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Homofreundliche Aktien
Credit Suisse startet LGBT-Index
- 23. Oktober 2013 2 Min.

Bankfiliale im schweizerischen Stein am Rhein (Bild: Xiaowen Dong / flickr / by-sa 2.0)
Die schweizerische Großbank hat einen Aktienindex ins Leben gerufen, in dem besonders homofreundliche Unternehmen zusammengefasst sind.
Credit Suisse will mit dem "LGBT Equality Index" Schwule und Lesben als Kunden gewinnen. Der bislang einzigartige Aktienindex besteht derzeit nur aus amerikanischen Firmen, die von der US-Homogruppe "Human Rights Campaign" (HRC) als besonders LGBT-freundlich bewertet werden.
In den Aktienindex werden Unternehmen aufgenommen, die im HRC Corporate Equality Index 80 Prozent oder mehr erreichen. Die HRC bewertet in dieser Liste beispielsweise positiv, wenn ein Unternehmen einen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung anbietet, homosexuellen Partnern von Mitarbeitern eine Krankenmitversicherung anbietet oder sich in der LGBT-Community engagiert.
Die Höchstpunktzahl erreichten zuletzt Firmen wie American Express, Apple, General Motors, Google, IBM, Nike, Volkswagen USA oder Walt Disney. Mit null Prozent in dem Equality-Index versehen sind Firmen wie das Pharmaunternehmen Gilead oder die US-Zeitung "Washington Post". Der Mineralölkonzern Exxon (Esso) schafft es wegen seines Einsatzes gegen Homo-Rechte sogar auf minus 25 Prozent.
Nicht in Deutschland erhältlich
In den Aktienindex können nur Kunden der Credit Suisse Private Banking USA investieren. In einer Pressemitteilung erklärte die Großbank, mit dem Index wolle man den wirtschaftlichen Einfluss von LGBT-freundlichen Regelungen in Großunternehmen zeigen.
Als besonders ethisches Unternehmen ist Credit Suisse bislang nicht in Erscheinung getreten: So musste die Bank Ende der Neunzigerjahre einen Entschädigungsfonds für Holocaust-Opfer einrichten, weil sie vom Geld jüdischer Bürger profitiert hatte, die von Nazis enteignet worden waren. Die deutsche Steuergewerkschaft hat im vergangenen Jahr der Bank vorgeworfen, Bundesbürger zur Geldwäsche anzustiften. Auch im homofeindlichen Russland ist die Bank sehr engagiert; dort trüben ebenfalls Korruptionsvorwürfe das Image. (dk)














Nein, die haben einfach nur noch etwas gefunden, was sie zu Geld machen können. Nicht mehr und nicht weniger.