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Petition gegen Hotelkette

Homo-Heiler treffen sich in Marriott-Hotel

  • 31. Oktober 2013 4 2 Min.

Marriott-Hotels setzen jährlich zwölf Milliarden US-Dollar um (Bild: Peter Kaminski / flickr / by 2.0)

LGBT-Aktivisten kritisieren die von Mormonen gegründete internationale Marriott-Hotelkette, weil in ihren Räumen eine Konferenz von Homo-Heilern stattfinden soll.

Die National Association for Research & Therapy of Homosexuality (NARTH) will ihr jährliches Treffen am 8. und 9. November im Marriott-Hotel in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona) abhalten. Bei dem Treffen soll gelehrt werden, wie Homo­sexuelle "geheilt" werden können. Außerdem werden Workshops mit Titeln wie "Pornografie und Homosexualität" angeboten.

Die LGBT-Gruppe "All Out" hat Marriott scharf kritisiert, weil es den Homo-Heilern ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Die Hotelkette unterstützte damit eine Organisation, "die durch Homo-'Heilung' Menschen in die Depression und den Selbstmord treibt". Sie hat daher eine Petition gegen die Kette gestartet. Darin weist sie darauf hin, dass die versuchte "Heilung" gerade junge Menschen schädige.

Zuletzt standen Homo-"Heiler" vermehrt in der Kritik: Der Weltärztebund hat vor einer Woche auf Initiative der deutschen Bundesärztekammer eine Erklärung verabschiedet, in der die "Heilung" von Homo­sexuellen strikt abgelehnt und vor den Folgen der Stigmatisierung sexueller Minderheiten gewarnt wird (queer.de berichtete). Erst im Juni hatte sich die größte Ex-Gay-Organisation der Welt nach vier Jahrzehnten aufgelöst: Der Gründer von Exodus International, Alan Chambers, entschuldigte sich dafür, dass seine Gruppe über einen langen Zeitraum Homo­sexuelle geschädigt hätten (queer.de berichtete).

Die Marriott-Hotelkette betreibt 3.800 Häuser in mehr als 70 Ländern. Sie wurde von J. Willard Marriott, einem mormonischen Missionar, gegründet. Daher ist in amerikanischen Hotels auf allen Zimmern nicht nur die Bibel vorhanden, sondern auch das "Buch Mormon", die heilige Schrift der US-Glaubensgemeinschaft. Die Mormonen gehören neben der katholischen Kirche zu den lautstärksten Homo-Gegnern und unterstützten insbesondere Volksentscheide gegen schwul-lesbische Rechte. Erst Anfang des Monats hatte ein Mitglied des Führungsgremiums erklärt, dass der christliche Gott die Homo-Ehe für alle Ewigkeit als unmoralisch ansehe (queer.de berichtete).

Die Marriott-Kette hingegen heißt Schwule und Lesben offiziell als Gäste und Arbeitnehmer willkommen und hat diesbezüglich professionelle Diversity-Standards. Auch sponsert sie unter anderem die Gay Games. Allout.org gab nicht an, ob man vorab versucht hat, mit der Hotelkette ins Gespräch zu kommen. Allerdings hatten in Marriott-Hotels trotz Kritik schon mehrfach Veranstaltungen von NARTH und anderen Homo-"Heiler"-Organisationen stattgefunden. (dk)

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 RobinAnonym
  • 31.10.2013, 17:45h
  • Es sollte vor allem auch boykottiert werden und auch öffentlich darauf aufmerksam gemacht werden, dass Marriott-Hotels Homohasser, die junge Schwule und Lesben mit Gehirnwäsche in den Selbstmord treiben, mit offenen Armen empfangen!
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#3 gibmichrot