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Kommentare zu:
Kuwait plant Homo-Tests für Einwanderer


#51 sperlingAnonym
  • 09.10.2013, 15:20h
  • Antwort auf #49 von TheDad
  • >"Fundamentalisten gibt es in allen Religionen und allen religiösen Gesellschaften.."

    wie fast alle sätze mit "alle religionen" stimmt auch dieser hier nicht mehr, sobald man nur aufhört, alle nicht zu den sogenannten "weltreligionen" gehörenden religionen als unerheblich zu betrachten.

    ich wäre da nicht mal so emfpindlich, gehörte nicht gerade diese enge sichtweise von "religion als solche ist nun mal immer so und so und dazu gehört nun mal immer dies und das" eben auch zu den selbstrechtfertigungs- und naturalisierungsstrategien der "großen" religionen. religion kann auch völlig anders funktionieren, als wir das von den "großen" religionen her kennen - meist verbunden freilich mit völlig anderen gesellschaftsmodellen.

    es schadet nicht, sich das ab und zu klarzumachen.
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#52 teemithonigProfil
  • 09.10.2013, 15:23hMainz
  • Das ist doch echt absurd.. wie will man das denn herausfinden?

    Alle rausfiltern, die mit 35 noch nie verheiratet waren?

    Weil im Text "medizinische Routineuntersuchungen" erwähnt werden... hmm, ich glaub, das stell ich mir besser nicht genauer vor.
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#53 KalorienzählerAnonym
#54 TheDadProfil
  • 09.10.2013, 15:47hHannover
  • Antwort auf #51 von sperling
  • Ich verstehe durchaus was Du meinst..

    Aber die großen Weltreligionen sind nun einmal die, die sich immer wieder in das Leben einzelner Menschen und ganzer Staaten einmischen, und diese durch ihre durchaus fundamentalistischen Ideen beeinflussen wollen !

    Die wenigen Einzel-Ausnahmen betreffen uns doch nicht wirklich..

    Es gibt auch "gute" Christen, ja klar..
    Bloß begegnen die mir immer seltener im politischem Geschehen, als die anderen..

    Und auch ich unterliege ganz sicher der eingeschränkten Wahrnehmung die sich immer dann auftut, wie ich sie oben beschrieben habe, nämlich wenn es darum geht Fundamentalisten auszumachen..
    In der Ferne sind sie offensichtlich viel sichtbarer als in der persönlichen Umgebung..

    Das ich dabei, wie Du zurecht vermutest, die anderen ganz gerne übersehe, hat damit zu tun das ich Religion insgesamt für überflüssig halte um mein Leben, aber vor allem auch Staatswesen zu organisieren..
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#55 sperlingAnonym
  • 09.10.2013, 16:06h
  • Antwort auf #53 von Kalorienzähler
  • ich denke an die vielen sogenannten indigenen kulturen, deren oft nur wenig hierarchische politische strukturen mit dem fehlen "allmächtiger", eifersüchtig auf die einhaltung von irgendwelchen regeln fixierter gottheiten einhergehen.

    wenn es dort sowas wie einen schöpfergott überhaupt gibt, dann spielt er kaum eine rolle im religiösen leben. die geistwesen, mit denen man dort im alltag zu tun hat, sind eher gleichrangige daseinsformen, die man auch mal verarschen und aufs kreuz legen, von denen man aber auch im rahmen von verhandlungen profitieren kann. man geht mit ihnen also ungefähr so um wie mit seinen mitmenschen.

    von "fundamentalismus" im religionswissenschaftlichen sinn kann man hier nicht sprechen, weil es keine fixierten fundamente dieser religionen gibt, auf die man sich "zurückbesinnen" könnte, wenn sie "verlorengegangen" sind.

    ich muss aber zugeben, dass ich gerade unsicher werde, ob man die millenaristischen bewegungen, die es ja immer mal wieder in südamerika gab, mit dem fundamentalismus vergleichen kann.

    hmmmm...

    nein, so ganz gleichsetzen würde ich das nicht, neben dem oben genannten grund auch deshalb nicht, weil die m.w. immer nur episodisch aufgetaucht sind und sich nie als dauerhafte sekten etabliert haben.
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#56 religionAnonym
#57 sperlingAnonym
#58 sperlingAnonym
  • 09.10.2013, 17:47h
  • Antwort auf #54 von TheDad
  • >"Aber die großen Weltreligionen sind nun einmal die, die sich immer wieder in das Leben einzelner Menschen und ganzer Staaten einmischen..."

    ja, ganz richtig. ich würde aber diese einmischung nicht als eigene qualität von "religion an sich" sehen. religionen können sich immer nur insoweit in das leben der menschen einmischen, als die gesellschaft an sich solche einmischung durch entsprechende machtstrukturen überhaupt ermöglicht und erlaubt. zugegebenermaßen verselbständigt sich die verflechtung von macht und religion oft so weitgehend, dass man beides nicht mehr trennen kann, aber wie gesagt: das hat die ursache nicht unbedingt in der religion, sondern eben zunächst in weltlichen machtstrukturen, die sich dann in religiösen ideologien wiederspiegeln oder von ihnen übernommen und weitergeführt werden.

    >"Die wenigen Einzel-Ausnahmen betreffen uns doch nicht wirklich.."

    nein. aber sie können unseren denkrahmen darüber, was macht und religion sind, erweitern und alternativen denkbar machen, auf die wir nicht kommen, wenn wir immer nur den status quo der uns vertrauten gesellschaften und religionen mit einem achselzuckenden "so isses eben" betrachten.
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