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Endspurt der Koalitionsverhandlungen

Homo-Rechte: Merkel, Gabriel und Seehofer entscheiden

  • 19. November 2013 79 2 Min.

Im neuen Bundestag gibt es eine Mehrheit für eine Gleichstellungspolitik - allerdings wohl nicht in der Praxis

Am Dienstag konnte sich auch die Große Runde von Union und SPD nicht über ein Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare einigen.

Wie geht es in den nächsten vier Jahren weiter mit der LGBT-Politik in Deutschland? Darüber entscheiden in der nächsten Woche wohl die drei Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD in kleiner Runde.

Am Dienstag konnte sich auch die Große Runde der Verhandlungsführer der Parteien zu einer Großen Koalition in dieser Frage nicht einigen, nachdem bereits die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe Familie und Gleichstellung zu keinem Ergebnis kam.

Zum Adoptionsrecht gebe es "keinen Konsens", sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles nach der Runde. "Dieses Thema konnte nicht geklärt werden und bleibt weiterhin strittig." Im Bereich der Gesellschaftspolitik sehe man keinen "Änderungsbedarf", erklärte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt allgemein zu den Entscheidungen des Tages.

Am nächsten Mittwoch soll der Koalitionsvertrag stehen, über den dann die SPD-Mitglieder abstimmen müssen. Am Schluss könnte als Kompromiss der Satz stehen, dass die Koalition darauf "hinwirkt", dass "bestehende Diskriminierungen in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden".

Diese Formulierung machte in den letzten Wochen immer wieder die Runden und wurde so auch von Ansgar Dittmar, dem Chef der Schwulen und Lesben in der SPD (Schwusos), in einer gestrigen Pressemitteilung wohl nicht zufällig kritisiert: Die "schwammige Formulierung" führe in der Koalition zu einem vermeidbaren Streit über die "Auslegung dieses Passus".

Die Aussage ist allerdings nicht weit entfernt von der Formulierung im Zehn-Punkte-Plan der Sozialdemokraten für die Koalitionsrunden: "Wir wollen auch die Situation von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften verbessern", hieß es da. Zwischenzeitlich hatten SPD-Verhandlungsführer, die Schwusos und auch der Abgeordnete Johannes Kahrs das volle Adoptionsrecht und eine Ehe-Öffnung gefordert.

In den letzten Tagen hatten Politiker von CDU und CSU erneut eine Ablehnung eines gemeinschaftlichen Adoptionsrechts für homosexuelle Paare bekräftigt (queer.de berichtete) – dabei hatte Karlsruhe in seinem Urteil zur Stiefkindadoption in diesem Frühjahr dem Gesetzgeber aufgegeben, spätestens bis zum nächsten Sommer das Adoptionsrecht neu zu regeln.

-w-

#1 SPDlerAnonym
  • 19.11.2013, 23:22h

  • Es fällt einem als Parteimitglied wirklich seit geraumer Zeit den Kurs der Partei zu stützen. Auch Gabriel ist einfach untragbar. Wenn nun keine eindeutigen Verbesserungen im Bereich der Gleichstellung erfolgen, die ja lange überfällig und nun auch schon oft genug versprochen sind, gibt's von mir ein klares NEIN beim Mitgliederentscheid zur großen Koalition.

    Homothemen sind mir politisch zwar nicht so megawichtig, aber irgendwann ist auch mal Schluss mit Verständnis...
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#2 janxAnonym
  • 19.11.2013, 23:40h

  • Kann man abhaken das Thema für diese Legislaturperiode. Merkel, Seehofer und Gabriel entscheiden. Da weiß man ja schon dass da nix rauskommt. Wer glaubt dass die 3 jetzt umfassende verbesserungen für Bürgerrechte beschließen der glaubt auch an den weihnachtsmann. Dann bis in 4 jahren mal... 0% Gleichstellung. Nur mit uns. Ich glaube die schaffen es doch tatsächlich noch, noch weniger als die fdp zu erreichen. Das muss man erstmal hinkriegen. Respekt!
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 19.11.2013, 23:57h
  • Antwort auf #1 von SPDler
  • Bei Gabriel ist das Thema nicht in guten Händen. um das mal vorsichtig zu formulieren.

    Im Gegensatz zu Frau Schwesig oder Frau Nahles ist er auch innerparteilich nie als Unterstützer unserer Anliegen aufgefallen.

    Er scheint mir auch einfach zu provinziell und auf deutsche Verhältnisse fixiert, um zu verstehen, dass die Haltung der Union...

    1. verfassungswidrig

    2. ein deutscher Sonderweg weg von der westlichen Welt ist,

    dem weitere gefährliche deutsche Sonderwege folgen könnten.

    Der massiv homophobe Frömmler Kauder tönte ja schon davon, dass in Europa jetzt doitsch gesprochen werde.

    Da passt eins zum anderen.

    Obs auf die Dauer zwischen der konservativen SPD und der offen reaktionären Union passt, wird sich zeigen.

    Falls ja, dann auf Kosten von Recht und Gerechtigkeit.

    Das ist klar.
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