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- 23. November 2004 1 Min.
Tuttlingen Im innerparteilichen CDU-Wahlkampf um die Nachfolge des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel ist es zu einem Eklat gekommen, berichtet die Associated Press in schönstem Agenturdeutsch. "Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Annette Schavan äußerte sich am Montagabend vor rund 1.200 Zuhörern in der Stadthalle in Tuttlingen aufgebracht zu immer wieder auftauchenden Gerüchten, sie sei lesbisch". Es fehle ihr dazu "Eignung, Lust und Neigung", so Schavan laut AP auf eine entsprechende Frage während einer Regionalkonferenz ihrer Partei, "das habe ich jetzt einmal gesagt und ich wiederhole es nicht". Entsprechende Gerüchte seien "schäbig, absurd, das ist Rufmord". Auf der ersten Regionalkonferenz vor einer Woche in Schwäbisch Gmünd hatten CDU-Mitglieder aus der Region Stuttgart ein Flugblatt verteilt, in dem absichtsvolle Mutmaßungen über angebliche "gleichgeschlechtliche Beziehungen" Schavans verbreitet wurden, berichtet AP weiter. Ihr Konkurrent um die Nachfolge Teufels, Günther Oettinger, griff selbst die kinderlose und unverheiratete Schavan nicht an, betonte aber oft, wie wichtig ihm seine Familie und Kinder seien. (nb/ap)













