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Einzelkommentar zu:
Kuwait plant Homo-Tests für Einwanderer


#43 -hw-Anonym
  • 09.10.2013, 11:08h
  • Antwort auf #41 von userer
  • Brazda hatte ein "T" auf rosa Grund.

    "Dies galt auch für Pierre Seel und im Oktober 1942 wurde er zuerst nach Kroatien verlegt, um gegen die Titopartisanen zu kämpfen. Später ging es nach Berlin, Pommern und dann wieder auf den Balkan. Dort arbeitete er in den Zügen zwischen Belgrad und Saloniki als Geldwechsler der Reichsbank und tauschte den auf Heimaturlaub fahrenden oder wieder zurückkehrenden Soldaten Drachmen gegen Reichsmark und umgekehrt. Im zweiten Halbjahr 1944 wurde er mit einer neuen Kompanie an die Ostfront zur Weichsel verlegt. Bevor er dort in russische Gefangenschaft kam, konnte er sich noch seiner Uniform entledigen und gab sich als entkommener französischer Lagerhäftling aus. Als schon 1945 einer der russischen Kommandanten erschossen wurde, sollten Verdächtige zur Abschreckung hingerichtet werden. Auch Seel war unter ihnen, sang jedoch im letzten Moment mit Mut und aus Verzweiflung Die Internationale und wurde am Leben gelassen."

    de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Seel

    Er ging dann auf Transport und traf im August 1942 im KZ Buchenwald ein. Dort musste er den Rosa Winkel tragen, der noch zusätzlich mit einem T (für Tscheche) versehen war. Zuerst musste er wie die meisten schwulen Häftlinge im Steinbruch arbeiten, was eine besonders harte Arbeit bedeutete, bei der viele den Tod fanden. Schon bald wurde er aber zu einer leichteren Arbeit in einem Verbandsraum herangezogen und anschließend als Dachdecker in ein Baukommando überstellt, wo die Arbeitsbedingungen wesentlich leichter waren. Dort nahm sich ein kommunistischer Kapo seiner an und es entwickelte sich eine Liebesbeziehung, die Brazda das Leben rettete. Als im Frühjahr 1945 das KZ Buchenwald evakuiert werden sollte und die Häftlinge auf lange und für viele todbringende Märsche geschickt wurden, konnte er sich mit Hilfe eines Kapos in einem Schweinestall verstecken.

    de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Brazda

    Ein Mitgefangener war Rudi Supek, mit eine "J" auf rotem Grund.

    "Rudi Supek, a Yugoslav political inmate, re­ports:

    "According to the result of the inquiries, the Buchenwald administration recorded the pas­sage of some 3.900 Yugoslavs, the large major­ity of whom were assigned to the two hundred existing labour detachments.... Most importantly, it must be pointed out that the Yugoslavs formed a group of quite unusual heterogeneity, not only with regard to lan­guage and religion but also to the cultural mi­lieu from which they came. Behind every 'J' [for the German want 'Jugoslav'] were mem­ber of various Yugoslav peoples. The largest share were Slovenes, then the Croatians, then the Serbs, finally the Montenegrins. There were also Mohammedans [Muslims] from Bosnia and the Yugoslav regions on the border to Albania. The only people missing were the members of the fifth Yugoslav nationality -the Macedonians. ...
    Furthermore, the fact should not be over­looked that the Yugoslavs were not only divid­ed into five large groups nationally but also differed from one another with regard to creed, forming three large groups. Orthodox, Catholics and Mohammedans, all having de­veloped under extremely divergent religions and cultural influences.

    From the point of view of social origins and life circumstances, the differences were also substantial. There were peasants from regions of Carniola and all other regions all the way to the fertile lowlands of Voitvdina, men who had fought in the NOV - the Peoples Liber­ation Army - or helped the partisans, labourers who had followed the call of the Communist Party and joined in the struggle for national and social liberty, members of the middle class, civil servants, office workers, business­men, members of free-lance professions, pro­fessors, teachers, agronomists, etc. ...
    The largest group consisted of adolescents. ... All of these colourful shades of landscape and char­acter ... were carried and safeguarded in the hearts of these people and in their spent bod­ies, each a universe of history and emotion in its own right. "

    Buchenwald, Concentration Camp 1937-1945, A Guide to the Permanent Historical ExhibitionThe Camp During the "Total War":1942/43-1945, S. 164 (ISBN 3-89244-695-4)
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