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Kommentare zu:
Warum wir die "Compact"-Einladung ablehnen


#1 MilkAnonym
#2 yomenAnonym
#3 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 14.11.2013, 20:27h
  • Ein sehr guter, schlüssiger und selbstbewußter Text. Als Kulturpessisimist glaube ich allerdings auch, dass der Text Herrn Elsässer nicht zum Nachdenken sondern eher zum Nachtreten bringen wird. Aber was will man auch von rechten, selbstgefälligen bis selbstherrlichen aber dennoch schlichten Gemütern erwarten. Ich kann nur hoffen, dass der Einfluß dieses 'Kongresses' auf die Gesellschaft begrenzt ist und sich die Hetze gegen LGBT*s in Deutschland weiterhin in Grenzen hält; aber auch da habe ich so meine Bedenken, denn mir kommt es so vor, als verbreiten sich Arroganz und Dummheit auch im westlichen Kulturkreis wie Grippeviren - aber hoffentlich täusche ich mich in diesem Punkt. Nichts desto trotz, der Text hat mir Mut gemacht, da er dem rechten Mob mit überzeugenden Argumenten Kontra gibt. Well done.
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#4 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 14.11.2013, 20:33h
  • Noch eine kleine Nachfrage: das Thema 'Compact-Kongress' hat - meinem Eindruck nach - doch einige Resonanz bei den queer.de Lesern und Leserinnen hervorgerufen. Wieso wird die öffentliche Antwort von Norbert etwas 'versteckt' unter der Rubrik 'Blog' veröffentlicht. Der Text hat durchaus einen etwas 'prominenteren' Platz verdient.
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#6 Sveni MausiAnonym
#7 sperlingAnonym
  • 14.11.2013, 22:46h
  • natürlich wird sich elsässer ohnehin zum opfer von meinungsfreiheitsfeinden stilisieren (während er selber politiker aufs podium hievt, die leider sehr konkret die meinungsfreiheit in ihrem land aushebeln).

    ich halte es dennoch für richtig, öffentlich auf die zumutung der "einladung" zu reagieren. zu dieser antwort, die tatsächlich alles wichtige klug und pointiert zusammenfasst, kann ich nur gratulieren. respekt!
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#8 TheDadProfil
#9 AlexAnonym
  • 15.11.2013, 08:38h

  • Die einzige richtige Reaktion.

    Mit Faschisten kann und darf man nicht diskutieren. Damit gibt man denen nur Aufmerksamkeit, die die gar nicht verdienen.

    Wer Personen einlädt, die sogar den französischen HomoGegnern zu extrem waren oder die in Russland zu Gewalt anstiften, stellt sich außerhalb jeder Diskussionsfähigkeit.
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#10 Simon HAnonym
  • 15.11.2013, 08:53h

  • Richtig so.

    Die wollen nicht ernsthaft diskutieren, sondern suchen nur ein weiteres Forum zum Schüren von Hass.

    Dass die Grundrechte wie die Pressefreiheit an ihre eigenen Bedingungen knüpfen wollen, sagt ja schon alles.

    Solchen Feinden der Demokratie und der Grundrechte werden wir ganz sicher keine Bühne für ihr krudes rechtes Gedankengut bieten.
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#11 LucaAnonym
  • 15.11.2013, 08:55h

  • Die wollen die Gewalt aus Frankreich und Russland nach Deutschland holen.

    Für wie dumm halten diese Faschisten uns eigentlich?
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#12 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 15.11.2013, 09:19h
  • Antwort auf #5 von -hw-
  • @ -hw-: ...interessanter Link. Schon merkwürdig dieser Schwenk von ganz links nach ganz rechts - aber Elsässer ist da wohl nicht der einzige. Es gibt ja manche Zeitgenossen, die betonen, dass sie in früheren Jahren mal links waren aber nun gereift ins rechte Lager gewechselt sind - aber m.A.n. ist das durchaus eine 'karrieristische' Überlegung: ist der Zeitgeist links, dann sind sie gaaanz links, ist der Zeitgeist rechts, dann endecken sie plötzlich ihren Zugehörigkeit zum nationalistischen, rechten Gedankengut. Ich befürchte, der Zeitgeist macht gerade einen heftigen Ruck nach rechts und Elsässer macht ihn mit bzw. treibt ihn aktiv voran. Fast schon pathologisch...
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#13 GerritAnonym
  • 15.11.2013, 09:33h
  • Aufgrund des eh schon stattfindenden konservativen Rollback, den solche Ewiggestrigen noch verstärken und um Gewalt ergänzen wollen, ist es umso wichtiger, jetzt nicht nochmal 4 weitere Jahre auf Gleichstellung warten zu müssen...

    Wir brauchen die von der SPD versprochenen 100% Gleichstellung! Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt!!!

    Inkl. Eheöffnung, Volladoption, Art. 3 GG, AGG ohne Ausnahmen...
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#14 HaßlochAnonym
#15 timpa354Ehemaliges Profil
  • 15.11.2013, 09:42h
  • Antwort auf #11 von Luca
  • Du hast es erfasst, sie suchen verzweifelt die Möglichkeiten wie man auch hier in Deutschland solche Demonstrationen anzetteln kann. Angela mit ihrem religiösen Habitus würde es vielleicht noch freuen, denn was im Bundestag von CDU und CSU an bösartigen Widerwärtigkeiten gesagt wurde, zeigt die faschistische, religiös verbrämte Gesinnung dieser Leute, jetzt auch noch Frauke Petry von der AfD, dies wird die AfD sehr viele Stimmen kosten, denn eine Partei kann nicht versuchen von rechts wegzurücken und gleichzeitig einen aus ihrer Führungsriege an so einer Konferenz teilnehmen lassen, da entlarvt sich die AfD. Übrigens Frankreich´s Ruf in der Welt hat durch diese Massenproteste für lange Zeit sehr gelitten.
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#16 stromboliProfil
#17 Jens M A ReimerAnonym
  • 15.11.2013, 09:45h
  • Ausgezeichnet!

    Es ist unbegreiflich und beängstigend, dass wir auch noch im Jahr 2013 (und immer wieder) solche Auseinandersetzungen führen müssen.

    Zugleich ist es ein Warnzeichen, wie dünn das Eis von Anerkennung und Respekt ist, auf dem wir uns bewegen, und auf dem viele Schwule und Lesben unbesorgt herumschlittern.

    Die (nicht nur unterschwellig) weit verbreiteten negativen Einstellungen viel zu vieler Deutscher bspw. gegen "Zigeuner" und Juden - trotz mörderischem Nazi-Reich - sollten uns immer wieder zu denken geben.

    Jens M. A. Reimer
    Ex-Chefredakteur der Magazine DON und ADAM
    (in den 70er und 80er Jahren)
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#18 kuesschen11Profil
  • 15.11.2013, 09:54hFrankfurt
  • Vielen Dank, Norbert Blech, für die treffenden und überzeugenden Argumente im Offenen Brief an Elsässer.
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#19 nebenbeiAnonym
  • 15.11.2013, 10:03h
  • Auch das gefällt mir sehr gut: "Mit Dank an die Argumentationshilfen der Protestbündnisse gegen die Konferenz."
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#20 FoXXXynessEhemaliges Profil
#21 AlgebraAnonym
  • 15.11.2013, 10:25h
  • Antwort auf #12 von Monster_Baby
  • "...Das [finanz]politische Klima ist günstig für Wölfe im Schafspelz..."

    Das Titelbild von "Minute" mit dem hässlichen, verachtenden, rassistischen Affenvergleich mit der dunkelhäutigen Justizministerin Taubira, deren Intelligenz, Sprachgewandtheit und Kultur (Mediapart) weit über derjenigen liegt, die für solche Produkte verantwortlich sind, hat in Frankreich neben großer Entrüstung auch anderes gezeigt: die deutliche vernehmbare Zurückhaltung des FN, nachdem - ein Testballon? - eine ähnlich rassistische Äußerung gegenüber Taubira aus Kreisen der FN einige Wochen zuvor für viele bestätigte, dass der FN weiterhin im Wesen rechtsextrem und rassistisch ist, trotz der Kosmetik von Marine LePen.

    www.heise.de/tp/artikel/40/40325/1.html

    Interview: Marine Le Pen warnt vor Dämonisierung Russlands

    de.ria.ru/opinion/20130624/266364653.html
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#22 stromboliProfil
  • 15.11.2013, 10:54hberlin
  • Antwort auf #11 von Luca
  • ...dumm genug, dass es klappen könnte!

    Der rechte neofaschismus entdeckt für sich gerade den internationalismus und schließt sich zusammen. Das "nationale ist perdue, es lebe der euronationalismus...
    Das konstrukt europa öffnet ihnen hierbei die hintertür .
    Da die nationalstaatlichen rechte in europäische bürokratieverwaltungshände gelegt sind, werden rechte ideologien auch vorbei an den schamgrenzen deutscher schuldgefühle sich zum retter europäischer werte aufschwingen..
    Das die strategie der wilders , le pen und demächst auch aus deutschen landen zu hören sein werden.
    Den beiden ist es ja gerade gelungen den schafspelz demokratischer legitimation sich um zu hängen. Und hier bietet sich ein allzweckbündnis frustrierter konservativer an die ebenfalls sammelnd sich bewegen...
    avd, die sich brüstet die "elite der nachdenklichen" zum partner zu haben,
    An solche "angebote hängt sich dann der kleine spießer dran. Die kommenden europäischen wahlen lassen da das schlimmste erwarten.
    Was sich letztendlich auch auf unsere rechtslage auswirken wird!

    Insofern ist elsässers versuch des "konkresses" nur beweis dafür, wie rührig da hinter den kulissen geschoben und geworben wird.
    Und was da die sichtbar "extreme front an "wieder zu entdeckenden werten" ist , wird abgedeckt von den wertkonservativen zeitgeistern , die als steigbügelhalter die gesellschaftlichen ziele neu definieren.. weg vom sozialistischen 68'ziger anspruch hinein in die gefühligen 50ziger, ohne gleich sich dem verdacht des erträumen der seligen 30ziger aussetzen zu wollen.

    Das beobachten hier einige seit geraumer zeit und wird ständig angemahnt.. hören wills aber keiner.
    man muss sich dabei nämlich auch dem grundsätzlichen stellen: keine veränderung gesellschaftlicher bedingungen ohne grundsätzliche veränderung der gesellschaft.
    Was also rechtes gedankenungut wachsen lässt ist die angst vor den veränderungen die so oder so auf uns zukommen.

    Für die nächsten 30-50 jahre werden sich in wenigen kommenden jahren die richtungen entscheiden! Werden wir unter autokratischen regime leben, die zwar formal den demokratischen anspruch durch wahlen gewährleisten , aber innerlich so ausgehöhlt sein werden wie derzeit die entwicklung russland, ungarn, tschechien .. insgesamt der "ostblock" gesehen uns vorleben, ohne das wir eine möglichkeit des widerstandes entwickeln.
    Der rechtsstaat ausgehöhlt, die justiz - polizei sich auf seitens der täter befindet und gewalt dultet.. siehe russland das unsägliche vorführen von opfern im net ohne dass der täter im knast verschwindet...

    Das ist , ohne die ständige herbeizitierung des judenprognomes , die kontinuierliche fortsetzung der selben methoden, die zum prognom gegen juden führte.

    Interessant hierbei, das die jüdische bevölkerung hier keinerlei ähnlichkeiten mit ihren vormaligen schicksal zu erkennen meint, wie sonst ihr schweigen deuten?
    Oder passen wir da in ein raster das ungleichheit ja zulässt.. siehe niemöllers späte einsichten.. "als sie kamen um mich zu holen, war niemand mehr da sie aufzuhalten..."

    Das ohnehin längst nicht mehr nur "unser homo schicksal ist das hier auf dem spiel steht, sondern mit roma-sinti der nächste feind bereits entdeckt und zur zielscheibe wird, macht die brisanz der dynamik des ganzen um so deutlicher.

    Fehlt nur noch ein spektakuläres kaboum als anlass.. eurowirschaftsdebakel, neue wirtschaftsablasen die platzen.. etc.
    Ein paar losgelassene , vom wohlfahrtssystem fallengelassene in bepissten hosen ( denk ich an heuerswerter in der nacht...) an den strassenecken stehende schwenkarme zum doitschengruss, umgarnt von wohlsprechenden konservativen, die ihnen mut zusprechen, dass sozialistische joch der 68'ziger chaoten hinter sich zu lassen, die schuldfragen endlich zu begraben und wieder nationale gefühle in sich tragen dürfen.. dann , ja dann bricht die braune scheiße aus den dünn aufgeschütteten demokratieschotter hervor.

    Dabei muss man gar nicht nach heuerswerter blicken, die sind mitten unter uns auch hier im forum zu finden.. die flaggenwedler und werteklemmschwestern...

    Auch das phänomen frankreich hat da seine vorläufer an "linkskritischen denkern und medialen zutreibern..
    die den boden bereiteten für die proteste gegen das "sozialistisch" geschimpfte hollande gedöns.. das da mittels homophobie dank ehegesetzgebung zufällig ein medialer zünder vorhanden war an dem gezündelt wurde, deutet auf langfristige vorarbeit hin.

    Dem Norbert Blech besonder, der redaktion insgesamt dank für ihr überlegtes handeln!

    Der absage ist hier nichts hinzuzufügen..
    Mit krypto-faschisten redet man tatsächlich nicht, man bekämmpft sie wo immer man es kann und dies mit allen mitteln!
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#23 jarjarAnonym
  • 15.11.2013, 11:01h

  • Ich würde es gut finden wenn da jemand hin geht und diese Deppen argumentativ demontiert.
    Ich kann aber die Haltung die im Artikel geäußert wurde gut nachvollziehen. Das wären Perlen vor die Säue...
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#24 StretchingmasterProfil
  • 15.11.2013, 12:22hEssen / Holsterhausen
  • Antwort auf #23 von jarjar
  • Das wäre nicht nur Perlen vor die Säue!
    Das ginge ja noch.

    Die wollten einfach nur einen zum zerfleischen haben.

    Überlege mal: hunderte Gegner und nur ein Beführworter auf der Bühne. Und ach wie schlimm, der ist auch noch selber schwul.
    Das wäre zu einem Schlachtfest gekommen.

    Ihre Behauptungen wären ganz schnell zerpfückt, und mit schlüssigen Argumenten wiederlegt worden. Und was macht dann ein verwundetets Tier. Es fährt die Krallen aus. Das wäre nicht gut gegangen.

    Es war ganz richtig den Damen und Herren eine Absage zu erteilen.
    Solche Subjekte sollte man rechts liegen lassen und absolut keine Aufmerksamkeit auf sie lenken. Denn das ist es ja was sie wollen.

    Schönen Tag noch
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#25 drgoodAnonym
  • 15.11.2013, 13:01h

  • Ich finde es absolut richtig sich dort nicht vorführen zu lassen.

    man muss keine scheisse essen um zu wissen das sie nicht schmeckt!
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#26 LorenProfil
  • 15.11.2013, 13:48hGreifswald
  • Norbert Blech hat sich längst ein Freibier (oder ein anderes Freigetränk seiner Wahl) verdient, nicht nur für diesen fulminant formulierten offenen Brief, sondern auch für seine anderen Artikel beispielsweise über Russland, die durch sachliche Qualität, Empathie und Humanismus geprägt sind. Merci bien.
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red. (nb, 18.30h): Danke :-) Ich bin am nächsten Montag in Deiner Stadt Köln, Wanja Kilber von Quarteera hält da eine Rede zur Lage von LGBT in Russland. www.facebook.com/events/567955016611101/ www.quarteera.de/ Das ist in einem Uni-Gebäude und ich vermute, da gibt es keinen Bierstand. Aber dafür könnte man ja Quarteera etwas zustecken und ein wenig für die Teilnahme werben :-)
#27 jarjarAnonym
  • 15.11.2013, 15:24h
  • Antwort auf #24 von Stretchingmaster

  • Da hast du leider Recht. Irgendwie hab ich immer noch das Bedürfnis solche Typen wachzurütteln. Aber das ist einfach der falsche Ort. Sollen die sich da verbal auf ihrer Veranstaltung einen runter holen und sich dann gegenseitig auf die Schultern klopfen. Gut dass das ganze ja mit Gegenaktionen versehen wird.
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#28 aetnaAnonym
  • 15.11.2013, 15:35h
  • Ich denke, dass die ganze Homophobie mit den monotheistischen Religionen zusammenhängt, vor allem Christentum und Islam.

    Die Rechten halten dabei das homophobe Christentum hoch und die Linken fördern wo sie können die Ausbreitung des ebenso homophoben Islams in Europa.

    Beispiele von beidem gibt es genug:
    Russland und Uganda (überwiegend christlich)
    Iran, Saudi-Arabien (islamisch)
    usw.

    Die Gleichstellung Homosexueller wie es die Grünen fordern ist schön und gut.
    Aber mit der Förderung des Islams in Europa machen die Grünen den Bock zum Gärtner.
    Da muss man auch aus linker Perspektive mal darüber nachdenken dürfen.

    Es ist natürlich immer so eine Sache, ob man sich dann wie in diesem Falle homophobe Gesprächspartner überhaupt antun soll.

    Ich finde es ist einen Versuch wert auch Konservative zu überzeugen, auch wenn es sehr sehr schwer sein kann.
    Dann aber sollte das Verhältnis zwischen Pro und Contra stimmen, und nicht ein einzelner Schwuler zum Zerfleischen freigegeben werden.
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#29 Timm JohannesAnonym
  • 15.11.2013, 15:40h
  • Eine sehr gute Stellungnahme von Nobert Blech und wird von mir zu 100 Prozent unterstützt und inhaltlich geteilt.

    Insbesondere muss nocheinmal der Satz des Bundesverfassungsgerichtes hervorgehoben werden:

    " Auch Homosexuelle mit Kind " sind eine durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützte Familie im Sinne des Grundgesetzes".

    Und "die behüteten Verhältnisse einer eingetragenen Lebenspartnerschaftkönnen das Aufwachsen von Kindern ebenso fördern wie die einer Ehe".
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#30 MikeAnonym
#31 Martin28a
  • 15.11.2013, 15:57h
  • Das mag ja alles stimmen, was sie schreiben, dennoch halte ich ihre Reaktion als Journalist für etwas überzogen, sicher die Pressefreiheit ist zu gewähren, aber was bringt ihnen das nun auf ihre Grundrechte zu pochen, wenn andere das anders sehen ?

    Man kann einfach nicht immer anderen seinen Willen aufdrücken, auch wenn das Thema Grundrechte für die Demokratie nicht taugt, da jeder seit Geburt mit Grundrechten gesegnet ist.
    Trotzdem ist das noch nicht bei jedem angekommen und zumindest ihre Ansichten zu Art. 3 GG und 6 des GG halte ich für gewagt, denn das Bundesverfassungsgericht hat die Ehe nach Art. 6 sehr wohl als durch Mann und Frau angesehen, es hat nur gesagt, dass das gewissermaßen auf das Lebenspartnerschaftsgesetz keinen Einfluss hat.
    Nun kann man sagen, die Ehe ist die Ehe, weil sue so heisst und das LEbenspartnerschaftsgesetz heisst anders, wird aber völlig gleichgestellt zur Ehe.
    Man kann auch sagen, dass Art. 6 GG hier bewusst im Gegensatz zur WRV keine Vorgabe macht, was eine Ehe ausmacht, obwohl das ja eig. abgeleitet durch die Bibel und der damaligen Zeit klar war...

    Jedenfalls kommt das alles aufs selbe raus, nur: Gerade der Art. 3 GG ist Auslegungssache, denn man muss nicht zwangsweise alles immer gleichstellen, wenn es gute Gründe gibt, dass nicht zu tun.
    Das sich heute die Gesellschaft gewandelt hat, ist kein Produkt des GG, sondern der Umorientierung der Deutschen Einstellung zu dem Thema.
    Es gab damals den Präsident Papier der das übrigens mit Art. 6 noch ganz anders sah, er meinte, es muss ein Abstandgebot gewahrt bleiben.

    Auch wenn man der Ansicht ist, dass das Sittengesetz in Art. 2 nun europäisiert" ist, so kann man daraus nicht immer schliessen, da zwar das GG völkerrechtsfreundlich durch Art. 24 bis 26 auch die EMRK berücksichtigt, dies aber nur begrenzt der Fall ist und sobald sich europäische Sitten ändern, hier in erster Linie das Deutsche GG mit seinen Regeln an erster Stelle steht.

    Jetzt ist es freilich so, dass man vielleicht sagen kann, dass der 175er nicht mehr zeitgemäß ist, auch nicht vor dem Deutschen Grundgesetz, allerdings glaube ich kaum, dass dies zu 100 % für den Eheangleich an Homosexuelle gilt.

    Ich bin der Meinung, dass wir hier nicht immer so derbe auftreten sollten, es ist eben nunmal so, dass die Politik uns nicht gleichstellen will und man kann sie nun mal nicht zwingen.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 MinotaurusAnonym
  • 15.11.2013, 17:04h
  • Antwort auf #28 von aetna
  • Vogelperspektive: Zur Zeit versuchen Saudi-Arabien, Frankreich und Israel in Syrien u.a. europäische islamistische Killer-Böcke zu Gärtnern zu machen. Um den grünen Bembel Cohn-Bendit ist es in der Frage der deutschen Hilfe zur Ausweitung dieser Trainings-Feuchtgebiete sehr still geworden.

    Präemptiv zu Prinz Bandars Sotschi Festspielen beweint der Spiegel heute tschetschenisches Leid.
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#33 VVN BdAAnonym
#34 objectionAnonym
#35 Paul CianiAnonym
#36 tondarProfil
#37 RubenAnonym
  • 15.11.2013, 17:41h
  • Antwort auf #7 von sperling
  • An welcher Stelle hebelt er die Meinungsfreiheit aus? Ist die Bedeutung von Meinungsfreiheit so abhanden gekommen? Ist die Gehirnwäsche in diesem Land so gründlich, dass alles, was nicht dem Mainstream folgt automatisch gegen die Meinungsfreiheit verstößt? Verstößt alles, was Ihnen nicht passt gegen diese Freiheit? Was ist an dieser Einladung eine Zumutung? Warum traut sich niemand, der sich doch so im Recht wähnt, Elsässer entgegenzutreten? Was ist so schlimm an dieser Einladung? Hier wird zu einem Dialog aufgerufen. Stattdessen wird jeder Dialog umgangen, jede Möglichkeit, sich mit der anderen Seite auszutauschen, ausgeschlagen. Und dann damit argumentiert, dass man es auf Grund der ideologischen Verblendung der anderen nicht nötig hätte, sich mit deren Positionen auseinanderzusetzen. Woher kommt diese Angst? Ich bin Abonnent von Elsässers Compact Magazin und stimme bei Weitem nicht mit allem überein, was dort veröffentlicht wird. Aber das muss ich nicht. Denn das eben ist Meinungsfreiheit. Ich kann mich aber zumindest mit den Positionen auseinandersetzen. Was hat man dabei zu verlieren? Warum nicht reden? Warum immer nur hetzen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#38 Bible BeltAnonym
#39 stephan
  • 15.11.2013, 18:43h
  • Sehr gut geantwortet Norbert Blech!

    Was mich persönlich angeht, so muss ich eingestehen, dass ich dieser Diskussion um Gleichstellung, um die Gleichberechtigung homosexueller Menschen so unendlich müde bin!

    Vielleicht liegt es daran, dass ich mich in den vergangenen Wochen sehr reingehängt habe, der Spitze meiner Partei klarzumachen, dass ohne Gleichstellung keine GroKo zustande kommen darf. Ich begrüßen es natürlich sehr, wenn andere die Argumente immer wieder vorbringen und unsere Sicht zum x-ten Mal erklären! Aber es kommt mir wirklich so vor, als gäbe es da fast nichts mehr zu sagen und auszutauschen: Seien wir mal ehrlich! Geht es überhaupt um Argumente? Ist es nicht vielmehr so, dass eine Minderheit, zu der leider auch die Blockadepartei Union gehört, schlicht diskriminieren will - ohne jeden Grund!

    Immer diese blödsinnigen Argumente, die den Kern der Sache gar nicht treffen: Allein schon wieder diese künstliche Entgegenstellung von Familien einerseits und homosexuellen Partnerschaften andererseits - als würde die Respektierung und Gleichbehandlung beider, einer Seite etwas nehmen, als würde die fortgesetzte Diskriminierung Schwule und Lesben dazu bringen, doch Kinder zu zeugen etc. Oder der - trotz der Urteile des Bundesverfassungsgerichts - von der Union wieder und wieder gebrachte Einwand, dass die heterosexuelle Ehe laut GG besonders und mehr zu schützen sei, etc.

    O Mann, wie sehr ich das doch alles leid bin, obwohl mir klar ist, dass wir weiter machen müssen! Insbesondere aber kann ich jeden verstehen, der sich zu nicht dazu bereitfindet, sich auf einer 'Konferenz' wieder mit kübelweise Dreck und Scheinargumenten überschütten zu lassen! Das hätte tatsächlich wenig Sinn!
  • Antworten » | Direktlink »
#41 Malte BAnonym
  • 15.11.2013, 18:57h
  • Ich hätte eine offene Diskussion spannend gefunden. Der Herr Blech hätte sich dort sicher gut behauptet und den vermeintlichen Gegnern in die Augen gucken können.
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#42 EikeAnonym
#43 sperlingAnonym
  • 15.11.2013, 19:15h
  • Antwort auf #37 von Ruben
  • >"An welcher Stelle hebelt er die Meinungsfreiheit aus?"

    bitte richtig lesen: ich schrieb von den eingeladenen gästen des kongresses.

    Sie werfen mir vor, ich hätte ein probem mit der meinungsfreiheit? vielleicht haben Sie es immer noch nicht richtig mitbekommen, aber frau misulina, rednerin auf dem kongress, den Sie hier als "dialogaufruf" bejubeln, hat gerade die meinungsfreiheit für russische schwule, lesben und solidarische heterosexuelle ABGESCHAFFT.

    wo ist die dialogbereitschaft einer person, die per gesetz jeden dialog in ihrem land verbieten lässt? wie weit her kann es mit der dialogbereitschaft von leuten sein, die solchen menschen eine bühne bieten?

    natürlich bin ich dafür, sich mit verschiedenen meinungen auseinanderzusetzen. genau deswegen gehört die ABSCHAFFUNG der meinungsfreiheit, für die leute wie misulina stehen, für mich NICHT zu den positionen, über die ich "offen diskutieren" werde. wie absurd ist denn bitte dieser vorschlag?

    davon abgesehen: die diskussion über familienrecht inkl. gleichstellung läuft seit dutzenden von jahren in der ganzen gesellschaft. die argumente liegen alle auf dem tisch und wurden medial hundertmal durchgekaut. inwiefern ein kongress, der die einseitige rückkehr zu argumenten verspricht, die bereits von zwanzig jahren widerlegt wurden, zur aktuellen diskussion beitragen soll, das erschließt sich mir nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#44 sperlingAnonym
  • 15.11.2013, 19:23h
  • Antwort auf #39 von stephan
  • oh, ich habe wohl gerade ungefähr wiederholt, was du schon gesagt hattest. du sprichst mir wirklich aus dem herzen!

    es ist doch inzwischen wirklich alles gesagt, alle argumente auf dem tisch. die argumentationsgrundlage der gleichstellungsgegner_innen ist längst auf einen imaginären freund und ein "komisches gefühl" eingedampft. im grunde wissen alle, dass dies in einem demokratischen rechtstaat als rechtfertigung für eine diskriminierende politik nicht ausreichen darf.

    es geht nicht mehr um eine erneute diskussion. es geht auch nicht mehr um neue erkenntnisse. es geht nur noch darum, dass die gerechtigkeit endlich den politischen und medialen stellenwert erhält, den sie schon lange verdient.

    dass das in den medien und in der politik nicht passiert, hat mit mangelndem dialog nicht das geringste zu tun.
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#45 Big BrotherAnonym
#46 Aron SperberAnonym
#47 Aron SperberAnonym
#48 paren57Ehemaliges Profil
  • 15.11.2013, 23:26h
  • Antwort auf #37 von Ruben
  • Soll man ernsthaft mit denjenigen diskutieren, die einem im Grunde die Existenzberechtigung absprechen. Zu den Freiheitsrechten gehört auch, sich nicht als Schlachtvieh vorführen lassen zu müssen. Wie im Artikel ganz richtig gesagt wurde: Die Zeit ist vorbei, in der krude Herrenmenschen nach Belieben auf ihnen missliebigen Untermenschen herumtrampeln durften. Und wenn sie das nicht begreifen und die Anstandsgrenze überschreiten, muss eben mit aller Härte zurückgeschlagen werden. Ich muss nicht die andere Wange hinhalten, wenn ich gerade von jemandem eine auf die Fresse gehauen bekomme. Und Frau Misulina ist ganz bestimmt eine Person, für die nur ein toter Schwuler ein guter Schwuler ist. Das mag in Russland ein neuer Volkssport sein, hierzulande sollte es nach wie vor als Straftat behandelt werden. Und ihr Gesudel ebenfalls.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#49 Foxie
  • 16.11.2013, 00:09h
  • Antwort auf #48 von paren57
  • Es ist völlig richtig, diese sogenannte Einladung abzulehnen. Fanatischer Haß braucht keine logischen Argumente und ist auch nicht durch solche zu überwinden.
    Bestimmt werden diese ewig Vorvorgestrigen versuchen, die sachlich und emotional begründete Ablehnung laut als Sieg für sich selbst zu verkünden.
    Liegt letztendlich auch an jedem Einzelnen, wie wir in konkreten Situationen auftreten und daß wir uns nicht verstecken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#50 Miguel53deProfil
  • 16.11.2013, 02:57hOttawa
  • Antwort auf #5 von -hw-
  • Dieser Link ist sehr interessant. Wenn man sich mit der Laufbahn des Herrn Elsaessers beschaeftigt, scheint der Schwenk von links nach rechts auf den ersten Blick sehr merkwuerdig. Auch, wenn man das ja von so manchen Zeitgenossen kennt.
    Ich habe irgendwie den Eindruck bekommen, dass es bei Elsaessers "Schwenken" nicht allein um Positionen geht, sondern ganz profan auch um "Kohle".
    Man stellt schnell fest, dass es immer wieder zu "Hinauswuerfen" kommt. Und dass sich dieses Berufskarussel immer ein bisschen schneller drehte.
    Von daher habe ich den Eindruck, dass der Postionswechsel eben auch der hoeheren Aufmerksamkeit dient und damit der Moeglichkeit, sich besser zu verkaufen. Und das auf verschiedenen Ebenen.
    Das macht so einen Menschen erst Recht verdaechtig und am Ende vollkommen unglaubwuerdig.
    Die Ablehnung dieser "Einladung" ist vollkommen richtig und die Antwort darauf hervorragend formuliert. Man wuenschte sich eine breitere Oeffentlichkeit dafuer. Wobei man dann gleichzeitig eine breitere Oeffentlichkeit fuer diese Veranstaltung in Kauf nehmen muesste. Doch das wuenscht man sich ja dann auch wieder nicht.
    Wes Geistes Kind dieser Elsaesser ist, zeigt sich allerdings allein an der Einladung fuer diese furchtbare Elena Masulina. Solchen Menschen hier bei uns ein Podium zu bieten, hat eben nichts mit Freiheit der Gedanken zu tun, sondern mit der Foerderung der Unterdrueckung und der Unterdruecker!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#51 Miguel53deProfil
  • 16.11.2013, 03:25hOttawa
  • Antwort auf #31 von Martin28a
  • Beim ersten - dem groesseren - Teil verstehe ich kein einziges Wort. Und da, wo ich etwas verstehe, naemlich bei den letzten beiden Abschnitten, schreibst Du totalen Bloedsinn.
    "Es ist nun mal so, dass die Politik uns nicht gleichstellen will und man kann sie nunmal nicht zwingen." Das klingt so, als sei diese Art der politischen Unterdrueckung quasi Gott gegeben.
    Selbstverstaendlich muss man hier "derb" auftreten und seinen so genannten Volksvertretern klar machen, dass das Bundesverfassungsgericht sie schon mehrfach dazu gezwungen hat, allen Menschen gleiche Rechte zu geben. Ob sie das nun wollen oder nicht.
    Vielleicht liest Du Deinen Beitrag noch mal durch? Waere meine dringende Empfehlung.
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#52 paren57Ehemaliges Profil
  • 16.11.2013, 09:41h
  • Es sollte auch nicht vergessen werden, dass Schwule und Lesben in der Mitte der Gesellschaft stehen, die meisten jedenfalls, dass es sich bei diesen Homophoben hingegen um Extremisten handelt, die sich an den äußeren Rand der Gesellschaft begeben haben, und zwar freiwillig. Da kann es keine Diskussion auf Augenhöhe geben. Man muss verfolgen, was sie tun, damit sie nicht gefährlich werden. Ansonsten als das behandeln, was sie sind: Aussätzige.
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#53 goddamn liberalAnonym
  • 16.11.2013, 09:47h
  • Gut argumentiert. Klar durchdacht. Wundert mich jetzt nicht. Kompliment!

    Nebenbei: Schon 1930 'disktutierte' der radikale Antisemit Ernst Jünger mit dem liberalen Rabbiner Leo Baeck in einer Zeitschrift. Hat bekanntlich auch damals nichts gebracht.

    Liebe Leute,

    wie wär es mal mit einer Auseinandersetzung mit den Spitzen von CDU und CSU?

    Die haben zwar auch nichts außer Ressentiments auf Lager. Aber im Gegensatz zu dem skurrilen Dauer-Extremisten Elsässer haben sie die Macht, die Verfassung so richtig zu brechen.

    Leider.
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#54 stromboliProfil
  • 16.11.2013, 10:27hberlin
  • Antwort auf #50 von Miguel53de
  • elsässer kommt aus einem schon in seinen gründungsjahren heftig kritisierten KB verbund, der auf streng hierarchische strukturen gründete, feste parteilinien und strenge Marx-Lenin-auslegung praktizierte...
    Von uns spontis wurden die als dogmatisch ja reaktionär betrachtet, weil eben ihnen ein "führerprinzip innewohnte dem sie sich unterordneten und von dem sie erwarteten, dass die von ihnen "befreite arbeiterschaft" sich gefälligst dann von ihnen führen liese..

    Was sie allerdings vom sonst doch sehr spontan sich bewegen lassenden rest bewegter linker unterschied, war tatsächlich ihre organisationsmotivation, die alle zu unterwandernden sozialen themen aufnahm und in sie sich einschleusen suchten...
    Die hatten für alles einen plan B in ihrer ideologischen tasche.

    Was auch ihr aufgehen in der grünen bewegung erklärbar macht und im zusammengehen mit den publikumswirksameren spontis um Cohn-Bendit und fischer zum "erfolg der grünen im bund führte.
    Hier der "erfrischende turnschuh" . dort der die parteiräder schmierdende Joscha Schmierer...

    Die parteitage der grünen, so aufregend sie zu sein schienen, waren immer fest strukturiert durch die ex kbw'ler.
    Und am ende ging ja auch deren parteivermögen ( von nicht geringer summe hier die rede ist..kapitalistischer ) in die grünen über..

    Nun ist macht oder die option darauf nicht von rechter oder linker position abhängig.. auch mitten drinn , wenn denn alle grundsätzlichen positionen abgeräumt sind, lässt sich ein fitzel sogenannter realomitte erobern.
    Gut für die handelnden, dann sich jeweils als gewandelter der zeitläufe zu geben.. wer in jungen jahren ein kommunist war, sollte im alter ein kapitalist werden...

    Entsprechend auch die viten.. elsässer, feddersen.., so "unterschiedlich sie auch zu sein scheinen..
    die reden so, als wäre jugendsünde ein lässliches übel dem man nur die gereifte person des alters entgegen stelle müsse, die nun um die wahrheiten wisse.
    Das ihre "jugendsünden immer die selben inhalte einer regressiven denkkultur war, die sie nun im alter reproduzieren, wird ihnen nie so recht bewusst.
    Hauptsache, sie fühlen sich auf der seite des siegers, hauptsache sie bestimmen weiterhin meinung und reaktion..
    und darin hatten sie sich in ihren jungen jahren ja ausdauernd geschult.. wie bestimme ich diskussionen.

    Um das wesentlich reaktionäre unter dem deckmantel einer sich sozialistische internationale nennenden zu erkennen, muss man sich mit den inneren autoritären strukturen, den machtstrukturen des inneren führungszirkel und seiner aufstrebenden adepten zuwenden.
    Dann wird das heute in seiner scheinbar so unterschiedlichen entwicklung besser deutbar...

    Was entwicklungsgeschichtlich einen elsässer von einem feddersen unterscheidet? Ihre sexuelle orientierung!

    Ansonsten haben sie den selben reaktionären ausblick auf das sie umgebende. Schützen, bewundern, eifern den selben werten hinterher, nur mit der unterschiedlichen blickrichtung ihrer lebensgestaltung auf das angestrebt gleiche ziel.
    Entsprechend auch der selbe impetus gegen alles was ihnen nun links erscheint , wenn sie gegen ihre eigenen, vermeintlich sozialistischen jugendsünden angeifern.
    Der gefühlige führungsmensch eben nie seine führungsrolle aus den augen zu verlieren sucht, egal in welche "rolle er auch gerade schlüpft...

    Der eindruck das beide dabei auf scheinbar verschiedenen seiten stehen , täuscht über die innere nähe beider denkkonzepte hinweg.. was wiederum eine spätfolge der KB-w denkfabriken ist.. beide haben einen plan B.
    Hie die familie als kern, da die regenbogenfamilie... beides als schlagwörter benutzt um den kern autoritärer strukturen weiter fort zu führen ?

    Was wäre, wenn elsässer seinen ex-genossen in leibzig zum gespräch bittet..
    könnte feddersen dem trieb der eitlen selbstdarstellung widerstehn, oder fühlte er sich rhetorisch so firm, dem homophoben geschwätz die stirn zu bieten.
    Mit welchen argumenten?
    Dies, ohne dabei die beiden nun innewohnende linksfeindlichkeit als instrumentarium einer neu zu formulierenden konservativen homogesellschaft anzubieten.. .
    So die reaktionären gemüter besänftigend, uns schwulen die tür zur konservativen gesellschaft öffend..
    Der könnte sogar beifall im saal bekommen.

    Wie wir wissen sind die dort ja alle nicht homofeindlich sondern nur bekümmert über die linke homo-internationale, die ihre leitwerte so in frage stellen.. zudem; ein jeder hat mindest auch einen schwulen, eine lesbe in seinem bekanntenkreis.
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#55 -hw-Anonym
#56 PraktikantAnonym
#58 stromboliProfil
#59 Aron SperberAnonym
#60 palümpalümAnonym
#62 MarlowAnonym
#63 TheDadProfil
  • 16.11.2013, 12:48hHannover
  • Antwort auf #62 von Marlow
  • Das Problem mit der Wahrnehmung der Mitte ist von alters her bekannt !

    Allen Unkenrufen zum Trotz und entgegen der Auffassung vieler sind aber genau die Menschen die hier immer wieder als "die Speerspitze der Linken" bezeichnet werden genau diese Mitte um die es geht !

    Denn die Mitte der Gesellschaft ist Demokratisch, Tolerant UND hat Akzeptanz für ALLE Menschen in einer Gesellschaft..

    Jeder der das nicht hat, gehört auch nicht zur Mitte, sondern der einen oder anderen Außenseite an !
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#64 paren57Ehemaliges Profil
  • 16.11.2013, 13:15h
  • Antwort auf #62 von Marlow
  • Leute, die sich in Internet-Foren herumtreiben, sind nicht unbedingt repräsentativ für den Rest einer Gruppe. Die große Masse der Community ist nach meiner Beobachtung keinen extremen Strömungen zuzurechnen. Und von Mitte rechts bis Mitte links ist für mich immer noch Mitte. Hier geht es um Personen, die sich sehr weit von einem toleranten gesellschaftlichen Miteinander entfernt haben. Mitte der Gesellschaft war im Übrigen nicht nur politisch gemeint. Schwule und Lesben leben inmitten dieser Gesellschaft und haben Anteil an dieser, formen sie zum Teil auch. Sie brauchen, und darum ging es ja in dem Artikel, sich für ihre Anwesenheit nicht mehr zu entschuldigen und sich selber auszugrenzen. Hingegen haben diejenigen, die gegen alle wissenschaftliche Erkenntnis weiterhin Ausgrenzungsversuche unternehmen, zwar nicht ihre Daseinsberechtigung, die hat schließlich jeder, aber ihre gesamtgesellschaftliche Akzeptanz verwirkt.
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#65 sperlingAnonym
  • 16.11.2013, 13:24h
  • Antwort auf #31 von Martin28a
  • >"Jedenfalls kommt das alles aufs selbe raus, nur: Gerade der Art. 3 GG ist Auslegungssache, denn man muss nicht zwangsweise alles immer gleichstellen, wenn es gute Gründe gibt, dass nicht zu tun."

    eben. das war im grundgesetz aber genau so von vornherein gedacht. was sich geändert hat, ist nicht die ansicht darüber, ob man zum diskriminieren gründe braucht. geändert hat sich die einsicht, dass der vermeintliche wille imaginärer wesen oder ein mulmiges gefühl im magen eben keine "guten gründe" sind.
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#66 -hw-Anonym
#67 more objectionAnonym
  • 16.11.2013, 14:24h
  • Antwort auf #34 von objection
  • "radikalisierungsaffin"

    klingt irgendwie nach "extremismustheorie". "rechtsradikal"="linksradikal". nur die herrschenden verhältnisse sind nach diesem verständnis natürlich überhaupt nicht "radikal" oder "extrem".

    wenn es einen begriff gibt, der solche leute beschreibt, dann ist es z. b. der des kleinbürgerlichen opportunismus. und auch der ist ein produkt der ach so "unradikalen", bürgerlichen verhältnisse, die seit jeher dem faschismus erst den weg bereiten.
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#68 Martin28a
#69 paren57Ehemaliges Profil
  • 16.11.2013, 16:54h
  • Nur noch eine Ergänzung zum Thema Mitte, die, wie ich unten schon einmal erwähnt habe, nicht in erster Linie politisch verstanden wissen möchte, sondern als Teilhabe an der Gesellschaft. Wenn Schwule und Lesben sich ständig als Randgruppe definieren würden, dürften sie sich nicht wundern, von allen andern auch so behandelt zu werden. Die Mehrheit der Homosexuellen, die ich kenne, wollen dies allerdings auch gar nicht. Es ist auch genug Platz in dieser Gesellschaft, die ja nicht ganz so uniform ist, wie es hier manche gerne glauben machen wollen. Wir sind vielleicht als Schwule und Lesben noch nicht ganz in dieser Mitte angekommen, dennoch aus meiner Sicht weit genug integriert, um von der Mehrheit der Menschen um uns herum nicht mehr als Fremdkörper empfunden zu werden. Gegen die verbliebenen Vorbehalte kann man etwas tun, vor allem wenn man offen mit seiner Orientierung umgeht und die Leute so erfahren, dass wir weniger exotisch sind, als manche reißerische Berichterstattung suggeriert. Und etwas mehr Buntheit kann dem Gemeinwesen insgesamt auch nicht schaden. Mein Ratschlag wäre also: Aufklärung und Werbung für unsere Sache bei denjenigen, die toleranzfähig und möglicherweise nur unsicher sind, klare Kante gegen Bornierte und ideologische Überzeugungstäter. Diese haben meistens aber auch ein problematisches Frauen- und Familienbild, sind nicht selten Antisemiten und fremdenfeindlich und rassistisch. Insofern sollte nicht nur Schwulen und Lesben klar sein, dass man mit solchen Gruppen nichts zu tun haben will und diese am besten aus dem Kern der Gesellschaft raushält.
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#70 Foxie
  • 16.11.2013, 17:18h
  • Antwort auf #41 von Malte B
  • Wenn man sich die Texte anschaut, die die dort als Redner und Veranstalter benannten Leute bisher von sich gegeben haben, ist es ganz klar.
    Da geht es nicht um logische Argumente, sondern um verstaubte und längst ad absurdum geführte Klischee´s und Haßparolen, die mit Logik, Realität und Anstand nix zu tun haben.

    Das muß sich der Norbert Blech nicht antun, bei dieser Versammlung als Zielscheibe aufzutreten.
    Versucht doch mal, euch in einem Hühnerstall Gehör zu verschaffen.

    Wie ich schon mal anmerkte, es liegt an jedem einzelnen, wie wir in konkreten Situationen auftreten und SICHTBAR sind!
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#71 HühnerstallAnonym
#73 puschelchenProfil
  • 16.11.2013, 18:25hirgendwo in nrw
  • Antwort auf #68 von Martin28a
  • Das BVerG wird ja nicht von sich aus tätig, da müssen ja auch Klagen anhängig sein.

    Es steht dem Gesetzgeber frei, grundgesetzkompatibel zu agieren. Wenn die Union (und es ist seit ewig nur die Union) nicht anders will, als sich Ohrfeigen zu holen, ist das halt kleingeistig, aber es ist halt so.

    Irgendwelche Gespenster von wegen "Das BVerG wird beschnitten" aus dem Keller zu holen, ist schlichte Panikmache.
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#74 MikeschAnonym
#75 stromboliProfil
  • 16.11.2013, 19:08hberlin
  • Antwort auf #64 von paren57
  • "Hier geht es um Personen, die sich sehr weit von einem toleranten gesellschaftlichen Miteinander entfernt haben."

    nun , wer hat sich denn vom toleranten miteinander entfernt, die die gewarnt haben die immer wieder den finger drauf legen wenn die alte wunde des volksgemeinschaftlichen zu schwären beginnt und müffelt.
    "Und von Mitte rechts bis Mitte links ist für mich immer noch Mitte."
    Wer aber bestimmt was radikal ist.. rechts oder links...
    Doch nicht du.
    Du formulierts nach, was dir eine "gesamtgesellschaft als mitte vorformuliert.
    Und da sollten wir uns gedanken drüber machen wer uns die begriffe vorlegt auf dem tablet des sogenannten gemeinschaftlichen konsens.. uns erklärt was mitte sei.

    Gut, dann bin ich radikal.. radikal in der ablehnung solchen verhaltens, solcher vorgaben,
    Mein recht ist nicht ein liberal bemänteltes privatanliegen, und es liegt an mir dies dem rest der bevölkerung klar zu machen.. und zwar mit klaren -kategorischen worten und eigenem handeln..
    Da geht es nicht um gesellschaftliche mitte, da geht es um ziele die durchzusetzen sind.. gegen bekannte intolerante widerstände.
    Wir wären in der "mitte der gesellschaft", wären diese ansprüche geregelt und eben angeglichen...
    Ärgerlich..
    Diese mär vom mitten in der gesellschaft wohnen ist die verbale rettungsinsel auf der man sich zurück zieht, wenn weder ein eigenes ziel vor augen, noch perspektiven und gemeinsame koalitionen in sicht, mit denen man sie umsetzt.
    DAs stehende angebot das wir verhandeln, ist die assimilierung, die unkenntlichmachung verwischung der unterschiede, um den nachwachsenden hetenkindern die konfrontation mit einem womöglich skandalösen anderen lebensstil zu vermeiden. Nachdem wir sichtbar wurden, nun die neuerliche unsichtbarmachung.. und mittig angekommene machen sich hier zum fürsprecher.
    Das ist dann mittig sich in der gesellschaft bewegen ohne standpunkt und ausagekraft.
    Sich den problemen der sichtbarwerdung nicht stellen wollen indem von angekommen sein nun die rede ist, nicht mehr vom anderssein verwirklichen... Das ist mittlerweile so tief in unseren sprachschatz eingedrungen, dass diese feinheiten gar nicht mehr zum bewusstsein kommen.
    Aber wir leben in der insel der seligen.. noch ein paar korrekturen und alles wird sich zum besten wenden..; selbst die bisher homophoben werden angesichts der entwicklung immer weniger und am ende aussterben..

    Machen wir uns weiter nichts vor, der wind hat sich gedreht, ist uns nur noch nicht heftig genug um die ohren geweht.
    Die allzeit zitierten umfragewerte sind in sich auch auf grund der fragestellungen, oftmals nicht das papier wert auf denen sie gedruckt wurden.
    Aber uns gefällts eben in der mitte zu sein, wie uns ja alle versichern.
    Tiefer geschürft über heteronormatives behagen uns gegenüber hat letztendlich keiner mehr seit geraumer zeit .. vieleicht weil auch keiner in die untiefen die da lauern fragen will.

    Aber wir reproduzieren ja hier gerade die selben vorurteile, wenn wir davon schreiben das wir ja doch "minderheit "sind.. eben dort auch toleranz gegenüber mehrheitsempfinden aufbringen sollten..
    Wir nahem also instinktiv wahr.. da ist noch was.
    Mir da vorzuwerfen , ich z.b. betreibe ausgrenzungsversuche in dem ich diese diskrepanz zu deuten suche, ist ein typich vorauseilendes gefälligkeitsurteil gegenüber einer hetero-mehrheitsgesellschaft.

    Einer gesellschaft, die zwar zulässt das wir nicht mehr unmittelbar verfolgt werden, das wir unsere bereiche haben dürfen.. sogar gefördert durch öffentliche mittel, aber die selbe gesellschaft, die immer noch die nase rümpft ( was ja noch das toleranteste an toleranz darstellt , vergleicht man es mit den übergriffen vor unseren szenelokalen oder in u-bahn-bussen) wenn zwei männer- zwei frauen - sichtlich transsexuelle mit partner auf der strasse sich küssen, den anteil sonstens öffentlich zugestandener zuneigung und körperlichkeit zeigen, der den heteros in allen öffentlichen bereichen ungehindert und ungestört zu verfügung steht.

    "Schwule und Lesben leben inmitten dieser Gesellschaft und haben Anteil an dieser, formen sie zum Teil auch. Sie brauchen, und darum ging es ja in dem Artikel, sich für ihre Anwesenheit nicht mehr zu entschuldigen.."
    "...formen sie zum Teil auch"..
    Wir formen die reproduktion ihres idealbildes mit unserern uns verbleibenden mitteln..
    eigenständig formen wir einen scheiß..

    In dem kleinen privatbereich in dem sich mittig ( gleich konfliktarm !) eingerichte als teil der gesamtgesellschaft definieren, mag dass ja durchgehend genügen, im großen abstrakt gesamtgesellschaftlichen aber ist dies eine intolerante blamage einer uns weiterhin differenziert gegenüber stehenden aussenwelt.

    Dabei geht mir seit geraumer zeit ein gedanke durch den kopf den ich an dieser stelle mal einfüge: Wir definieren uns als in die mitte der gesellschaft ankommen mit den kriterien des gelungenen coming outs . Ein akt der selbstakzeptanz gegen eine zuvor angeeignete heteronormierte lebenseinstellung, bei der man zuerst die familiären bedingungen zu klären sucht, der uns nicht automatisch mehr von der eigenen familie oder freundschaften aus schule und arbeitswelt trennt. Wie tief dieses gelungen nach aussen treten aber ist, unterliegt weiterhin sehr individuellen maßstäben der angstbewältigung und gewinnung von eigenständigkeit.
    So großtenteils befriedet, haben wir die familiären konflikte auf ein minimum reduziert.. man kann oft drüber sprechen, auch wenn nicht immer der wirklich gleiche draht glüht wie vergleichsweise beim heterosexuellen bruder-schwester -freund.

    "hauptsache der jung wird was im leben und findet einen guten freund fürs leben.."
    Entsprechend aber auch unsere ausrichtungen , unsere wunschvorstellung, wie uns das leben gelingen soll.
    Wie aber sich wirklich frei entwickeln, frei leben ohne realistische ängste von wegen konfliktzonen, no go areas, überhaupt das leben auf der strasse, im zug, beim bäcker...
    Wenn im hinterkopf eine andere , ebenso reale wirklichkeit uns ständig grenzen setzt..?

    Was bleibt ist ein uns ,von eben dieser restgesellschaft in der wir ja angekommen sein wollen, immer noch zugemuteter rest an unsicherheit.

    Wie groß aber ist dann der abstand zwischen gelebtem alltag und einer erwartungshaltung, die das so anderssein in keiner weise mehr in frage stellt.
    Es sei denn man eilt dem urteil voraus und stellt sich als nicht anders da.

    Nur, das ist eben gesellschaftlicher nonsens, die sich gerade an den wiederkehrenden themen wie "familie als kern der gesellschaft" als assimilationsprozess sich verdeutlichen.. wer aussen vor bleibt , bleibt aussenseiter!

    Ich bleibe da aussen vor.
    Und ich bin mir sicher, es werden auch zukünftig aussen vorstehende existieren, solange als maß aller dinge die heteronormativität uns bestimmen. Fällt die , fällt auch das problem des sich einfügen müssens..
    Und dafür streite und kämpfe ich.
    Wenns sein muss auch radikal.
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#76 MatainaAnonym
  • 16.11.2013, 19:16h
  • Wie schade! Eine vertane Chance, um miteinander zu reden. Abgesehen davon, dass Autorisierungen im Printgeschäft an der Tagesordnung sind, hätte ich es als spannend und bereichernd empfunden, die Gegenseite mal hier im virtuellen Kiez begrüßen zu können. Die hätten sich zwar sicher die Finger verbrannt, doch das miteinander reden und sich austauschen ist unabdinglich, wenn sich die Dinge ändern sollen. Besonders, wen man man sich persönlich kennenlernt ist das immer auch eine Chance. Die wurde hier leider leichtfertig vertan. Die Chance hätte ich mir nicht entgehen lassen.
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#77 MikeschAnonym
#78 TheDadProfil
  • 16.11.2013, 20:15hHannover
  • Antwort auf #68 von Martin28a
  • ""Ich halte das für schädlich und ich könnte mir vorstellen das Politiker eines Tages die Macht des BVerfG deswegen einschränken""..

    Dann ist es ja gut dass genau das durch die Aufteilung der Demokratie in Legislative, Judikative und Exekutive durch die Verfassung, resp. dem GG nicht auf demokratischem Wege vorgesehen ist !

    Und entgegen Deiner Auffassung ist das BVG genau dazu geschaffen worden :
    Nämlich die Legislative zu kontrollieren und zu korrigieren !

    Und wenn´s Not tut bis an´s Ende aller Tage..
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#79 MikeschAnonym
#80 TheDadProfil
  • 16.11.2013, 20:20hHannover
  • Antwort auf #71 von Hühnerstall
  • ""In Deutschland gewinnt Facebook nur noch Nutzer, die älter als 45 Jahre alt sind, das Durchschnittalter aller Nutzer liegt über dem der Zuschauer von Pro Sieben.""..

    Diesem Schiclsal kann sich weder Fazebuck noch sonst irgendein Soziales Netzwerk aufgrund des vorliegenden Altersspektrums innerhalb der Generationenpyramide ernsthaft entziehen..

    Mann mag das vielleicht ein bisschen bedauern, aber die so genannte "werberelevante ZIelgruppe 14 - 49" wird zunehmend kleiner und damit auch weniger wichtig..
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#81 Martin28a
#82 peopleAnonym
#83 TheDadProfil
#84 MikeschAnonym
#85 MikeschAnonym
#86 puschelchenProfil
#88 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 16.11.2013, 23:21h
  • Antwort auf #75 von stromboli
  • Zitat von @stromboli: 'Wir wären in der "mitte der gesellschaft", wären diese ansprüche geregelt und eben angeglichen... '

    Völlig richtig!!! Auch wenn ich die 'Mitte der Gesellschaft' für ein Konstrukt halte, dass zwar in (fast) allen Medien und Teilen der Politik bzw. Gesellschaft als Vorbild und Mehrheit propagiert und wiedergekäut wird, das es so aber gar nicht gibt, da ein großer Teil (wenn nicht sogar der größere Teil der Gesellschaft...) gar nicht zu diesem vorgegaugeltem Bild gehören kann oder will weil z.B.: zu alt, zu arm, zu dick, zu gebildet, zu krank, zu schön, zu behindert, zu begabt, zu migrantisch, zu absonderlich, zu dünn, zu unfähig oder unwillens sich zu reproduzieren, zu schrill, zu laut, zu depressiv, zu ungebildet, zu liebend, zu faul, zu idealistisch, zu manisch, zu klug, zu unschön, zu unauffällig, zu auffällig, zu menschlich, zu schwul, zu uneindeutig, zu exzentrisch, zu links, zu rechts, zu liberal, zu doof, zu individualistisch, zu autistisch, zu rebellisch, zu kriminell, zu legasthenisch, zu angepasst, zu mutig... Falls ich mich täusche und es gehört tatsächlich eine Mehrheit zu dieser obskuren 'Mitte der Gesellschaft', dann sind wir (LGBT's) nicht dort angekommen, weil die Mitte schneller war und flugs nach rechts gerückt ist - wie ein Hechtsprung in ein leeres Schwimmbecken. Auch wenn sich manch Schwuler bemüht, dass die Maaßenstraße bzw. Winterfeldtstrasse Samstag Mittag wirkt wie ein FDP-CDU-AfD-Bundesparteitag - nützt nichts, denn letztendlich sind sie doch zu schwul für ihre 'Mitte der Gesellschaft'.
    Wie auch immer stromboli, ich finde deine Zeilen in ihrer Wut inspirierend und schön.
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#89 paren57Ehemaliges Profil
  • 16.11.2013, 23:37h
  • Antwort auf #75 von stromboli
  • Toleranz bedeutet für mich andere in ihrem Anderssein akzeptieren und von ihnen akzeptiert werden. Wenn dir das zu mittig ist, dann teilen wir in der Tat keine gemeinsamen Werte. Wenn allerdings jeder nur auf Krawall und Ablehnung des Anderen gebürstet ist, kann es keinen gesellschaftlichen Zusammenhalt geben. Das ist ja gerade das Problem mit Leuten, die Minderheiten nicht ertragen können und deshalb ablehnen. Im Übrigen ist Homophobie weder rechts noch links. Sie mag in rechten Gruppen einen günstigeren Nährboden finden, gefeit sind die anderen politischen Richtungen davon aber auch nicht.

    Ich höre bei dir heraus, du liebst die Provokation und delektierst dich an der Ablehnung. Das ist für mich nicht zielführend, weil eine Sackgasse.

    Mitten in der Gesellschaft heißt ja gerade, Ziele zu formulieren und mit anderen durchsetzen. Sich beleidigt auf eine einsame Insel zurückzuziehen, bringt letztlich außer Verdruss gar nichts. Mitten in der Gesellschaft heißt ja gerade, in seinem Anderssein sichtbar sein und trotzdem Akzeptanz finden. Wer im Schrank bleibt, ist nicht mitten in der Gesellschaft sondern isoliert und deformiert. Dass diese Akzeptanz einem nicht geschenkt wird, ist jedem klar, der die gesellschaftlichen Verhältnisse sieht. Aber sie ist heute größer als jemals zuvor, wenn auch noch nicht so groß, wie sie sein müsste. Nebenbei bemerkt hat Akzeptanz nichts, aber auch gar nichts mit Anpassung zu tun. Denn dann wäre es ja gerade keine Akzeptanz mehr. Was allerdings kaum zu ändern sein wird, dass die 95 Prozent der Gesellschaft, die nicht homosexuell sind, für sich auf eine heteronormierte Lebenseinstellung verzichten werden. Wobei ich manchmal froh wäre, wenn unter Schwulen die Bandbreite an Lebensstilen akzeptiert würde, die im Heterobereich tatsächlich gelebt werden. Es gibt bei einigen auch die Vorstellung einer Homonormativität, die jedes Abweichen von eigenen Vorstellungen als Verrat an der Community brandmarkt. Das finde ich dann allerdings genauso intolerant wie das Verhalten einer Misulina. Jeder Jeck ist anders, und dabei soll es bitteschön auch bleiben.
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#90 Martin28a
#91 Martin28a
  • 16.11.2013, 23:45h
  • Antwort auf #84 von Mikesch

  • Doch sicher geht das
    Wenn die Mehrheiten da sind ksnn man das jederzeit abschaffen
    Es ist jetzt nur so das die Verfassungsrichter das Gesetz gleichbehandelt sehen wollen, da es ja nun mal jetzt wo es da ist kein Grund der Benachteiligung gibt
    Wenn mal eine Regierung das Gesetz wieder abschafft, kann das BVerfG als solches dagegen nichts unternehmen, da das Lebenspartnerschaftsgesetz nicht im GG geschützt ist
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#92 Martin28a
  • 16.11.2013, 23:48h
  • Antwort auf #86 von puschelchen

  • Die CDU musste faule Kompromisse eingeben, denn wenn die Union freie Bahn hätte dann hätten sie hier bestimmt am LPGesetz nicht rumgeflickt sondern es ganz abgeschafft

    Darum sag ich ja immer: Wenn die spd rumzickt könnte es Neuwahlen geben und wenn sich die Mehrheiten mal ändern ist das Lebenspartnerschaftsgesetz schneller weg als wir kuken können
    Das war damals eine Idee der Rot Grünen Regierung und Rot Grün wird es hier auf absehbare Zeit nicht megr geben
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#93 paren57Ehemaliges Profil
  • 17.11.2013, 00:03h
  • Antwort auf #75 von stromboli
  • "Wir formen die reproduktion ihres idealbildes mit unserern uns verbleibenden mitteln.. eigenständig formen wir einen scheiß.."

    Wer hindert dich daran es zu tun? Du arbeitest dich immer an einem heteronormativen Idealbild ab. Formuliere doch mal positiv, wie deine ideale Welt aussehen würde oder sollte. Ich fürchte nur, du wirst damit gar nicht den Widerstand hervorrufen, den du dir erhoffst.

    "In dem kleinen privatbereich in dem sich mittig ( gleich konfliktarm !) eingerichte als teil der gesamtgesellschaft definieren, mag dass ja durchgehend genügen, im großen abstrakt gesamtgesellschaftli chen aber ist dies eine intolerante blamage einer uns weiterhin differenziert gegenüber stehenden aussenwelt."

    Konflikt um des Konfliktes willen? Was heißt differenziert gegenüberstehende Außenwelt? In meinem Sprachgebrauch wäre dass eine nicht von vornherein ablehnende, sondern dem Anderssein gegenüber aufgeschlossene. Aber das ist ja offensichtlich nicht das, was du meinst. Aber was?

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Schlimmste, das einigen von uns passieren könnte, wäre, wenn sich niemand mehr über uns aufregt und wir nichts Besonderes mehr sind. Denn das muss man auch wissen: Wenn wir allgemein akzeptiert wären, wären wir nun einmal stinknormal, egal wie abweichend von irgendwelchen "Normen" wir uns auch geben.
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#94 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 17.11.2013, 09:11h
  • Antwort auf #89 von paren57
  • Ich habe stromboli anders verstanden. Gegen Heteronormativität zu sein heißt nicht gegen Heterosexuelle zu sein. Mein Freundeskreis ist zu ca. 80% heterosexuell und da gibt es viele, die sich nicht mit dem vorgegebenen Bild eines 'idealen', brav produzierenden, komsumierenden und geschlechtseindeutigen Bürgers wiederfinden wollen oder können. Die sog. Heteronormativität ist eine Idee, ein Bild und keine sexuelle Orientierung. M.A.n. ging es stromboli um dieses normierende Bild von Menschen, um ein Mann-Frau-, gut-böse- oder schwarz-weiß-Denken. Bei einer Normierung soll eben jeder Jeck gleich sein. Den Vergleich mit Misulina finde ich daneben - damit bringst du eine unnötige Aggressivität in die Diskussion.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #89 springen »
#95 paren57Ehemaliges Profil
  • 17.11.2013, 09:55h
  • Antwort auf #94 von Monster_Baby
  • Die "Aggressivität" geht nicht gegen Stromboli, sondern bezieht sich auf das, was ich Homonormativität in unseren Kreisen genannt habe. Damit meine ich, dass es bestimmte Auffassungen gibt, wie ein Schwuler zu sein hat und wie er sich zu geben hat und alles andere sind dann Klemmschwestern etc. pp. Insofern ist dein Einwand gut und ich will es gerne klar stellen.
    Was die Heteronormativität anlangt, so kann ich persönlich damit wenig anfangen, weil ich auch die Heterowelt weit weniger genormt erlebe, als dieses Konzept suggeriert. Das jeder Mensch sich in einer Gruppe zurücknehmen muss, damit das Zusammenleben funktioniert, hat zunächst einmal nichts mit Sexualität und sexueller Orientierung zu tun.
    Natürlich weiß ich auch, dass die Sichtbarkeit schwuler Männer mit dem Abstand zum Bermudadreieick in den Großstädten überproportial abnimmt. Ich habe allerdings allmählich Zweifel, ob das nur auf realen schlechten Erfahrungen mit der Heterowelt beruht oder nicht doch mehr auf dem Bild, das wir uns über diese vermeintlich geschlossene Gruppe machen. Vielleicht sollten wir allesamt, und ich fasse mich da durchaus an die eigene Nase, einfach nur mutiger sein.
    Nur noch eine Anmerkung zum Händchenhalten und Naserümpfen. Ich fühle mich, ein Beispiel aus meiner jüngeren Vergangenheit, auch unangenehm berührt, wenn sich ein älteres Heteropärchen an der Kasse bei Aldi in aller Öffentlichkeit abschleckt. Also rümpfe ich zumindest innerlich die Nase.
    Es gibt den Spruch, was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Dahinter verbirgt sich eine psychologische gar nicht sonderlich tiefsinnige Erkenntnis, dass wir nämlich allem, was uns fremd ist, zunächst einmal misstrauisch begegnen. Das ist ein archaischer Schutzmechanismus, der uns das Überleben in grauer Vorzeit gesichert hat. Wenn wir also nach und nach für die Heterowelt sichtbarer werden würden, diese sich also an uns und unsere Lebensstile gewöhnen kann, wird das Fremdeln in der Masse aufhören. Natürlich wird es immer Leute geben, die Feindbilder brauchen. Mit denen sollten wir uns dann so auseinandersetzen, dass wir sie im Zusammenwirken mit anderen aufgeschlossenen Menschen in radikale Ecke drängen, in die sie dann auch gehören. Und da gibt es dann in der Tat Null Toleranz.
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#96 paren57Ehemaliges Profil
  • 17.11.2013, 10:34h
  • Antwort auf #88 von Monster_Baby
  • "Falls ich mich täusche und es gehört tatsächlich eine Mehrheit zu dieser obskuren 'Mitte der Gesellschaft', dann sind wir (LGBT's) nicht dort angekommen, weil die Mitte schneller war und flugs nach rechts gerückt ist - wie ein Hechtsprung in ein leeres Schwimmbecken. Auch wenn sich manch Schwuler bemüht, dass die Maaßenstraße bzw. Winterfeldtstrasse Samstag Mittag wirkt wie ein FDP-CDU-AfD-Bundespa rteitag - nützt nichts, denn letztendlich sind sie doch zu schwul für ihre 'Mitte der Gesellschaft'."

    Wenn dich das Wort Mitte stört, das ich nicht im Sinne von rechts/links verstehe, dann sag einfach, wir sind Teil dieser Gesellschaft, gleich wo wir politisch stehen. Wenn wir uns gegen Diskriminierung wenden, ist das doch auch Ausdruck dessen, dass wir uns selbst nicht außerhalb der Gemeinschaft sehen wollen, sondern als anerkannter Teil von ihr. Es sei denn, wir wollten alle Sektierer sein. Das glaube ich aber bei der großen Mehrheit eher nicht. Andererseits, wenn ich selbst gar nicht Teil einer Gemeinschaft sein will, kann ich von dieser auch nicht fordern, dass sie mich nicht als Außenseiter behandeln soll.
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#97 stromboliProfil
  • 17.11.2013, 11:51hberlin
  • Antwort auf #96 von paren57
  • "dann sag einfach, wir sind Teil dieser Gesellschaft, gleich wo wir politisch stehen.--

    "Wenn wir uns gegen Diskriminierung wenden, ist das doch auch Ausdruck dessen, dass wir uns selbst nicht außerhalb der Gemeinschaft sehen wollen, sondern als anerkannter Teil von ihr. !!!

    im satz selbst liegt die wahrheit verborgen.. sichtbar dem, der es sehen will.
    Man wendet sich nicht gegen etwas wenn man teil des selben ist! Selbst du gibst es zu...
    Ich steh also gar nicht so alleine mit meiner sicht auf die dinge, nur bringe ich sie pointierter rüber.
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#98 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 17.11.2013, 11:59h
  • Antwort auf #96 von paren57
  • Ich bin ja nicht der Sprecher der LGBT*-Bewegung und somit ist das was ich schreibe subjektiv und aus meiner - vielleicht auch manchmal engen - Perspektive. Ich kenne Anpassung bis Überanpassung an gesellschaftliche und berufliche Erfordernisse zu genüge. Teilweise habe ich Anerkennung gefunden, teilweise blieb sie mir wegen des Fehlen bestimmter Attribute versagt. Ich habe mich also 'auf den Kopf gestellt und mit den Füßen gewackelt' um in der Gesellschaft materiell und ideell bestehen zu können bis ich soweit war, zu meinem Aussenseitertum stehen zu können. Ich will also nicht in die 'Mitte', dennoch bin ich ein Teil der Gesellschaft und gestalte sie mit, ob sie will oder nicht. Ich verlange lediglich ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
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#99 RobbyEhemaliges Profil
  • 17.11.2013, 12:07h
  • Richtig so, queer.de! Ihr braucht euch von denen nicht erpressen lassen. - Und wenn sie sich auf euren offenen Brief hin weiter weigern, euch berichten zu lassen, dann wird das auch in der Medienwelt Wellen schlagen und Hr. Elsässer landet noch mehr da, wo er jetzt schon ist - rechts außen.
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#100 paren57Ehemaliges Profil
  • 17.11.2013, 13:21h
  • Antwort auf #97 von stromboli
  • Mit dem Sichtbarsein ist das so eine Sache. Vermutlich geht das ja wirklich nur im persönlichen Umfeld. Im Alltag kann ich dir nur sagen, ob ich einen Mann attraktiv finde. Ob er schwul ist, merke ich in der Regel selbst im Umfeld des Kölner Bermudadreiecks erst, wenn er wirklich in einer Szenekneipe verschwindet. Es sei denn, er ist mit anderen zusammen und die Körpersprache zeigt die Suche nach Nähe. Viele Heteros sind heute trendiger und körperbewusster als ein Teil der Schwulen. Man müsste schon mit einem Regenbogensticker durch die Gegend laufen, um da noch erkennbar zu sein.

    Mit dem Satz "sichtbar dem, der es sehen will" bin ich nicht einverstanden. Auch die, die es nicht sehen wollen, sollen es merken, sofern ich will, dass sie es merken sollen. (In einer Umgebung mit hohem Ausländer- oder Springerstiefelanteil setze ich zugegeben immer die Tarnkappe auf, weil ich Angst habe, eine in die Fresse zu bekommen.)

    Man wendet sich nicht gegen etwas, wenn man Teil desselben ist? Aber man sucht seine Position im Ganzen und versucht sein Umfeld nach seinen Vorstellungen zu gestalten, was auch nicht immer ohne "Reibungsverluste" geht, da einem nicht alles gefällt, so wie es ist. Und Kompromisse mit anderen müssen nun mal in der Regel "erkämpft" werden.
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#101 paren57Ehemaliges Profil
  • 17.11.2013, 13:27h
  • Antwort auf #98 von Monster_Baby
  • "Ich verlange lediglich ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt. Nicht mehr aber auch nicht weniger."

    Darauf können wir uns einigen. Mit gutem Willen sollte sogar mehr möglich sein. In meiner (beruflichen) Arbeitsgruppe, sind von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern drei Personen schwul und keiner hat ein Problem damit. Es geht vieles, wenn man nur will.
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#102 TheDadProfil
  • 17.11.2013, 15:28hHannover
  • Antwort auf #91 von Martin28a
  • ""Wenn mal eine Regierung das Gesetz wieder abschafft, kann das BVerfG als solches dagegen nichts unternehmen, da das Lebenspartnerschaftsgesetz nicht im GG geschützt ist""..

    Ich frage dich dazu noch einmal :
    Wann ?
    Wann hat die Union versucht das Gesetz abzuschaffen, und wodurch genau fehlte ihr dazu die Mehrheit ?

    Es gab diesen Versuch des Abschaffens nicht..

    Es gab allerdings genügend Versuche es gar nicht erst Zustande kommen zu lassen, und deshalb solltest Du dir dazu einmal die Begründung der Richter ansehen die in ihrem Urteil aus dem Jahr 2002 das Gesetz als verfassungskonform ansahen..

    Daraus ergibt sich der Schutz der GG den Du nicht erkennst..

    Zusätzlich gibt es den Rechtlichen Grundsatz der Rechtskontinuität..

    Schaffte Mann das LPG ab blieben die bereits geschlossenen LPG´s erhalten..
    Und zusätzlich darf Mann dabei auch nicht vergessen, das LPG ist ein prima Instrument für die Union LGBT´s zu diskriminieren..
    Wozu sollten sie es also dann abschaffen wollen ?
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#103 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 17.11.2013, 16:25h
  • Antwort auf #101 von paren57
  • Mist, gerade ist mein Rechner während des Kommentar-Schreibens abgestürzt. Na denn, versuche ich es nochmal: meine Kommentare sollten kein Apell an ein destruktives Miteinander sein und ich habe durchaus bemerkt, dass du hier auf deine Art auf dein Gegenüber zugehen kannst - was ich gut finde. Ich wollte lediglich eine Stimme für die sein, die durch die gesellschaftlichen Raster fallen und auch in der queeren Szene in Unsichtbarkeit leben. Auch habe ich das Gefühl, dass der Druck zur Normierung zunimmt und damit auch die Ausgrenzung. Aber nichts desto trotz fände ich es gut, wenn die LGBT*-Szene - bei aller Diversität - sich gegen Haßprediger zusammenschließt und gemeinsam gegen menschenverachtendes Gedankengut kämpft.
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#104 paren57Ehemaliges Profil
  • 17.11.2013, 17:46h
  • Antwort auf #103 von Monster_Baby
  • "Aber nichts desto trotz fände ich es gut, wenn die LGBT*-Szene - bei aller Diversität - sich gegen Haßprediger zusammenschließt und gemeinsam gegen menschenverachtendes Gedankengut kämpft."

    Das ist ja gerade das, was ich meine. Wir Schwulen und Lesben sind Teil der größeren Gemeinschaft (wenn wir es wollen) und verdienen deren Respekt (und werden ihn auch, da in ich optimistisch, immer mehr bekommen). Diese Hassprediger, seien sie nun religiös (christlich, muslimisch, wie auch immer) oder politisch motiviert, gehören in die Fundamentalistenecke, die sozial geächtet gehört. Und da ist das Argument im Artikel, der Anlass zu unserer Diskussion gibt, gerade richtig. Nicht wir müssen uns rechtfertigen, sondern die, die gegen uns sind, haben ihre Hasstiraden zurückzunehmen und sind, soweit das rechtlich möglich ist, vor den Kadi zu zerren. Und eines muss klar sein: Es sind Schweine und es bleiben Schweine. Das müssen wir denjenigen, die in dieser Sache nicht so bewandert sind, weil sie das Thema nicht unmittelbar betrifft, immer wieder klar machen. Aber nicht dadurch, dass wir uns mit diesen Sudelfritzen an einen Tisch setzen. Es muss unanständig werden, mit diesen zu diskutieren, so wie es unanständig ist, mit Nazis zu diskutieren, ob ihre Ideologie nicht doch irgendwo richtig ist. Da gibt es allerdings auf politischer Ebene noch einiges zu tun. Da macht sich dann eben doch bemerkbar, dass wir nur etwa 5 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Da brauchen wir Verbündete.
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#105 Martin28a
#106 TheDadProfil
  • 18.11.2013, 22:02hHannover
  • Antwort auf #105 von Martin28a
  • ""Es gibt keine Rechtskontinuität für ein Gesetz selber, nur für Altfälle gibt es Übergsngsvorschriften.""..

    Willst du mich jetzt veralbern ?

    Was habe ich geschrieben ?

    ""Schaffte Mann das LPG ab blieben die bereits geschlossenen LPG´s erhalten""..

    Was Du dir in diesem Zusammenhang als "Übergangsvorschriften" vorstellst will ich jetzt gar nicht abfragen..

    Was soll der Link ?

    Die Frage lautete WANN hat die Union VERSUCHT das LPG abzuschaffen, und nicht, wann hat der Schwanz mit dem Hund gedroht..

    Das Gefasel von Lammert war reines Wahlkampfgetöse, ebenso wie das von Kauder..

    Und selbst Kauder hat inzwischen begriffen das eine Ehe-Öffnung vom BVG nicht mehr gekippt würde, und die Ehe damit Bestand hat..

    Gleiches gilt nach wie vor für das LPG..
    Ein Gesetz um das LPG anzuschaffen wäre nach der Rechtsprechung PRO LPG verfassungwidrig, und hätte selbst keinen Bestand..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #105 springen »
#107 stromboliProfil
  • 20.11.2013, 12:12hberlin
  • Antwort auf #100 von paren57
  • ich will dir nicht deinen guten willen mies reden aber nehmen wir mal dein credo: "Und Kompromisse mit anderen müssen nun mal in der Regel "erkämpft" werden."
    Nun , kompromisse bedürfen gegenteiliger voraussetzungen die sich nähern sollen.
    Es öffnet sich die frage, von WELCHER position die schwule community beginnt!
    Sind die ähnlichkeiten der gegenseitigen ausgangspositionen eh so nahe beieinander stehend , wo wird dann wirklich um kompromisse "gekämpft"!
    Selbst unser emanzipationsorakel tinnituspfeifenton timm johannes, spricht schon von nur noch marginalen "rechtsbereinigungen..."
    wo soll da noch platz sein für auszufechtensde kompromisse?!

    Man muss also bereits im analysieren der eigenen situation seinen ansatzpunkt im gesamtpolitisch-gesellschaftlichen zusammenhang erkennen, sonst wird man über den verhandlungstisch gezogen.

    Das mißt sich nicht am "heute trendiger und körperbewusster als ein Teil der Schwulen auftretenden hetero", sondern an den inhalten die der trendige hetero trotz annäherung an äusserlichkeiten bezüglich dem auftreten von homos, weiterhin verinnerlicht hat.
    Auch geht es um dessen vorstellung von gewaltenteilung im recht um moral & sitte.

    Noch mal zur "sichtbarkeit werdung..
    "Ob er schwul ist, merke ich in der Regel selbst im Umfeld des Kölner Bermudadreiecks erst, wenn er wirklich in einer Szenekneipe verschwindet. "
    in dem satz steckt mehr eingeständniss als reflektion über die eigenen zustände in denen man täglich lebt.
    Es beschreibt eine auch heute noch verinnerlichte vorsicherung, die einerseits nach ausserhalb eine normalität vortäuscht, andererseit aber auch eine sehr spezifische gefühlslage beschreibt wenn offensichtlich menschen gleichen suchens beieinander sind..
    ihre "merkmale" werden nun sichtbar, eben auch jene, die sie grundsätzlich von den anderen unterscheiden.

    Was wir im unterschied zu den heten aber nun tun, ist diesen teil fremdheit abzuspalten in kopf und körpersprache.
    Allein dies macht uns zu "aussenseitern!
    So eine situation zu bewältigen ist , die nicht normal ist in einer angeblich gleichheitlich eingestellten gesellschaft.
    "Aber man sucht seine Position im Ganzen und versucht sein Umfeld nach seinen Vorstellungen zu gestalten, was auch nicht immer ohne "Reibungsverluste" geht, da einem nicht alles gefällt, so wie es ist..."
    wie groß bitte dürfen die "reibungsverlusste werden, was ist zumutbar.
    Kauder z.b.spricht da von zumutbarem.. auch deine meinung? Oder sind die "reibungsverluste nur jene momente, wo du von "normal auf schwul umschalten darfst , eben weil dich geborgen in sicherheit fühlend...

    "Man wendet sich nicht gegen etwas, wenn man Teil desselben ist?"
    An welcher stelle des prognostizierten reibungsverlusstes bist du teil desselben?
    Ist nun kauder auch teil des selben? Und wie soll nun ein kompromiss mit kauder aussehen? An welcher stelle "trifft man sich in gegenseitigem respekt"...

    www.queer.de/detail.php?article_id=20460


    Mein lebensstandpunkt ist zu weit von den angeboten der kauders, auch die der kauchs oder sonstwie konservativ-liberal sich gebenden homopolitriege entfernt.
    ""Ich verlange lediglich ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt. ..."
    ich verlange einen mindestabstand von dem was als kompromissangebot angenommen wird, weil die forderungen die wir zu erheben das recht hätten, nicht einmal im ansatz mit den in vorbeugendem gehorsam bereits formulierten anpassungsmodellen zu worte kommt.
    Das kompromissangebot zu nahe beim ohnehin angestrebten ergebnis zu finden ist..
    was da noch gekämpft wird sind scheingefechte die hinter theaterdonner das wesentliche vernebeln... die assimilierung des homos in die hetengesellschaft.
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#108 paren57Ehemaliges Profil
  • 21.11.2013, 19:55h
  • Antwort auf #107 von stromboli
  • Es ist für mich schwierig nachzuvollziehen, was Du eigentlich geändert haben willst, weil Du immer nur einzelne Punkte herauspickst, die Dir nicht gefallen, ohne dass für einen Außenstehenden klar wird, was das konkret für Dich bedeutet bzw. was konkret Dir daran nicht gefällt oder was Du tatsächlich für Dich positiv willst. Schreib doch mal konkret, wo Du Dich diskriminiert oder in Deiner Entfaltung eingeschränkt fühlst. Wo hindert Dich die immer wieder zitierte Heteronormativität Deinen Lebensstil zu leben? So sehr ich beispielsweise für die absolute rechtliche Gleichstellung aus Prinzip bin, in meinem praktischen Leben wird sie keinerlei Änderung bringen, da ich weder Kinder adoptieren will noch verpartnert bin, also von einer steuerlichen Gleichstellung nichts hätte. Und einen anderen Lebensstil will ich mir auch nicht zulegen, weil der, den ich jetzt habe, meinem Ego entspricht. Es gibt ein paar Einschränkungen im persönlichen Umfeld, die etwas mit Betreuungsaufgaben und Arbeitsbedingungen zu tun haben, aber nicht mit meinem Schwulsein. Insofern fällt es mir schwer zu verstehen, was Dich zu einer Totalopposition veranlasst.
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#109 Thomas KAnonym
#111 Lars ChristensonAnonym
  • 24.11.2013, 21:55h
  • Hallo, ich hab mich mal über den link zu dem Interwiev von der Dame mit der Studie (zeit.de) durchgeklickt. Das hört sich ganz schlüssig an. Aber bei den Kommentaren darunter kommt man dann doch ins Grübeln. Hab mich mit dem Thema beschäftigt, weil mein Freund zu der Veranstaltung wollte und dann auch war. Der hat mir erzählt das die einen Teilnehmer aus dem Saal "entfernt" haben, einen älteren Herren, der gerufen hat er will sein Geld zurück, da die meisten Redner(innen) garnicht gegen Schwule oder Lesben gesprochen haben, wie er es sicher erwartet hat. Trotzdem - weiter so - setzt Euch für Eure Sache ein - ... nur lasst das mit der sinnlosen Gewalt gegen andere - dafür hat er sich nämlich geschämt.
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