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Präsident frisst Kreide

Putin: Keine Diskriminierung bei Olympia

  • 28. Oktober 2013 45 2 Min.

Präsident Wladimir Putin behauptet, dass jeder bei den Olympischen Winterspielen willkommen sei, auch Schwule und Lesben

Das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" bleibt zwar in Kraft, trotzdem versichert der russische Präsident dem deutschen IOC-Präsidenten, dass Schwule und Lesben sicher sind. Unterdessen geben US-Homohasser im Moskau ihr Stelldichein.

Bei einem Besuch des IOC-Präsidenten Thomas Bach hat der russische Staatschef Wladimir Putin am Montag erklärt, dass bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi Schwule und Lesben keinen Restriktionen ausgesetzt seien: "Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass sich Athleten, Fans und Gäste bei den Olympischen Spielen wohl fühlen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, der Rasse oder der sexuellen Ausrichtung", sagte Putin am Montag in Sotschi. Der 61-Jährige weihte dort gemeinsam mit dem deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach einen neuen Hauptbahnhof ein.

Bach zeigte sich von Putin beeindruckt: "Ich bin überzeugt, dass Sotschi Olympische Spiele auf hohem Niveau ausrichten wird", sagte der langjährige Sportfunktionär aus Tauberbischofsheim.

Zuletzt hat es vereinzelt Boykottaufrufe gegen die Winterspiele gegeben. Auch ein Mitglied von Pussy Riot unterstützt diese Forderung (queer.de berichtete) – allerdings im Gegensatz zu den meisten russischen LGBT-Aktivisten.

Putin hatte Ende Juni das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" unterschrieben, das es Schwulen und Lesben untersagt, öffentlich über ihre sexuelle Orientierung zu sprechen (queer.de berichtete). Wegen des Gesetzes sind bereits mehrfach Schwule und Lesben bei Protesten festgenommen worden. Im Juli waren auch vier Niederländer festgenommen worden (queer.de berichtete). Allerdings hatte es derartige Festnahmen auch schon vor der Verabschiedung des Gesetzes gegeben. LGBT-Aktivisten wurden in der Regel wegen anderer Gummiparagrafen angeklagt.

US-Homohasser in Moskau: Schwule missbrauchen Kinder

Unterdessen versuchen christlich-fundamentalistische Aktivisten aus den USA, die homofeindliche Haltung Russlands zu stärken. So luden Duma-Abgeordnete Paul Cameron vom Family Research Institute zu einer Ausschusssitzung am Montag ein. Der Parlamentarier Alexander Sidjakin twitterte, Cameron habe Statistiken mitgebracht, die beweisen sollen, dass mehr als ein Viertel der Schwulen Sex mit Kindern gehabt hätten.

Der Psychologe soll am Dienstag zudem auf einer Pressekonferenz zum Thema "Sind gleichgeschlechtliche Beziehungen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und die öffentliche Ordnung" sprechen.

Der US-Psychologenverband hat sich bereits mehrfach von Cameron distanziert. Dieser hatte in der Vergangenheit immer wieder mit angeblich wissenschaftlichen Argumenten gegen Homosexuelle agitiert. So behauptete er etwa, dass Schwulsein das Leben um 24 Jahre verkürze (queer.de berichtete).

Amerikanische Homo-Hasser haben in den vergangenen Monaten wiederholt erklärt, dass sie Russland – den einstigen Erzfeind der USA – als vorbildlich im Kampf gegen Schwule und Lesben ansehen würden (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 fluch oder segenAnonym
#2 snackAnonym
#3 MeineFresseAnonym
  • 28.10.2013, 18:22h
  • " Der Psychologe soll am Dienstag auf einer Pressekonferenz zum Thema "Sind gleichgeschlechtliche Beziehungen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und die öffentliche Ordnung" sprechen.
    "

    Die Frage ist natürlich nur rethorischer Natur
    Das könnte gefaährlich werden, Russland hat ziemlich hohe HIV Raten.
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