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  • 17. Oktober 2013 15 2 Min.

In "Sex and the City" spielte Mikhail Baryshnikov den Lover von Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker), der sich aber nicht gegen Mr. Big durchsetzen konnte

Der weltbekannte Tänzer und Schauspieler engagiert sich gegen die Verfolgung von Homosexuellen in seiner früheren Heimat.

Mikhail Baryshnikov hat Russland für das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" scharf kritisiert. In einer Erklärung für die LGBT-Gruppe "No More Fear Foundation" erklärte der 65-Jährige: "Mein Leben wurde ausgesprochen angereichert durch lesbische und schwule Mentoren, Kollegen und Freunde. Jegliche Diskriminierung oder Verfolgung von Homosexuellen ist nicht akzeptabel", so Baryshnikov. "Die Gleichbehandlung aller Menschen ist ein Grundrecht und es ist traurig, dass wir im 21. Jahrhundert immer noch darüber sprechen müssen." Das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" war im Juni von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet worden (queer.de berichtete).

Die in New York ansässige "No More Fear Foundation" unterstützt lesbische und schwule Asylbewerber aus den früheren Sowjetrepubliken. In Russland und den Nachbarstaaten würden neue Gesetz "die Verfolgungssituation von Menschen, die sich als LGBT identifizieren, rapide verschlechtern", beklagt die Gruppe. Baryshnikov lobte, die "No More Fear Foundation" helfe Flüchtlingen, "ein stolzerfülltes Leben in ihrem neuen Heimatland" ermöglichen.

Baryshnikov ist 1974 aus Russland geflohen

Baryshnikov hat selbst Erfahrungen als Flüchtling gesammelt: Im sowjetisch besetzten Lettland 1948 als Sohn russischer Eltern geboren, wurde er bald einer der besten Tänzer des Landes. 1974 setzte er sich während einer Tour in Kanada ab und beantragte Asyl in den Vereinigten Staaten. 1986 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft.

In New York City wurde er in verschiedenen Theatergruppen zum bekanntesten Tänzer. Außerdem versuchte er sich als Schauspieler: Für seine Rolle im Film "Am Wendepunkt" erhielt er eine Oscar- und eine Golden-Globe- Nominierung als bester männlicher Nebendarsteller. Zu seinen anderen erfolgreichen Filmen zählen "White Nights – Die Nacht der Entscheidung" und "Company Business". In der letzten Staffel der TV-Serie "Sex and the City" trat er regelmäßig als Aleksandr Petrovsky auf, als Freund von Hauptfigur Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker). (dk)

-w-

#1 Emilia RomagnaAnonym
#2 Aus Bad HomburgAnonym
  • 17.10.2013, 13:50h
  • Eine schöne und fast wie selbstverständliche Solidaritätsgeste von einem Mann, der in den 1960-ern den Thron des Rudolf Nurejew im damaligen "Kirov-Ballet" (Petersburger Mariinski Theater) nach dessen Flucht nach Paris übernommen hat und später auch emigrierte. Es ist aber vielleicht ziemlich leicht, als privilegiierter Emigrant im Westen Rußland zu kritisieren.
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#3 bengtAnonym
  • 17.10.2013, 14:27h
  • Antwort auf #1 von Emilia Romagna
  • Eine schöne und fast wie selbstverständliche Solidaritätstat von einem Parlament, der Region, die Milva (italienische Sängerin) in vielen schönen Liedern für ihren Kampf gegen Mussolini und Hitler besang.

    Was machen da deutsche Parlamente?
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