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  • 05. November 2013 31 2 Min.


Auch mit 41 Jahren will der Befürworter der Ehe-Öffnung nicht darauf verzichten, homophobe Worte zu verwenden – schließlich meint er ja etwas anderes damit als mutmaßlich die meisten seiner Zuhörer…

Der Rapper zieht wieder über "Faggots" (Schwuchteln) her, beschimpft damit aber eigenen Angaben zufolge keine Schwulen.

In seinem neuem Album rappt Eminem im Song "Rap God" darüber, wie er ein paar "Schwuchteln" eine überzieht ("I'll still be able to break a motherfuckin' table / Over the back of a couple of faggots"). Derlei Texte waren schon Anfang des Jahrtausends umstritten und führten zu Protesten von LGBT-Gruppen. Doch Eminem tut weiter so, als ob er nicht versteht, warum sich jemand über seine Zeilen aufregt. Im Interview mit dem Magazin "Rolling Stone" verteidigt der 41-Jährige nun seine Wortwahl:

Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll, ohne mich zum millionsten Mal zu wiederholen: Dieses Wort, diese Art von Worten … setze ich nie gleich [mit Homosexualität]. … Das ist eher so, als ob man jemand als Schlampe, Dreckskerl oder Arschloch bezeichnet. Es geht zurück zum Battle-Rap [bei dem sich Künstler gegenseitig 'dissen'] und dem Gefühl, dass man frei ist zu sagen, was man will, ohne sich Gedanken zu machen, wie das andere Menschen beeinflusst. Ich sage nicht, dass es falsch oder richtig ist, aber an diesem Punkt meiner Karriere rede ich viel Blödsinn, der nicht so ernst gemeint ist. Ich mache mich über andere und über mich selbst lustig. Aber das wahre Ich hat überhaupt kein Problem mit schwul, hetero oder transgender.

Der Rapper, der Elton John zu seinen beten Kumpels zählt und sich 2010 für die Ehe-Öffnung ausgesprochen hat, hat immer wieder erklärt, dass das Wort "Faggot" nichts mit Schwulen zu tun habe. Freilich vergisst Eminem dabei, dass das Wort auf amerikanischen Schulhöfen allgegenwärtig ist und damit Jungs beschimpft werden, die als schwul betrachtet werden – genauso wie auf deutschen Schulhöfen das Wort "Schwuchtel" weit verbreitet ist. Auch ein heterosexueller Mann wie Eminem müsste so viel Einfühlungsvermögen haben, dass er diesen Kids das Leben nicht noch schwerer macht. Immerhin schmeißt er aus gutem Grund auch nicht mit dem Schimpfwort "Nigger" um sich. (dk)

-w-

#1 knatzgil
  • 05.11.2013, 17:55hettelbruck
  • Oh den gibts noch.
    Dumm geboren,gelebt und nichts dazu gelernt
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 05.11.2013, 18:00h
  • Widerspruch und darüber reden, also thematisieren, finde ich tatsächlich wichtig, Homofeindlchkeit muss geächtet und Homophobie "bekämpft" werden. Aber mit Verboten von Worten tue ich mich sehr schwer. Geht gar nicht.
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#3 Ganz konkretAnonym
  • 05.11.2013, 18:18h

  • Düfte er denn auch straflos sowas sagen?

    "I'll still be able to break a motherfuckin' table / Over the back of a couple of niggers"
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