https://queer.de/?20190
Vor Sondierungsgespräch
Claudia Roth: Kein Schwarz-Grün ohne Adoptionsrecht für Homo-Paare
- 07. Oktober 2013 1 Min.

Claudia Roth will der Union die volle Gleichstellung eingetragener Lebenspartner abtrotzen (Bild: buendnisgruenen / flickr / by 2.0)
Grünen-Chefin Claudia Roth hat Bedingungen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union formuliert.
"Wir stehen für eine echte Energiewende, mehr Gerechtigkeit und eine offene Gesellschaft", sagte Roth im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Dazu gehört die volle Gleichstellung der Homo-Ehe mit einem Adoptionsrecht für Lesben und Schwule genauso wie die doppelte Staatsbürgerschaft, eine echte Frauenquote, keine Rüstungsexporte an menschenverachtende Regime oder eine humane Flüchtlingspolitik." Von der Ehe-Öffnung als Knackpunkt sprach die dem linken Flügel zugehörige Parteivorsitzende allerdings nicht.
Am kommenden Donnerstag wollen sich CDU, CSU und Grüne erstmals zu einem Sondierungsgespräch über die Bildung einer möglichen Regierungskoalition treffen. Von Politikern der drei Parteien wird ein schwarz-grünes Bündnis nicht mehr ausdrücklich ausgeschlossen. Beim Adoptionsrecht für lesbisch-schwule Paare stellt sich die Union allerdings bislang quer.
Vor den Grünen hatte auch die SPD eine "moderne Familien-, Gleichstellungs-, Integrations- und Gesellschaftspolitik" als Voraussetzung für ein Bündnis mit CDU/CSU definiert (queer.de berichtete). Schwusos-Chef Ansgar Dittmar nannte die Gleichstellung beim Adoptionsrecht das "absolute Minimum". (cw)















Und wer von der Union die doppelte Staatsbürgerschaft verlangt, der kann auch vom Papst verlangen, dass er heiratet.