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Große Mehrheit im Parlament
Schottland macht Weg für Ehe-Öffnung frei
- 21. November 2013 2 Min.

Der Besuchereingang des schottischen Parlaments in Edinburgh (Bild: Shahbaz Majeed / flickr / by 2.0)
In erster Lesung hat das schottische Parlament am Mittwoch einem Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.
Für den Gesetzentwurf votierten in einer Abstimmung ohne Fraktionszwang 98 Abgeordnete bei 15 Gegenstimmen. Politiker aller Parteien unterstützten das Gesetz. Gegner befanden sich insbesondere in den Reihen der Konservativen, aber auch unter Mitgliedern der Regierungspartei, der separatistischen Scottish National Party, und von Labour. Der Gesetzentwurf wird nun an einen Ausschuss überwiesen, der die Details aushandeln soll. Im nächsten Jahr wird das Parlament dann endgültig darüber abstimmen.
In einer emotionalen Debatte verteidigte die Chefin der schottischen Konservativen, die lesbische Abgeordnete Ruth Davidson, den Gesetzentwurf: "Ich möchte nicht, dass die nächste Generation von Homosexuellen genauso aufwächst wie ich; ich habe immer geglaubt, dass die Ehe etwas ist, das ich niemals haben kann". Zu den Gegnern gehörte die Labour-Abgeordnete Elaine Smith, die sich verfolgt fühlt: "Weil ich gegen die Neudefinition der Ehe bin, wurde ich als homophob und engstirnig beschimpft", so Smith. Sie begründete ihre Ablehnung mit ihrem christlichen Glauben.
Gegner der Gleichstellung sind insbesondere die beiden großen christlichen Kirchen. Sowohl die schottischen Anglikaner als auch die Katholiken kämpfen gegen die Ehe-Öffnung. Der Gesetzentwurf würde die beiden Glaubensgemeinschaften allerdings nicht direkt treffen: Kirchen dürfen dem Entwurf zufolge weiterhin nur heterosexuelle Hochzeiten durchführen, wenn sie dies wünschen.
Bereits im Juli hatte Königin Elisabeth ein Gesetz des britischen Parlaments zur Ehe-Öffnung unterzeichnet (queer.de berichtete). Dies gilt allerdings nur für die Landesteile England und Wales. Das Gesetz wird Mitte nächsten Jahres in Kraft treten.
Als einziger Landesteil des Vereinigten Königreichs lehnt Nordirland bislang die Ehe-Öffnung ab. Eine Abstimmung im Parlament der Krisenregion verloren die Gleichstellungsbefürworter knapp mit 42 zu 50 Stimmen (queer.de berichtete).
In der Republik Irland wird es dagegen 2015 einen Volksentscheid zur Ehe-Öffnung geben (queer.de berichtete). Laut Umfragen sprechen sich rund drei Viertel der Südiren für die Gleichstellung aus. (dk)















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