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- 22. November 2013 2 Min.

Nike verspricht, für seine lesbsichen und schwulen Mitarbeiter zu kämpfen
Die Ehe-Öffnung als Standortvorteil: Der Sportartikelhersteller gründete eine Lobbygruppe für die Gleichstellung im Eherecht, um gute Mitarbeiter anzulocken.
Das in Beaverton im US-Bundesstaat Oregon heimische Unternehmen Nike hat diese Woche ein Political Action Committee (PAC) gegründet, um für die Ehe-Öffnung zu werben. Aus dem Firmenkapital gingen 100.000 US-Dollar an den "Nike Equality PAC", weitere 180.000 Dollar kamen durch eine Sammelaktion unter den Topmanagern des Konzerns zusammen.
Der PAC hat die Aufgabe, Druck auf die Gesetzgeber auszuüben, etwa mit TV-Werbespots oder großangelegten Kampagnen. Nike hofft, weitere Spender anlocken zu können.
In einer Pressemitteilung erklärte der Konzern, dass der PAC aus Sorge um die schwulen und lesbischen Angestellten gegründet worden sei: "Nike unterstützt die Initiative zur Ehe-Öffnung, damit unsere Mitarbeiter fair und mit Respekt sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Gesellschaft behandelt werden", so Nike. "Damit Unternehmen die besten Talente anlocken und halten kann, brauchen wir gerechte Gesetze, die alle Menschen im Staat gleich behandeln und Diskriminierung verhindern."
Schuh-Konzern unterstützte wiederholt Homo-Rechte
Nike gehört zu den LGBT-freundlichsten Großunternehmen in den USA und erzielt etwa beim "Corporate Equality Index" der Homo-Gruppe Human Rights Campaign seit einem Jahrzehnt die Bestnote. Im Jahr 2000 hat der Konzern freiwillig die Partner von lesbischen und schwulen Mitarbeitern als gleichwertig mit Ehepartnern anerkannt. Später unterstützte die Firma erfolgreich ein Antidiskriminierungsgesetz in Oregon und die Einführung von eingetragenen Partnerschaften.
Homo-Aktivisten sammeln derzeit Unterschriften, um im kommenden Jahr einen Volksentscheid über die Ehe-Öffnung im vier Millionen Einwohner zählenden Staat zu erzwingen. Damit würde eine Entscheidung aus dem Jahr 2004 rückgängig gemacht: Damals votierte nach einem extrem homophoben Wahlkampf eine Mehrheit für das Verbot der gleichgeschlechtlichen Eheschließung. 2007 führte der Staat dann immerhin eingetragene Partnerschaften ein (queer.de berichtete). Inzwischen spricht sich Umfragen zufolge eine knappe Mehrheit der Wähler für die Ehe-Öffnung aus. Auch John Kitzhaber, der demokratische Gouverneur des Staates, gilt seit Jahren als Verfechter der Ehe-Öffnung.
Auch in anderen Staaten engagierten sich große Unternehmen für die Gleichstellung im Ehe-Recht: So hat etwa der Konzern amazon.com die Ehe-Öffnung im Bundesstaat Washington unterstützt (queer.de berichtete). Als einziger großer Konzern hat sich bislang die Fastfoodkette Chick-fil-A offen gegen Homo-Rechte ausgesprochen (queer.de berichtete). Die Kette betreibt USA-weit 1.600 Schnell-Restaurants. (dk)















Toll!
Nicht nur Danke für das Geld zur Unterstützung von Gleichstellung, sondern auch Danke für die Aussage, dass Homorechte auch ein Standortvorteil sind.
Damit wird nochmal klar, dass sich Homorechte auch wirtschaftlich lohnen. Und dass Parteien, die Gleichstellung ablehnen wirtschaftsfeindlich sind und mit ihrem Hass der gesamten Gesellschaft schaden.