irgendwann wenigstens zu ein paar Prozent schwul zu sein, gibt es nicht!
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#55 Harry1972Profil
#56 FAZIT IIAnonym
#57 KathiGr
  • 28.09.2013, 19:03h
  • Antwort auf #34 von Silverclaw
  • "Jeder sorgt selbst durch sein Verhalten dafür das er/sie/es diskriminiert wird."

    Interessant, wie du hier alle Bisexuellen über einen Kamm scherst. Als ob wir uns alle gleich verhalten würden. Für mich kommt beispielsweise nur eine monogame Beziehung in Frage. Wie passt das denn zu deinem Vorurteil?
    Außerdem: Wie haben denn die Homosexuellen dazu beigetragen, dass ihnen nach wie vor die Ehe vorenthalten wird?
    Immer schön dem Opfer die Schuld für die Diskriminierung geben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#58 KathiGr
#59 David77Anonym
  • 28.09.2013, 19:20h
  • Antwort auf #52 von Schockierend

  • Das ist mir schon klar, aber es wäre interessant zu lesen wie ein bi dazu steht. Ist der sex unter einem anderem label weniger schwul?
    Bei gr finde ich es schlimmer dass manche meinen andere als "schwuchteln" titulieren zu müssen weil sie glauben somit möglichst männlich zu wirken.
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#60 Cool schwulAnonym
  • 28.09.2013, 19:28h
  • Antwort auf #58 von KathiGr
  • Ich weiß nicht, von welchen Homosexuellen du redest. Ich mache lediglich meine eigene Präferenz als Schwuler klar und verlange (Frei-) Räume in dieser Gesellschaft, in denen ich endlich einmal frei von den allgegenwärtigen heterosexuellen Inszenierungen, Gesten, Symbolen, Ritualen sein kann. Auch wenn sie in der Verpackung "Bisexualität" daherkommen. Irgend jemanden zu irgendwelchen "Entscheidungen" zu drängen, liegt mir fern. Darauf müssen diejenigen, die es betrifft (und die Coming-out-Biografien vieler SCHWULER belegen, dass es offensichtlich nicht wenige sind, die diesen "Umweg" gesellschaftsbedingt beschreiten) schon selbst kommen, oder auch nicht. Oder besser: Wir alle sollten dafür sorgen, dass Heteronormativität in allen Bereichen und auf allen Ebenen bekämpft wird.

    Diesen klaren Blick auf die tatsächlichen Unterdrückungsverhältnisse und das eigentliche Problem vermisse ich bei der aktuellen Debatte, bei der vor allem immer wieder Schwule und Lesben zum Problem erklärt werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#61 KathiGr
#62 empirieAnonym
  • 28.09.2013, 19:36h
  • Antwort auf #59 von David77
  • bei gay romeo kann man - ganz in dem von dir angesprochenen sinne - unendlich viel material zur gesellschaftlichen konditionierung und prägung sich selbst so bezeichnender bisexueller sammeln.

    warum setzen bisexuelle sich nicht zuerst einmal damit auseinander, anstatt andauernd gegen schwule zu schießen??
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#63 Foxie
  • 28.09.2013, 19:44h

  • Die Bewertungen der bi-freundlichen Kommentare sprechen für sich.
    Immer diese Schubladeneinteilung!
    Wer ist wann und warum bi- oder homo?
    Wer mal hetero verheiratet war und Kinder gezeugt hat, darf er sich noch
    schwul nennen. Und wer nicht verheiratet war, mal was mit wenig Frauen, mehr mit Männern hatte, ist der dann schwuler?
    Fragen über Fragen! Baut doch einen Test, mit %-Skala!
    War natürlich Ironie! Danke für die roten Minuspunkte, mit denen ich sicher gleich bedacht werde.
  • Antworten » | Direktlink »
#64 KathiGr
  • 28.09.2013, 20:01h
  • Antwort auf #22 von Harry1972
  • "Ich habe mich seit meinem Teenageralter als schwul definiert und deshalb auch keinen Gedanken an eigenen Nachwuchs und schon gar nicht an eventuelle bisexuelle Anteile in mir verschwendet."
    -> Das ist wirklich sehr sonderbar formuliert. Ein Schwuler kann keine "bisexuellen Anteile" haben. Bisexuelle Anteile gibt es nicht. Entweder du bist schwul oder bisexuell.

    "So, wie es bei der heterosexuellen Sozialisierung ein klar umrissenes Bild gibt, dem sich der heterosexuelle Jugendliche anpasst, gibt es das ja auch für homosexuelle Jugendliche."
    -> Richtig. Das nennt sich Monosexismus.

    "Ich habe noch nie mit einer Frau Sex gehabt, doch werde ich nicht pauschal ausschliessen, daß ich nicht doch irgendwann einmal Sex mit einer Frau haben werde."
    -> Wie meinst du das? Bitte reduziere Bisexualität nicht auf Sex mit Männern und Frauen. Ein Mann, der auf Männer steht und mal Sex mit einer Frau hat, ist nicht automatisch bisexuell. Es kommt darauf an, ob er auch tatsächlich auf Frauen steht.
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#65 michelleAnonym
  • 28.09.2013, 20:10h
  • Antwort auf #58 von KathiGr
  • dito auf der anderen seite.
    oder viel mehr: vorallem frauen haben von mir eine entscheidung verlangt. entweder oder.
    die brennenste frage :" was bist du. lesbisch oder hetera" gipfelte in der aufgedrückten antwort: für die einen verräterin, für die anderen verführerin, und immer konkurenz.

    männer haben eher versucht zu verniedlichen und ignorieren - oder
    wurden übergriffig.

    ( n.b: das wissen und die erfahrung darum, dass der kleine unterschied immer noch grösser ist, als die unterschiedlichen schubladen und abgrenzungsversuche, bestätigt sich trotz allem immer wieder.
    das hat mir wahrnehmbar mehr zu schaffen gemacht, als alle definitions- und entscheidungszwänge. )
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#66 seb1983
  • 28.09.2013, 20:13h
  • Antwort auf #54 von FAZIT
  • Wie kann man sich dermaßen persönlich angefasst fühlen nur weil einige!! Kommentatoren das etwas offener sehen für sich selbst??
    Immer alles so pauschalisieren zu müssen...

    Wie du richtig sagst: Den Druck etwas schwul (=bi) zu sein gibt es nicht.
    Dass es Schwule gibt wird außer kompletten Vollpfosten kein Hetero abstreiten.

    Aber: Wenn ein Junge einmal jemand anderem einen geblasen hat dann ist er... eben, schwul und nicht bi für seine Kollegen.
    Von Schwulen bekommt er gleichzeitig drauf dass er halt noch braucht bis er zugibt schwul zu sein.

    Diese Stolz-Sache habe ich nie ganz verstanden, wie kann man stolz auf etwas sein wofür man nichts getan hat? Stolz schwul zu sein, stolz ein Mann zu sein, stolz Deutscher zu sein?
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#67 IcefoxxProfil
  • 28.09.2013, 20:40hBerlin
  • Es ist echt anstrengend...
    Wo wird bitte in diesem oder irgendeinem Artikel erwähnt, dass Homos ihre 'bisexuelle' Seite ausprobieren sollen?
    Wenn ihr euch nur für euer gleiches Geschlecht interessiert, ist doch schön, euch zwingt keiner dazu, jemand anderes zu poppen als jemanden, der euch anmacht.
    Aber warum zum Henker scheißt ihr Bisexuelle an? Wovor habt ihr so ne Angst?
  • Antworten » | Direktlink »
#68 Stein
  • 28.09.2013, 21:21h
  • ich finde die streiterein traurig. dabei sind wir bisexuelle doch teil der queerwelt.

    es ist so schade wir uns durch solche streiterein selber kraft stehlen, die wir eigentlich für den kampf umgleichberechtiung bräuchten.

    aber das vorurteil gibts ja leider so oft, das wir uns nur nicht zu unserer homosexuallität bekennen könnten

    danke an freddy schlindler für den tollen artikel :)
  • Antworten » | Direktlink »
#69 PrioritätenAnonym
  • 28.09.2013, 22:19h
  • setzen!

    img27.imageshack.us/img27/402/bzga2.jpg

    Es gibt weitaus Sinnvolleres zu tun in einer Gesellschaft, in der beispielsweise Jungs und männliche Jugendliche nicht einmal ansatzweise dieselben Möglichkeiten körperlicher und emotionaler Nähe zu anderen Jungs haben, wie das bei Mädchen/weiblichen Jugendlichen der Fall ist, als ganz nach dem Muster des heteronormativen Aggressors gegen Schwule und Lesben zu hetzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#70 GelesenAnonym
  • 28.09.2013, 22:28h
  • Antwort auf #67 von Icefoxx
  • Wer in dem Artikel (und nicht nur in diesem) und in diversen Kommentaren wen "anscheißt", ist für jeden Menschen mit minimaler Lesekompetenz eigentlich klar.

    Es ist das gute Recht von Schwulen und Lesben, sich gegen Verhaltensmuster zu wehren, die das Problem nicht in den gesellschaftlichen, HETEROnormativen Unterdrückungsverhältnissen, sondern vor allem bei emanzipierten Schwulen, die sich ihre schwul/lesbische Identität gegen alle möglichen Widerstände immer wieder erkämpfen müssen, suchen.

    Wer Schwule und Lesben zu einem seiner angeblichen Hauptprobleme erklärt und die gesellschaftlichen Verhältnisse damit ad absurdum führt, braucht sich über Abwehrreaktionen nicht zu wundern.
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#71 KathiGr
#72 David77Anonym
  • 28.09.2013, 22:31h
  • Antwort auf #66 von seb1983

  • Ganz einfach! Stolz darauf zu sich zu stehen, sich nicht zu verbiegen, nicht zu verstellen.
    Wenn dein coming out easy war und du nie gegen widerstände kämpfen musstest, kannst du das nicht nachvollziehen.
    Was ist das gegenteil stolz? Scham. Das, was viele früher empfunden haben, weil das so eingebleut wurde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#73 KathiGr
#74 bäääääämAnonym
#75 KathiGr
  • 28.09.2013, 22:58h
  • Antwort auf #60 von Cool schwul
  • "Ich verlange (Frei-) Räume in dieser Gesellschaft, in denen ich endlich einmal frei von den allgegenwärtigen heterosexuellen Inszenierungen, Gesten, Symbolen, Ritualen sein kann. Auch wenn sie in der Verpackung Bisexualität daherkommen."

    Wow! Du setzt also Bisexualität mit Heterosexualität gleich. Das ist absolut nicht in Ordnung. Bisexuelle sind nicht hetero! Du bist nicht nur biphob, sondern auch heterophob. Und das ist genauso inakzeptabel wie Homophobie.

    Wenn für dich schon die bloße Darstellung von verschiedengeschlechtlicher Liebe ein Problem ist, dann bist du auch nicht besser als Putin, der die öffentliche "Zurschaustellung" von gleichgeschlechtlicher Liebe verboten hat. Leute wie Putin und du müssen endlich kapieren, dass eine "Zurschaustellung" keine Bedrohung oder Anwerbung ist.
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#76 David77Anonym
#77 GedankenAnonym
  • 28.09.2013, 23:08h
  • Antwort auf #68 von Stein
  • Was ist eigentlich an der Feststellung, ausdrücklich auch der Hetero-Norm entsprechen zu wollen und auf seine zumindest anteilige Heterosexualität zu pochen, so "queer"?? Es entspricht eher dem und stabilisiert eher das, was die Gesellschaft allen Menschen von Anfang an überstülpt und aufzwingt. Im Zweifelsfall kann der Bisexuelle immer auch zurück ins heteronormierte bürgerliche Leben mit Frau, und in der Praxis sieht das ja auch nicht selten so aus. Emanzipierte Schwule und Lesben wollen das gerade nicht.
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#78 Kristian
  • 28.09.2013, 23:12h
  • Netter Beitrag. Ich würde gerne mal so einen verständigen Beitrag zur Homopädosexualität lesen (also Mann, Junge) - die sexuelle Minderheit, die eigentlich längst zum queeren Spektum dazugehören müsste und es nur aufgrund von gesellschaftlich tief verankerten Fehl- und Vorurteilen nicht ist.

    Zum Konzept der Bisexualität: Ich laufe durch eine Fußgängerzone. Personen, die mich potentiell sexuell interessieren: zwölf Jungen, zwei Männer und eine Frau. Ich lebe mit einem Mann in einer sexuell erfüllenden, auf Lebenszeit angelegten Partnerschaft mit eigenem Kinderwunsch. Bin ich jetzt pädosexuell/pädophil, schwul, bisexuell oder gar trisexuell? Diese engen Schubladenkonzepte mit nur + - hetero/ - + homo/ - - asexuell/ + + bi werden doch einem Großteil der Lebensrealitäten gar nicht gerecht.
  • Antworten » | Direktlink »
#79 DoroAnonym
  • 28.09.2013, 23:28h
  • Antwort auf #69 von Prioritäten
  • "Es gibt weitaus Sinnvolleres zu tun [...] als ganz nach dem Muster des heteronormativen Aggressors gegen Schwule und Lesben zu hetzen."

    Du verdrehst völlig die Tatsachen. Es sind die Homosexuellen, die nach dem Muster des heteronormativen Aggressors gegen Bisexuelle hetzen. Nur sind die Homosexuellen halt homonormativ und damit genauso monosexistisch wie die Heteros.
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#80 feministinAnonym
  • 28.09.2013, 23:36h
  • Antwort auf #71 von KathiGr
  • "vorallem frauen haben von mir eine entscheidung verlangt. entweder oder."
    -> Das geht vielen bisexuellen Frauen so:"

    es ist das gute recht von lesbischen frauen, selbst zu bestimmen, ob sie eine bisexuelle partnerin haben wollen oder nicht. dasselbe gilt für schwule männer und ihre partner.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#81 KathiGr
  • 28.09.2013, 23:40h
  • Antwort auf #76 von David77
  • Machen die das wirklich? Wenn ja, dann kann ich auch nur Vermutungen anstellen, warum das so sein könnte. Vielleicht versuchen bisexuelle Männer Schwule zu meiden, weil sie von vornherein wissen oder glauben, dass sie von Schwulen sowieso diskriminiert werden würden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #76 springen »
#82 objektivAnonym
  • 28.09.2013, 23:45h
  • Antwort auf #75 von KathiGr
  • es scheint für bisexuelle wie dich wirklich schwer nachvollziehbar zu sein.

    aber selbst wenn es dir noch nicht aufgefallen sein sollte: wir leben in einer gesellschaft, die zwanghaft immer und überall so gut wie ausschließlich heterosexualität, NICHT homosexualität, inszeniert, institutionalisiert und allen menschen aufs auge drückt.

    es ist geradezu pervers, dann schwulen und lesben, die berechtigterweise räume für sich einfordern, in denen sie einmal unter sich sein können und von der heterosexuellen dauerinszenierung verschont bleiben wollen (egal in welcher gestalt sie daherkommt), auf eine stufe mit aggressoren wie putin zu stellen. in wahrheit bewegt sich DEINE völlige ignoranz gegenüber den tatsächlichen sexuellen herrschaftsverhältnissen und der brutalen unterdrückung von HOMOsexualität auf einer stufe mit leuten wie ihm!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#83 KathiGr
  • 28.09.2013, 23:48h
  • Antwort auf #77 von Gedanken
  • "Was ist eigentlich an der Feststellung, ausdrücklich auch der Hetero-Norm entsprechen zu wollen und auf seine zumindest anteilige Heterosexualität zu pochen, so queer?"

    -> Oh mein Gott! Das kann doch wohl nicht wahr sein. Bisexuelle sind bisexuell, genauso wie Homosexuelle homosexuell sind. Wir pochen auf unsere Bisexualität, eben weil wir bisexuell sind. Und weil viele Homos uns nicht glauben, dass wir wirklich bisexuell sind. Außerdem entsprechen wir NICHT der Hetero-Norm, denn wir sind NICHT hetero. Das Ganze hat auch nichts mit "wollen" zu tun. Absolut niemand sucht sich seine sexuelle Orientierung aus.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #77 springen »
#84 FoXXXynessEhemaliges Profil
#86 David77Anonym
#87 Dreist gelogenAnonym
  • 29.09.2013, 00:17h
  • "Er wünscht sich auch von queer.de, queerer zu werden und nicht nur über weiße schwule Männer zu berichten. "

    Der Autor hat bei queer.de offensichtlich über Jahre hinweg nur das gelesen und gesehen, was er sehen wollte. Die unzähligen Berichte über Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und zunehmend auch Intersexuelle in aller Welt und aller Hautfarben scheint er gezielt zu überlesen. Es ist eine Unverschämtheit, angesichts der vielfältigen Berichterstattung und auch der unzähligen antirassistischen Beiträge von queer.de-Leser_innen hier ein schwul-lesbisches Online-Magazin und indirekt die gesamte Community, die dieses seit Jahren aktiv begleitet, völlig faktenfern als rassistisch zu diffamieren!

    Welche Absichten verfolgt Freddy Schindler mit der Verbreitung solcher Lügen und Hetze gegen ein von Schwulen gemachtes Online-Magazin?
  • Antworten » | Direktlink »
#88 David77Anonym
  • 29.09.2013, 00:37h
  • Antwort auf #81 von KathiGr

  • Es geht doch nicht ums kennenlernen zwecks beziehung - was da ja noch verständlich ist - sondern nur darum, wenn 2 kerle in die kiste wollen.
    da ist das label doch irrelevant, wenn der sex doch DERSELBE ist. Was soll da diskriminiert werden?
    Außer, das manche bis - wohl aus gewohnheit mit frauen - es nicht so mit safer sex haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#89 Stein
  • 29.09.2013, 00:50h
  • Antwort auf #80 von feministin
  • aber doch nicht mit der begründung das die bisexuelle frau ne verräterin ist!

    zu sagen "ICH kann damit nicht umgehen das Du auch mit Männern schläfst" ist eine sache aber zu behaupten man würde die Emanzipation verraten eine andere. Denn dann ist man grarnicht so emanziepert wie man behauptet sondern man ist das kleine kind im Wald das vor lauter Angst laut singt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #80 springen »
#90 Stein
  • 29.09.2013, 01:04h
  • Antwort auf #77 von Gedanken
  • warum sollte man das als bisexueller wollen? man will doch nur mit seinem partner oder seiner partnerin zusammen sein können.

    was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen das man als bisexueller mit beiden geschlechtern eine liebesbeziehung führen kann? und das man den sex mit beiden geschlechtern liebt

    ich verstehe auch nicht das es immer heißt das man von anfang an dazu erzogen worden ist das alle heterosexsuell sind. zu mindest ich habe von meinen eltern gelernt das es männer gibt die frauen lieben, männer die männer lieben, frauen die männer lieben und frauen die frauen lieben. und fast alles ist ok, so lange es in beiderseitigem einvernehmen passiert
  • Antworten » | Direktlink » | zu #77 springen »
#91 Harry1972Profil
  • 29.09.2013, 01:56hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #64 von KathiGr
  • "Das ist wirklich sehr sonderbar formuliert. Ein Schwuler kann keine "bisexuellen Anteile" haben. Bisexuelle Anteile gibt es nicht. Entweder du bist schwul oder bisexuell."

    Gemeint war, daß ein Mensch, der sich als schwul deklariert, sich möglicherweise gedankliche Schranken auferlegt und Gedanken an eine Bisexualität gar nicht erst zulässt. Das geht aber aus dem Kontext des Beitrags hervor.
    Leider bezieht sich Deine Kritik nur auf unklar benutzte Begriffe. Da werde ich zukünftig weniger schludern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #64 springen »
#92 keyjahn
#93 thankyouAnonym
  • 29.09.2013, 03:04h
  • Die Beiträge unter den Pseudonymen
    "objektiv","gelesen", "cool schwul" , "Antiheterosexism", "stimme dir zu"
    (und noch ein paar mehr)
    stammen übrigens ALLE von ein und derselben Person.
    Die Rhetorik ist immer die gleiche.
    Seit Jahren übrigens hier bei queer.de

    Lässt sich mühelos entlarven.
  • Antworten » | Direktlink »
#94 keyjahn
  • 29.09.2013, 03:29h
  • Es stimmt schon, es gibt Menschen, die sich von der Heteronorm in Schritten abnabeln.
    Zu sagen: "Ich bin bisexuell" fällt noch leichter, als zu sagen "Ich bin lesbisch/schwul" gerade weil man damit ein Teil "Norm" verbindet.
    Irgendwann später kommt dann: "Eigentlich bin ich doch schwul/lesbisch"

    Ich selbst habe 2 Freunde, die diesen Weg gegangen sind.

    Ja, das gibt es.

    ABER: das ist nicht bei jedem so.

    Bei vielen ist es halt, dieses letzte Rettungsnetz, nicht frei fallend in die "Homowelt", sondern eine Anker in der Welt, die man kennt.

    Diese Menschen werden mitunter den Schritt gehen, wenn sie für sich selbst erkannt haben, es ist nur ein Geschlecht, das mich wirklich anzieht.

    Doch nicht jeder ist so. Es gibt genügend Studien die es bestätigen: Man kann sowohl von Frauen als auch Männern angezogen sein.

    Ich denke an ein Zitat von Brian Molko: Ich suche unter den Männern die Gleichheit und bei Frauen die Unterschiede.

    Wie heißt es so schön: "Gleich und gleich gesellt sich gern" und "Gegensätze ziehen sich an"

    Genau dass ist es halt.

    Ich kenne ein verheiratetes Bi Paar (m/w) mit 2 Kindern die sich gegen die Monogamie entschieden haben.
    Für sie ist es der richtige Weg.

    Ich kenne ein Bi Mädel, das nach Beziehungen mit beiderlei Geschlecht mit einem Mann eine Familie gründete.

    Ein anderes das mit einem Mann ein Kind bekam, mittlerweile aber glücklich mit einem Mädel ist.

    Was wichtig ist, ist mit sich selbst im reinen zu sein. Für sich selbst zu erkennen, was zieht mich an. Man kann nicht eine Strichliste führen und sagen, eine Seite dominiert, ich bin Homo/Hetero.

    Wenn man akzeptiert, das ein Mensch, mit seiner Sexualität glücklich ist, dann ist der richtige Schritt getan.

    Für mich selbst, ist es halt der Mensch der zählt, da mich Androgynität immer anzog, verwischen die klar definierten Linien noch mehr.
  • Antworten » | Direktlink »
#95 goddamn liberalAnonym
  • 29.09.2013, 08:23h
  • Dem Beitrag finde ich nötig.

    Wie diese Gesellschaft Indivuduen heteronormativ deformiert, zeigt sich darin, dass die grundsätzliche Veranlagung der meisten Menschen (nach Freud, nach Kinsey und nach meiner Erfahrung) als exotisch und als nicht existierend empfunden wird.

    Das hat Methode.
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#96 antosProfil
  • 29.09.2013, 10:35hBonn
  • Antwort auf #90 von Stein
  • "ich verstehe auch nicht das es immer heißt das man von anfang an dazu erzogen worden ist das alle heterosexsuell sind."

    Seltsam, nicht wahr, rätselnder User; und was sollen auch überhaupt diese ganzen Coming-out-Gruppen in jeder größeren deutschen Stadt?

    "was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen das man als bisexueller mit beiden geschlechtern eine liebesbeziehung führen kann?"

    Nichts, behaupte ich. Ebenso verständlich, aber schon schwerer zu ertragen ist das ideologische Gewese, dass einige Bisexuelle um ihr erotisches Begehren machen. Unter dem Etikett der 'Queerness' werden da - so zum Beispiel in dem Artikel, den eine Userin weiter unten verlinkt - schnell mal Heterosexismus und [schwul/lesbischer] 'Monosexismus' miteinander vermengt und zum einen großen Bösen erklärt, das den Bisexuellen, diesen einzigen wahren Vertretern der Offenheit, Vielheit, ja, Buntheit den Weg in die Freiheit verstellt. Zwischen den Zeilen bebt die für viele Schwule und Lesben vernehmbare [und deswegen reagieren sie auch so sauer] Selbstdefinition: Wir empfinden und denken offener als ihr in unguten Dichotomien gefangenen Monosexisten, wir können euch aber zeigen, was wahre Freiheit ist, ja, und Buntheit, die sowieso, macht euch ma locker! - Na, danke.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#97 OskarAnonym
  • 29.09.2013, 10:48h
  • Antwort auf #90 von Stein

  • Das ist schön das du so ein Glück hattest. Jede Menge Kinder werden nicht so tolerant erzogen. Auch werden sie in der Schule immernoch schlechter behandelt.
    Von der Regierung ganz zu schweigen.

    Ja, die Unteschiede in der Behandlung zwischen Hetero- und Homobeziehungen, Intoleranz in Schule und Elternhaus führen immer noch zu einer breiteren Akzeptanz von Heterolebensweisen und bezeugen das Heteronormativität noch prägend ist.
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#98 FoXXXynessEhemaliges Profil
#99 Ben87Anonym
  • 29.09.2013, 12:10h
  • Soll jeder lieben, wen er will, sofern das auf beiderseitigem Einverständnis beruht bzw. die geistige Reife dazu bei den Beteiligten vorliegt. Letztendlich ist das alles eine Frage der eigenen sexuellen Identität. Alle Menschen sind zu einem gewissen Grad bisexuell. Es gibt kein schwarz oder weiß. Dazu kommt, dass sich die eigene sexuelle Identität verändern bzw. verschieben kann. Letztendlich muss der Mensch andere Menschen, die Ihre Sexualität ensprechend Ihrer Präferenz definieren, einfach akzeptieren. Der Druck sich für eine Seite entscheiden zu müssen, der übrigens falsch ist, entsteht aus - wie hier korrekt geschrieben wurde in einigen Beiträgen - der falschen gesellschaftlichen Annahme Sexualität klar labeln zu können bzw. das zur Abgrenzung sogar zu müssen. Schubladen müssen gefunden werden, um die Angst vor dem Unbekannten, dem Undefinierbaren zu nehmen. Nur sind diese Schubladen und deren Beschriftung eben nicht ausreichend vorhanden, um allen real existierenden Formen gerecht zu werden.

    Zwei Dinge möchte ich daher als Denkanstoß für die Bisexuellen und Homosexuellen nennen. Die Bisexuellen sollten deutlich offener mit Iher Sexualität umgehen und diese publik machen. Sie müssen sich dabei klar von der heterosexuellen Norm abgrenzen und sich solidarisch mit Homosexuellen zeigen. Dabei jedoch auf die Tatsache hinweisen, dass man sich weder für Heterosexualität oder Homosexualität noch Bisexualität entscheiden kann. Man ist so wie man ist. Sehr wohl entscheiden sich einige Bisexuelle jedoch dazu Ihre aktive Bisexualität nicht offen zu leben oder auch dazu sich in die Lager der Homosexuellen oder Heterosexuellen zu verkriechen. Andere wiederum wechseln Ihre Identität zur Homosexualität, weil Sie erkennen, dass der bisexuelle Anteil entweder eine Selbstlüge (gegebenfalls durch äußeren Normdruck) war oder nur einen geringeren Anteil ausmacht, der die eigene sexuelle Präferenz nur geringfügig abdeckt. Das Zurückwechseln offen Bisexueller ins echte Heterolager dürfte dabei eher selten sein. Bisexuelle sollten also der Verführung einfach im Geheimen bisexuell zu sein oder das zu leugnen und sich im jeweiligen Hetero- und Homolager zu verstecken um Ihrer selbst willen lassen. Daraus resultiert der größte Kritikpunkt der Schwulen- und Lesbenbewegung, dass Bisexualität als Vorwand genutzt wird, sich nicht offen zu einer Seite zu bekennen oder eben nur eine Phase darstellt. Ersteres stimmt nicht selten, letzteres teilweise ja, und teilweise nein.

    So laufen beide Lager ins offene Messer. Bisexuelle scheitern am Normdruck und an der Verführung, es geheim leben zu können oder in den Lagern klar den Verwischungseffekt zum eigenen Schutz bzw. aus eigenem Selbstzweifeln auszunutzen. Da zeigt sich einerseits die Emanzipation, sich der Schubladennorm nicht unterwerfen zu können und zu wollen, andererseits die Selbstzertsörung vor der Deutung der anderen zu zerbrechen.

    Homosexuelle hingegen gehen dem Leim auf, dass Abgrenzung und Entscheidung bzw. Coming Out dazu führen müssen eine homosexuelle Norm, die gar nicht existieren dürfte, zu leben, zu bedienen, darzustellen. Sie nutzen den Abgrenzungseffekt, und glauben damit der allgemeinen Norm entgegen zu wirken. Dies klappt nur zum Teil. Einerseits nutzen sie fälschlicherweise ein Normmuster: Homosexell ist der Gegensatz zu Heterosexuell und nutzen damit dieselben Muster wie Heterosexuelle. Man hat damit nun an ein Haus, welches vom Fundament her falsch gebaut und gezimmert wurde, ein Dachgeschoss angebaut mit dem Label schwul und lesbisch. Man unterstützt das System der einfachen Sexualität, das ist so und so und nicht anders. Man bietet Angriffsfläche. Man spaltet sich zu sehr ab. Beschränkt sich auf die eigene Wohnung. Dieser Weg wird in eine sexuell gesehen freiere Gesellschaft nicht führen können. Das ist meine Meinung.

    Daher muss ein gemeinsamer, und doch auch klar artikulierter Weg gefunden werden, was Homo- und Bisexualität verbindet und trennt. Beide unterdrückte Sexualitäten zeigen wie ich finde ganz hervorragend verschiedene Missstände in unserer weltweiten Globalgesellschaft auf, die es abzubauen gilt. Für das Glück vieler Menschen, die eben nicht ausschließlich heterosexuell leben bzw. lieben können oder wollen.

    Danke fürs Lesen
    Ben
  • Antworten » | Direktlink »
#100 BiAthletAnonym
#101 Gay MachoAnonym
#102 SchattentanzProfil
  • 29.09.2013, 13:05hBerlin
  • Antwort auf #96 von antos
  • Ich schmeiß mich weg vor Lachen.

    Liebe Bisexuelle, wenn euch die Unterschiede zu den hetero- und homosexuellen Menschen so wichtig sind, dann gründet doch eure eigene Interessensvertretungen, veranstaltet eure eigenen Prides etc.
    Ich höre euch immer nur jammern: über die bösen Heten und die bösen Homos. Dann ändert doch was und werdet aktiv! Was hindert euch denn?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #96 springen »
#103 soziologeAnonym
  • 29.09.2013, 13:13h
  • Antwort auf #97 von Oskar
  • de facto hat es noch nie zuvor eine derart aggressive dauerbeschallung, indoktrination und gehirnwäsche/-prägung schon von kindern durch heterosexistische bilder, eine dauerHETEROpornografisierung des alltags, dabei nahezu ausschließlich dauerobjektifizierung von frauen, gegeben wie in den letzten 10 bis 15 jahren. solche bilder verschwinden dann in der regel auch nicht einfach wieder, sondern bleiben zutiefst prägend für die wahrnehmung auch der (un-) eigenen sexualität. diese tatsache wird bei der verdrehung der heterosexistischen verhältnisse in eine simple "hetero-homo-dichotomie", die angeblich vorherrschend und prägend sei und - bar jeder realität - eine gesellschaftliche gleichbehandlung von "homo" und "hetero" impliziert oder mindestens suggeriert, völlig ausgeblendet. auch in hinblick auf die eigene prägung von bisexuellen, die dieser realitätsverzerrung folgend immer wieder schwule und lesben, die ihre ausdrückliche loslösung von jeder konformität mit der hetero-norm vollzogen haben, als zentrales problem sehen. die immer aggressiveren heterosexismen zeigen ihre wirkung und manifestieren sich - auch in gestalt sich profilierender, kleinbürgerlicher studierender mit privilegierten bildungschancen!
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#104 IcefoxxProfil
  • 29.09.2013, 13:23hBerlin
  • Antwort auf #70 von Gelesen
  • Das Bisexuelle auch mit Heteronormativität zu kämpfen haben, scheinst du aber wohl auch nicht zu kapieren. In dem Artikel wurde aber ausdrücklich die Ablehnung von BEIDEN Seiten thematisiert, und ihr Schwulen derailt die ganze Diskussion und thematisiert mal wieder nur EURE Diskriminierung.
    Wir Bisexuelle sind nicht Schuld an Heteronormativität, wir wollen unsere Identität genauso anerkannt haben wie ihr es wollt. Wenn wir uns in dieser Community aber auch ständig gegen Anfeindungen wehren müssen, dann stimmt aber mit der Bewegung was ganz gewaltig nicht!
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#105 Foxie
  • 29.09.2013, 13:52h
  • Um diese teilweise recht heftige Debatte mal etwas zu entschärfen:

    Ein Freund von mir formulierte es so:

    "Sich in einen Menschen zu verlieben, unabhängig vom Geschlecht kann doch nicht schlimm sein!"

    Nennt es doch einfach Liebe, oder wenigstens geil (wenn´s auf einen ONS hinausläuft), anstatt jede Menge Etiketten zu verteilen.
    Da frag ich mich, inwieweit die breiten, gut sichtbaren farbigen Streifen auf der Rainbow-Flag noch angemessen sind.
    Wenn ich hier so manche Kommentare lese, scheint mir kleinkariert viel passender!

    Grrrhhh, fellsträub!
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#106 kampagnenAnonym
  • 29.09.2013, 14:09h
  • Antwort auf #105 von Foxie
  • und weiter geht die pseudo-"frei" verpackte werbung für heterosexuelle "liebe" und "geile ons".

    ich als schwuler liebe und bin geil auf männer - und kann diese ständige betonung heterosexueller "möglichkeiten", die angeblich die überlegene freiheit und buntheit bedeuten, und zugleich - gegen jede wissenschaftlichkeit - schwulsein als "etikett" diffamieren, das es zu überwinden gilt, nicht mehr hören!

    "es muss ja nur die richtige kommen..." - dieser satz ist brutale gewalt und terror in den ohren unzähliger junger schwuler!

    und das alles klingt stark nach leuten, die sich selbst immer wieder ihrer zumindest anteiligen hetero-konformität vergewissern müssen.
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#107 BiAthletAnonym
  • 29.09.2013, 14:51h
  • Antwort auf #101 von Gay Macho
  • Klar, wir Bi´s werden in zwei Ecken gedrängt: Entweder müssen wir mit Frau und Kind heimlich Affären zu Männern haben, oder wir sollen uns in geschmacklosen Klamotten kleberschnüffelnd in siffigen Dark Rooms rumtreiben.
    Nein, dake, wir sind bi NICHT gay!
    Die Gesellschaft kennt aber nur diese beiden Extreme, wie schrecklich. Ihr Schwulen wart lange dran mit Forderungen, jetzt sollten wir Bi´s endlich ernst genommen werden und neue Freiräume einfordern!

    PS: Am ekeligsten ist es hier Vollschwule zu sehen, die immer noch Bisexualität leugnen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #101 springen »
#108 Bi-2013Anonym
#109 Foxie
  • 29.09.2013, 15:48h
  • Antwort auf #106 von kampagnen
  • Warum du das Wort Liebe in " " setzt, ist mir echt nicht klar.
    Ich wollte eigentlich ausdrücken, es geht eben um den Menschen, in den man sich verliebt, als Ganzes. Nicht "nur" um Sex, der natürlich auch dazugehört.

    Für die Anhänger der reinen schwulen Lehre:
    Der eine oder andere 100%-Schwule, der geschieden ist, wird INSGEHEIM bestätigen, die Frau damals nicht nur der Vernunft, der Normalität, usw. geheiratet zu haben.
    Oder ist das ein Makel in der schwulen Bio? Dass man mal eine Frau geliebt hat?
    Ist mir auch schon passiert, nur das Heiraten blieb mir erspart.

    Und später dann in einen Mann verliebt? Vielleicht sogar mehrmals?
    Und endgültig(?) gemerkt, so fühle ich mich gut, richtig mit mir im reinen?
    Kaum zu glauben, auch das ist mir schon passiert.
    Dann die Hetero-Episode gelöscht und versucht zu vergessen? Warum?
    Wenn man auch schöne Zeiten miteinander hatte?

    Warum ich das so ausführlich darstelle, immerhin ein Stück private Vergangenheit?
    Aus Angeberei, wie vielleicht mancher denken mag? Nein!
    Homo- Normen können genauso beschränkt wie die Hetero-Normierung sein, das wollt ich damit klarstellen.
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#110 leck michAnonym
#111 BiAthletAnonym
#112 normierungsfreiAnonym
  • 29.09.2013, 17:44h
  • Antwort auf #109 von Foxie
  • ich stehe auf jungs und männer, die wissen, was sie wollen (jungs und männer!) und sich möglichst frühzeitig von der heterosexistischen, gesellschaftlichen normierung und konditionierung gelöst haben. ob dir das mit deinen krampfhaft vor dir hergetragenen hetero-erfahrungen passt oder nicht.

    mensch kann auch gänzlich OHNE heterosexualität glücklich und geil (sowieso) sein!

    und wie man eindrucksvoll an dieser ganzen "diskussion" sieht, wird kaum etwas auf der sexuellen ebene so vehement angegriffen wie eben dieses recht!

    eben heteronormiertheit pur - und sie scheint tendenziell eher wieder zuzunehmen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #109 springen »
#113 BeispielAnonym
  • 29.09.2013, 17:50h
  • Antwort auf #103 von soziologe
  • Das Ganze dann tausendfach über Jahre hinweg, von Kindesbeinen an:

    Eine Studie setzte z. B. einer Gruppe Jugendlichen einen Popsong mit dem dazu passenden, super-sexy gemachten Video vor und einer zweiten Gruppe denselben Song mit einer Konzertaufnahme. Die Jungen, die das sexuell aufgeladene Video sahen, stimmten danach stärker sexistischen Aussagen zu als die Jungen der anderen Gruppe. Mädchen zeigten in ähnlichen Experimenten größere Zustimmung dazu, den üblichen Schönheitsidealen zu folgen und fühlten sich weniger wohl in ihrer Haut.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #103 springen »
#114 BeispielAnonym
#115 wanderer LEAnonym
  • 29.09.2013, 18:18h
  • Was mich ankotzt an Bisexuellen: Zum Ficken bist du gut genug, aber vor ihren Kumpels und ihrer Tussi bist du für sie Luft. Das verletzt.
  • Antworten » | Direktlink »
#116 Nein dankeAnonym
  • 30.09.2013, 10:09h
  • Antwort auf #110 von leck mich
  • Bitte belegen und zitieren! Die Unterstellung von Herrn Schindler ist eine Frechheit, die in keiner Weise der Realität auf dieser Seite entspricht.

    Und nur weil Jungs und Männer nicht der ihnen gesellschaftlich aufgezwungenen Sicht auf Frauen als angeblich unwiderstehliche Sexobjekte folgen, die allgegenwärtigen (Hetero-) Sexismen abstoßend finden und ausdrücklich auf Heterosexualität verzichten, sind sie noch lange nicht "frauenfeindlich". Vielmehr ist die Sicht auf Frauen, die bei solchen dumm-frechen Diffamierungen zum Vorschein kommt, zutiefst sexistisch!

    Es ist ebenso erschreckend wie bezeichnend, dass Herr Schindler in seiner Hausarbeit, die nach ein paar Monaten zum Artikel wurde (was ja auch nicht bei jedem nichtweißen, schwulen Arbeiterkind der Fall ist), die HETEROnormativen und -sexistischen Verhältnisse in dieser Gesellschaft und deren Grundlage (die Produktions- und damit verbundenen Reproduktionsverhältnisse der bürgerlichen Klassengesellschaft) nicht einmal ansatzweise in vergleichbarer Weise an den Pranger stellt wie die böse schwul-lesbische Community. Mit den Möglichkeiten seiner "Anti-Identität(en)"-Ideologie, die wesentliche gesellschaftliche Unterdrückungsverhältnisse bzw. deren Basis ausblendet, kann er das aber auch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #110 springen »
#117 SmileyEhemaliges Profil
  • 30.09.2013, 10:45h
  • Das waren beim Versuch den Artikel zu lesen auch meine Eindrücke: Politikwissenschaft, Soziologie und Grün.

    Und sehr deutsch. Rechthaben in Tateinheit mit Beleidigtsein.
  • Antworten » | Direktlink »
#118 antosProfil
  • 30.09.2013, 11:02hBonn
  • Antwort auf #117 von Smiley
  • "Rechthaben in Tateinheit mit Beleidigtsein."

    Plus Ausblick auf mehr desselben, man muss sich schließlich ums Großeganze kümmern, vor allem, wenn man jung und das Großeganze noch klein ist - lausche nur dem aufrüttelnden Glockengeläut zum Finale:

    "Auch die intersektionale Verschränkung von Bifeindlichkeit mit Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableism und anderen Herrschaftsverhältnissen wurde bislang nicht ausreichend erforscht."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #117 springen »
#119 auch deutschAnonym
#120 In your faceAnonym
#121 antosProfil
#122 inso4Profil
#123 BiBaBoAnonym
#124 geilen JungsAnonym
  • 01.10.2013, 10:21h
  • Antwort auf #123 von BiBaBo
  • Alles in allem heterosexistische Kackscheiße, und die Kommentare sprechen Bände.

    Was für ein Selbstverständnis und -bewusstsein wird da eigentlich offensichtlich, wenn Jungs Mädchen um Erlaubnis zur Entdeckung ihrer HOMOsexualität fragen müssen? Warum dürfen Jungs nicht ganz selbstverständlich SCHWUL sein - ohne Erlaubnis von Mädchen oder sonst jemandem?

    Gerade in dieser Hinsicht ist die obige Hausarbeit ja besonders realitätsfern, da sie völlig eindimensional fast nur die Unterdrückung von Frauen hervorhebt. Dabei haben Jungs in dieser Gesellschaft empirisch belegbar inzwischen viel weniger Freiraum, ihre HOMOsexualität auch nur zu entdecken.

    Und in diesem Punkt wird das Totalversagen der verbürgerlichten, von Anbiederung und Opportunismus bestimmten Schwulenbewegung besonders offensichtlich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #123 springen »
#125 stromboliProfil
  • 01.10.2013, 12:31hberlin
  • Antwort auf #105 von Foxie
  • " "Sich in einen Menschen zu verlieben, unabhängig vom Geschlecht kann doch nicht schlimm sein!" "

    tja, wärs nur so einfach..
    aber wir unterliegen ritualen und konditionierungen, die unser ganzes handeln fremdbestimmen.
    Was dabei von einer zu vermutenden bipolaren grundeinrichtung sexueller libido übrig bleibt, ist eher ein verzerrtes konglomerat aus heteronormativität und wütendem widerstand dagegen.

    Aber es gibt auch beispiele, die in ihrer simplizität mich verblüffen konnten..
    Ich habe im laufe meines lebens mit jungs-männern geschlafen -sprich sex gehabt, die parallel zu mir und anderen männern, ihre beziehungen zu mädchen-frauen hatten.
    Größtenteils diese über ihre anderweitigen beziehungsformen informiert waren.
    Konfliktbeladen war jene, die nicht sich "outeten...

    Interessant dabei war , dass sie sich nicht in ihren rollen wandelten.. also z.b. beim gleichgeschlechtlichen eine passive rolle einnahmen , sondern eigentlich sehr spielerisch und bewusst das ausprobierten-praktizierten was im schwulen an praktik gern und lustvoll empfunden wird..
    blasen, ficken -sich ficken lassen, arsch lecken und schmusen .. alles ein ganzheitliches paket ohne ängstliche berührungspunkte und ekel.

    Mehr noch, sie berichteten mir, dies nun auch mit ihren partnerinen zu praktizieren und es als bereicherung ihre sinnlichen wahrnehmungen zu begreifen.

    Umgekehrt habe ich in den wenigen malen , wo ich mit frauen geschlafen habe, eben auch diese lust am oralen verspürt, mich in das andere fleisch hinein saugens, dass mir eben beim sex mit dem mann so wichtig ist.
    An diesem punkt konnte ich mich "verlieben, konnte auch die andersartigkeit eines frauenkörpers hinnehmen.
    Es brauchte nicht einmal des bildes eines mannes in meinem kopf, während ich mit der frau sex hatte.
    Anders aber war auch die situation, wenn ich gleichzeitig mit mann und frau sex hatte, ich also meiner identiät hin zu mann näher war als hin zur frau.
    Über diesen punkt hab ich sowohl mit den männlichen partnern als auch mit den frauen gesprochen.. und eine ähnlichkeit fest gestellt:
    es gibt vorlieben die manifest sind, und die , wie ich glaube, nicht nur einer gesellschaftlichen normierung unterliegen.
    So erregt mich der mann als ganzes, die frau partiell und nur verbunden mit einer sympathievorgabe die einen ON- quicky entsprechend unmöglich machte.

    Das bi-polare in uns allen wohl nicht ganz im gleichgewicht zu beiden seiten liegt sondern noch anderen regeln folgt.
    Heterojungs-männer mit denen ich länger beziehungen freundschaftlicher natur hatte, mir erzählten, sie könnten keinen quicky mit frauen , aber mit männern.. wahrscheinlich weil so die distanz zu nähe und damit einhergehenden komplikationen ausblieb.
    Die homovariante hingegen sich eher quicky mit frauen suchten und mit männern längere beziehungen...

    Seltener damals bei den mir bekannten der gesellschaftliche zwang , durch eine beständige heterobeziehung von den schwulen anteilen ablenken zu wollen.

    Im gegenteil; Wiederum erzählten mir einige, sie würden sich nun von ihren partnerinen mittels dildos oder finger penetrieren lassen.
    Was

    Ich beschreibe diese erfahrungen nicht um hier einen privaten porno zu schildern, sondern um von der abstrakt vorgetragen sicht auf sexuelles abzukommen , mit der wir dem anderen.. möglichen hier begegnen.

    Abstraktion hier eindeutig als abwehrmittel die keinerlei möglichkeit eines dialoges zulässt.. es gibt nur das eine oder andere...

    Ohne beiden parteien nun eine jeweilige alleinschuld zuweisen zu wollen mal ans eingemachte:

    Ich hab hier keinen einzigen bi-polarisierten erlebt, der seine gefühle unabhängig von den vorgezeichneten reflektionen hetero und homonormativer werteinschätzung hätte rüberbringen können. Mich inklusive, da als homo sich begreifend!

    Die die es versuchen, zu sehr verbunden sind in der vorstellung, entweder etwas besonderes zu sein, dass sich über das mittelmaß der jeweiligen normierung hinaus bewegt, ohne sinnlich dies auch belegen zu können.
    Im gegenteil, sie versinken in heteronormative argumentationshilfen!
    Warum dieser verteidigungsreflex, wenn es um die "legitimität" geht, anstatt zu beschreiben was geht!

    Und wir normierten..; ständig auf dem sprung unsere erreichte unabhängigkeit von der heteronorm unter beweis zu stellen...
    Wovor habe wir angst bei der vorstellung , es könnte tatsächlich eine dritten weg geben , sex befreit von restriktiver moral zu leben?

    Ich teile als homo- als schwuler diese einengung in regeln nicht, auch wenn ich um die macht der heteronormativität weiß.

    Politisch sehe ich ohnehin die zentrierung auf die 2 jeweiligen hauptkonfliktpunkte für unproduktiv und falsch.
    Sie wird NIE (!) das problem der minderheiten-konstruktion überwinden, auch nicht trotz aller vorzeigbaren "emanzipations" und gleichstellungsbeispiele.
    Emanzipieren werden wir uns , wenn wir das uns aufgedrückte merkmal des minderheitenstatuses hinter uns lassen.

    Diese grundhaltung lässt nicht aussen vor, dass wir als homos sehr wohl unseren freiraum erkämpfen müssen.
    Beinhaltet aber auch, dass wir diesen weiter eröffnen, indem wir die heteronormative "mehrheit" grundsätzlich in frage stellen!

    Somit auch den raum schaffen für wirkliche vielfalt dessen was im gender-universum sich an möglichkeiten auf tun könnte.. nicht gegen uns , sondern mit uns!
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#126 seb1983
#127 BiVerheiratetAnonym
  • 01.10.2013, 20:29h
  • Ich bin bisexuell und hab Sex mit Männern nur in meinem Kopf. Beim Masturbieren denke ich hin und wieder an Sex mit Männern. Ich hatte zwar früher schon einige homoerotische Erlebnisse, aber eine längere Beziehung mit einem Mann konnte ich mir nie vorstellen (und auch Analverkehr ist nix für mich).

    Ich weiß, dass ich bisexuell bin. Meine Frau weiß es auch. Ich habe es ihr gesagt. Ich weiß auch, dass ich die Nähe einer Frau suche, dass ich eine Frau lieben und von ihr geliebt werden möchte, aber auch, dass ich mich sexuell wohl mehr zu Männern hingezogen fühle. Ich habe mich damit arrangiert, habe eine wunderbare Frau geheiratet und wir haben eine tolle Familie gegründet. Den homosexuellen Part lebe ich halt nur in meinen Gedanken aus. Damit tue ich niemandem weh und komme trotzdem mehr oder weniger auf meine Kosten (auch wenn es natürlich nicht das Gleiche ist).

    Aber eine Seitensprung würde mir meine Frau nie verzeihen, also lebe ich das Leben, für das ich mich entschieden habe - quasi ein Kompromiß zwischen Liebe und Sex. Und ich komme damit gut klar. Die schwule Szene mit ihren Tunten und Extrem-Typen vermisse ich auf jeden Fall nicht!
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#128 Harry1972Profil
  • 01.10.2013, 21:10hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #127 von BiVerheiratet
  • "Die schwule Szene mit ihren Tunten und Extrem-Typen vermisse ich auf jeden Fall nicht!"

    Ohne diesen letzten Satz hätte ich Deinen Beitrag einfach so hingenommen.
    Bei Deiner Wahrnehmung und Bewertung der schwulen Szene übersiehst Du, daß Du selbst ein Extremtyp bist, wenn Du diesen "Kompromiss" lebst und ihn Dir schönredest.
    Das ist in meinen Augen sogar noch einiges extremer als die augenfälligen Gestalten in der schwulen Szene, die offenbar Dein Schwulenbild prägen.
    Wie dem auch sei...es dürfte sehr wahrscheinlich sein, daß die schwule Szene Dich auch nicht vermisst.
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#129 TheDadProfil
  • 01.10.2013, 21:11hHannover
  • Antwort auf #127 von BiVerheiratet
  • ""Aber eine Seitensprung würde mir meine Frau nie verzeihen, also lebe ich das Leben, für das ich mich entschieden habe""..

    Und Du bist Dir 100-% sicher das DU dich zu diesem Leben entschieden hast, und sich nicht die Gesellschaft für Dich, oder gar Deine Frau Dich zu dieser Entscheidung gedrängt hat ?

    ""(und auch Analverkehr ist nix für mich).""..

    Und Deine Frau war schon mal mit dem Finger an Deiner Prostata während sie Dich bläst ?
    Hat sie einen Dildo dafür ?
    Hat sie Dir schon mal durch den Damm geschleckt ?
    Mit der Zunge über die Eier oder durch den Anus ?

    Du hast bestimmt ne Menge Sachen im Kopf die Du dir mit Männern vorstellst..

    Aber erlebt hast Du wahrschienlich noch nichts davon, und das wird auch so bleiben, so lange Du das Leben führst, das sich andere für Dich vorgestellt haben, und in dessen (Hetero)-Normen Du dich pressen läßt..
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#130 Harry1972Profil
  • 01.10.2013, 21:26hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #129 von TheDad
  • Da fällt mir eine Gastwirtin ein, die da überaus gesprächig war, was ihr Gatte verzeifelt weggelächelt hat.
    Sie, halb Französin, halb Ägypterin und er ein Syrer.
    Ich unterhielt mich mit ihr über Mäner und wie sehr ich einen schön behaarten Hintern schätze. Sie meinte, daß sie das auch sehr mag, ihr Mann habe einen wundervollen Hintern...aber besonders liebe sie sein Loch, dieses "zarte rosa Fleisch" (O-Ton).
    Ich war begeistert, eine Frau getroffen zu haben, die es liebt, ihren Mann zu rimmen. Die beiden waren kompromisslos glücklich miteinander.
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#131 TheDadProfil
#132 stromboliProfil
  • 02.10.2013, 09:44hberlin
  • Antwort auf #127 von BiVerheiratet
  • bilder im kopf haben , sie aber nicht ausleben ist eine verdrängungsleistung, sonst nichts.

    Für den erhalt deiner ehe, so wie du den konflikt beschreibst ( und nichts anderes ist die position deiner frau zu diesem thema.. ein konflikt!), mag das ja eine lösung sein.

    Fataler weise ist es auch ein gesteckter hinweis für alle umpolungsstrategien.. man muss nur den verzicht üben; die sünde im kopf ist verzeihlich, die umsetzung hingegen nicht.

    So wie du es schilderst ist theoretisch es möglich, ohne einen inneren konflikt teile seiner sexuellen triebanteile zu unterdrücken und trotzdem heteronormativ funktionsfähig zu sein.

    Fragt sich aber deine frau, ob du bei der penetration mit deinen gedanken wirklich noch bei ihr oder bei dem imaginären männlichen nebenbuhler verweilst.
    Hier schon der erste riss in der leinwand einer "selbstverständlichen" selbstdarstellung.
    Wehe da wird etwas als übermächtig empfunden..., dass würde weh tun!

    Nebenbei aber nicht unwichtig: .."und komme trotzdem mehr oder weniger auf meine Kosten ..".
    ich finde, es kennzeichnet am besten deine grundhaltung und deinen feigen egoismus.

    Bi?? vieleicht , wenn wir gedankliche spiele in den variantenreichtum sexueller spielarten einreihen.
    Sexuell mit sicherheit nicht weil da das wunschbild asexuell unvollendet bleibt.
    Da wird selbst die legitim sexuelle selbstbefriedigung zu einem selbsttäuschungsmanöver...
    wie schal.

    Eine "tolle familie" stell ich mir da anders vor!
    Und eine unter neurotischen eifersuchtswehen leidende ehefrau ist nicht wunderbar , sondern ein ständig gegenwärtiger kontrollalbtraum.

    Summa sumarum bist du das beispiel dessen, was ich an der verlogenen seite pseudo bipolarer outings verabscheue...
    Nicht fisch, nicht fleich, nicht mal ein vegetarisches irgendetwas.
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#133 non-naivAnonym
#134 Man beachte auchAnonym
#136 FoXXXynessEhemaliges Profil
#137 KurtAnonym
  • 05.10.2013, 11:11h
  • Ich bin schwul, würde mir jedoch eine Frau über den Weg laufen die mich anzieht, ich würde dem nachgehen. Unsere Art der Liebe ist genau so schön wie die von Heteros, jedoch entsteht aus unserer Liebe kein Kind. Ich weiss nicht, ob es möglich ist, dass sich die Neigung ändert aber ob das tatsächlich passiert. Aber wenn die Person danach eine richtige Familie haben und ein Leben mit Kindern führen kann, so sei ihm/ihr das voll gegönnt! Das Problem bei diesen "wir können dich heilen-Therapien" ist, dass viele Teilnehmer danach schwere psychische Schäden davontragen. Hier müsste noch erforscht werden, ob wirklich auch rein homosexuell orientierte Menschen sozusagen ihr "bisexuelles Potential" mobilisieren könnten.
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#138 FeendracheProfil
  • 07.10.2013, 06:35hLeipzig
  • Ich empfinde es immer wieder als schmerzhaft wenn ich von Heterosexuellen aber auch von Homosexuellen zu hören bekomme ich MÜSSE mich langsam mal entscheiden was ich will. Oder anderes formuliert: ich müsse mich für eine Seite entscheiden. Warum? Wieso sollte ich dies denn tun? Herrscht Krieg zwischen den Sexualitäten? Ich liebe Männer, sie sind wie Steinstatuen, grob, kantig, stark und standhaft. Aber ebenso liebe ich Frauen, sensibel, einfühlsam, zärtlich. Wer hat das Recht mir vorzuschreiben wen ich lieben soll? Schwule und Lesben schreien danach das man ihnen das Recht geben soll zu lieben wen man nunmal liebt, wieso aber nehmen diese Menschen dann Menschen wir mir eben jenes Recht? Wo ist der Sinn darin?
    Feendrache
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#139 SugiBugiProfil
  • 12.10.2013, 17:34hBremen
  • Antwort auf #2 von Hannibal
  • naaaaah... nicht ganz ;) Einige outen sich zwar als bi, um nicht als 'ganz' schwul/lesbisch dazustehen sondern nur 'halb' aber trotzdem gibt es auch 'echte' Bisexualität. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, später mit meiner Freundin/Frau zusammenzuleben, aber genausogut kann ich mir vorstellen, mit meinem Freund/Mann zusammenzuleben. Trotzdem gibt es leider ziemlich viele, die sich wirklich hinter 'bisexuell' verstecken anstatt sich als homosexuell zu outen, und dann gibt es noch diese möchtegern-bisexuellen mädchen, die zwar mit anderen mädchen rummachen, aber sobald es um ne beziehung geht sind sie auf und davon :S
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#140 blubAnonym
  • 31.10.2013, 21:21h
  • Ich will auch nochmal meinen senf abgeben.

    ich weiß das ich früher mal heterosexuell und damit glücklich war.

    seit über 3 jahren bin ich aber "aufeinmal" schwul geworden. hatte das was mit den vielen drogen zu tun, die eine bewußtseinsverändernde wirkung haben?

    ich kann immer noch mit frauen schlafen, aber es macht mir nicht mehr so viel spaß wie früher und ich will lieber sex mit männern haben.

    bin ich nun bisexuell? so würde ich mich nennen wenn ich gleichermaßen frauen wie männner suche, aber ich merke ganz deutlich das ich doch homosexuelle kontakte präferiere. gleichzeitig habe ich eine ziemlich übele homophobie die ich nicht loszuwerden scheine, ganz egal wie und wen ich ficke, da ich lieber meine alte sexualität wieder hätte.

    ich suche immer noch nach meiner wahren identität und frage mich warum ich aufeinmal schwul geworden bin, wo doch die ganzen psychologen sagen die sexuelle identität steht von anfang an fest?

    niemand glaubt mir meine geschichte ich und schiebe langsam einen hass auf die ganze welt.

    das wird noch übel enden.
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#141 David77Anonym
#142 blubAnonym
  • 01.11.2013, 05:06h
  • Antwort auf #141 von David77
  • ach weißt du ich kann dieses blöde gequatsche von selbstakzeptanz nicht mehr hören.

    es geht nicht. ich kriege es nicht hin. ich versuche es seit 3 jahren mit einem erfolg von nahezu 0.

    mein letzter psychologe beendete die therapie mit einer suizidvorhersage.

    dann begann ich einen mann in einer anderen stadt zu stalken und wurde dabei obdachlos (fast 1 jahr).

    nun heißt es ich hätte eine psychose. da kriege ich allerlei pillen die mich auch nicht helfen, allerdings meine depressionen verstärken.

    ich komm aus dieser scheiße niemals raus. homophobie ist unter umständen genausowenig heilbar wie homosexualität.

    Ich hasse diesen ganzen scheißdreck in dem ich leider leben muß.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #141 springen »
#143 David77Anonym
  • 01.11.2013, 07:26h
  • Antwort auf #142 von blub

  • Natürlich ist das später schwerer, weil man dank erziehung sich schwer tut sich überhaupt als schwul zu ERKENNEN.
    Man "wird" es nicht plötzlich, sondern eher verdrängt man es lange...
    Deine lage haben viele durchgemacht, aber man kann definitiv befreit und gestärkt herauskommem. Das kommt aber von innen, wobei natürlich äußere impulse mithelfen können, wie zb. andere menschen kennenzulernen um festzustellen, dass man nicht der einzige ist...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #142 springen »
#144 blubAnonym
  • 01.11.2013, 15:38h
  • Antwort auf #143 von David77
  • befreit?

    ich sehe es eher so das meine kräfte sinnlos verschwendet worden sind und mein leben in den arsch geht. ok es war noch nie wirlich toll aber vorher habe ich wenigstens meinen alltag auf die reihe gekriegt und war wenigstens ein bisschen zufrieden.

    wenn man nach 3 jahren immer noch keinen schritt weitergekommen ist hat das nichts mit befreiung zu tun.

    klar kann mir schon vorstellen das es für die meisten irgendwann wieder besser läuft dann habe ich wohl einfach pech gehabt.

    egal habe jetzt genug rumgejammert. kann eh niemand was dran ändern. schönen tag noch
  • Antworten » | Direktlink » | zu #143 springen »
#145 Mateus
#146 Mateus
#147 PansexuellAnonym
  • 09.05.2014, 00:30h
  • Antwort auf #16 von m123
  • > Pansexualität ist keine sexuelle Identität, sondern eine Einstellung. Menschen, die sich als pansexuelle bezeichnen, möchten sich lediglich gemäß ihrer Einstellung nicht in eine der vier Kategorien asexuell, heterosexuell, homosexuell oder bisexuell einordnen lassen, sie lehnen diese Begrifflichkeiten ab. Dennoch haben sie aufgrund ihrer tatsächlichen Empfindungen aber entweder eine asexuelle, heterosexuelle, homosexuelle oder bisexuelle Identität.

    Das stimmt so nicht (letzter Satz). Oder in welche der vier Kategorien würdest du jemanden stecken, der (auch) gerne Sex mit Menschen hat, deren körperliches oder soziales Geschlecht irgendwo dazwischen liegt?

    "Bi" (und auch homo/hetero) bezieht sich ja per se auf eine Welt, in der Intersexuelle und Transgender nicht vorkommen, und zwar weder in meiner Identität noch in meiner sexuellen Orientierung. In einer Geschichte der Homosexualität las ich mal von einer Frau, die mit einem intersexuellen Menschen verheiratet war und je nach Kontext und Frisur als lesbisches oder Heteropaar gelesen wurde. Woran soll man festmachen, ob sie homo, hetero oder bi ist - daran, was ihr Partner zwischen den Beinen hat? Was in seinem Ausweis steht? Als was er sozialisiert ist oder sich erlebt? Was die Umwelt sagt? Ob gar zu welchen gesellschaftlichen Räumen sie sich hingezogen fühlt? Kann sie nicht einfach lieben, wen sie liebt, und akzeptieren, dass die meisten Beziehungen eindeutiger zuordnenbar sind?

    Das Ettikett pansexuell ist auch gerade für Menschen hilfreich, die kaum Menschen kennen die exakt dasselbe Geschlecht haben wie sie, sich aber alles andere als hetero fühlen, weil sie sich zu ganz verschiedenen Geschlechtern hingezogen fühlen.

    Für wen homo/hetero/bi passt, der soll diese Begriffe gerne für sich nutzen. Gleichzeitig gibt es Menschen, die sich durch pansexuell treffender beschrieben fühlen.
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#148 RobbyEhemaliges Profil
#149 PansexuellAnonym
  • 09.05.2014, 21:34h
  • Antwort auf #148 von Robby
  • Danke für die Rückmeldung!

    Übrigens gibt es in der Definition des Begriffes auch Unterschiede (sogar zwischen der deutschen und der englischen Wikipedia), für mich steht aber der "inklusivere" Aspekt im Vordergrund.

    Man könnte ihn rein technisch auch von "polysexuell" abgrenzen, aber sooo relevant finde ich es jetzt nicht, ob jemand auf mehrere Geschlechter steht oder eben auf "alle".

    Letztendlich ist bei pansexuell das Geschlecht einfach kein relevantes (oder gar das wichtigste) Kriterium und man findet (wenn...) den Menschen an sich sexuell attraktiv (Was für manche Bisexuelle vermutlich auch so ist).
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#150 neunundneunzigAnonym
  • 22.09.2014, 09:55h
  • queer bedeutet urspünglich, dass ein mensch seine identität nicht ausschliesslich über seine sexuelle ausrichtung definiert.
    befremdend ist für menschen wie zum beispiel mich, dass queer nur homosexuellen menschen zu gerechnet wird in diesem forum.
    ich möchte keinesfalls meine identät auf meine sexuellen preferenzen beschränken, und mich als mensch nur über diese auslebung definieren.
    queer bleibt dogma frei.
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#151 maryAnonym
  • 23.09.2014, 14:52h
  • vielen dank für den artikel! endlich mal wieder ein differenzierter text auf queer.de!
    der beitrag ist ja schon etwas älter. leider sind solch gute, kritische analysen bei queer.de noch immer eher die ausnahme (entgegen dem wunsch des autors).
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#152 quee_Anonym
  • 23.09.2014, 21:00h
  • Wir sind alle polysexuell, polysexuell, polysexuell!

    Im Ernst: ich setze mich seit Jahren mit Queertheory auseinander und kriege das mit der Bisexualität nich so gut in meinen Kopf. Das Präfix 'bi' bedeutet nix anderes als 'beide'. Daher können wir sagen, dass Bi-Sexualität schon existiert, aber nur wenn wir vom althergebrachten Modell der Zweigeschlechtlichkeit ausgehen.
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#153 Robby69Ehemaliges Profil
#154 Jörg LenauAnonym
#155 AlexAnonym
  • 28.02.2021, 20:00h
  • Antwort auf #22 von Harry1972
  • Kann Dir nur zustimmen, mir gefallen Deine prima diffenzierten Worten.
    Das Problem: Wir schauen in den meisten Fällen durch unsere eigene Brillen, die uns das Recht geben sollen, über andere zu urteilen, sie abzulehnen. Oder mit dem bekannten Reim zu antworten: Willst du nicht mein Bruder/Schwester sein, hau ich dir den Schädel ein.
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