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Demo in Athen
Protest bei Übergabe der Olympischen Flamme
- 06. Oktober 2013 2 Min.

Der Protest in Athen stand unter dem Motto "#loveisnotpropaganda"
Rund 30 Schwule und Lesben demonstrierten bei der Zeremonie in Athen. Am Sonntag kam es auch zu einem Protest in Moskau; dabei wurden vier Aktivisten verhaftet.
In Athen haben am Samstag Dutzende Schwule und Lesben ein Zeichen gegen die homophobe Gesetzgebung in Russland gesetzt: Sie protestierten am Rande der Fackelübergabe zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi, bei der unter anderem Russlands stellvertretender Ministerpräsident Dmitri Kosak anwesend war.
Der Protest der rund 30 Schwulen und Lesben der Gruppe Colour Youth brachte es so weltweit in die Fernsehbilder. Auf Schildern standen Sprüche wie "Liebe ist keine Propaganda" und "Homophobie ist nicht der Olympische Geist".
Die Flamme war zuvor durch Griechenland getragen worden und wurde anschließend per Flugzeug nach Moskau gebracht. Ab Montag wird sie quer durch Russland nach Sotschi getragen, wo sie bei der Eröffnungszeremonie am 7. Februar das Olympische Feuer entfachen soll.
Verhaftungen in Moskau
Was Schwule und Lesben, die öffentlich für sich eintreten, in Russland erwartet, machte derweil ein Protest in Moskau am Sonntag deutlich. Sechs Aktivisten demonstrierten gegen ein Gesetz, das im nächsten Frühjahr im russischen Parlament beraten wird und schwulen und lesbischen Elternteilen das Sorgerecht für ihre Kinder entziehen könnte (queer.de berichtete).
Wie fast jeder LGBT-Protest wurde die Demo schnell von der Polizei aufgelöst, obwohl Passanten die Beamten zu beschwichtigen suchten. Vier Aktivisten, die nicht rechtzeitig fliehen konnten, wurden kurzzeitig festgenommen.
Ein mitgeführtes Banner der Protestler zierte ein gezeichnetes Gesicht, das aus Gesichtsmerkmalen von Hitler, Putin und den Duma-Abgeordneten Elena Misulina und Alexej Schurawlew zusammengestellt wurde. Die beiden Abgeordneten waren für das "Propaganda"- und das Sorgerecht-Gesetz verantwortlich. Zu der Frage, ob das neue Gesetz eine Mehrheit finden wird, gibt es widersprüchliche Aussagen.
Der Protest fand zeitgleich zur Entgegennahme der Olympischen Flamme auf dem Roten Platz durch Präsident Wladimir Putin statt. Die Zeremonie selbst wurde nur durch eine Panne gestört: die Flamme ging beim Erreichen des Platzes aus und musste neu entzündet werden. (nb)















99% der Medien haben vom Ankommen der Fackel in Russland berichtet, aber nichts über die schwul-lesbischen Proteste.
Da sind genau die kritiklosen, schönen Bilder, die Putin haben will, um seiner Diktatur internationalen Glanz zu verleihen.
Da sieht man wieder mal, dass es ohne Boykotte keine Aufmerksamkein für die Menschenrechtsverletzungen gibt.